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lasst uns endlich wieder schlafen, schlafen und aufwac

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gast75

Gast
hen mit der sonne, den vögeln, den blumen.
ein aufruf an leute der traurigkeit- wir sind eigentlich indianer.

Es gibt nur eine verdammte richtung und ich muss vorwärts, leben. Ich bin glücklich, aber wer authentisch ist, ist traurig und verlassen und einsam. Ohne dieses authentische grundeingeständnis gäbe es keine liebe. Es ist zuviel politik und wirtschaft da draußen, botschaften und träume versickern im ewigen kapital- kreislauf. Da ist soviel, soviel traum und geist. In der schule sitzt man und sitzt, und ich komm mir so klein vor, diese position entspricht nicht meinem expressiven lerndrang, meinem bedürfnis nach ganzkörperlernen. Rationale ziele rücken aus writschaftlichen gründen in den vordergrund, die angst ums überleben ist in dieser wohlstandsgesellschaft so groß wie in keiner anderen bevölkerungsgruppe dieser welt. Der soziale zusammenhalt zählt mehr, die beziehung von mensch und umwelt geht so kaputt an drogenkonsum, maßstabs-leistungen, individualitäts-wahn (isolation, nie stehen bleiben, einander nicht ansehen). Ich brauche nicht mehr als die frische luft zum atmen und die wirkliche heitere liebe, alles andere ist reine organisation.Aber ich lehne jegliche ideologisch einseitige durchsetzung ab. Es kann uns nicht der sozialismus, nicht die westliche welt retten. Ja, ich will dass die völker dieser welt in frieden leben, ja ich will dass es keine kriege und keine gewalt mehr gibt, dass menschen den kriegsdienst verweigern und dass nie mehr staatliche diktatur herrscht und menschen unterdrückt werden. JA ICH WILL DASS ALLE MENSCHEN IN FREIHEIT UND FRIEDEN LEBEN. Alle menschen möchten das. Ich selbst möchte wieder in einheit mit der natur leben, mit tieren kommunizieren, mit der erde und den pflanzen arbeiten. Ich möchte traumzeiten durchleben und einen zugang zum kosmos finden und dabei meine seelischen kräfte mir der universellen einheit verbinden. Es ist soviel potential überall. Und soviel geht verloren, weil menschen nicht auf die stimme ihres herzens hören, weil sie angst vor ihren eigenen entscheidungen haben, die widerstände nicht brechen können. Immer wird der mensch durch die zeit vergewaltigt, vom stechschritt der leistung gedrillt und von ewiger reue gequält. Sterblichkeit rückt immer mehr in den hintergrund, die dinge werden um den willen eines trends hin genossen oder um echte gefühle zu betäuben. Tod und leben werden getrennt, andere fürchten ihn in all seiner hässlichkeit, verzerrtheit und in seinem schrecken. Diese gesellschaft gibt keine antworten, weil sie keine fragen stellt. Alles wird zur statistik, zum trend, zur tendenz, zur fernsehzeit, zur bewegung. Dinge von dauer können nicht wahrgenommen werden, weil die konsumenten gefüttert werden müssen, und zwar schnell, bissfertig und leicht. Die leisen töne werden überhört, blumen wenden sich der sonne zu und schlafen im herbst ein, und ich falle aus allen lebenszyklen heraus, weil ich bücher und zeitungen lesen muss und analysieren und hausaufgaben machen muss. Ich seh die kreisläufe nicht mehr und werde krank. Soviele innerlich isolierte, müde augen und gebrochene seelen, es gab sie immer schon, aber wir sind über den traum, genug zu essen und zu trinken zu haben, hinausgewachsen. Wenden wir uns einander zu und lassen das abitur, den nebenjob, leistungsdruck und falsche erwartungen hinter uns. Vergessen wir alte schuldgefühle und alleweltszweifel, um wieder zu magischen wesen zu werden. Vertrauen wir wieder auf unser zeitgefühl, schmeißt die uhren weg, schaltet die digitalen aus und zerschlagt die metronome, den eigenen rhythmus finden im sonnenaufgang, im zenit, der dämmerung und im dunkel der nacht. Zerstört die kranken wächter der stadt, lasst uns endlich wieder schlafen, schlafen und aufwachen mit der sonne, den vögeln, den blumen. Vom zweiten stock aus sieht man die krokusse nicht, meine fenster sind viel zu oft geschlossen und die sonne versteckt sich auf der anderen seite, die nachbarhäuser verdecken das abendrot, und ich hasse sie dafür. Ich werde nicht wütend sein, aber ich werde woanders hingehen, hier habe ich rückenschmerzen, kopfweh, tinnitus, immer schnupfen, hier darf ich nicht menstruieren wie ich will, hier muss ich referate halten wenn ich einen geistigen lehrer brauche, hier muss ich denken wenn ich fühlen will. Ich muss auf eine visionssuche gehen, die englischlehrer englisch reden lassen, die techniker rechnen lassen, die schüler vorträge über revolutionen führen lassen. Sie können mir nichts über das leben erzählen, sie erzählen kleine geschichten, aber sie geben mir keinen zusammenhang, ich habe meine eigenen revolutionen in mir. Ich möchte mich wieder an meine vorfahrInnen erinnern, ich will schätzen was sie geschaffen haben, ich will ehren was sich für mich opfert und selber opfern dort wo es angebracht ist. Zeit und raum sind flexibel und gestaltbar, denn es geht um nichts. Es geht um nichts. Ich spüre die geister dieser welt, und muss angst haben, weil alle angst haben. Mit den gestalten der angst zu kommunizieren ist eine sache des einzelnen und es gibt keine sicherheit. Alle medienformen dieser gesellschaft stellen einen vor die qual der wahl, sie muss bei der fülle an information und zugänglichkeit so groß wie noch nie in der menschheitsgeschichte sein. Ich muss mich entscheiden und mag nicht. Damit würde ich alle komplexität und differenziertheit dieser welt untergraben, doch in diesem gedanken taucht die gewissheit auf, dass einen nichts anderes retten kann. Es muss gleichgehen mit meinen bedürfnissen und zerwürfnissen, und trotzdem seinen universellen charakter bewahren. Meine ansichten sind nicht meine ansichten. Sie sind übergeordnet und nicht zum diskutieren da, weil sie das gesetz der natur sind. Ich hasse die dialektik, die alles in frage stellt und sich der seele der welt entfremdet und es nicht mal merkt. Analysen, beurteilungen, meinungen- all dies so subjektiv, widerlegbar, wechselhaft und kurzweilig, menschlich zu klein- vergessen, dass die eigentliche weisheit in den täglichen begebenheiten steckt. Im essen, trinken, in der kleidung, der natur, deiner haut, deinen augen, deinen beziehungen, deinen träumen, prophezeiungen und innerlichen verwandlungen. Diese zeichen werden nicht mehr wahrgenommen oder zugestopft. Die fähigkeit zur transformation, die loslösung vom ich, sind notwendigkeiten, um andere menschen zu verstehen, situationen und denkstarren nachvollziehen zu können. Das ich und das eigene seelengefühl sind sichere burgen, aber sie schotten auch sehr ab. Grenzen sind wichtig, ich liebe grenzen, ich liebe aber auch ihre durchlässigkeit, die transzendenz dieser welten.
 

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