Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Kontaktabbruch Vater - Ständige Kontaktversuche

G

Gast

Gast
Zur Vorgeschichte:

Ich bin nun 18 Jahre alt und bin vor ca. einem halben Jahr zu meinem Freund gezogen (damals noch mit Zustimmung meiner Mutter). Ich studiere und führe ein recht geordnetes Leben mit meinem Freund. Wenn da nicht mein Vater wäre.
Meine Eltern haben sich 2009 scheiden lassen, da war ich 13. Ich war immer schon ein eher ruhiges und sensibles Kind und habe mir diese Scheidung auch sehr zu Herzen genommen. Seit ich ca. 15 Jahre alt bin, habe ich mit meinem Vater nur unregelmäßigen (Kontaktversuche und evtl. Abwiegungen meinerseits) bis gar keinen Kontakt.

In meiner Kindheit war mein Vater entweder ständig auf Geschäftsreise oder hat mich mit Liebe überschüttet (und auch überfordert, da er immer sehr fordernd und auch schnell eingeschnappt war). Wir sind von einem Extrem ins Andere gefallen und er hat nie verstanden, dass ich seine übermäßigen Liebesbekundungen eher unangenhem berührt akzeptiert habe, aufgrund diverser früherer "Vorfälle".

2009 ließen sich meine Eltern also scheiden und ich blieb (nach knapp einem Jahr Sorgerechtsstreit) bei meiner Mutter, die für mich immer präsenter und "mehr Familie" als mein Vater war. Mein Vater kam mit der Trennung, die von meiner Mutter ausging, nie sonderlich gut klar. Nachdem er ausgezogen war, wir hatten weiterhin regelmäßig Kontakt, fingen seine Depressionen an. Obwohl er mehrmals androhte, sich umzubringen, nahm er seine Medikamente (er ging schließlich doch zu einem Psychater) nur unregelmäßig. Ich war in dieser Zeit sein einziger Anker. Ohne mich wollte er nicht leben, sagte er. In der ganzen Zeit führte er in der Arbeit ein ganz "anderes Leben". Von seinen Depressionen sickerte nie etwas durch, er wusste das immer geheim zu halten und führte ein scheinbar "normales" Leben.

Die Last für mich wurde inzwischen immer schlimmer, denn er bat mich nun u.a. auch, meine Mutter für ihn auszuspionieren, um herauszufinden, ob und wie oft sie ihn betrogen hatte und um sie zurückzugewinnen. Es gab dann einen sehr einschneidenden Vorfall (den ich nicht weiter ausführen will), der mich sehr enttäuscht, aber auch in meiner Entscheidung den Kontakt abzubrechen bestärkt hat. Schließlich brach ich den Kontakt komplett ab, um endlich selbst wieder "leben" zu können. Er terrorisierte mich in den ersten beiden Jahren massiv (beschimpfte mich, jammerte, erpresste mich) und ich erklärte ihm immer wieder, dass ich keinen Kontakt wünsche, da mein eigenes Leben unter den letzten Jahren sehr gelitten hatte.

Nun zog ich vor ca. zwei Monaten mit meinem Freund in eine andere Stadt (nicht weit weg von meinem Geburtsort) und seither "tyrannisiert" mich die neue Freundin meines Vaters massiv. Sie passt mich bei meiner Arbeit ab, bei der Uni, im Fitnessstudio und auch zuhause, wenn sie ahnt, dass jemand zuhause ist. Sie bombadiert mich Anrufen und E-Mails. Wenn ich nicht reagiere, schlägt sie bei mir auf. Sie ist dabei nicht aggressiv, drängt mich aber zur Kontaktaufnahme mit meinem Vater. Ich habe bereits mehrmals gemeint, dass ich das nicht möchte, dann ist wieder eine Woche Ruhe und dann geht das ganze von vorne los.

Ich fühle mich nicht einmal mehr zuhause sicher, da ich mich dauernd mit meinem Vater konfrontiert sehe und alte Wunden immer wieder aufreißen. Ich möchte keine Aussprache, sondern einfach meine Ruhe, meine Privatsphäre mit meinem Freund (der mich zwar unterstützt und liebt, aber langsam auch etwas unruhig wird). Leider bin ich auch ein Mensch, der sich schnell ein schlechtes Gewissen einreden lässt (versucht die Freundin meines Vaters derzeit, da weder er noch sie die Schuld bei ihm sehen), die ganze Situation zermürbt mich einfach.

Ich weiß langsam nicht, ob es nur eine Phase ist, die ich einfach überstehen muss? Immerhin sind zwei Monate nicht sehr lange. Oder muss ich eine weitere klare Ansage machen und danach mit rechtlichen Schritten drohen? Da ich mich massiv in meiner Privatsphäre gestört und verfolgt fühle. Aber andererseits: Die eigene Familie verklagen?

Danke für alle, die bis zum Ende gelesen haben.

Liebe Grüße,
Gast
 
wäre es nicht besser, du erklärst dich zu einem gespräch mit deinem vater bereit?

dabei kannst du ihm sagen, dass du die notwendigen schritte einleiten wirst, wenn du nicht in ruhe gelassen wirst.
 
Wir hatten schon so viele Gespräche, die immer denselben Verlauf hatten.
Ich habe meinen Standpunkt sachlich erklärt. Er weiß, weshalb unsere Situation ist, wie sie ist, dennoch bitte er jedes Mal wieder um eine Erklärung.
Er macht stets auf armer, unverstandener Vater - ich bin doch seine Tochter, ich muss doch Kontakt zu ihm wollen!

Das dies nicht so ist, kann er offensichtlich nicht verstehen.
Ebenso nicht, dass ich nicht die Heilung für seine Depressionen bin.
Der ständige Druck damals durch ihn hat mich fast an seiner Krankheit kaputt gehen lassen. Ich hatte immer Verständnis und habe jahrelang versucht, ihm zu helfen. Bis ich feststellen musste, dass er sich nur bis zu einem bestimmten Punkt helfen lässt und dann nur zu gerne zurück in alte Muster fällt.

Ich selbst bin in dieser Zeit auf der Strecke geblieben.
Zudem finde ich es nun höchst unverschämt, mich von einer mir fremden Person, die unsere Situation nur durch einseitige Erzählungen kennt, zu erneuten Kontaktaufnahme drängen lassen zu müssen.
 
Aufgrund dieser Nachstellungen: " Seither "tyrannisiert" mich die neue Freundin meines Vaters massiv. Sie passt mich bei meiner Arbeit ab, bei der Uni, im Fitnessstudio und auch zuhause, wenn sie ahnt, dass jemand zuhause ist. Sie bombadiert mich Anrufen und E-Mails. Wenn ich nicht reagiere, schlägt sie bei mir auf"
würde ich zunächst Anzeige gegen die Freundin deines Vaterswegen Belästigung/Stalking erstatten. Dein Vater schickt sie vor, er ist feige und manipulativ zugleich.
Dein Kontaktabbruch war sehr vernünftig. Ich würde das durchziehen. Wenn die Frau erneut auftaucht, sag ihr, dass du sie anzeigen wirst. Und dass du deinen Vater öffentlich diskreditieren wirst und alles auspacken, wenn er nicht endlich Ruhe gibt.
Lass dich auf kein Gespräch ein, sonst hört das nie auf.
 
ich bin doch seine Tochter, ich muss doch Kontakt zu ihm wollen!

Nein, musst Du nicht! Es ist Deine Entscheidung und wenn Du nicht magst, hat er Pech gehabt. Basta!

Ansonsten stimme ich Stonata zu, ich würde Anzeige erstatten. So ein Verhalten geht ja wohl mal gar nicht! Allerdings würde ich denen vorher eine Chance geben im Sinne von "Leute ich habe die Schnauze voll und lasse mir das nicht mehr bieten. Ich fordere euch ein letztes Mal auf, mich in Ruhe zu lassen. Danach werde ich Anzeige erstatten".

Ich würde sonst auch jeglichen Kontakt und erst Recht auf Gespräch oder gar Reaktion vermeiden, das führt nur zu sinnlosen Diskussionen.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
F Narzisstischer Vater und Kontaktabbruch Familie 7
S Plötzliche Kontaktabbruch durch Erwachsenen Sohn. Familie 25
M Mutter Kontaktabbruch Familie 40

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben