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Randigast
Gast
Ich weiß nicht, ob mein Anliegen in diese Kategorie passt. Ich weiß auch nicht, was ich mir von diesem Beitrag erhoffe, aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben...
Vor nun gut vier Jahren sind mein Mann und ich ausgewandert. Wir leben in unserem Traumland, aber so langsam entwickelt es sich zum Albtraum. Uns geht es zwar nicht schlecht, wir kommen finanziell einigermaßen über die Runden, große Sprünge sind aber nicht drin. Urlaube, regelmäßige Reisen in die Heimat - das geht alles nicht.
Bisher war das auch einigermaßen OK, trotz des Alltags waren wir immer noch in so einer Art Urlaubsmodus, haben die nähere Umgebung unserer neuen Heimat erkundet, haben häufig Besuch aus Deutschland gehabt etc. Nur jetzt, nach vier Jahren, nimmt das natürlich langsam ab. Alle Freunde/Verwandte waren mind. einmal hier, d.h. die Besuche werden weniger. Der Urlaubsmodus schaltet sich nun auch ab, da wir so ziemlich alles in der Umgebung abgegrast haben.
Und so richtig angekommen sind wir irgendwie nicht. Wir haben hier eigentlich keine Freunde. Und die wenigen Kontakte, die wir haben, sind größtenteils auch Deutsche. Gut, das ist an sich ja nicht so schlimm. Wir sind auch in einem Verein, zweinmal wöchentlich haben wir also unsere "sozialen Tage", an denen wir mit Einheimischen zusammen sind. Aber das ist doch eher oberflächlich. Mir fehlt es einfach, mal mit einer Freundin einen Kaffe trinken zu gehen, oder ins Kino. Ich finde hier einfach niemanden, wo es passt.
An der Sprache liegt es nicht, die beherrschen wir beide recht gut. Und alle, die uns kennenlernen, finden uns nett, auch als Paar. Aber es entwickelt sich einfach nichts weiteres.
Auf der Arbeit bin ich auch eher isoliert, arbeite vorwiegend allein. Es sind auch nur wenige Stunden in der Woche, so dass es z.B. keine gemeinsame Mittagspausen oder so etwas gibt. Ich suche zwar nach einem neuen Job, aber das hat bisher noch nichts ergeben.
Somit bin ich ziemlich viel zuhause, und so langsam habe ich das Gefühl, mein Leben entgleitet mir. Ich bin Ende 30, aber ich glaub jeder Rentner unternimmt mehr als ich.
Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, allein zu sein. Im Gegenteil, ich bin nicht jemand, der von Verabredung zu Verbaredung springen muss, ich habe gern meine Ruhe. Aber so einmal in der Woche einen Abend mit einer Freundin durchquatschen - das wäre schon schön.
So langsam macht sich in mir der Wunsch breit, nach Deutschland zurückzugehen. Ich vermisse unsere Freunde, die Eltern werden auch nicht jünger... Das Problem ist, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland ja auch nicht gerade prickelnd aussieht. Wie gesagt, unser Lebensstandard ist hier nicht besonders hoch, aber immer noch besser als mit Hartz4 in Deutschland.
Zudem glaube ich, nein ich weiß es eigentlich, dass mein Mann gern hier bleiben möchte. Er sagt zwar, dass er jeder Zeit zu einer Rückkehr bereit ist, wenn ich das möchte. Ich weiß auch, dass er mich über alles liebt, und es ihm wichtiger ist, dass es mir gut geht, als der Traum vom Auswandern. Aber er hat immer noch die Hoffnung, das sich hier alles zum Guten wendet, und ich will ihm diesen Traum nicht zerstören.
Ich weiß, dass mir hier keiner wirklich helfen kann, aber das musste mal raus. Vielleicht hat ja doch jemand Tipps auf Lager, oder steckt in einer ähnlichen Situation? Danke fürs Lesen!
Vor nun gut vier Jahren sind mein Mann und ich ausgewandert. Wir leben in unserem Traumland, aber so langsam entwickelt es sich zum Albtraum. Uns geht es zwar nicht schlecht, wir kommen finanziell einigermaßen über die Runden, große Sprünge sind aber nicht drin. Urlaube, regelmäßige Reisen in die Heimat - das geht alles nicht.
Bisher war das auch einigermaßen OK, trotz des Alltags waren wir immer noch in so einer Art Urlaubsmodus, haben die nähere Umgebung unserer neuen Heimat erkundet, haben häufig Besuch aus Deutschland gehabt etc. Nur jetzt, nach vier Jahren, nimmt das natürlich langsam ab. Alle Freunde/Verwandte waren mind. einmal hier, d.h. die Besuche werden weniger. Der Urlaubsmodus schaltet sich nun auch ab, da wir so ziemlich alles in der Umgebung abgegrast haben.
Und so richtig angekommen sind wir irgendwie nicht. Wir haben hier eigentlich keine Freunde. Und die wenigen Kontakte, die wir haben, sind größtenteils auch Deutsche. Gut, das ist an sich ja nicht so schlimm. Wir sind auch in einem Verein, zweinmal wöchentlich haben wir also unsere "sozialen Tage", an denen wir mit Einheimischen zusammen sind. Aber das ist doch eher oberflächlich. Mir fehlt es einfach, mal mit einer Freundin einen Kaffe trinken zu gehen, oder ins Kino. Ich finde hier einfach niemanden, wo es passt.
An der Sprache liegt es nicht, die beherrschen wir beide recht gut. Und alle, die uns kennenlernen, finden uns nett, auch als Paar. Aber es entwickelt sich einfach nichts weiteres.
Auf der Arbeit bin ich auch eher isoliert, arbeite vorwiegend allein. Es sind auch nur wenige Stunden in der Woche, so dass es z.B. keine gemeinsame Mittagspausen oder so etwas gibt. Ich suche zwar nach einem neuen Job, aber das hat bisher noch nichts ergeben.
Somit bin ich ziemlich viel zuhause, und so langsam habe ich das Gefühl, mein Leben entgleitet mir. Ich bin Ende 30, aber ich glaub jeder Rentner unternimmt mehr als ich.
Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, allein zu sein. Im Gegenteil, ich bin nicht jemand, der von Verabredung zu Verbaredung springen muss, ich habe gern meine Ruhe. Aber so einmal in der Woche einen Abend mit einer Freundin durchquatschen - das wäre schon schön.
So langsam macht sich in mir der Wunsch breit, nach Deutschland zurückzugehen. Ich vermisse unsere Freunde, die Eltern werden auch nicht jünger... Das Problem ist, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland ja auch nicht gerade prickelnd aussieht. Wie gesagt, unser Lebensstandard ist hier nicht besonders hoch, aber immer noch besser als mit Hartz4 in Deutschland.
Zudem glaube ich, nein ich weiß es eigentlich, dass mein Mann gern hier bleiben möchte. Er sagt zwar, dass er jeder Zeit zu einer Rückkehr bereit ist, wenn ich das möchte. Ich weiß auch, dass er mich über alles liebt, und es ihm wichtiger ist, dass es mir gut geht, als der Traum vom Auswandern. Aber er hat immer noch die Hoffnung, das sich hier alles zum Guten wendet, und ich will ihm diesen Traum nicht zerstören.
Ich weiß, dass mir hier keiner wirklich helfen kann, aber das musste mal raus. Vielleicht hat ja doch jemand Tipps auf Lager, oder steckt in einer ähnlichen Situation? Danke fürs Lesen!