CocoaButter
Neues Mitglied
Guten Abend,
ich habe schon länger ein Problem, welches mich ziemlich belastet. Mit Freunden und Familienmitgliedern habe ich schon drüber gesprochen aber irgendwie scheint mich niemand zu verstehen oder glaubt, ich würde das ja alles nicht so meinen. Ich hoffe, dass mir jemand von euch helfen kann und mir geglaubt wird.
Ich bin 30 Jahre alt, weiblich und hatte in "jüngeren" Jahren nie wirkliche Probleme mit Männern. Ich hatte die ein oder andere, mal ernste, mal weniger ernste Beziehung, konnte problemlos auf Männern zugehen und mit diesen kommunizieren, flirten, auf Dates gehen u.s.w. Auch im Bereich der Familie hatte ich nie Probleme mit den jeweiligen Männern. Alles ganz normal und unauffällig.
Meine letzte Beziehung ist 1,5 Jahre her und wir waren 5 Jahre zusammen. Das letzte Jahr der Beziehung war für mich ein absoluter Höllentrip. Schon etwas davor hat sich gezeigt, dass es bergab geht, doch habe ich als damals verliebte Person versucht, diese Beziehung zu retten. Das hat dazu geführt, dass ich länger als nötig in dieser Beziehung verblieben bin und meine letzten Kraftreserven genutzt habe, um meinen damaligen Freund zu ändern. Heute weiß ich natürlich, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn Leute ändern sich in den meisten Fällen nur, wenn sie es selber einsehen und umsetzen möchten. Schade um die verschwendete Zeit, ehrlich, aber selber Schuld! Die Beziehung ist gescheitert, weil er angefangen hat, Drogen zu konsumieren (irgendwann auch in der Wohnung), sich seine Persönlichkeit dadurch total geändert hat, er faul, machomäßig, besserwisserisch, dreckig und aggressiv wurde. Ich habe es nie geschafft, ihn von den Drogen wegzubekommen, hatte auch lange Geduld damit. Irgendwann erlitt ich einen Nervenzusammenbruch, hab meine sieben Sachen gepackt und bin auf ewig verduftet. Die Beziehung war die ersten drei Jahre wirklich traumhaft, ich habe viel Hoffnung reingesetzt, wir haben uns unsere Zukunft ausgemalt und darüber geredet, wie unser Leben sein wird. Ich war unfassbar glücklich und wir waren fast jeden Tag zusammen. Durch seinen plötzlichen Drogenkonsum, ausgelöst durch neue Freunde, und die fehlende Bereitschaft was zu ändern, ist dieses Traumschloss zerplatzt und all das Herzblut und die Lieben die ich in diese Beziehung gesteckt habe, waren nichts mehr wert. Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nie so enttäuscht wie damals.
So, nun zum eigentlichen Anliegen (Sorry wenn es so lang ist..) : Nachdem ich dieser Beziehung entflohen bin, ging es mir die ersten 3 Monate danach sehr schlecht. Natürlich hatte ich Liebeskummer aber um ehrlich zu sagen, war das Gefühl der Enttäuschung und Wut überwiegender. Wenn ich Abends im Bett lag und über sein Verhalten nachgedacht habe, hatte ich wortwörtlich Herzrasen und stechende Schmerzen in der Brust. Ich bin vor Wut fast explodiert. Diese Wut hat sich irgendwann auch gelegt, ich liebe ihn nicht mehr, will ihn auf GARKEINEN FALL zurück, bin froh dass er weg ist und lebe mein Leben. Doch das ganze hat immer noch einen bitteren Nachgeschmack: Irgendwie hat sich mein Verhältnis zum anderen Geschlecht total geändert bzw. habe ich einen abgrundtief negativen Blick da drauf. Ich kann mit Männern nur noch reden, wenn ich unbedingt muss. Muss ich es, halte ich mich so kurz wie möglich. Ich würde einem Mann auch niemals einen Gefallen tun.
Sitzen in einem Cafe z.B. Männer an bestimmten Tischen, setze ich mich extra sehr weit weg und setze mich so, dass ich sie nicht ansehen muss, schreiben oder sprechen Männer mich an, gebe ich eine kurze Absage, bin aber innerlich absolut wütend. Ich kann es schwer beschreiben, das ist aber in solchen Momenten mein Gedankengang: "Na, suchst du ne dumme Alte, der du das Leben versauen kannst ?!". Noch ein Beispiel: Letztens stand an der Supermarkt-Kasse ein Mann vor mir und hat seine Waren auf das Band gelegt, darunter auch einige Putzsachen. Ich hatte wieder diese abwertenden Zwangsgedanken wie :"Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du die benutzt?! Die wirfst du deiner Perle daheim hin, damit sie die Bude für deinen faulen A**** reinigen kann!". Es geht wirklich so weit, dass ich Männer, darunter auch Kollegen die ich länger kenne und die eigentlich immer korrekt zu mir waren, beim unterhalten nicht mal mehr ansehen kann. Die haben mir wirklich nie was getan und trotzdem empfinde ich diese Abneigung. Ich unterstelle ihnen beim sprechen immer IN GEDANKEN irgendwelche zutiefst abwertenden Dinge wie z.B. "Ja,ja, tu mal nicht so auf nett, in Wirklichkeit behandelst du deine Freundin sicher wie Müll und kannst dir wie ein Kleinkind nicht mal die Fußnägel alleine schneiden!".
Ich weiß wirklich nicht was los ist. Ich weiß ja, dass das nicht normal ist. Ich lasse das keinen Mann wirklich spüren, heißt: Ich beleidige niemanden oder fauche auch keinen an. Ich meide sie nur wie sonst was und habe mich auch sonst eher sehr zurück gezogen. Ich mache mir wirklich Sorgen um mich, denn diese abwertenden Gedanken sind alles andere als gesund und belasten mich andauernd. Ich kann KEINEM Mann trauen und habe, bevor sie ihren Mund überhaupt öffnen können, schon eine schlechte Meinung von ihnen. Das ganze geht schon über ein Jahr so! Habt ihr vielleicht einen Rat? Ich möchte wieder so unbeschwert im Umgang mit Männern sein wie vorher, aber weiß nicht wo ich anfangen soll =(
Vielen Dank fürs Lesen!
LG
ich habe schon länger ein Problem, welches mich ziemlich belastet. Mit Freunden und Familienmitgliedern habe ich schon drüber gesprochen aber irgendwie scheint mich niemand zu verstehen oder glaubt, ich würde das ja alles nicht so meinen. Ich hoffe, dass mir jemand von euch helfen kann und mir geglaubt wird.
Ich bin 30 Jahre alt, weiblich und hatte in "jüngeren" Jahren nie wirkliche Probleme mit Männern. Ich hatte die ein oder andere, mal ernste, mal weniger ernste Beziehung, konnte problemlos auf Männern zugehen und mit diesen kommunizieren, flirten, auf Dates gehen u.s.w. Auch im Bereich der Familie hatte ich nie Probleme mit den jeweiligen Männern. Alles ganz normal und unauffällig.
Meine letzte Beziehung ist 1,5 Jahre her und wir waren 5 Jahre zusammen. Das letzte Jahr der Beziehung war für mich ein absoluter Höllentrip. Schon etwas davor hat sich gezeigt, dass es bergab geht, doch habe ich als damals verliebte Person versucht, diese Beziehung zu retten. Das hat dazu geführt, dass ich länger als nötig in dieser Beziehung verblieben bin und meine letzten Kraftreserven genutzt habe, um meinen damaligen Freund zu ändern. Heute weiß ich natürlich, dass das ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn Leute ändern sich in den meisten Fällen nur, wenn sie es selber einsehen und umsetzen möchten. Schade um die verschwendete Zeit, ehrlich, aber selber Schuld! Die Beziehung ist gescheitert, weil er angefangen hat, Drogen zu konsumieren (irgendwann auch in der Wohnung), sich seine Persönlichkeit dadurch total geändert hat, er faul, machomäßig, besserwisserisch, dreckig und aggressiv wurde. Ich habe es nie geschafft, ihn von den Drogen wegzubekommen, hatte auch lange Geduld damit. Irgendwann erlitt ich einen Nervenzusammenbruch, hab meine sieben Sachen gepackt und bin auf ewig verduftet. Die Beziehung war die ersten drei Jahre wirklich traumhaft, ich habe viel Hoffnung reingesetzt, wir haben uns unsere Zukunft ausgemalt und darüber geredet, wie unser Leben sein wird. Ich war unfassbar glücklich und wir waren fast jeden Tag zusammen. Durch seinen plötzlichen Drogenkonsum, ausgelöst durch neue Freunde, und die fehlende Bereitschaft was zu ändern, ist dieses Traumschloss zerplatzt und all das Herzblut und die Lieben die ich in diese Beziehung gesteckt habe, waren nichts mehr wert. Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nie so enttäuscht wie damals.
So, nun zum eigentlichen Anliegen (Sorry wenn es so lang ist..) : Nachdem ich dieser Beziehung entflohen bin, ging es mir die ersten 3 Monate danach sehr schlecht. Natürlich hatte ich Liebeskummer aber um ehrlich zu sagen, war das Gefühl der Enttäuschung und Wut überwiegender. Wenn ich Abends im Bett lag und über sein Verhalten nachgedacht habe, hatte ich wortwörtlich Herzrasen und stechende Schmerzen in der Brust. Ich bin vor Wut fast explodiert. Diese Wut hat sich irgendwann auch gelegt, ich liebe ihn nicht mehr, will ihn auf GARKEINEN FALL zurück, bin froh dass er weg ist und lebe mein Leben. Doch das ganze hat immer noch einen bitteren Nachgeschmack: Irgendwie hat sich mein Verhältnis zum anderen Geschlecht total geändert bzw. habe ich einen abgrundtief negativen Blick da drauf. Ich kann mit Männern nur noch reden, wenn ich unbedingt muss. Muss ich es, halte ich mich so kurz wie möglich. Ich würde einem Mann auch niemals einen Gefallen tun.
Sitzen in einem Cafe z.B. Männer an bestimmten Tischen, setze ich mich extra sehr weit weg und setze mich so, dass ich sie nicht ansehen muss, schreiben oder sprechen Männer mich an, gebe ich eine kurze Absage, bin aber innerlich absolut wütend. Ich kann es schwer beschreiben, das ist aber in solchen Momenten mein Gedankengang: "Na, suchst du ne dumme Alte, der du das Leben versauen kannst ?!". Noch ein Beispiel: Letztens stand an der Supermarkt-Kasse ein Mann vor mir und hat seine Waren auf das Band gelegt, darunter auch einige Putzsachen. Ich hatte wieder diese abwertenden Zwangsgedanken wie :"Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du die benutzt?! Die wirfst du deiner Perle daheim hin, damit sie die Bude für deinen faulen A**** reinigen kann!". Es geht wirklich so weit, dass ich Männer, darunter auch Kollegen die ich länger kenne und die eigentlich immer korrekt zu mir waren, beim unterhalten nicht mal mehr ansehen kann. Die haben mir wirklich nie was getan und trotzdem empfinde ich diese Abneigung. Ich unterstelle ihnen beim sprechen immer IN GEDANKEN irgendwelche zutiefst abwertenden Dinge wie z.B. "Ja,ja, tu mal nicht so auf nett, in Wirklichkeit behandelst du deine Freundin sicher wie Müll und kannst dir wie ein Kleinkind nicht mal die Fußnägel alleine schneiden!".
Ich weiß wirklich nicht was los ist. Ich weiß ja, dass das nicht normal ist. Ich lasse das keinen Mann wirklich spüren, heißt: Ich beleidige niemanden oder fauche auch keinen an. Ich meide sie nur wie sonst was und habe mich auch sonst eher sehr zurück gezogen. Ich mache mir wirklich Sorgen um mich, denn diese abwertenden Gedanken sind alles andere als gesund und belasten mich andauernd. Ich kann KEINEM Mann trauen und habe, bevor sie ihren Mund überhaupt öffnen können, schon eine schlechte Meinung von ihnen. Das ganze geht schon über ein Jahr so! Habt ihr vielleicht einen Rat? Ich möchte wieder so unbeschwert im Umgang mit Männern sein wie vorher, aber weiß nicht wo ich anfangen soll =(
Vielen Dank fürs Lesen!
LG