T
tufina
Gast
Hallo,
ich bin normalerweise nicht der Typ Mensch,der um Hilfe bittet,aber ich bin wahnsinnig kurz vor der fristlosen Kündigung meiner Wohnung (wenn die nicht schon im Briefkasten ist, den ich seit 2 Wochen nicht mehr geleert habe), und mein Leben geht komplett den Bach runter.
Ich bin alleinerziehend,mein Kind ist jetzt vier,und geht ab August in den Kindergarten...wobei ich für die Anmeldung über ein Jahr gebraucht habe. Sie ist ne Süße und clever,ich kenne keinen Menschen,der nicht von ihr begeistert ist. Ihr Vater ist ein Idiot,im wahrsten Sinne des Wortes,der von Zwölf bis Mittag denkt. Deshalb ist es so schwer,um Hilfe zu bitten,und mit der Wahrheit herauszurücken,schon allein die Angst,mein Exmann könnte auf die Idee kommen,die Kleine zu sich zu holen (sie ist nicht gern bei ihm,und nein,ich rede nie schlecht über ihren Vater).
Ich leide unter schlimmen Panikattacken,meistens nachts; als die Erste auftrat,war ich so in Angst,dass ich den Notarzt gerufen habe,weil ich dachte,ich muss sterben.
Er legte mir nahe,einen Psychiater aufzusuchen,bei dem ich auch 3 Monate später einen Termin hatte. Ich schilderte ihm alles,bekam Antidepressiva,und einen neuen Termin....zu dem ich nicht erschien.
Ich weiß nicht,was mit mir los ist,ich schaffe die einfachsten Sachen nicht mehr,selbst das Anziehen morgens dauert meistens ewig. Ich muss mich zwingen,mich zu waschen,meiner Tochter das Essen zu machen,mit ihr zu spielen. Jeder Termin, jeder Brief gerät in Vergessenheit, ich habe dadurch jede Menge Schulden.
Meinen gutbezahlten Job habe ich nach der Geburt meiner Tochter aufgegeben,es wurde mir einfach zuviel,und ich war ja verheiratet,es war also halb so wild. Aber nach der Trennung kam ich nie wieder auf die Beine. Jeden Job,den ich annahm,verlor ich,weil ich irgendwann einfach nicht mehr hinging. Die Liebe meines Lebens hab ich verloren,weil ich gefühlsmäßig eine totale Achterbahn fahre. Und darüber komme ich auch einfach nicht hinweg.
Meine Familie weiß über meine Depression Bescheid,nur wie schlimm es wirklich ist,davon haben sie keine Ahnung. Es ist auch so schwer,ihnen die ganze Wahrheit zu sagen. Ich glaube auch,sie wissen nicht wirklich,was eine Depression bewirken kann,haben sich nicht groß damit auseinandergesetzt. Ich weiß,dass ich Hillfe brauche,ich möchte meinem Kind ein gutes Leben bieten, mit Liebe und Vertrauen,irgendwann wieder einen anderen Mann lieben können...
Meine Eltern unterstützen mich schon,haben mir oft aus der Klemme geholfen...mein ganzes Leben lang. Aber jetzt stehe ich vor den Scherben meines Lebens, finanzieller und seelischer Ruin,und kann ihnen einfach nicht sagen,was mit mir ist,aus Angst, sie verstehen es nicht,und machen mir Vorwürfe.
Ich habe über eine Einweisung in eine Klinik nachgedacht,es wäre wohl das Beste,bevor ich mir Schlimmeres antue als zu ritzen.
Aber ich habe panische Angst,der Gedanke mit einem anderen fremden Menschen auf einem Zimmer zu liegen,meine Tochter nicht sehen zu können,das macht mich fertig und läßt mich vor diesem Schritt zurückschrecken. Ich weiß ja,dass es wahrscheinlich das Beste ist,zum Psychiater oder Psychologen habe ich es ja kein zweites Mal geschafft...
Ich habe mich selbst in diese Situition gebracht,aber komme einfach nicht wieder hoch.
Jetzt sitze ich hier und überlege,wie es meinen Eltern beibringen kann,dass ich wirklich krank bin,und dass mir das Wasser nicht bis zum Hals steht,sondern ich schon am ertrinken bin.
Es tut so weh,an ihre Gesichter und Kommentare zu denken,dass ich sie wieder enttäusche...aber ich muss,heute noch.
Deshalb bin ich hier,weil ich nicht weiß,wie.
LG Tufina
ich bin normalerweise nicht der Typ Mensch,der um Hilfe bittet,aber ich bin wahnsinnig kurz vor der fristlosen Kündigung meiner Wohnung (wenn die nicht schon im Briefkasten ist, den ich seit 2 Wochen nicht mehr geleert habe), und mein Leben geht komplett den Bach runter.
Ich bin alleinerziehend,mein Kind ist jetzt vier,und geht ab August in den Kindergarten...wobei ich für die Anmeldung über ein Jahr gebraucht habe. Sie ist ne Süße und clever,ich kenne keinen Menschen,der nicht von ihr begeistert ist. Ihr Vater ist ein Idiot,im wahrsten Sinne des Wortes,der von Zwölf bis Mittag denkt. Deshalb ist es so schwer,um Hilfe zu bitten,und mit der Wahrheit herauszurücken,schon allein die Angst,mein Exmann könnte auf die Idee kommen,die Kleine zu sich zu holen (sie ist nicht gern bei ihm,und nein,ich rede nie schlecht über ihren Vater).
Ich leide unter schlimmen Panikattacken,meistens nachts; als die Erste auftrat,war ich so in Angst,dass ich den Notarzt gerufen habe,weil ich dachte,ich muss sterben.
Er legte mir nahe,einen Psychiater aufzusuchen,bei dem ich auch 3 Monate später einen Termin hatte. Ich schilderte ihm alles,bekam Antidepressiva,und einen neuen Termin....zu dem ich nicht erschien.
Ich weiß nicht,was mit mir los ist,ich schaffe die einfachsten Sachen nicht mehr,selbst das Anziehen morgens dauert meistens ewig. Ich muss mich zwingen,mich zu waschen,meiner Tochter das Essen zu machen,mit ihr zu spielen. Jeder Termin, jeder Brief gerät in Vergessenheit, ich habe dadurch jede Menge Schulden.
Meinen gutbezahlten Job habe ich nach der Geburt meiner Tochter aufgegeben,es wurde mir einfach zuviel,und ich war ja verheiratet,es war also halb so wild. Aber nach der Trennung kam ich nie wieder auf die Beine. Jeden Job,den ich annahm,verlor ich,weil ich irgendwann einfach nicht mehr hinging. Die Liebe meines Lebens hab ich verloren,weil ich gefühlsmäßig eine totale Achterbahn fahre. Und darüber komme ich auch einfach nicht hinweg.
Meine Familie weiß über meine Depression Bescheid,nur wie schlimm es wirklich ist,davon haben sie keine Ahnung. Es ist auch so schwer,ihnen die ganze Wahrheit zu sagen. Ich glaube auch,sie wissen nicht wirklich,was eine Depression bewirken kann,haben sich nicht groß damit auseinandergesetzt. Ich weiß,dass ich Hillfe brauche,ich möchte meinem Kind ein gutes Leben bieten, mit Liebe und Vertrauen,irgendwann wieder einen anderen Mann lieben können...
Meine Eltern unterstützen mich schon,haben mir oft aus der Klemme geholfen...mein ganzes Leben lang. Aber jetzt stehe ich vor den Scherben meines Lebens, finanzieller und seelischer Ruin,und kann ihnen einfach nicht sagen,was mit mir ist,aus Angst, sie verstehen es nicht,und machen mir Vorwürfe.
Ich habe über eine Einweisung in eine Klinik nachgedacht,es wäre wohl das Beste,bevor ich mir Schlimmeres antue als zu ritzen.
Aber ich habe panische Angst,der Gedanke mit einem anderen fremden Menschen auf einem Zimmer zu liegen,meine Tochter nicht sehen zu können,das macht mich fertig und läßt mich vor diesem Schritt zurückschrecken. Ich weiß ja,dass es wahrscheinlich das Beste ist,zum Psychiater oder Psychologen habe ich es ja kein zweites Mal geschafft...
Ich habe mich selbst in diese Situition gebracht,aber komme einfach nicht wieder hoch.
Jetzt sitze ich hier und überlege,wie es meinen Eltern beibringen kann,dass ich wirklich krank bin,und dass mir das Wasser nicht bis zum Hals steht,sondern ich schon am ertrinken bin.
Es tut so weh,an ihre Gesichter und Kommentare zu denken,dass ich sie wieder enttäusche...aber ich muss,heute noch.
Deshalb bin ich hier,weil ich nicht weiß,wie.
LG Tufina