Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Maschinenbaustudium und dann.....?

Naturfreak

Mitglied
Hallo,

vor rund einem Jahr habe ich mein Maschinenbaustudium nun abgeschlossen und nach etwa einem halben Jahr den ersten Job als Konstrukteuer bekommen. Darüber war ich erstmals sehr froh, da zumindest Jungingenieure wohl nicht so sehr gesucht werden, wie es in den Medien oft propagiert wird.
Leider bin ich sehr unglücklich mit dem Job. Anfangs war ich so überfordert, dass ich zu Hause Heulkrämpfe bekommen habe. Mich überfordert es schon, den Telefonhörer abzunehmen oder irgendwo anrufen. Dabei sterbe ich fast. Hätte ich nicht meine Freunden, hätte ich mir wahrscheinlich schon längst das Leben genommen.
Inzwischen ist es so, dass ich im Unternehmen die Tätigkeiten eines Industriemechanikers ausübe. Die wahren Hintergründe hierzu sind mir nicht bekannt. Das Problem ist, dass ich kein Selbstbewusstsein habe und alles mit mir machen lasse. Die Gründe hierfür liegen vermutlich darin begraben, dass ich zu Schulzeiten in fast jeder Schule gemobbt wurde, eine recht autoritäre Erziehung genossen habe und kaum Freunde hatte/habe.
Nun will ich die Firma wechseln, auch deshalb, weil ich überhaupt nicht eingelernt wurde und ich auch keine Hoffnung habe, dass sich das noch ändern wird.
Da ich festgestellt habe, dass ein Konstrukteur heutzutage nicht mehr im stillen Kämmerlein vor sich hintüftelt, möchte ich einen gänzlich neuen Weg einschlagen. Nur weiß ich nicht, in welchem Gebiet ich als introvertierter Mensch überhaubt brauchbar bin.
Vielleicht kann mir hier in diesem Forum jemand helfen. Ich wäre sehr dankbar für für Antworten.

Viele Grüße vom Naturfreak!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Naturfreak,

im Endeffekt ist es ja ganz nützlich auch mal die praktische Seite kennenzulernen, aber ich kann schon verstehen, dass du dich ausgenutzt fühlst. Denn für diesen Job muss man ja nicht Maschinenbau studieren 🙂

Was haben denn deine Kommilitonen von damals heute für einen Job? Evtl kann man sich daran orientieren.

Oder willst du in deine komplett andere Sparte?

Was interessiert dich denn sonst so?
 
Hallo Butterblume,

ich habe bereits vor dem Studium eine Lehre als Zerspanungsmechaniker abgeschlossen. Außerdem schraube ich auch privat gerne. Von daher ist mir die praktische Seite gut bekannt 😉.

Die Kommilitonen, mit denen ich näher zu tun hatte, haben entweder den Master gemacht oder sind erst ein/zwei Semester später fertig geworden und waren bis vor kurzem noch arbeitslos. Ein anderer hat sich tragischerweise während der Bachelorarbeit leider das Leben genommen.

Ich bin eigentlich recht vielseitig interessiert und kann mich auch ganz gerne für neue Thematiken begeistern und will mich auch garnicht festlegen. Ich will halt nur nicht umsonst studiert haben, denn das Studium war schon eine ordentliche Qual und hat mich viel Energie gekostet 😉.


Viele Grüße!
 
Darf ich mal die nicht ganz unberechtigte Frage stellen, wieso die Annahme herrscht, als Konstrukteur arbeite man im stillen Kämmerlein – oder andersherum: welche Möglichkeit sollte man denn eigentlich als Studierter haben, im stillen Kämmerlein zu arbeiten? Mir sind da recht wenige Jobs bekannt – und gerade als Konstrukteur ist stets Abstimmung mit Anderen angesagt – das aber nicht erst seit Neuestem.

Ich würde Dir ganz einfach raten, an Deiner Persönlichkeit zu arbeiten – introvertiert zu sein ist in keinem akademischen Beruf hilfreich. Dann wirst Du auch mehr Spaß am Arbeitsleben haben und wirst nicht auf´s Abstellgleis geschoben.
 
Ich lese aus deinem Anfangspost raus dass du "nur" den Bachelor gemacht hast und nicht noch zusätzlich einen Master? Wie du ja sicher weißt stehen die Firmen dem Bachelor etwas skeptisch gegenüber und viele Chefs sehen den nicht als vollwertigen Abschluss. Vielleicht musst du dich erst mal mit den Industriemechaniker-Aufgaben in der Firma beweisen und zeigen dass du auf jeden Fall was drauf hast.

Oder du machst noch nen Master auf deinen Bachelor, der dauert ja mindestens zwei Jahre, und in der Zeit arbeitest du auch an deiner Persönlichkeit. Da gibts doch bestimmt auch Kurse an der Uni die auf introvertierte Personen abzielen...
 
Introvertiert ist tatsächlich in dem Abschlussbereich unglücklich. Auch die rein denkenden Berufe müssen irgendwann raus und ihre Ergebnisse präsentieren, der allgemeinen Kritik aussetzen.

Der B.A. setzt sich erst allmählich durch. Was ich verständlich finde, denn ein 3-jähriges Studium mag zwar inhaltlich anders gelagert sein, aber man fragt sich schon, weswegen das jetzt mehr Kompetenzen bringen sollte als eine 3- oder 3,5-jährige Ausbildung, gerade im Technikbereich.

Mich wundert nur, dass sie einen Konstrukteur bezahlen, den dann aber als Techniker arbeiten lassen. Haben die zu viel Geld? Oder verdient der Konstrukteur normalerweise weniger als der Techniker?

Was hat Dich denn ursächlich so aus der Fassung gebracht?
 
Hallo Naturfreak,
ich denke der Job ist im Moment gar nicht dein Hauptproblem. Wenn du dich überfordert fühlst, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen (glaub mir, ich kenne das!) gibt es eine Ursache dafür. An der du arbeitest kannst wenn du möchtest. Bzw an den Auswirkungen.
Das würde ich zuerst machen, und dann sehen was du Jobtechnisch wirklich verändern willst oder ob in deiner Firma noch was geht.
Es wäre doch sehr schade, wenn du nach den Anstrengungen des Studiums von Job zu Job tingelst und immer an den gleichen Problemen scheiterst, die ja eigentlich gar nicht mit dem Job selbst zu tun haben. Oder?
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
PumpsSandra Noch ein paar Jahre, dann geht es in die Rente Beruf 9

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben