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Leben ist nicht so toll

Nordpool

Neues Mitglied
Hallo 🙂

weiß nicht wirklich weiter im Leben. Vieles macht einfach keinen Spaß mehr und ich hab das Gefühl alles geht immer mehr den Bach runter von Jahr zu Jahr.

Ich bin über 30 Jahre und hab einen Waschzwang. Ich komme besser damit klar wenn ich im Urlaub bin. Nehm mir fast jeden Monat ein paar Tage frei und such mir ein Hotel + ein paar Wanderstrecken. Dort komme ich viel besser klar wenn ich Unterwegs bin - ist nicht perfekt aber besser. Wenn man zu Hause ist und auf Arbeit ist das schnell wieder vorbei. Duschen geht die ersten paar Tage schnell aber dann reißt nach und nach wieder alles ein und man würde sich am liebsten mit Benzin überschütten. Zu Hause ist einfach immer nur der langweilige Alltag, ich hab einfach oft keine Lust überhaupt aus dem Bett aufzustehen und man liegt bis 17 Uhr im Bett und schaut sich Youtube Videos an(wenn man nicht arbeiten muss). Es kommt mir hier alles so sinnlos vor. Wenn man sich eine auszeit nimmt ist alles neu und aufregend und hat seinen sinn und wenn man zurückkommt ist es wie im Käfig, auch wenn es eher ein goldener Käfig ist.

Ich wohne auch noch bei meinen Eltern. Einerseits versteht man sich gut aber andererseits wird dadurch mein Waschzwang wieder schlimmer. Jetzt könnte man sagen man zieht aus aber ich glaube nicht das es dadurch besser wird. Man würde eher vom Regen in die Traufe kommen... Ich könnte mir diese Auszeiten (Urlaub) nicht mehr leisten, das ganze Geld würde in Miete und Lebensmittel fließen und es bleibt nichts mehr übrig. Dann wäre ich ganz gefangen. Würde man wiederrum mehr arbeiten, hätte man zwar mehr Geld zur verfügung aber man hätte weniger möglichkeiten sich frei zu nehmen. Außerdem wäre man noch öffter auf arbeit. Ich bin froh wenn ich die Stunden packe, die ich jetzt schaffen muss.
Klar ist alles irgendwie das normale Leben mit Arbeiten und Miete usw. aber ich will das einfach alles nicht mehr und es wird mir zu viel.

Spiel so oft mit dem Gedanken einfach loszufahren und das alles hier hinter mir zu lassen. Einfach noch paar Monate unterwegs sein und wenn das Geld alle ist erfriert man irgendwo im Wald oder so.

Ich hab die theorie das wir in einer Simulation leben oder vielleicht nur ich und ich bin eine Testperson. Man testest wie sich negative Ereignisse auf eine Person auswirken. Wie es sich auswirkt wenn man überall Sackgassen einbaut.

Vielleicht weiß einer Rat.

Grüße 🙂
 
Ich habe auch manchmal das Gefühl nur eine Testperson zu sein in einem Konstrukt und wenn es noch härter kommt und noch härter, ob man dann zusammenbricht, oder wie lange es andauert bist man wirklich total am Ende ist und zusammenbricht. Etwas schräg, aber das habe ich nicht immer, nur wenn es mir zu viel wird mit Auswirkungen auf mich, finde ich es manchmal schon fast Lächerlich wie die A Karten ausgeteilt werden.

Wegen den Waschzwänge, wie oft hast du das denn? Und Marisol sagt das gut wegen einer Therapie, würde ich dir auch empfehlen wenn du keine andere Verpflichtungen hast.

Ich könnte so was leider nicht machen, da mein Kater zwei mal Insulin benötigt pro Tag und ich ihn nie so lange alleine lassen könnte, so wie so könnte ich momentan nicht mal 2 Tage ohne meine Katzen sein.
 
Wer weiß.
Aber wenn es so wäre, eventuell könntest du testweise versuchen, die Regeln zu ändern.
Was würde geschehen, wenn du positive Erlebnisse erlebst? Welche Schritte wären dazu erforderlich?

Das müsste man einrahmen und Wort für Wort verinnerlichen, was da steht.

Erstens einmal: "wer (!!!) weiß".

Alles, was man denkt, überlegt, meint, glaubt, das ist ein Perspektivisches Überlegen, Denken, Meinen, Glauben. In der Rolle des Deprimierten denkt man nun mal sehr eingeschränkt und dieser sieht alles mit den Augen des Depri. So ist er, so denkt er, so lebt er. Er weiß nichts anderes, er ist ja der Deprimierte.

Hat man die Sicht eines Optimisten, eines "anderen Wesens" in unserem inneren Universum, dann sieht man etwas anderes. Der glaubt an andere "Wahrheiten", der würde niemals annehmen, nichts geht mehr.

Perspektivenwechsel wär gut, dazu verhelfen andere Menschen, mit denen man sich im wahrsten Sinn des Wortes austauscht.
Es steht irgendwo geschrieben: ihm wurde Leben eingehaucht, - oder ich habe gerade den Spruch vor mir wo steht:"schickst du aufs Neue deinen Atem, so entsteht wieder Leben, du erneuerst das Gesicht der Erde.... "
Es gibt seit Corona den Beweis, dass winzigste Moleküle in der Atemluft eines Gegenübers sehr schwere Erkrankungen auslösen können. Wir atmen unvorstellbar viele winzigste Stoffe ein, während wir reden miteinander, während wir zusammensitzen und uns eben austauschen. Es ist unsere gesamte DNA in unserer Spucke, diese verstäuben wir ununterbrochen und wegen dem kann man davon sprechen, dass man rein durch miteinander sprechen schon angeregt werden kann durch das Einatmen dessen "Wassermoleküle", die jener in sich trägt.
Lass dir Leben einhauchen, geh mal unter die Leut und bewege dich unter Menschen, nimm ein Bad in der Menge und schnappe mal alles auf, geh aus deiner Isolierung heraus und lass dich anstecken von der Lebenslust, von Mut, von Leuten, die in guter Stimmung sind.
Bei einem Therapeuten, lieber TE würde es auch so sein, der ist Furchtlos, der ist sicher eine In-spir-ation ( Spirit bedeutet Geist) für dich. Geh raus aus deinem Eck und tu irgendwas, egal was, was andere so machen, mach das auch.
Du trittst dann automatisch aus deinem Kreislauf heraus in neue Welten, sobald du Neues beginnst, etwas völlig Fremdes, das du nicht kennst.
Der Depri würde das nie machen, der würde sicher empfehlen, niemals, mach das ja nicht. Machst du es aber trotzdem, dann wechselst du den ein, dann gehorchst du dem nicht mehr. Der hatte BISHER das Sagen, jetzt hörst du da nicht mehr hin.
Horche lieber einem Therapeuten aus, was der so zu sagen hat. Rein nur, wenn du dich in seiner Nähe aufhälst eine Weile, dann wird dich das BE-EIN-FLUSSEN.
So was bräuchtest du mal, das wäre sicher lohnend.
Auf zu neuen Ufern...
 
Was würde geschehen, wenn du positive Erlebnisse erlebst?

Ob da nicht auch schon viel anders wäre, wenn man zb genießt, statt sich auflehnt?

Man kann bis siebzehn Uhr kuscheln, lümmeln, es sich gemütlich machen und zig Videos mal angucken in aller Ruhe und Gemütlichkeit. Statt: mir ist unendlich fade, ich lieg im "Sterben"... das ist die Perspektve des "Negativums".
Dreh alle Geschichten mal um- mha, ich kann viel Geld sparen, mir ist das möglich. Ein Jahr wird noch gespart, das ist die Anzahlung meiner späteren Bleibe. Diese könnte auch bei einem Partner sein, den man kennenlernt und mit dem man sich zusammenwirft.

Ich kann übrigens einen Zusammenhang sehen zwischen Tristesse und einem fehlenden Lust-Liebes-Gefährten. In unserer Natur ist das vorgeprägt. Von der Fliege bis zur Maus, vom Spinnentier bis zum Löwen, man paart sich. Liebe(r) Nordpool, bist du ein Männchen, oder ein Weibchen? Wieso gibts kein Zusammenkuscheln mit wem? Woran liegts?
 
Ich würde deinen Lebensentwurf doch mal hinterfragen wollen: Du wohnst mit über 30 noch bei deinen Eltern, um dir deine monatlichen Kurzreisen leisten zu können?

Dazu zwei Fragen:

Wäre das wirklich nicht möglich mit einer kleinen eigenen Wohnung? Vielleicht etwas seltener verreisen, oder in einfachere Unterkünfte?

Kannst du dir vorstellen, dass deine Probleme direkt aus deiner Wohnsituation herrühren? Irgendwas muss ja beim Heranwachsen bei dir schiefgelaufen sein. Zwänge dieser Art kommen ja nicht aus dem Nichts, die sind ja oft anerzogen, und dann säßest du ja quasi stetig am Quell deines Leidens und tränkest beständig aus selbigem weiter.

Ich mag das Wort "normal" eigentlich nicht. Aber es ist halt schon, sagen wir, üblich, dass Kinder irgendwann in den 20ern spätestens zu Hause ausziehen und ein eigenes Leben aufbauen. Ich hab das seinerzeit mit wenig Geld gemacht, aber ich hab es geliebt, mir etwas aufzubauen. Das hat auch was mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun.

Auch ich sehe bei dir dringenden Therapiebedarf. Zum einen wegen der Zwangsstörung. Die ist therapierbar. Und wegen deiner psychiotisch anmutenden Äußerung, du seiest eine Testperson. Was Schlimmes ist dir denn schon widerfahren, dass du dich so fühlst? Wer testet was an dir? Erleben wir nicht alle mal was Schlimmes, oder auch viel Schlimmes?

Verschließ dich bitte einer Therapie nicht. Und ja, es würde mich wundern, wenn nicht "Ziehen Sie zu Hause aus!" eine der Sachen wäre, die da gesagt werden.
 

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