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Gast
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Hallo liebes Forum,
ich komme jetzt ins 8. Semester, Studiengang Wirtschaftsinformatik,(davor 2 Sem. E-Technik) und habe in den 3,5 Jahren eigentlich nie wirklich studiert. Meine Bilanz ist ein paar Klausuren aus dem Kernstudium bestanden zu haben, so im 2er Bereich. Also ein Hauch von Nichts. Man könnte also sagen, ich habe nach meinem Zivi nichts mehr hinbekommen, außer ein paar Nebentätigkeiten fernab meines Studienfachs. Jetzt bin ich fast 27. Und habe noch nichts in der Hand, beruflich.
Das ich fast nichts geschafft habe liegt an meiner Antriebslosigkeit, welche mich nach dem Abitur (aber auch schon mein ganzes Leben verfolgt) richtig gepackt hat. Ja ich konnte mich nie richtig aufraffen um zu lernen, auch wenn ich es wollte. Der innere Schweinehund schien so übermächtig. Das hat mich so oft zur Verzweiflung gebracht, weil ich wenigstens mit etwas Geistesgaben gesegnet worden bin. Sicher ein Genie bin ich nicht, aber eben auch nicht dumm. Deswegen finde ich es umso trauriger, dass ich nie etwas zu Ende gebracht habe. Ich habe zwar alles getan um mich abzulenken und die Realität ein Stück weit zu verdrängen, aber trotzdem hatte ich immer dieses Gefühl eines "verschenkten Tages". Und das jetzt 4 Jahre lang.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist, und ich mich derzeit nicht sehr mag.
Oft habe ich versucht aus diesem Kreislauf rauszukommen, bin aber immer wieder in altbekannte Gewohnheiten zurückgefallen. Meist hat es ein paar Wochen geklappt und ich hatte das Gefühl es einigermaßen auf einen guten Weg geschafft zu haben, aber dann war es auch wieder vorbei.
Nun hat es vor 2 Wochen Klick gemacht, und Panik breitete sich in mir aus. Ich habe mich dann hingesetzt und überlegt wie ich wieder Struktur in mein Leben bringen kann, denn so war ich die letzten Jahre nicht glücklich. Und werde es auch nicht sein. Ich habe mir vorgenommen mit dem Lernen anzufangen, schon jetzt am Anfang des neuen Semesters. Desweiteren habe ich mir mehrere Dinge aufgeschrieben um meinen Tagesablauf zu strukturieren. Früh aufstehen, Uni besuchen, Abends noch etwas lernen und Freunde treffen, usw.
Wenn ich mein Studium jetzt durchziehe wäre ich im 12-13. Semester fertig, mit dem Bachelor. Allerdings ohne Praktika oder sonst was. Und das ist nun wirklich nicht rosig (Weil dann auch schon knapp 30!). Ich kann mir höchstens einen Platz als Werksstudent suchen, um wenigstens etwas Praxiserfahrung zu bekommen. An unserer Uni kann man zusätzlich noch ein SAP Zertifikat machen, also eine Zusatzqualifikation. Ich meine ich brauch wirklich alles was ich kriegen kann. Schwer wird's wohl trotzdem oder?
Das alles hört sich für mich vernünftig an und ich habe auch Lust das zu tun. Ich habe nichts gegen das Lernen, wenn ich mal dran saß hat es mir auch Spaß gemacht. Ich habe nur wieder die Angst in diese alten Gewohnheiten zurück zu fallen. Denn nur ich kann mich jetzt da raus holen und weiter machen. Möglichkeiten ergeben sich immer im Leben, auch wenn ich momentan zu traurig bin um diese wirklich zu sehen. Nun aber das ist wohl auch keine rationales Denken. Mein Problem ist wohl auch, dass ich mit niemandem richtig darüber reden kann, außer in einem anonymen Forum. Ich habe einfach zu viel Angst vor den Reaktionen meiner Eltern. Meine Freunde wissen da schon mehr, aber auch nicht alles. Dieses scheiß lügen ist so ätzend, ich war noch nie der große Lügner.Jetzt bin ist es aber so... Ich meine ich fühle mich schon als absoluter Versager und irgendwie als nicht gut genug für diese Welt. Ebenso habe ich Angst dann am Ende doch nur in der ungelernten Zeitarbeit zu landen oder gleich im Hartz4. Irgendwie so ein trostloses Leben. Ich versuche diese Gedanken möglichst weg zu wischen, weil sie mich in keiner Weise weiterbringen, aber das ist einfacher gesagt als getan.
Ich habe angefangen Tagebuch zu schreiben, um eben einen Überblick zu behalten was gut gelaufen ist und was nicht. Sozusagen ein Schutzmechanismus gegen diese altbekannten Gewohnheiten, die mir nichts als Kummer einbrachten. Ich weiß nur nicht ob ich die Kraft habe das durchzuhalten. Ich kann mir aber vorstellen, dass wenn es einmal läuft, es auch nicht mehr so trostlos aussieht und ich wieder viel mehr Spaß im Leben habe. Ganz egal was ich jetzt denke. Denn wenn es mal lief, egal was, dann war ich immer schon motiviert und viel zufriedener.
Was meint ihr soll ich mich an meinen Plan halten oder vielleicht doch noch mit 27 eine Ausbildung suchen? Ich finde das Studium hoch interessant, und die technischen wie auch betriebswirtschaftlichen Aspekte interessieren mich auch stark. Am Interesse liegt es nicht, sondern an meiner Unselbstständigkeit. Die gehört es zu überwinden.
Ich wäre dankbar für jede Antwort.
ich komme jetzt ins 8. Semester, Studiengang Wirtschaftsinformatik,(davor 2 Sem. E-Technik) und habe in den 3,5 Jahren eigentlich nie wirklich studiert. Meine Bilanz ist ein paar Klausuren aus dem Kernstudium bestanden zu haben, so im 2er Bereich. Also ein Hauch von Nichts. Man könnte also sagen, ich habe nach meinem Zivi nichts mehr hinbekommen, außer ein paar Nebentätigkeiten fernab meines Studienfachs. Jetzt bin ich fast 27. Und habe noch nichts in der Hand, beruflich.
Das ich fast nichts geschafft habe liegt an meiner Antriebslosigkeit, welche mich nach dem Abitur (aber auch schon mein ganzes Leben verfolgt) richtig gepackt hat. Ja ich konnte mich nie richtig aufraffen um zu lernen, auch wenn ich es wollte. Der innere Schweinehund schien so übermächtig. Das hat mich so oft zur Verzweiflung gebracht, weil ich wenigstens mit etwas Geistesgaben gesegnet worden bin. Sicher ein Genie bin ich nicht, aber eben auch nicht dumm. Deswegen finde ich es umso trauriger, dass ich nie etwas zu Ende gebracht habe. Ich habe zwar alles getan um mich abzulenken und die Realität ein Stück weit zu verdrängen, aber trotzdem hatte ich immer dieses Gefühl eines "verschenkten Tages". Und das jetzt 4 Jahre lang.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist, und ich mich derzeit nicht sehr mag.
Oft habe ich versucht aus diesem Kreislauf rauszukommen, bin aber immer wieder in altbekannte Gewohnheiten zurückgefallen. Meist hat es ein paar Wochen geklappt und ich hatte das Gefühl es einigermaßen auf einen guten Weg geschafft zu haben, aber dann war es auch wieder vorbei.
Nun hat es vor 2 Wochen Klick gemacht, und Panik breitete sich in mir aus. Ich habe mich dann hingesetzt und überlegt wie ich wieder Struktur in mein Leben bringen kann, denn so war ich die letzten Jahre nicht glücklich. Und werde es auch nicht sein. Ich habe mir vorgenommen mit dem Lernen anzufangen, schon jetzt am Anfang des neuen Semesters. Desweiteren habe ich mir mehrere Dinge aufgeschrieben um meinen Tagesablauf zu strukturieren. Früh aufstehen, Uni besuchen, Abends noch etwas lernen und Freunde treffen, usw.
Wenn ich mein Studium jetzt durchziehe wäre ich im 12-13. Semester fertig, mit dem Bachelor. Allerdings ohne Praktika oder sonst was. Und das ist nun wirklich nicht rosig (Weil dann auch schon knapp 30!). Ich kann mir höchstens einen Platz als Werksstudent suchen, um wenigstens etwas Praxiserfahrung zu bekommen. An unserer Uni kann man zusätzlich noch ein SAP Zertifikat machen, also eine Zusatzqualifikation. Ich meine ich brauch wirklich alles was ich kriegen kann. Schwer wird's wohl trotzdem oder?
Das alles hört sich für mich vernünftig an und ich habe auch Lust das zu tun. Ich habe nichts gegen das Lernen, wenn ich mal dran saß hat es mir auch Spaß gemacht. Ich habe nur wieder die Angst in diese alten Gewohnheiten zurück zu fallen. Denn nur ich kann mich jetzt da raus holen und weiter machen. Möglichkeiten ergeben sich immer im Leben, auch wenn ich momentan zu traurig bin um diese wirklich zu sehen. Nun aber das ist wohl auch keine rationales Denken. Mein Problem ist wohl auch, dass ich mit niemandem richtig darüber reden kann, außer in einem anonymen Forum. Ich habe einfach zu viel Angst vor den Reaktionen meiner Eltern. Meine Freunde wissen da schon mehr, aber auch nicht alles. Dieses scheiß lügen ist so ätzend, ich war noch nie der große Lügner.Jetzt bin ist es aber so... Ich meine ich fühle mich schon als absoluter Versager und irgendwie als nicht gut genug für diese Welt. Ebenso habe ich Angst dann am Ende doch nur in der ungelernten Zeitarbeit zu landen oder gleich im Hartz4. Irgendwie so ein trostloses Leben. Ich versuche diese Gedanken möglichst weg zu wischen, weil sie mich in keiner Weise weiterbringen, aber das ist einfacher gesagt als getan.
Ich habe angefangen Tagebuch zu schreiben, um eben einen Überblick zu behalten was gut gelaufen ist und was nicht. Sozusagen ein Schutzmechanismus gegen diese altbekannten Gewohnheiten, die mir nichts als Kummer einbrachten. Ich weiß nur nicht ob ich die Kraft habe das durchzuhalten. Ich kann mir aber vorstellen, dass wenn es einmal läuft, es auch nicht mehr so trostlos aussieht und ich wieder viel mehr Spaß im Leben habe. Ganz egal was ich jetzt denke. Denn wenn es mal lief, egal was, dann war ich immer schon motiviert und viel zufriedener.
Was meint ihr soll ich mich an meinen Plan halten oder vielleicht doch noch mit 27 eine Ausbildung suchen? Ich finde das Studium hoch interessant, und die technischen wie auch betriebswirtschaftlichen Aspekte interessieren mich auch stark. Am Interesse liegt es nicht, sondern an meiner Unselbstständigkeit. Die gehört es zu überwinden.
Ich wäre dankbar für jede Antwort.