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Liebe und Freundschaft enttäuscht

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C

Caresse

Gast
Guten Morgen,

ich möchte etwas bei Euch "loswerden". Und vielleicht kann jemand, der etwas ähnliches erlebt hat, mir einen Rat geben, wie man mit so etwas fertig werden kann. Natürlich ist es auch süß und lieb, wenn gleich jemand schreiben wird, "Du ärmste", 😉 , noch toller wäre allerdings ein konstruktiver Tip. Wenn ich nur Selbstmitleid habe, komme ich nicht weiter...

Ich habe meinem Freund vor ungefähr einem halben Jahr einmal sehr wehgetan, als ich einen fremden völlig unwichtigen Kerl sturzbetrunken in einer Disco geküsst habe. Ich habe es natürlich gebeichtet. Und mich schwarz geärgert, nicht nur über die Tatsache, wie man so viel trinken kann, dass man am nächsten Tag denkt, man stirbt gleich, sondern dass ich etwas getan habe, woran ich mich kaum erinner, dass es unwichtig war, und trotzdem natürlich in meiner Beziehung etwas kaputt gemacht hat. Ich mache das bestimmt nicht wieder, ich fand diese Sache schrecklich genug. Mit klarem Kopf sowieso nicht, aber ich trinke auch nicht mehr so viel, dass ich idiotische Aktionen bringen muss, die man dann auf den Alkohol schiebt.

Das war das vorausgehende der Story, die mich dieses Jahr aus den Socken gehauen hat. Mein Freund war natürlich not amused. Er war verletzt, dann zickig. Als er verletzt war, bzw als ich das auch kapiert habe, habe ich ewig und drei Tage beteuert, dass ich a) mich nicht mehr SO betrinke- der Kater war der schlimmste meines Lebens b) dass mir das natürlich unendlich leid tut. Dass ich ihn liebe und so etwas unbedachtest nie wieder machen will und und und.

Dann musste ich dringendst anfangen zu Lernen für eine wichtige Prüfung, die ich ewig vor mir hergeschoben hatte und deren Termin im Oktober war. Das Gezicke von meinem Engel hörte auf, so wähnte ich mich in Sicherheit und dachte, er hätte es nun verdaut. Ich tat nichts mehr außer lernen oder bei ihm sein oder lernen und bei ihm sein. Meine anderen Freunde sahen nichts mehr von mir. Außer meiner WG. Ich muss echt genervt haben, es gab nur noch die Uni. Fakt ist aber, ich bin Dauerstudent und muss wegen der kommenden Gebühren schnellstens zusehen, jetzt die Kurve zu kriegen. Der Lernterror ging zwei Monate. Ich lebte dafür und wollte danach gerne in mein "normales" Leben zurück.

Manchmal habe ich vor meinem Freund gestanden und gesagt: Ich weiß, ich denke nur an die Uni, aber wenn was wichtiges ist, reiß mich da raus. Rede mit mir. Die Beziehung ist das wichtigste in meinem Leben.

Manchmal war er sehr garstig. Wenn ich ihn darauf ansprach- keine Antwort, oder, ich würde Gespenster sehen. Es sei alles okay.

Vor meinem Papa weinte ich mich aus, dass die Angst meinen Freund zu verlieren immer stärker würde, und dass ich glaube, es läge am Lernstress, dass ich so abticker und so unsicher bin. Denn antworten bekam ich ja nicht. Ich bin immer ein ängstlicher Mensch gewesen, was Verlust betrifft, und sah nun diese Verlustangst in ihrer tollsten Ausführung. Ich dachte, ich habe nur Angst, ihn zu verlieren, um mich selbst von der Prüfungsangst abzulenken. Ich habe dies sogar meinem Freund gesagt. Dass ich wohl eine Therapie wegen der unbegründeten Verlustangst machen muss. Denn er sagte ja immer, es sei alles okay.

Ich weinte mich bei meiner langjährigen Freundin und Mitbewohnerin aus, dass ich immer mehr Panik kriege, er verliesse mich. Dass ich aber glaube, nur mein Stress sorgt für diese Panik. Dass ich denke, ich habe da eine echte psychische Macke (vorliegende Erfahrungen gäbe´s genug). Reaktion: Zuhören, nichts großes sagen.

Prüfung habe ich mit zwei geschafft. Hatte eine schöne Woche voller Freude und Energie und mit dem Eintrag in mein Tagebuch, meine Beziehung hätte diese Prüfungszeit noch besser bestanden. Er hat sich so mit mir gefreut. Er hat mit mir gefeiert danach. Er war so süß und so happy danach. Eine Woche.

Dann wird er plötzlich wieder garstig. Was ist denn nur los, bla bla... ewige Fragerei meinerseits. Nichts.

Ich nöle am Telefon einen Kumpel voll. "Er verbringt lieber seine Zeit mit anderen... jammer, jammer... " Der Kumpel sagt: Dein Freund wollte sich nach Deiner Prüfung von Dir trennen. Sogar das DATUM stand schon fest. (Wie dumm, dass wir an diesem Abend bowlen waren und total Spaß hatten.)

Ich gehe zu meiner Mitbewohnerin und ihrem Freund ins Zimmer. Sage: ich brauche Euch jetzt mal. Er wollte mit mir Schluss machen nach der Prüfung und seine Freunde wussten es alle!! Ich zittere. Sehe sie und ihren Schatz an und plötzlich fällt der Groschen. Die beiden wussten es auch. Meine allerbeste Freundin hat sich dauernd das Geflenne von mir angehört und mir keinen kleinen Hinweis gegeben.

Es ist sicher schwer, sich in so etwas einzumischen. Aber warum ist niemand zu ihm gegangen und hat gesagt, rede mit ihr? Warum wird man bei einer so wichtigen Sache dumm gehalten und muss ins offene Messer laufen? Wenn ich mir überlege, dass sie bei einem Kumpel von meinem Freund saßen und incl. meiner besten Freundin sich wohl zu sechst den Mund darüber zerissen haben, und mir nichts sagen, wird mir echt schlecht! Mit meinem Freund habe ich alles ausgekaut, natürlich hatte ich nach dieser Aktion auch keine Lust mehr, aber wir haben drei Tage geredet,geredet,geredet. Ich sagte immer, wenn das alles so schrecklich ist, dann lassen wir es jetzt. Aber nach dem dritten Tag reden sagte er, er könne damit nicht leben, er will mich doch nicht verlieren usw. Der Grund lag für ihn wohl immer noch in der Knutscherei im Sommer. Danach hat er irgendwann resigniert und dachte, er sei nicht wichtig. Das ist traurig. Wenn er ankommt und mir zeigt, dass er mich braucht- Oh Gott ich würde ihm doch mein Herz auf dem Silbertablett schenken. Aber das kann er nicht. Dann muss erst wieder ein Drama kommen.

Ich kann ihm nicht mehr böse sein, weil ich jetzt halbwegs weiß, wieso das so kam. Das, was ich vorher getan hab und dass er mir nicht in der Prüfungsphase Probleme reindrücken wollte. Ich habe ihm längst verziehen. Nur was das ganze an Problem mit sich zieht ist, dass ich nicht verstehen kann, wie man von seinen besten Freunden noch zusätzlich im Dunkeln stehen gelassen wird. Ich mag ihnen nichts wichtiges mehr sagen. Ich mag sie noch, aber das Vertrauen ist kaputt. Meine beste Freundin und ihr Kerl und ich, wir waren hier in der kleinen WG so etwas wie ne Familie. Sie haben über alles mit mir geredet. Und wollten auch alles haarklein wissen. Da sind jetzt nur noch zwei Menschen übriggeblieben, die ich mag, aber die mein Leben nichts mehr angeht.

Tut mir leid dass es so lang geworden ist, aber kürzer war das nicht zu beschreiben. Kann mir jemand sagen, wie man nach so einem Klopper wieder vertrauen fassen soll? Liebe Grüße Caresse
 
Hallo Caresse,

oh, oh, das mit dem Vertrauen ist eine schwere Sache.
Ersteinmal empfinde ich das auch als heftigen Vertrauensbruch.
Gut, man muß überlegen und sagen: o.k., für die war die Situation auch nicht einfach.
Deinen Freund nehme ich etwas "in Schutz". Das er es nicht genau in der Prüfungsphase tun wollte, ist durchaus o.k. Dann hätte er jedoch auch seinen Schnabel solange in der "Öffentlichkeit" halten sollen.
Deine Freunde sind dadurch jedoch auch in die gleiche schwierige Situation geruscht, das sie wohl wegen der Prüfungen nichts sagen wollten.
Ist ja auch eine wichtige Sache und würde vieles nach sich ziehen, wenn
Du dann durchgefallen wärst oder mit schlechten Noten abgeschnitten
hättest.
Das Einzigste was da ersteinmal hilft, ist wirklich ernstlich drüber reden.
Mit Deinem Freund und mit Deinen Freunden. Auch bei Deinem Freund scheint das Vertrauen ja wegen der Sache im Sommer (verständlicherweise) etwas angeknast zu sein. Da hilft jetzt wirklich nur "Aufbauarbeit" und drüber sprechen.
Ich bin leider auch ein "enttäuschter" Mensch und vertrauen nunmehr niemanden mehr zu 100 %. Auch durfte ich erfahren, das es "wirkliche" Freunde nur sehr sehr wenige gibt. Leider ist das Leben so. Traurig aber wahr. Bei meiner "Geschichte" mußte ich erfahren, das die meisten Leute ganz anders waren als ich es erwartet hätte. Das kaum jemand hinter mir stand und mich kaum jemand verstanden hat.

Aber ich denke bei Deiner Situation lag es an der Prüfung. Was hättest Du in dem umgekehrten Fall getan? Es ist wirklich nicht leicht dann zu jemanden zu gehen und zu sagen: hey, Dein Freund will sich trennen... und dann vielleicht dadurch einiges in Deinem Leben zu versauen...
Wenn Du immer super klar mit ihnen gekommen bist, versuche es wieder.
Spreche mit ihnen, wie sie generell solche Dinge sehen und entscheide dann, inwieweit Du wieder Vertrauen schenkst. Nur gänzlich ohne Vertrauen, wird das Leben leider auch nicht funktionieren. Ich glaube dadurch wird das Leben ganz schön schwer.

Ich drück Dir fest die Daumen, das sich alles wieder einrenkt; gerade mit Deinem Freund. Du hast ja den richtigen Ansatz. Wenn Du sagst, Du trinkst Alkohol und weißt dann nicht mehr was Du tust, dann laße ihn aus dem Halse (sorry). Damit beweißt Du ihm, das es Dir Ernst ist. Mein Sruch war immer:
Alkohol entschuldigt REIN GARNICHTS und wenn man ihn nicht verträgt
und dann nicht mehr weiß was man tut, sollte man das Trinken lassen.
Und dieses ist ja auch Dein Weg! Send Dir alles Glück der Erde!

Lieben Gruß
Belfine
 
Hallo Caresse,

ich habe Deine Geschichte gelesen und muß sagen, dass ich dabei schon Magenschmerzen bekommen habe. Der Stress und die Hektik, den du während dieser Zeit hattest ist quasi mit deiner Erzählung rübergesprungen. Das muss eine harte Zeit für Dich gewesen sein. Ich habe selber auch studiert und kann es Dir nachfühlen. Aber du sagtest ja, dass Du keine Antworten wie "Du ärmste" oder etwas ähnliches hören willst, sondern konstruktive Ratschläge.

Ich finde, dass hier aber vielleicht besser konstruktive Kritik angebracht wäre. Du bist hier vom Vertrauen Deiner Freunde enttäuscht, aber hast du selber nicht auch einiges falsch gemacht ? Im Prinzip haben alle Beteiligten sich nicht richtig verhalten, finde ich zumindest.

Zunächst einmal ist ein einmaliges "Fremdküssen" nicht dasselbe, wie einmal Fremdgehen. Ich stimme Belfine zu, denn auch Alkohol kann so etwas nicht entschuldigen. Ich hätte da genauso reagiert, wie Dein Freund. Ein Grund zum Schluß machen ist so etwas nicht unbedingt aber hinnehmen kann man es auch nicht. In diesem Fall hast du als erstes das Vertrauen (nämlich das deines Freundes mißbraucht). Ich finde es aber schon ziemlich heftig, dass dein Freund dann deinen Freunden gegenüber zum Ausdruck bringt, er wolle Schluß machen. Richtig krass finde ich es auch, dass er dabei sogar das Datum nennt Das Argument, das hier genannt wurde, dass er dich vielleicht schonen wollte, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich stellle mir nur vor, dass er während Deiner Prüfungsvorbereitung mit Dir zusammen war, ja sich sgar mit Dir gefeiert hat obwohl er sich nachher von Dir trennen wollte. Rücksicht hin oder her, es wäre ein große Lüge gewesen. Irgendwie glaube ich aber, dass dein Freund das nicht richtig ernst gemeint hat, sondern das es nur ein Hilfeschrei war. Du warst zu sehr mit Dir selbst beschäftigt, deswegen hat er sich vielleicht an Deine Freunde gewandt. Zu ihm zu sagen, wenn etwas ist reisse mich da heraus finde ich auch zemlich heftig. Du hast in dieser Zeit von ihm erwartet ,dass er die Beziehung im Prinzip ganz alleine führt. Sorry, aber so etwas geht einfach nicht. Erwartest Du ernsthaft, dass er sich damit wohl fühlt. So wie Du es shilderst war er in meinen Augen ganz allein auf sich gestellt und ich hätte an seiner Stelle auch irgendwann resigniert. Auch er hätte dich sicherlich gebraucht und zwar nicht als Anwesende, sonder als aktive Persönlichkeit.

Du wirst Stress, so wie du ihn während deiner Prüfugszeit hattest, später immer wieder erleben. Willst du dann permanent alle anderen um dich herum in die "Wateschlange" stellen so nach dem motto "Der gewünschte Teilnehmer ist momentan nicht zu erreichen." Meine Frau und ich haben ein vier Wochen altes Baby. Ich bin selbständig und bin oft nicht zuhause. Meine Frau ist machmal bis an ihre Grenzen ausgelastet. Wenn ich zuhause bin versuche ich ihr so viel Arbeit wie möglich abzunehmen. Wir kommen manchmal noch nicht mal zum Essen. Trotzdem lieben wir uns und sind füreinander da. Auch wenn Du verständlicherweise große Angst hattest bei Deiner Prüfung durchzfallen und sich dein Dasein als "Dauerstudent" noch weiter verlängert hätte. Damit muß man lernen umzugehen und trotzdem kann und muß man für seine Liebsten da sein und zwar voll und ganz und nicht nur körperlich.

Was Deine Freunde angeht, so möchte ich hier Belfine ebenfalls zustimmen. Wirkliche Freunde gibt es nur ganz wenige im Leben und das man niemanden 100% Vertrauen kann ist leider auch etwas, was ich schon schmerzlich erfahren musste. Trotzdem möchte ich Deine Freudne doch ein wenig in Schutz nehmen. Sie hätten Deinem Freund sagen müssen, dass er mit dir hätte reden sollen. Leider weiß wohl niemanden was in seinem Kopf vorgegangen ist. Vielleicht ist er nicht der Typ Mensch dafür oder vielleicht aber ist er nicht mehr an dich herangekommen. Du kannst aber von Deinen Freunden nicht erwarten, dass sie eurer Fehler ausbügeln. Sie werden sich auch ihr eigenes Bild von euch gemacht haben. Vielleicht wollten sie dich auch schonen oder sich aus eurer Beziehung raus halten. Außerdem werden sie auch von Deinen schon fast pansichen Verlustängsten gewusst haben. Die haben es mit Sicherheit auch nicht einfach gehabt und am Ende waren sie von deiner Seite aus das, was man in solchen Fällen (wenn man mit den Streitgkeiten oder Probleme anderer konfrontiert wird) meistens ist, nämlich die Dummen.

Ich kann Dir ebenfalls nur den Ratschlag geben sich mit allen Beteiligten einmal vernünftig zu reden und nicht die Schuld bei wem auch immer zu suchen. Für mich muß das Verhalten Deiner Freunde nicht logischerweise ien Vertrauensbruch gewesen sein. Dir möchte ich zusätzlich ganz dringend raten an Deinen Verlustängsten zu arbeiten. So etwas kann in einer Partnerschaft sehr fatal sein und deinen Partner auch in die Flucht schlagen. Zumindest aber nervt es ihn und maht ihm das Leben ziemlcih schwer. Und nicht nur ihm, sonder Dir erst Recht.

Entschuldige bitte, wenn ich dir schonungslos meine Meinung gesagt habe und nimm es bitte nicht persönlich. Aber in meinen Augen bist Du diejenige, die die meisten Fehler gemacht hat. Du solltest jetzt Deinen Freunden gegenüber nicht unfair werden oder vorschnell urteilen. Um Deinen Freund solltest du dich in Zukunft mal so richtig kümmern. Er ist auch nur ein Mensch und auch er hat seine Problemchen und er braucht dich.

Gruß Werner
 
Hallo Belfine, Hallo Vince! Entschuldigt bitte, dass ich jetzt erst schreiben kann. Ich danke Euch sehr für Eure ausführlichen, tollen Antworten. Denn ich denke sie haben mir eine ganze Menge gebracht. Es ist immer "leichter" nur zu sehen, was schlimmes passiert ist, statt zu überlegen, was man selber hätte besser machen können. Und gerade was das betrifft, habe ich gute neue Denkansätze von Euch bekommen. Vielen vielen Dank.

Für mich war einfach "klar", dass mein Freund super wichtig ist, trotz dem Fehler, den ich gemacht habe. Und dann ist es einfach, zu glauben, der andere müsse das doch wissen. Aber er wusste es eben wirklich nicht mehr.

Das mit dem Alkohol, liebe Belfine, lasse ich wirklich nicht mehr zu einem Problem werden. Ist ja schlimm genug, wenn das einmal passiert. Obwohl das nun fast ein halbes Jahr her ist, ist die Erinnerung daran so gruselig, dass mir wirklich nicht mehr danach ist, viel zu trinken. Aber das ist für mich auch der einfachste Punkt von den Dingen, die ich ändern kann.

Was Vince bzw Werner 🙂 mir geantwortet hat, hat mich mit der Nase auf ein Paar andere Dinge gestoßen, die mir echt nicht klar waren. Vor dem Prüfungsstress war ich immer für meinen Freund "greifbar" und aufmerksam. Dann habe ich mich darauf ausgeruht, dass das eben in dieser Phase mal nicht ginge. Aber es stimmt, es werden immer wieder solche Phasen kommen, und ich kann nicht einfach die Außenwelt in eine Warteschlange stellen. Ich bin super froh über diese Antwort, denn so etwas hat mir nie jemand gesagt.Und ich bin einfach nicht darauf gekommen. Deshalb doppelt Danke für diesen Anstoß. Und mit der Knutscherei vor der Lernphase habe ich ja nun wirklich keinen Grundstein gelegt, dann noch sowas einzufordern.

Ich muss da sicher noch viel lernen. Auch diese Sache mit der Verlassenheits- Angst.

Das andere Ding ist eben, dass ich obwohl ich mich natürlich auch enttäuscht fühlte mir jetzt wieder den Mut nehmen musste, auf meinen Freund zuzugehen. Es ist natürlich etwas blöd, wenn beide enttäuscht sind. Aber es hat mir auch gut getan, auf ihn zuzugehen. Wir haben uns jetzt mal am Wochenende Zeit füreinander genommen. Hm naja 🙂 und ich habe ihm noch mal gesagt, dass ich ihm nicht noch mal das Gefühl geben möchte, nicht mehr wichtig zu sein. Es waren nur die paar Worte, und ich merke, dass es ihm besser geht. Klar habe ich das bei der Aussprache damals auch schon gesagt, aber ich denke, es war gut, dass er gemerkt hat, dass es mich noch beschäftigt.

Ich möchte noch mehr antworten und muss leider schon wieder Geld verdienen.

Mit meiner WG muss ich das wirklich noch mal besprechen. In Ruhe. Vielen Dank, dass Ihr auf die Sache eingegangen seid. Zum ersten mal seit dieser Story fühle ich mich nicht mehr hilflos, sondern sehe da was, was ich selbst in die Hand nehmen kann... und nur ich, schließlich kann man nur sich selbst ändern. Liebe Grüße, Caresse
 
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