Moriarty18
Neues Mitglied
Hallo zusammen 🙂
Ich bin 19, m, und besitze nicht gerade das größte Selbstvertrauen. Oft bin ich unsicher darin komplett eigenständig eine Entscheidung zu treffen. Ich denke oft viel zu viel nach und bin extrem verkopft. Außerdem kann ich nur schwer mit Rückschlägen umgehen, bin schnell reizbar, frustriert und demotiviert, und rede mir ein, dass ich Dinge nicht kann oder zu schlecht dafür bin.
Die letzten Monate waren für mich schwierig, da ich gemerkt habe, dass ich mich in meinem Studium gründlich vertan habe und nicht wusste, wie es weitergeht. Gleichzeitig sind einige Freunde immer weiter weg gezogen und der Kontakt ist im Sand verlaufen. Zudem ist die Situation bei mir zu Hause nicht gerade einfach. Ich hatte sehr oft sehr kurze Down-Phasen, in denen ich vom einen auf den anderen Moment, einfach grundlos traurig und schlecht drauf war, selbst in Momenten die eigentlich echt schön waren. Insgesamt hab ich mich zwei Mal in diesem Jahr geritzt.
Auf der anderen Seite hatte ich eine unfassbar tolle Freundin, die immer für mich da war, mir zugehört und an mich geglaubt hat. Bei ihr konnte ich wirklich genau so sein wie ich bin. Ich konnte immer klein und schwach sein. Sie hat mich einfach so akzeptiert. Ohne sie wäre ich in einigen Situationen psychisch vielleicht komplett kaputt gegangen.
Andererseits habe ich manchmal aber auch das Gefühl, dass ich so gar nicht bin..Dass ich diese Unsicherheit und „Schwächlichkeit“ wie eine Rolle spiele, um Mitleid und Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin in einigen Situationen wirklich sehr unsicher, aber es ist definitiv auch nicht so, als würde ich 24/7 mit gesenkten Kopf durch die Gegend laufen, nur negativ denken, mich rumschubsen lassen und absolut gar nichts auf die Reihe bekommen. Ich würde mich selbst insgesamt als psychisch gesund bezeichnen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich dieses ganze "psychische Probleme"-Scheiss irgendwie "idealisieren"..als würde ich vorgeben jemand zu sein, der ich gar nicht bin.. Ich habe keine Ahnung warum.
Meine Freundin hat sich vor 2 Tagen nach 4 ½ Monaten ziemlich spontan und überraschend von mir getrennt. Der Grund war, dass sie in den letzten 1 ½ Wochen einfach gemerkt hat, dass ihre Gefühle plötzlich einfach nicht mehr so sind wie vorher. In der letzten Woche hab auch ich gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt, aber davor lief wirklich alles perfekt. Das meinte auch sie. Woher es kommt weiß sie selbst nicht, jedoch hat sie gemerkt, wie sie mich verletzt hat und wollte mir nicht länger etwas vorspielen, und hat es daher beendet.
Wir haben heute dann noch einmal geredet. Mich hat es extrem verletzt, dass sie es nicht vorher offen angesprochen hat, damit wir versuchen gemeinsam daran zu arbeiten und das Problem finden und lösen können, und das habe ich ihr auch gesagt. Dass es für mich einfach komplett surreal erscheint, wegen 1 ½ Wochen, in denen es nicht läuft, alles zu beenden, ohne wenigstens zu versuchen, offen damit umzugehen. Letztendlich hab ich ihr gesagt, dass ich mich nicht für sie verbiegen kann, aber dass ich bereit bin an mir zu arbeiten, Probleme anzugehen und für sie und unsere Beziehung zu kämpfen. Vorausgesetzt sie ist es auch.
Sie meinte letztendlich, dass sie mir nichts versprechen kann und will, aber dass sie noch einmal darüber nachdenken wird, ob sie bereit dazu ist.
In dem Gespräch hat sich Stück für Stück herausgestellt, dass meine Unsicherheit ein Grund für ihren Gefühlswandel ist. Sie ist in dieser Hinsicht sehr anders als ich: Sie schafft es immer wieder aufzustehen, jammert nicht rum sondern tut einfach Dinge die getan werden müssen, ist sehr unabhängig und braucht ihren Freiraum. Bisher war das alles nie ein Problem. Nur hat sie in den letzten Tagen wohl gemerkt, wie sehr sie diese Macken belasten und stören. Und das kann ich irgendwo verstehen: Ich brauche sehr viel (körperliche) Nähe und war vielleicht gerade in der letzten Woche etwas zu vereinnahmend. Und ich kann es voll verstehen, dass es unfassbar anstrengend ist, immer den Starken spielen zu müssen, und dass es für einen selbst sehr belastend ist, wenn der Partner immer wieder von jetzt auf gleich traurig ist und einen unbewusst runterzieht.
Ich will in der Hinsicht wirklich an mir arbeiten. Um allgemein besser klar zu kommen, und um an unserer Beziehung zu arbeiten, und dafür zu kämpfen. Kennt ihr irgendwelche Wege, wie ich diese Rolle ablegen kann? Wie ich Dinge positiver sehen kann und nicht beim ersten Rückschlag den Mut verlieren kann? Wie ich mehr Selbstvertrauen gewinnen kann? Warum zur Hölle ich überhaupt diese Rolle annehme? Was zur Hölle mit mir los ist? Und wie ich sie zurückgewinnen kann?
Danke schon einmal für alle Ratschläge 🙂
Ich bin 19, m, und besitze nicht gerade das größte Selbstvertrauen. Oft bin ich unsicher darin komplett eigenständig eine Entscheidung zu treffen. Ich denke oft viel zu viel nach und bin extrem verkopft. Außerdem kann ich nur schwer mit Rückschlägen umgehen, bin schnell reizbar, frustriert und demotiviert, und rede mir ein, dass ich Dinge nicht kann oder zu schlecht dafür bin.
Die letzten Monate waren für mich schwierig, da ich gemerkt habe, dass ich mich in meinem Studium gründlich vertan habe und nicht wusste, wie es weitergeht. Gleichzeitig sind einige Freunde immer weiter weg gezogen und der Kontakt ist im Sand verlaufen. Zudem ist die Situation bei mir zu Hause nicht gerade einfach. Ich hatte sehr oft sehr kurze Down-Phasen, in denen ich vom einen auf den anderen Moment, einfach grundlos traurig und schlecht drauf war, selbst in Momenten die eigentlich echt schön waren. Insgesamt hab ich mich zwei Mal in diesem Jahr geritzt.
Auf der anderen Seite hatte ich eine unfassbar tolle Freundin, die immer für mich da war, mir zugehört und an mich geglaubt hat. Bei ihr konnte ich wirklich genau so sein wie ich bin. Ich konnte immer klein und schwach sein. Sie hat mich einfach so akzeptiert. Ohne sie wäre ich in einigen Situationen psychisch vielleicht komplett kaputt gegangen.
Andererseits habe ich manchmal aber auch das Gefühl, dass ich so gar nicht bin..Dass ich diese Unsicherheit und „Schwächlichkeit“ wie eine Rolle spiele, um Mitleid und Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin in einigen Situationen wirklich sehr unsicher, aber es ist definitiv auch nicht so, als würde ich 24/7 mit gesenkten Kopf durch die Gegend laufen, nur negativ denken, mich rumschubsen lassen und absolut gar nichts auf die Reihe bekommen. Ich würde mich selbst insgesamt als psychisch gesund bezeichnen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich dieses ganze "psychische Probleme"-Scheiss irgendwie "idealisieren"..als würde ich vorgeben jemand zu sein, der ich gar nicht bin.. Ich habe keine Ahnung warum.
Meine Freundin hat sich vor 2 Tagen nach 4 ½ Monaten ziemlich spontan und überraschend von mir getrennt. Der Grund war, dass sie in den letzten 1 ½ Wochen einfach gemerkt hat, dass ihre Gefühle plötzlich einfach nicht mehr so sind wie vorher. In der letzten Woche hab auch ich gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt, aber davor lief wirklich alles perfekt. Das meinte auch sie. Woher es kommt weiß sie selbst nicht, jedoch hat sie gemerkt, wie sie mich verletzt hat und wollte mir nicht länger etwas vorspielen, und hat es daher beendet.
Wir haben heute dann noch einmal geredet. Mich hat es extrem verletzt, dass sie es nicht vorher offen angesprochen hat, damit wir versuchen gemeinsam daran zu arbeiten und das Problem finden und lösen können, und das habe ich ihr auch gesagt. Dass es für mich einfach komplett surreal erscheint, wegen 1 ½ Wochen, in denen es nicht läuft, alles zu beenden, ohne wenigstens zu versuchen, offen damit umzugehen. Letztendlich hab ich ihr gesagt, dass ich mich nicht für sie verbiegen kann, aber dass ich bereit bin an mir zu arbeiten, Probleme anzugehen und für sie und unsere Beziehung zu kämpfen. Vorausgesetzt sie ist es auch.
Sie meinte letztendlich, dass sie mir nichts versprechen kann und will, aber dass sie noch einmal darüber nachdenken wird, ob sie bereit dazu ist.
In dem Gespräch hat sich Stück für Stück herausgestellt, dass meine Unsicherheit ein Grund für ihren Gefühlswandel ist. Sie ist in dieser Hinsicht sehr anders als ich: Sie schafft es immer wieder aufzustehen, jammert nicht rum sondern tut einfach Dinge die getan werden müssen, ist sehr unabhängig und braucht ihren Freiraum. Bisher war das alles nie ein Problem. Nur hat sie in den letzten Tagen wohl gemerkt, wie sehr sie diese Macken belasten und stören. Und das kann ich irgendwo verstehen: Ich brauche sehr viel (körperliche) Nähe und war vielleicht gerade in der letzten Woche etwas zu vereinnahmend. Und ich kann es voll verstehen, dass es unfassbar anstrengend ist, immer den Starken spielen zu müssen, und dass es für einen selbst sehr belastend ist, wenn der Partner immer wieder von jetzt auf gleich traurig ist und einen unbewusst runterzieht.
Ich will in der Hinsicht wirklich an mir arbeiten. Um allgemein besser klar zu kommen, und um an unserer Beziehung zu arbeiten, und dafür zu kämpfen. Kennt ihr irgendwelche Wege, wie ich diese Rolle ablegen kann? Wie ich Dinge positiver sehen kann und nicht beim ersten Rückschlag den Mut verlieren kann? Wie ich mehr Selbstvertrauen gewinnen kann? Warum zur Hölle ich überhaupt diese Rolle annehme? Was zur Hölle mit mir los ist? Und wie ich sie zurückgewinnen kann?
Danke schon einmal für alle Ratschläge 🙂