Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Langzeitstuden(12 Semester), Perspektivenlos

Lurchi230591

Neues Mitglied
Hallo,

Ich bin 26 Jahre alt und im 10. Semesters meines Wirtschaftsinformatik Bachelors.
Davor habe ein Jahr lang Elektrotechnik studiert, aber abgebrochen.

Ich war immer ein fauler Mensch. Ich habe damals in der Schule nie gelernt und auch im Studium immer einen Tag vor der Klausur angefangen, weshalb auch mein Schnitt eher schlecht ist(~2,5). Ich weiß nicht wirklich was passiert ist. Am Anfang meines Studiums lief alles ganz gut. Ich habe, mit Ausnahme eines Moduls, alle Prüfungen bestanden und war in der Regelstudienzeit. Diese eine Ausnahme habe ich bereits 2 mal vergeigt. Einen letzten Versuch habe ich noch. Das Problem ist allerdings, dass ich dieses eine Fach bereits seit 2 Jahren vor mir hinschiebe. Ich besuche die Veranstaltungen, meld mich für die Prüfung an und meld mich wieder kurz vor der eigentlichen Prüfung ab, weil ich mich nicht genug vorbereitet fühle.
Die Prüfung wird nur 1x pro Semester angeboten.

Nachdem ich die Prüfung im Sommer geschrieben habe, wartet auch noch ein 3-Monatiges Praktikum(noch nicht beworben) und mein Praxissemster auf mich. Das heißt ich würde mit 14 Semestern(12 Fachsemester) erst fertig werden. Der Gedanke daran lässt mich echt üble aufstoßen.

Ich weiß auch nicht was mit der Zeit passiert ist. Ich habe nichts anderes gemacht als rum zugammeln(trainiert oder irgendwelche Serien/Videos geschaut), am Haus meiner Mutter gearbeitet(Gartenarbeitet oder Handwerksarbeit) und auf Ihre Kosten gelebt. Lediglich die kleineren Hobbyprojekte an denen ich aus Interesse gearbeitet habe könnte man mir evtl. später bei der Bewerbung anrechnen(kleinere Anwendungen programmiert, neue Programmiersprachen gelernt, etc.). 2 Jahre verschwendete Lebenszeit..

Ich werde mein Studium jetzt so schnell wie es geht abschließen. Das Problem ist aber, danach würde mich wohl kein Arbeitgeber nehmen, da ich das lange Studium nicht wirklich erklären kann.. Ich möchte wirklich wieder auf die richtige Bahn kommen, aber weiß nicht wirklich wie.

Eine Überlegung wäre es den Master zu machen(dann in Regelstudienzeit und mit guten Noten). Allerdings sieht das Finanziell bei mir nicht so gut aus..

Wie soll ich weiter vorgehen?
 
Ich denke wichtiger ist es erstmal Schritt für Schritt zu gehen, als dir Sorgen um eine "mögliche Zukunft" zu machen.

Zum einen solltest du die Prüfung nicht noch länger vor dir herschieben. Nicht noch ein Semester dran zu hängen, wäre also der nötige Antrieb um dich darauf vorzubereiten. Hier geht es wirklich nur ums machen, lern genug und dann geht es wirklich nurnoch ums Bestehen. Bewirb dich für Praktika. Such auch ein bisschen weiter im Umkreis. Mindestens 50 Bewerbungen sollten es sein, eine Zusage wird sicher dabei sein. (Im Endeffekt ist es nur Copy und Paste und dann einige kleine Dinge an den Bewerbungen verändern.) Das braucht ungefähr einen Tag, wenn du durchziehst.

Und dann fokusier dich darauf deine Bachelorarbeit zu schreiben.

Und dann, und erst dann, hast du einen Plan. Du bewirbst dich für Stellen, und auch da, nimm dir ungefähr zwei Tage Zeit um dich überall zu bewerben für eine Stelle. Nicht nur im Umkreis, sondern sogar deutschlandweit. Je größer dein Radius, desto größer dein Spielraum. Sollte es zu keinen Zusagen kommen, kannst du DANN überlegen dich für ein duales Masterstudium zu bewerben. In der Zeit in der du aber um Zusagen wartest vergiss nicht trotzdem zumindest eine Teilzeitstelle zu suchen. Oder dich zumindest arbeitssuchend zu melden (das ist echt wichtig für deine Nachweise falls du mal mal doch eine Stelle verlierst, oder etwas passiert, für Sozialleistungen und Rentenversicherung) - von Vorteil ist, wenn du ein Praktikum ergatterst bei dem man dich sogar übernehmen würde und dir die Möglichkeit für ein duales Masterstudium bietet. Scheu dich nicht während deines Praktikums eine Übernahme anzusprechen.

Aber davor, wie gesagt, Schrit für Schritt. Erstmal die Prüfungen alle durch haben, dann die Bachelorarbeit abgeben und dann kannst du dir konstruktive Gedanken machen was zu tun ist.
 
Deine Ängste sind unbegründet. Wichtig ist, dass du erstmal fertig wirst. Wenn man das gut verkauft oder dazu steht gibt es sicher Chefs, die dich nicht wollen und andere, die dich wollen. Wichtig ist aber erstmal der Abschluss. Master verschiebt alles nur noch mehr. Lieber zwei Jahre arbeiten und dann Master
 
Du wirst nur 2 Semester über der üblichen Studiendauer sein. Das ist keine Schande! Erklären musst du da nichts, falls ein Arbeitgeber doch was wissen will kann man sich immer noch etwas passendes ausdenken.

Wie viele Prüfungen stehen noch offen? Wäre in den 14 Semester noch Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter wo zu arbeiten oder ein kurzes Praktikum (Uniunabhängig) einzuschieben?

Den Master würde ich nahtlos an den Bachelor anreihen sofern das finanziell irgendwie möglich ist. Von einer Pause dazwischen kann ich nur stark abraten.
 
Auf jeden Fall ist es gut, dass du dir jetzt schon Gedanken darüber machst und nicht erst dann, wenn du vom Arbeitgeber die Frage vor den Kopf geknallt bekommst.

Ich kann dir dazu eine Situation schildern. Ich habe mich damals für ein Praktikum beworben und war 3 Semester über der Regelstudienzeit und mir hat man damals bereits die Frage gestellt.
Ich war sehr perplex, erzählte dann aber, dass ich viel gearbeitet habe.
Was auch stimmt.

Mach dir rechtzeitig Gedanken, was du sagst.
 
Danke für eure Antworten.

Alrune:
Wieso 2 Semester über der üblichen Studiendauer? Die Regelstudienzeit sind 6 Semester. Mit 12 Semestern wär ich ja ziemlich weit drüber. Wissenschaftlicher MA oder Praktikum gehen nicht mehr, weil ich in 3 Monaten ca. mein Praktikum und dann das Praxissemster machen werde.

mandrake:
Ja, das Problem hier ist ja leider, dass ich keine richtige Entschuldigung hab. Ich hab 2 Jahre wirklich irgendwie gebummelt. Mir fällt da nichts ein, was nicht irgendwie nur nach einer Ausrede klingt. Vielliecht würde ja sowas wie eine versuchte Selbständigkeit passen, weil es wohl am nächsten der Wahrheit entspricht und ich ein paar (fehlgeschlagene) Projekte vorzeigen kann. Nur weiß ich da net wie der Arbeitgeber drauf reagiert..
 
Wenn du wirklich nichts gemacht hast und nur Party in der Zeit, dann würde ich ehrlich sein und das Positive hervorheben. In dem Fall: Ich habe das Studium trotz einer konfliktreichen Zeit durchgezogen und nicht aufgegeben.
Das setzt natürlich voraus, dass du jetzt endlich durchziehst.

Was sagt dein Umfeld dazu? Ich habe selbst 10 Semester für den Bachelor gebraucht und bei mir kamen damals ständig Fragen vom gesamten Umfeld.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben