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Kündigung. Welche Möglichkeiten hätte ich nach der Probezeit?

  • Starter*in Starter*in Redline
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Redline

Gast
Hallo, mich würde es interessieren, ob man überhaupt das Ausbildungsverhältnis nach der Probezeit beenden kann, wenn z.b extreme psychische Probleme vorliegen, so dass kein richtiges Lernen stattfinden kann.
 
Azubi & Azubine - Wie knnen Azubis kndigen?

Du solltest dir das mit der Kündigung gut überlegen, das sieht die Arbeitsagentur gar nicht gerne, wenn Azubis von sich aus kündigen. Besser ist es, wenn dir der Betrieb kündigt. Du hast doch schon öfter geschrieben, dass es nicht gut läuft und du den Ausbildungsplatz vermutlich verlieren wirst. Wenn du wirklich nicht mehr dort bleiben willst, dann leg einfach noch mal ordentlich nach, dass man dich nicht weiter ausbilden will.

Ein Aufhebungsvertrag kann übrigens jederzeit ohne die Einhaltung von Fristen benutzt werden, um das Ausbildungsverhältnis zu beenden. Allerdings muss dazu der Ausbilder damit einverstanden sein.
 
Hallo Redline,

Das BBiG ist dein Freund 😉. § 22 BBiG sagt, dass du nach der Probezeit kündigen darfst/kannst, unter folgenden Bedingungen:

- Aus einem wichtigen Grund, ohne Kündigungsfrist
- Mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen
- Allerdings ist eine Kündigung aus einem wichtigen Grund unwirksam, wenn die Gründe länger als 2 Wochen bekannt sind. Aber das bedeutet nur, dass du 4 Wochen nach deiner Kündigung weiterarbeiten musst.

Ich würde einfach ehrlich sein und meinem Chef sagen, wie die Dinge stehen. Eine Kündigung steht dir zu. Allerdings solltest du die IHK/HWK immer miteinbeziehen, da du als Azubi in einer anderen Situation bist, als jemand, der bereits ausgelernt ist. Für einen Betrieb ist es extrem schwer, einen Azubi nach der Probezeit zu kündigen. Da müssen schon krassere Gründe vorliegen (Diebstahl etc.). Die IHK/HWK kann dir auch mitunter einen Ersatzbetrieb suchen, wo du deine Ausbildung fortsetzen kannst. Das finde ich einen sehr wichtigen Punkt. Aber du kannst deine Ausbildung nur nahtlos fortsetzen, wenn du eben die IHK/HWK benachrichtigst. Denke aber bitte daran, alles schriftlich zu machen.

Das kann man jetzt vielseitig auslegen, ob dein Fall ein wichtiger Grund ist, der schon länger als 2 Wochen bekannt ist. Ich würde mal grob geschätzt sagen, dass dein Leidensdruck offiziell erst nach einem ärztlichen Attest etc. "bekannt" sein dürfte. Aber ich bin keine Fachfrau, was das angeht. Wenn die Zustände in deinem Betrieb richtig schlimm sind, würde ich mich nach der Kündigung krankschreiben lassen. Da sind gute Ärzte verständnisvoll, wenn wirklich ein Leidensdruck da ist.

Nur mal so als Tipp (kenne einen ähnlichen Fall aus einem Freundeskreis): Es ist immer äußerst sinnvoll, der Gewerkschaft beizutreten. Als Azubi zahlst du sowieso weniger, soweit ich weiß und die beraten dich auch sehr gut und helfen dir weiter. In dem Fall aus dem Freundeskreis war es sogar so, dass ein Anwalt am Ende alles übernommen hat, ohne zusätzliches Geld zu verlangen. Sicher ist sicher 😉.


Liebe Grüße

Findefuchs
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir mal alle deine anderen Threads zu dem Thema durchgelesen und da fiel mir nur das ein: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Du hast es unheimlich gut, eine Ausbildungsstelle zu haben. Andere, die wirklich lernen und arbeiten wollen, bekommen die Möglichkeit dazu nicht. Du kannst nicht immer vor allem davonlaufen wenn es nicht so läuft, wie du das willst. So kommst du im Leben nicht weit. Kneif jetzt endlich mal die Arschbacken zusammen!

Wenn du dich in dem Betrieb absolut nicht wohl fühlst, dann bewirb dich eben bei einem anderen. Wenn du dir dein Leben in diesem Job nicht vorstellen kannst, dann bewirb dich auf eine andere Ausbildung und mach Platz für jemand anderen, der diesen Beruf WIRKLICH erlernen möchte. Egal, wie du dich entscheidest, aber TU etwas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann nicht einfach so kündigen. Ich würde damit in einen Konflikt mit meiner Familie treten und vor allem mit meinen Eltern(besonders Vater, weil er den Beruf auch gelernt hat).
Sie würden nicht verstehen, warum ich mich da nicht wohl fühle und warum ich da immer extrem ängstlich bin. Sie wissen davon nichts. Meine Mutter weiß es nur zum 3/4 Teil, sagen wir mal. Sie weiß jedoch nicht, dass ich mit dem Gedanken der Kündigung spiele.
Klar, ich hab da eine gute Ausbildungsvergütung, sehr gute Noten in der Berufsschule, einen netten Chef und nette Kollegen, eine junge Azubi Dame, die wirklich attraktiv aussieht und ein gutes Betriebsklima, aber ich fühle mich trotzdem da nicht wohl. Ich könnte jetzt anfangen zu heulen, wenn ich darüber wieder schreibe. Ich wollte immer einen Ausbildungsplatz haben und es durchziehen... und nun reagiere ich so. Ich kriege im Betrieb die simpelsten Sachen nicht mehr auf die Reihe.... Es ist einfach zum verzweifeln. =( Das Vertrauen für neue Aufgaben ist daher auch nicht gegeben... und irgendwie habe ich auch Angst neue zu bekommen. 😵

Ich will meinen Vater nicht enttäuschen, weil es sieht aus seiner Sicht alles in Ordnung aus und weil die Berufsschulenoten sehr gut sind und aus dem Betrieb kann ich ja erzählen, was ich will, was nicht der Wahrheit entspricht.

PS: Heute habe ich von meinen Ausbildungsleiter erfahren, dass er vllt kündigen wird. o.o
 
Zuletzt bearbeitet:
Liegt es dann daran, dass der Beruf nicht zu dir passt und du eigentlich andere Vorstellungen hast? Wenn das Betriebsklima okay ist (und so liest es sich für mich), dann sind es in meinen Augen Probleme, die du auch in einen anderen Betrieb mitnehmen würdest und in jede andere Ausbildung. Außer es ist etwas anderes - dann überlege, den Betrieb zu wechseln und woanders deine Ausbildung fortzusetzen.

Es ist sehr löblich von dir, deine Familie zufrieden stellen zu wollen, aber es ist dein Leben. Du musst die nächsten Jahrzehnte mit diesem Beruf klarkommen. Kannst du das? Man sollte etwas nicht nur zum Geldverdienen machen, sondern auch etwas, das einem liegt und mehr oder weniger Freude bereitet.

Hand aufs Herz: da musst du durch. Deine Eltern werden auch sicher nicht wollen, dass du unglücklich mit deinem Beruf bist, wenn das der Hauptgrund ist. Ansonsten musst du die Baustelle in dir lösen, sonst nimmst du deine Probleme wie gesagt in jeden Beruf und jede Ausbildung mit.


Liebe Grüße

Findefuchs
 
Hey,

ich stecke in einer ähnlichen Situation. Ich weiß zwar nicht welchen Beruf du erlernst (vielleicht hab ich's auch überlesen^^), aber bei mir gibt es momentan auch richtig Probleme. Der Beruf stört mich bei mir weniger,
es sind eher die Kollegen und das generelle Arbeitsklima. Ich will auf jeden Fall weg von da, das steht fest.
In den letzten Monaten macht mich das alles da nur noch fertig. Deswegen habe ich mir jetzt auch einen Termin bei der Agentur für Arbeit geholt, um nach Alternativen zu suchen. Ich hoffe für dich, dass du eine zufriedenstellende Lösung findest 😉

Gruß, JGW
 
Klar, ich hab da eine gute Ausbildungsvergütung, sehr gute Noten in der Berufsschule, einen netten Chef und nette Kollegen, eine junge Azubi Dame, die wirklich attraktiv aussieht und ein gutes Betriebsklima, aber ich fühle mich trotzdem da nicht wohl.

Ist es die Tätigkeit selbst, die Dir nicht liegt?
Welche Ansprüche hast Du denn an einen Arbeitsplatz? Was bedeutet es für Dich, Dich dort wohlzufühlen?

Ich würde Dir wünschen, dass Du herausfinden kannst, was denn konkret das Problem ist um dann ggf. das Problem auch lösen zu können, z.B. in einem Gespräch mit Deinem Chef usw.
 
Es wundert mich, dass so viele sagen, dass mir der Beruf oder die Tätigkeiten nicht liegen könnte. Ich hab doch sehr gute Noten in der Berufsschule und ein gutes technisches Verständnis....
Ich lerne Informationselektroniker...

Mein Arbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz und ich mag diese Bezeihnung nicht.
 

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