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Konfrontation mit schlechten Erinnerungen/Trauer

Cho

Mitglied
Hi, seit dem 1. August arbeite ich in einem Krankenhaus auf einer gefäßchirurgischen Station (mache ein fsj).
Ich habe ein kleines Problem mit Trauer und Erinnerngen, bitte lest alles, auch wenn es lang ist.

Das komische ist, mein Opa war, als es ihm schlecht ging auch im Krankenhaus, auf einer chirurgischen Station. Am Ende wurde ihm das Bein amputiert und er ist dann ein paar Tage später Zuhause gestorben. (Juni 2009)

Nun seh ich jeden Tag Patienten die ein Bein amputiert haben. Ich weiß nicht genau wie ich meine Gefühle beschreiben soll. Ich habe oft zwischendurch die Erinnerung an meinen Opa im Kopf, als ich ihn zum ersten mal nach der Amputation im Krankenhaus besucht habe. Ich vermiss ihn. Allerdings ist es auch nicht so schlimm, dass ich es gar nicht aushalten würde, ich helfe wirklich gerne und wenns nicht ginge hätte ich die erste Zeit nicht ausgehalten.
Im Juni habe ich einen Tag auf der Station hospitiert, am Abend habe ich mit meinem Freund über meine Erinnerungen gesprochen und ich dachte damit wäre das Thema erledigt. Aber anscheinend ist es nicht so. Ich habe die Erinnerung immer unterdrückt, das weiß ich und auch nie mit jemanden wirklich darüber gesprochen.

Am Anfang, als ich im Kh angefangen hab, hatte ich nachmittags immer ein komisches Gefühl im Bauch als ich nach Hause kam, alles war ungewohnt, dann kam das manchmal auch morgens als ich zur Arbeit fuhr, es war kein gutes Gefühl, aber es lag nicht an den Tätigkeiten oder an den Kollegen und ich konnte es erst nicht einordnen woher es kam.
Ich glaube, dass es unbewusst mit den Erinnerungen an Opa zusammenhängt.

Jetzt werde ich jeden Tag mit dem Thema der schlechten Erinnerung mit Amputationen konfrontiert. Glaubt ihr dass das gut so ist und ich das damit endlich verarbeite?
Jetzt werde ich jeden Tag mit dem Thema der schlechten Erinnerung mit Amputationen konfrontiert, jeden Abend gehts wieder los mit der Traurigkeit. Jeden Abend die selbe Erinnerung.
Verarbeitet man auch, wenn man mit jemanden jeden Abend darüber redet? Ich hoffe, dass das dadurch besser geht. Jeden Abend kommt ein Loch, die Erinnerungen kommen, ich fühl mich schlecht und es tut weh mich damit auseinander zu setzen.

Wie verarbeitet man eigentlich?

Grüße
Cho
 
so wirklich kann ich dir keinen rat geben da ich selbst so ein problem habe.. zweck verarbeiten , nicht reden können schmerz etc.

mir sagt jeder reden hilft, konfrontation hilft.
natürlich scheue ich mich auch davor mich damit zu beschäftigen.
die antwort werden wir wohl erst nach gewisser zeit wissen was hilft und was nicht.

das einzige was ich mir bei dir vorstellen kann ist,
das es viell. nciht schlecht ist sich damit zu konfrontieren. natürlich solltest du nicht in der trauer / erinnerungen versinken. vielleicht nimmst du es als anlass dich in der beziehung mehr zu angagieren. indem du den menschen denen es im kh so geht unterstützung gibst. da bist, redest und den mensch ein gutes gefühl übermittelst. einfach was gutes tust, womit du dich auch besser fühlen wirst und kannst.

ansonsten wenn du damit nicht zurecht kommst, ist die frage ob es das richtige ist dort zu arbeiten und dich nicht lieber anders orientierst. aber man sagt ja, konfrontation soll gut sein!!!!


weis nicht ob ich dir da helfen konnte, wie gesagt habe selbst damit zu kämpfen. aber weg rennen hilft auf dauer eben auch nicht, das merke ich auch
 

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