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Lüge ständig meine Eltern an..schlechtes Gewissen

  • Starter*in Starter*in austriaa
  • Datum Start Datum Start
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austriaa

Gast
Hallo,

Seitdem ich mit dem Studium angefangen habe, belüge ich meine Eltern ständig. Ich behaupte andauernd, dass beispielsweise Vorlesungen entfallen, nur um nicht hingehen zu müssen. Dabei ist der Grund, wieso ich das tue, nicht unbedingt Faulheit. Ich leide seit ich denken kann an einer sozialen Phobie; dadurch fühle ich mich immer sehr sehr unwohl im Hörsaal, in der Bahn auf dem Weg zur Uni, und und..
An der Uni habe ich weder Freunde noch Kollegen, sodass ich auch keine Motiviation hab, die Vorlesungen zu besuchen, auch wenn bei manchen Anwesenheitspflicht besteht.
Die Schule schaffte ich dagegen relativ problemlos, da ich dort, trotz sozialer Phobie (welche ich anscheinend gut verstecken konnte), viele Freunde oder zumindest Kollegen hatte.

Versteht mich bitte nicht falsch, ich hab ein total schlechtes Gewissen meinen Eltern gegenüber, aber ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen die Vorlesungen zu besuchen.. wenn ich außerdem daran denke, wie viele Leute dort sind und wie viele Gruppen sich schon gebildet haben und ich immer noch allein bin...da läuft es mir echt kalt den Rücken runter

Ich weiß, dass die Wahrheit der einzige Weg wäre, aber dafür bin ich zu feige. Meine Eltern wissen denk ich mal nicht wirklich, was eine soziale Phobie ist. Die würden einfach sagen ich sei faul bzw. zu nichts zu gebrauchen. Was momentan vielleicht sogar stimmt, denn ich bin übertrieben antriebslos.

Es ist einfach ein Teufelskreis. ICh versteh nicht, wieso gerade ich darunter leiden muss, während andere Mitstudenten schon ihre Grüppchen gebildet haben und gerne hingehen.

Was soll ich tun ?

Danke und LG
 
Vielleicht ist die Uni in Facebook oder anderen sozialen Netzwerken drin und darüber könntest du Kontakte knüpfen, damit wenigstens eine Person hast, mit der du dahin gehen kannst 🙂
Du kannst ja sagen, dass du länger nicht da warst und ob dir jemand seine Notizen leiht und schon hast du Anschluss.....das wäre eine von vielen Möglichkeiten 🙂
 
Hi

Danke für den Ratschlag, allerdings ist das dort sehr oberflächlich. Die Mitschriften sind dort in einer Dropbox "gespeichert", sodass man kaum was bis gar nichts mit anderen FB-Nutzern zu tun hat.
 
Hi Kylar

Wünschte es ginge so einfach.. aber die bestehen komischerweise immer auf diese Berichterstattung, weil ich derzeit nichts verdiene und noch bei ihnen wohne..
 
gar nichts sagen, ist wohl die schlechteste idee.

du wirst dich zur wahrheit entschließen müssen. irgendwann werden deine lügen auffliegen.

spätestens dann, wenn du exmatrikulierst wirst.
 
Austriaa, bitte gehe zur PTB. Das ist die Psychologisch Therapeutische Beratungsstelle, die jede Uni hat. Mir wurde dort gut geholfen.

Je früher Du an diesem Problem arbeitest, desto besser.

Es wird hart werden, denn es geht nur durch Probieren. Durch Vermeidung verschlimmerst Du es immer wieder.

Dadurch, daß Du an der Schule Freunde hattest, weißt Du das da viele gesunde Anteile sind. Darauf baue auf. Daß die Uni durch die Größe und Anonymität einen erstmal erschlägt, ist verständlich.

Bitte gehe zu den Vorlesungen oder willst Du Dir Deine Zukunft versauen?

Aber bitte gehe gleich zur PTB und lasse Dir einen Termin geben.

Diakonie und Co habe auch Beratungsstellen.

Je früher, desto besser.

Liebe Grüße

Kolya
 
Ich stimme zu, dass du professionelle Beratung (oder auch Therapie) in Anspruch nehmen solltest. Wenn das mit der Uni langfristig nicht klappt oder sich dein Seelenzustand immer weiter verschlechtert, dann denk mal darüber nach, stattdessen eine Ausbildung zu machen. Dort ist man automatisch mehr eingebunden, hat konkrete Ziele. Es ist alles weniger anonym und abstrakt als an der Uni. Eine verkürzte Ausbildung (mit Abi) dauert noch nicht mal zwei Jahre (auf dem Papier zwei Jahre, aber effektiv kürzer), in der Zeit hast du Sicherheit gewonnen und kannst, wenn du willst, immer noch weiter studieren. Und kannst vielleicht auch besser abschätzen, welche Inhalte des Studiums dir wichtig sind, weil du einen Einblick in die "reale Welt" hattest. Du würdest auch unabhängiger von deinen Eltern, weil du dir das Studium vielleicht selber finanzieren könntest.

Wenn du deinen Eltern reinen Wein einschenken musst, würde ich versuchen, eine fachkundige dritte Partei einzubinden. Also dass sie z.B. mit dir zusammen zur psychosozialen Beratung gehen. Das hat mehr Gewicht, als wenn du selber dich zu erklären versuchst und man dir nicht glaubt.
 
Was ist schlimmer - der Weg zur Uni oder mit Deinen Eltern zu reden? Wäge die Vorteile gegeneinander ab.

Hilfe brauchst Du auf jeden Fall, aber das sollte gemeinsam mit Deinen Eltern geschehen.
Von daher wäre es sinnvoll eine Basis zu schaffen, auf der dies möglich ist.
 

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