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MATHE an den Schulen geht mir einfach nur noch auf den Sack!

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Scheiss Bildungssystem

Gast
Die Lehrer können nichts! ABSOLUT NICHTS! Das regt mich total auf - jeden zweiten beschissenen Tag muss ich zur Schule um 4 Stunden rumzusitzen und nichts zu verstehen es reicht mir! Die Mathe Lehrer sind zu nichts zu gebrauchen, kein Schwein versteht deren Erklärungen. Wie zur Hölle können solche Leute "Lehrer" werden, in meiner ganzen Schullaufbahn habe ich keinen richtigen Mathe Lehrer angetroffen! Das regt mich nur noch auf! Völlige Zeitverschwendung, das was sie uns 10 Doppelstunden versuchen beizubringen - bringe ich mir zuhause in 3-4 Stunden selber bei. És kotzt mich einfach an... Im Internet habe ich ein Portal mit Videos gefunden in dem ein Lehrer etwas in 5 Minuten erklärt was unsere Mathelehrer über 5 Wochen versuchen. Und ich verstehe es dann auch sofort! Was soll der Mist? Ich hatte Jahrelang kein Interesse an Mathe , weil ich mir eh nicht dachte ich raffs nicht, bis ich mir einfach aus Langeweile ein Video angeschaut habe und es sofort geblickt habe, weil es VERSTÄNDLICH erklärt wurde. Seit dem bin ich im richtigen Mathe Fieber und süchtig, obwohl ich sonst immer GROTTEN SCHLECHT war. Ich bin ein 3-4er Kandidat wenn nicht sogar schlechter gewesen.. Der Lehrer im Portal vermittelt Mathe als ob es sein LEBEN WÄRE einfach unglaublich, so locker flockig- mit der Einstellung "Is gar nicht so schwer".. Ich Checks nicht warum das unsere Lehrer nicht hinbekommen

Das musste einfach gesagt werden..
 
Die Leute in diesen Portalen habens eben wirklich drauf. Das sind auch oft keine Lehrer, sondern in dem Fall meistens Vollblutmathematiker. Man spürt deren Begeisterung und die steckt im besten Fall auch etwas an. Entsprechend unsteif sind auch die Erläuterungen. Ich habe früher auch weitaus mehr über Youtube-Videos gelernt als durch meinen Mathelehrer. Gute Mathelehrer sind eine Seltenheit. Leider. Sieht in anderen Fächern aber ähnlich unschön aus. Kaum etwas ist schlimmer als ein unmotivierter, gleichgültiger Lehrer.
 
Auch Mathelehrer können falschen Beruf wählen. Das kann dir später genau so passieren, es ist schwer daraus zukommen. Ich kann mich an meinen letzten Mathelehrer erinnern, der ähnlich war, er hat zwei Stunden lang vorgerechnet, bis er selbst den Faden verloren hat. Er hatte aber Humor gehabt- hat alles abgewischt und hat an die Tafel geschrieben: "Nur mit einem Computer zu lösen". Damit war das Problem aus der Welt 😀

Ich gebe dir Recht, vergiss das Bildungssystem und lerne nur für dich selber. Warum? Damit du später nicht beschissen wirst oder du jemanden bescheissen kannst. Das ist das Ziel von Mathe.

95% von dem Gedöns kannst du sowieso nicht gebrauchen..

Sehe aber die Angelegenheit so: Vielleicht passiert dir die ganze Geschichte nur daher; weil du erkennen sollst was du später im Leben machen kannst oder sogar mit Leidenschaft machst, wie der Typ bei Youtube...
 
Es gibt so viele unfähig Lehrer. Das ist so schlimm. Mathe erging mir das früher auch so. Wie heißt das Portal?
 
Unser Physiklehrer unterricht zwar kein Mathe, sondern eben Physik, erklärt aber auch alles unglaublich schlecht. Zumindest sagen das meine Mitschüler.

Also wirklich, da gibt es so viele, die wegen diesem doofen Lehrer überhaupt nichts verstehen. Bei keinem anderen Lehrer gibt es so viele, die auf 0 Punkten stehen. Die Zeit ist total verschwendet und der Lehrer erklärt das sogar so unglaublich schlecht, dass sich viele wünschen, er solle einfach leise sein. Zuhören tue ihm sowieso niemand, wieso er überhaupt rede, man ignoriere ihn doch eh. Und weil alles so unglaublich schlecht erklärt ist, kann dann auch niemand auf die Klausuren lernen.

Doofer Lehrer, arme Schüler. Reden zwei mal wöchentlich eineinhalb Stunden über irgendetwas ungleich Physik und versauen dann die Arbeiten, weil der Lehrer das, hätten sie denn zugehört, sowieso schlecht erklärt hätte.

Zum Glück gehöre ich, zumindest in Mathe und Physik, zu den Auserwählten, die die Gabe besitzen, das irgendwie - trotz unglaublich schlechten Lehrern, irgendwelche total unqualifizierte und uninteressierte Doktoren, die sich vermutlich selbst gar nicht für ihr Fach begeistern können, und nur deswegen Lehrer geworden ist, weil sie damit bei ihrer marginalen Qualifikation am besten verdienen - verstehen. Ich Glücklicher, ihr Armen. 🙂
 
Mir wurde früher nachgesagt, ich könne besonders gut erklären.

Inzwischen aber versteht ein ganzer Kurs mehr oder weniger gar nichts mehr von dem, was ich sage. Und die Folge davon (bestimmt nicht die Ursache!) ist, dass ich auch allmählich zum unmotivierten, gleichgültigen Lehrer werde. Ohne Gleichgültigkeit überleb ich das irgendwann nicht mehr.

Die Schüler kommen fast gänzlich ohne irgendwelche Vorkenntnisse bei mir in der 11. Klasse an, eigentlich kann ich nur bei Null wieder anfangen, nur wenn ich das versuche, will das auch keiner wissen.

Lieber Threadersteller, wenn du meinst, dass der Mathematikunterricht völlig für die Katz ist, so hast du völlig recht - zumindest für einige Schulformen und Bundesländer, gewiss für den Unterricht, den meine Schüler vor mir hatten, und für gute Teile meines Unterrichts gilt das inzwischen auch: kommt überhaupt nichts bei rum.

Wenn du also die Chance hast, Mathematik über irgendwelche Internet-Portale zu erlernen: Tu es! Es lohnt sich, und wie du selbst siehst, kannst du locker in 3 Stunden lernen, was der Lehrer euch in 10 Stunden vergeblich beizubringen versucht.

Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass der Lehrer unfähig wäre. Man gebe mir eine Klasse voll Schüler, die lernen wollen, und ich schaffe es auch locker, denen in 3 Stunden beizubringen, was ich sonst in 10 Stunden nicht schaffe. Umgekehrt kannst du eine Klasse voller unmotivierter Schüler, die Mathe nur blöd finden, auch wohl 100 Stunden in einen Raum mit Computern und tollen Internet-Portalen stecken, da kommt exakt gar nichts bei rum.

Ich liebe die Mathematik und ich würde sehr gerne wieder Schülern richtig Mathematik beibringen. Aber in weiten Teilen des heutigen Schulsystem scheint das leider nicht mehr möglich zu sein :-(
 
Hallo.

wow, sogar ein Mathematiklehrer hat sich hier gemeldet. Ich muss noch zusätzlich erwähnen, das ich eigentlich IMMER SCHLECHT war immer unmotiviert - ich hatte jedes Mal die Einstellung " Schaff ich eh nicht , entweder man kanns oder nicht", da waren dann auch Genies in der Klasse die alles sofort geblickt haben - hab mich mit denen verglichen und sofort die Flinte ins Korn geworfen - durchgängig hatte auch sogut wie IMMER Lücken - weil ich durchgängig von der zweiten Klasse an nur schlechte Lehrer erwischt habe. Und dem entsprechend auch meine Noten - kam nie über 'ne 3, selbst wenn ich mich angestrengt habe. Ich weiß , Lehrer sind auch nur Menschen, deshalb liegt die ganze Schuld nicht bei den Lehrern aber - ich bin echt total frustriert. Die ganze Jugend verdummt einfach nur , die die es können kriegen es irgendwie gebacken , aber der Rest wird außen vorgelassen und dann fragt man sich warum Deutschland bei der PISA so schlecht abschneidet? Ich bin ja nicht mal deutscher, aber trotzdem interessiert es mich , weil ich dieses Land liebe. Wenn von Grund auf schon eine passive schlechte Einstellung zu Mathe vermittelt wird - ist es klar das es dann später auch nichts wird.

Die Lösung ist relativ simpel: Am besten eine Reformierung der Schulform in der Mathe mehr gefördert wird. Die Erklärung sollten kurz und knapp sein und nicht aufs stupide "anwenden" fokussiert werden , sondern eher auf das "verstehen"- d.h. ein Konzept wird ausgearbeitet in dem KURZ und KNAPP erklärt wird wie man beispielsweise eine Populationsmatrix berechnet , bei der aber jeder Wert und jede Klammer erklärt wird und nicht davon ausgegangen wird , das der Schüler davon weiß . Wenn dies mal eingehalten werden würde , wäre ich mir ABSOLUT sicher - das sich vieles ändern wird.

Ich bin auch kein Genie oder so, das sich immer "unterfordert" gefühlt hat - aber es ist einfach ein Erfahrungswert anhand meines Umfeldes und mir ( Mein Umfeld ist riesig).

Unser Lehrer meinte z.B. einfach direkt zu den Markov-Ketten - ihr müsst es nicht verstehen, hauptsache ihr könnt es schematisch anwenden... Wie arm.. Dann fragt man sich warum nach 13 Jahren soviele Schiss vor Mathe im Studium haben..
 
Ich muss noch zusätzlich erwähnen, das ich eigentlich IMMER SCHLECHT war immer unmotiviert - ich hatte jedes Mal die Einstellung " Schaff ich eh nicht , entweder man kanns oder nicht", da waren dann auch Genies in der Klasse die alles sofort geblickt haben - hab mich mit denen verglichen und sofort die Flinte ins Korn geworfen - durchgängig hatte auch sogut wie IMMER Lücken
Tja - nun stell dir mal vor, du bist Mathematiklehrer und stehst vor einer Klasse mit solchen Schülern. Was willst du da noch erreichen? Da kannst du dir eigentlich nur frustriert die Kugel geben oder dich aus dem Fenster stürzen.

Schlimm ist, dass das heutige Schulsystem so etwas zulässt, also dass die Schüler Lücken anhäufen, ohne etwas dagegen zu tun. Statt bei erkannten Lücken den Finger in die Wunde zu legen und dem Schüler klarzumachen, dass er das lernen muss, werden heute alle Probleme unter den Teppich gekehrt: Der Schüler kann auch in der 5. Klasse noch nicht das Einmaleins? Macht nichts, bald kriegt er ja einen Taschenrechner... In der 7. Klasse lernt er keine Bruchrechnung? Egal, kommt in den nächsten Arbeiten nicht mehr vor.

Und irgendwann wundert man sich dann, dass die Schüler nur noch Lücken haben und gar nichts mehr verstehen...

Die ganze Jugend verdummt einfach nur
Leider, viele jedenfalls. Dabei ist, wie du selbst sagst, Mathematik ja eigentlich gar nicht so schwer.

Die Erklärung sollten (...) nicht aufs stupide "anwenden" fokussiert werden , sondern eher auf das "verstehen"
(...)
Unser Lehrer meinte z.B. einfach direkt zu den Markov-Ketten - ihr müsst es nicht verstehen, hauptsache ihr könnt es schematisch anwenden... Wie arm..
Da sprichst du mir allerdings aus der Seele. Man muss Mathematik verstehen, sonst ist sie sinnlos! Es ist eine fürchterliche Unsitte, zu meinen, man solle nur irgendwelche Lösungswege auswendig lernen, verstehen brauche man das nicht.

Was bringt das, dies unverstandene Zeug auswendig zu lernen?

Nichts!

Sowas hat auch nichts mit Mathematik zu tun, das ist allenfalls Quälerei!

Diese Unsitte ist leider verbreitet unter Schülern, die dann nur versuchen, irgendwelche Lösungswege auswendig zu lernen. Sie ist aber leider auch verbreitet unter manchen Lehrern :-( Dabei, meine ich, ist es meine elementarste Aufgabe als Lehrer, den Schülern den Stoff verständlich zu machen. Ich versuche, alles zu beweisen oder es wenigstens sehr plausibel zu machen (mathematische Strenge beim Beweis ist nicht unbedingt nötig).

Leider aber wollen viele meiner Schüler davon nichts hören. Kann ich eh nicht, versteh ich eh nicht, das ist oft die Einstellung. Und andere Lehrer meinen dann, wozu lange mit Erklärungen aufhalten, das verstehen die Schüler doch eh nicht.

Leider kann ich denen kaum widersprechen, denn meine Schüler verstehen nach 10 Jahren aufgesammelter Lücken in der Mathematik auch nichts mehr.

Aber mit dieser wechselseitigen Einstellung "Ich versteh eh nichts, also hör ich bei Erklärungen gar nicht zu" und "Die Schüler kapieren eh nichts, also warum sollte ich es noch erklären" kommt die Mathematik vollends unter die Räder - und der Mathematikunterricht wird zur gegenseitigen Quälerei von Schülern und Lehrern. :-(
 
Mir gings auch immer so wie Dir TE, hab mich dazu neulich (im Thread dieses Mathelehrers) ja auch ausgiebig darüber ausgelassen. Viel Tröstliches kann ich dazu nicht schreiben, die Verärgerung wirkt noch immer nach aus den Schulzeiten und Mathelehrer werde ich wohl nie mehr ernst nehmen können (am allerwenigsten jene, die sich standhaft weigern, sich auch mal an die eigene Nase zu packen und immer nur auf die ach so doofen Schüler zeigen). Ich finde es super, dass Du Deinen eigenen Weg gefunden hast, ein funktionierendes System, mit dem Du das nachholst was die Lehrer versäumen.

Wenn Du Mathevideos kennst, kennst Du sicher auch das hier, oder?
Knorkator - Wie weit ist es bis zum Horizont (Pythagoras) - YouTube
Kleiner Scherz am Rande. 🙂 Und verzeih dem Video den Rechenfehler. 😉
 
Da muss ich dir ebenfalls zustimmen. Hatte in meiner Laufbahn etliche Versager die sich Mathe Lehrer schimpften. Aber jetzt, auf der Berufsoberschule, hab ich einen Mann der Herr der Materie ist. Wirklich genial der Typ! Erklärt sehr gut und so oft wie nötig.

Es gibt halt diese und jene. Leider hattest du viel Pech und eben die Lehrer erwischt, die sich wohl in ihrer Laufbahn verirrt haben. Ist ja immerhin gut, dass du jetzt ein Portal gefunden hast, welches dir weiterhelfen kann.


Grüße
 

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