Hallo @ All,
meine Probleme in dem Beruf beziehen sich hauptsächlich auf die Kinder. Eigentlich bin ich Sozialpädagogin, doch in diesem Beruf habe ich bisher leider nur Misserfolge ernten können. Innerhalb von 4 Jahren habe ich nun die 6. Arbeitsstelle angetreten, vom Arbeitsamt vermittelt. Die Arbeit mit Kindern war sozusagen der letzte "Hoffnungsschimmer" für das Arbeitsamt und irgendwie auch für mich. Bisher hatte ich mit geistig behinderten Erwachsenen (mit schweren Verhaltensauffälligkeiten), mit schwer erziehbaren Jugendlichen und mit Kindern gearbeitet. Alle Jobs waren für mich nichts anderes als eine Qual, die komplett meine Nerven gekostet hat. So anstrengend und belastend hatte ich mir die Arbeit in dem Bereich nicht vorgestellt. Nun bin ich als Erzieherin in einer Integrativgruppe angestellt und weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Dazu kommt noch, dass neben den Integrativkindern (7 Kinder!!!) von den restlichen Kindern über die Hälfte auch verhaltensauffällig sind, d.h. laut sind, toben, schreien, andere ärgern und Anweisungen wiederholt nicht Folge leisten. Ich frage mich, was sind das für Kinder, die wir erziehen sollen???!! Was sind das für Eltern, die Kinder in die Welt setzen, ohne zu wissen, was das an Verantwortung bedeutet? Die scheinbar nicht mehr in der Lage sind, ihren Kindern Werte und Normen beizubringen, die für ein gesundes Zusammenleben mit anderen notwendig sind. Und sowas sollen wir Erzieher dann nachholen, oder wie??!!
Also ich für meine Begriffe habe diesen Kampf aufgegeben. Ich kann auch einfach nicht mehr, muss ständig zum Arzt, weil ich chronisch erschöpft bin. Auch Entspannung daheim und ausreichend Schlaf können den Energieverlust nicht mehr ausgleichen. Die köperlichen Symptome, wie Tinnitus, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und chron. Erschöpfungszustände sind die Folge einer mich krank machenden Arbeit. Ich halte den Lärm, die Hektik, die Energie, die Kinder mir entgegenbringen einfach nicht mehr aus, zumal ich nicht 2/3 Kinder, sondern manchmal gleich 15 Kinder in der Gruppe. Ich brauche einen ruhigen Job, bei dem ich mich auf EINE Sache konzentrieren kann und meine Augen und Aufmerksamkeit nicht ständig woanders haben muss. Das macht mich auf Dauer krank. Und nicht nur mich. Fast alle Erziéherinnen in unserer Einrichtung sind genervt und gestresst, das merke ich an ihren Äußerungen ("Ich kann nicht mehr", "Bald landen wir alle noch in der Klapse") und ihrer Mimik und Gestik, manche reden einfach nur noch laut, egal was sie sagen, sie sagen es laut. Aber sie machen den Job halt weiter und schlagen sich damit tagtägl. herum.
Ich war nun bei einer Fachärztin und die hat mir dringend empfohlen erstmal eine Therapie zu machen und zwar in einer psychotherap. Tagesklinik, um erstmal wieder zu mir selber zu finden, denn so ist es kein Leben mehr, sondern nur noch Zwang und Qual. Ich habe eindeutig den falschen Beruf studiert, war zu blauäugig, habe es mir nicht so anstrengend und belastend vorgestellt. Nicht so. Eine Stelle in einem Jugendclub mußte ich sogar schon auf ärztl. Rat hin kündigen... Naja, ich hoffe nach dieser Thera eine berufl. Reha beginnen zu können, um einen neuen Beruf zu erlernen. Ich möchte einfach niemanden mehr erziehen, betreuen, begleiten, fördern etc. Am besten gar keine Arbeit mehr, bei der ich direkt mit Menschen zu tun habe, denn davor habe ich nun entsprechend Angst.
Jetzt warte ich erstmal dieTagesklinik ab, hoffentlich muss ich danach nicht mehr allzulange in diesem Job arbeiten.
Vielleicht gibt es den ein oder anderen hier, dem es ähnlich geht oder erging. Könnten uns darüber austauschen.
Allen anderen wünsche ich viel Kraft und Energie in dem Beruf der Erzieherin. Oft wird von Außenstehenden die Arbeit mit Kindern, die vieles an Einsatz und Nerven kostet unterschätzt. Viele, vor allem die Eltern wissen nicht, was dies bedeutet.
MFG, Kira.
meine Probleme in dem Beruf beziehen sich hauptsächlich auf die Kinder. Eigentlich bin ich Sozialpädagogin, doch in diesem Beruf habe ich bisher leider nur Misserfolge ernten können. Innerhalb von 4 Jahren habe ich nun die 6. Arbeitsstelle angetreten, vom Arbeitsamt vermittelt. Die Arbeit mit Kindern war sozusagen der letzte "Hoffnungsschimmer" für das Arbeitsamt und irgendwie auch für mich. Bisher hatte ich mit geistig behinderten Erwachsenen (mit schweren Verhaltensauffälligkeiten), mit schwer erziehbaren Jugendlichen und mit Kindern gearbeitet. Alle Jobs waren für mich nichts anderes als eine Qual, die komplett meine Nerven gekostet hat. So anstrengend und belastend hatte ich mir die Arbeit in dem Bereich nicht vorgestellt. Nun bin ich als Erzieherin in einer Integrativgruppe angestellt und weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht. Dazu kommt noch, dass neben den Integrativkindern (7 Kinder!!!) von den restlichen Kindern über die Hälfte auch verhaltensauffällig sind, d.h. laut sind, toben, schreien, andere ärgern und Anweisungen wiederholt nicht Folge leisten. Ich frage mich, was sind das für Kinder, die wir erziehen sollen???!! Was sind das für Eltern, die Kinder in die Welt setzen, ohne zu wissen, was das an Verantwortung bedeutet? Die scheinbar nicht mehr in der Lage sind, ihren Kindern Werte und Normen beizubringen, die für ein gesundes Zusammenleben mit anderen notwendig sind. Und sowas sollen wir Erzieher dann nachholen, oder wie??!!
Also ich für meine Begriffe habe diesen Kampf aufgegeben. Ich kann auch einfach nicht mehr, muss ständig zum Arzt, weil ich chronisch erschöpft bin. Auch Entspannung daheim und ausreichend Schlaf können den Energieverlust nicht mehr ausgleichen. Die köperlichen Symptome, wie Tinnitus, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und chron. Erschöpfungszustände sind die Folge einer mich krank machenden Arbeit. Ich halte den Lärm, die Hektik, die Energie, die Kinder mir entgegenbringen einfach nicht mehr aus, zumal ich nicht 2/3 Kinder, sondern manchmal gleich 15 Kinder in der Gruppe. Ich brauche einen ruhigen Job, bei dem ich mich auf EINE Sache konzentrieren kann und meine Augen und Aufmerksamkeit nicht ständig woanders haben muss. Das macht mich auf Dauer krank. Und nicht nur mich. Fast alle Erziéherinnen in unserer Einrichtung sind genervt und gestresst, das merke ich an ihren Äußerungen ("Ich kann nicht mehr", "Bald landen wir alle noch in der Klapse") und ihrer Mimik und Gestik, manche reden einfach nur noch laut, egal was sie sagen, sie sagen es laut. Aber sie machen den Job halt weiter und schlagen sich damit tagtägl. herum.
Ich war nun bei einer Fachärztin und die hat mir dringend empfohlen erstmal eine Therapie zu machen und zwar in einer psychotherap. Tagesklinik, um erstmal wieder zu mir selber zu finden, denn so ist es kein Leben mehr, sondern nur noch Zwang und Qual. Ich habe eindeutig den falschen Beruf studiert, war zu blauäugig, habe es mir nicht so anstrengend und belastend vorgestellt. Nicht so. Eine Stelle in einem Jugendclub mußte ich sogar schon auf ärztl. Rat hin kündigen... Naja, ich hoffe nach dieser Thera eine berufl. Reha beginnen zu können, um einen neuen Beruf zu erlernen. Ich möchte einfach niemanden mehr erziehen, betreuen, begleiten, fördern etc. Am besten gar keine Arbeit mehr, bei der ich direkt mit Menschen zu tun habe, denn davor habe ich nun entsprechend Angst.
Jetzt warte ich erstmal dieTagesklinik ab, hoffentlich muss ich danach nicht mehr allzulange in diesem Job arbeiten.
Vielleicht gibt es den ein oder anderen hier, dem es ähnlich geht oder erging. Könnten uns darüber austauschen.
Allen anderen wünsche ich viel Kraft und Energie in dem Beruf der Erzieherin. Oft wird von Außenstehenden die Arbeit mit Kindern, die vieles an Einsatz und Nerven kostet unterschätzt. Viele, vor allem die Eltern wissen nicht, was dies bedeutet.
MFG, Kira.