Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Komme nicht mit dem Tod meines Haustiers zurecht- im Stich gelassen

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Es ist nie leicht sich zu trennen von wen/was einen am Herzen liegt.
Du warst nicht dabei, das ist so, aber auch ein dabei gewesen sein, macht den Schmerz, den Verlust nicht weniger und auch die Gedanken nicht, in denen es darum geht, wäre es anders gekommen wenn...
Nein der Verlust ist da und er meldet sich auf unterschiedlicher Weise. al mit was wäre wenn, mal hätte ich oder was auch immer, aber er zeigt uns in erster Linie eins, für uns war es einfach zu früh, zum Falschen Zeitpunkt und die Sorge es hätte vielleicht doch noch und wir haben es nur nicht gesehen, die Entscheidung anzweifelnd. Aber wäre es wirklich anders gekommen? Hätten wir etwas anderes tun können, wir haben doch getan, um Rat, Unterstützung und Hilfe gebeten bei denen, von denen wir meinen sie wissen es besser als wir. Und doch auch sie können sich irren, können Fehlentscheidungen treffen oder aber auch, obwohl sie sich sicher waren und Hoffnung hatten, das sie helfen können, kam es doch anders und wir hatten uns an diesen Strohhalm festgehalten, gehofft, sie wissen es und sie tun das richtige, wollen heilen und weiteres Leid ersparen.
Auch wir standen einige Males schon und mussten uns anvertrauen an die die das Wissen haben sollten und es gab da auch oft die Frage, haben wir wirklich alles getan was möglich ist, hätten wir dem Tier Leid ersparen können, hätten wir....
Aber hätten wir? Niemand kennt diese Antwort auf diese Frage. Wir waren dann traurig, weil sie uns fehlen, wir sie vermissen und es nicht so gekommen ist, wie wir es auch für uns erhoffen, einschlafen und nie mehr aufstehen und doch auch froh, weiteres Leid dem Tier ersparen zu können, weil es zu erkennen war, dass sie nicht mehr konnte, am Ende waren und wohl nur noch wegen uns da waren und kämpften, so kam es bei einigen uns vor.
Auch wenn es bei manchen schon lange zurück liegt, doch das was sie uns bedeutet hatten, dass ist heute noch da. Wir hätten nichts anders machen können, denn wir haben unser best möglichstes getan, damit sie Hilfe erhalten...
Und wir hatten auch mitbekommen, wie schwer es ist für das Tier zu gehen, wenn wir selbst nicht in der Lage sind es gehen zu lassen, wie sie anfangen zu kämpfen um da zu bleiben...
 
Mein Haustier war mein ein und alles und hat mir sehr viel bedeutet. Im Januar diesen Jahres wurde unsere Kleine sehr krank Sie hatte mehrere chronische Krankheiten, aber dieses Mal war es anders. Wir haben einen Tierarzt konsultiert, der auch nicht weiter wusste. Er versuchte sie einige Wochen zu behandeln und wir wurden dann an die Klinik verwiesen. Wir hatten keine Ahnung, dass wir unserer Minka damit den Todesstoß geben. Die dortige Tierärztin riet uns zu einer Operation, nach der angeblich alles besser werden würde. Wir hatten Hoffnung und ließen uns darauf ein. Als Folge der Operation stellten sich mehrere Nebenwirkungen ein. Ich hasse mich bis heute dafür, dass wir uns auf diese O.P eingelassen haben. Wir ließen sie für mehrere Tage da und als wir ankamen um sie abzuholen waren wir entsetzt was aus unserem Tier geworden ist. Das Tier hatte 600 Gramm abgenommen und man spürte jeden einzelnen Knochen. Der Tierarzt war angeblich nicht da. Stattdessen wurde uns eine Rechnung von über 1500 Euro präsentiert. Wir nahmen unser Tier und fuhren wieder zum Tierarzt, der entsetzt war. Als O.P Folge hatte sich bei unserem Tier eine Sepsis entwickelt und noch andere Dinge. Sie hatten sie nicht richtig gefüttert in der Tierklinik und auch sonst wirkte sie gesundheitlich schlechter als bei dem Moment wo wir sie dagelassen hatten.
Der Tierarzt bei dem ich danach war schaute mich nur an und schüttelte mit dem Kopf. Er fragte mich, ob ich sie da lassen würde, zum einschläfern.

Da mein Freund zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus lag und ich verzweifelt war, habe ich dem zugestimmt.
Unsere Katze war stark abgemagert und sie konnte kaum noch aufrecht sitzen.

Und ab hier ist jetzt das, was ich mir nicht verzeihe: Ich war beim einschläfern nicht dabei. Ich hab sie einfach da gelassen. Ich hatte vom Bauchgefühl her das Gefühl, dass ich das nicht kann.
Ich bin einfach gegangen und ich hasse mich dafür. Was bin ich für ein egoistischer, kalter Mensch.
Sie hätte es doch verdient. Als sie so da saß auf dem Untersuchungstisch und die Tierarzthelferin sie festhielt hat sie versucht sich dagegen zu wehren, als ob sie mit will.
Ich mache mir seitdem die größten Vorwürfe, schlafe nicht mehr richtig und komme kaum klar.
Was habe ich nur gemacht? Ich denke mir dann, vielleicht hätte man das noch hinbekommen. Zwar haben mir die zwei Tierärzte auch nicht die Hoffnung gemacht, aber trotzdem.

Ich komme seitdem überhaupt nicht mehr klar. Ich verdränge das nur. Durch Corona bin ich in Kurzarbeit und muss mich nun damit konfrontieren.
Und jetzt bricht alles über mir ein

Liebe nutzerin2020, ich weiß ganz genau wie du dich fühlst😢habe die selben schrecklichen Schuldgefühle die mich sehr belasten🙁 im Februar musste ich den selben schweren Schritt gehen, meine Seelenhündin war unheilbar krank, schon lange hatte sie diverse Erkrankungen und war "gehandicapt", trotz dessen war sie immer eine wahre Frohnatur und unglaublich Lebensfroh, sie wollte nicht gehen aber ihr schwacher Körper mit dem kaputten Herz war am Ende....😢 deshalb ist mir die Entscheidung so unendlich schwer gefallen aber es war der absolut richtige Schritt, ein weiterleben hätte nur zusätzlichen Schmerz und Qual für uns beide bedeutet... was mich immer belasten wird, den Abschied hatte ich anders geplant als es schlussendlich gekommen ist. Sie sollte in meinen Armen zuhause gehen, alles war vorbereitet nur meine Hündin hat mir an diesem Tag deutlich mit ihrem Lebenswillen gezeigt das es noch nicht soweit war💚 deshalb habe ich die Entscheidung verschoben, leider zeigten sich kurze Zeit später wieder die Krankheitssymptome und mir war klar, das es nicht länger hinausgezögert werden kann😥 leider hatte der Tierarzt, der die Einschläferung zu hause vornehmen konnte, keine Zeit und so musste ich mit meiner Hündin nach einer letzten "fröhlichen" Morgenrunde (sie hat mit ihrem Lieblingsball, dem grünen Quietscheball von Zooplus gespielt und war völlig ahnungslos) zum örtlichen Tierarzt wo alles schon bereit stand....😓 den Fehler, den ich mir niemals verzeihen werde - eine gute Bekannte hatte sich kurzfristig Zeit genommen um uns beizustehen, nur leider verspätete sie sich um wenige Minuten - ich wünsche mir so sehr, dass wenigstens sie dabei gewesen wäre als meine Seelenhündin von dieser Welt ging🌈 durch meine sehr labile und kaputte physische Verfassung habe ich den Behandlungsraum verlassen als mein Schatz in Vollnarkose lag... wenn ich einen kleinen Wunsch frei hätte - ich hätte zusammen mit meiner guten Bekannten ihre Pfoten gehalten bis zum letzten Atemzug..... aber der Tierarzt hat etwas Druck gemacht das die Narkose nicht lange wirkt und so bin ich gegangen, natürlich habe ich mich verabschiedet mit "ich werde dich immer lieben und niemals vergessen"..... dennoch kann ich nicht abschließen mit dem Thema. Bin weiterhin stark traumatisiert und sehr depressiv, seit ich meine Hündin hatte war meine seelische Verfassung sehr stark und robust, sie war wirklich mein Fels und meine Stärke, durch ihren einzigartigen Charakter bin auch ich selbstbewusst und mental gefestigt geworden. Sie war weit mehr als "nur ein Hund", sie hatte eine unfassbare, selbstbewusste, soziale, liebenswerte und dickköpfige Persönlichkeit die man einfach lieben musste💖 sie kam aus dem TS als Pflegehund zu mir und vom ersten Tag an wusste ich WIR GEHÖHREN ZUSAMMEN 💕 mit ihr habe ich die aller schönste Zeit meines Lebens erlebt und bin ihr für alles so dankbar! Nachdem ihre Krankheiten immer schlimmer wurden und es absehbar war das es nicht mehr lange dauert, habe ich mich täglich im stillen von meiner Seelenhündin verabschiedet... dennoch hat sie bis zuletzt weitergekämpft und ist mein positives Vorbild das es trotz schwerer Behinderung mit einem Lächeln auf der pelzigen Schnauze weitergehen kann 😍🥰 die Trauer und der Schmerz sind weiterhin täglich in meiner Seele und es fällt schwer, weiter zu machen aber ich weiß das sie an einem glücklichen, wunderschönen Ort ist und keine Schmerzen mehr hat🥀🌈
 

Anhänge:

  • 20190930_152544 (2).jpg
    20190930_152544 (2).jpg
    185,3 KB · Aufrufe: 2
Mittlerweile bin ich fast schon soweit, einem neuen Schützling aus dem Tierschutz einen Platz mit viel Liebe, Erfahrung, Zeit und absolutem Hundeverstand zu geben - nur leider gab es für meine Hündin nur eine mündliche "Duldung" der Vermieterin (Privatvermieterin), d. h. sie verbietet mir einen neuen Hund😤😠 trotz dessen das es in all den Jahren mit meiner Hündin keine Beschwerden oder Probleme gab, im Gegenteil, sie war bei allen Nachbarn wegen ihres Charakters sehr beliebt und gerne gesehen. Aber grundsätzlich ist laut MV die Hundehaltung hier verboten was ja rechtlich schon nicht zulässig ist aber die VM pocht auf ihr Recht😩 mein Nachbar hat auch einen Hund, schon mindestens so lange wie ich meine hatte aber das zählt ja nicht.... meine Therapeuten (habe ADS/Borderline, Sozialstörung, Angststörung etc.) raten mir dringend dazu, wieder einen Hund zu holen damit ich wieder Struktur, eine Aufgabe und Lebenswillen bekomme.... derzeit sieht es gar nicht gut aus, nur dank Tavor überstehe ich die Tage und kann etwas schlafen, mein Nikotin- und Bierkonsum hat extrem zugenommen und täglich verzweifle ich mehr😥 wenn notwendige Einkäufe anstehen, verlasse ich notgedrungen meine Wohnung und draussen sehe ich dann überwiegend glückliche Hundebesitzer was unfassbar schmerzt😣 so gerne möchte ich dazu gehören, auch um wieder Sozialkontakte zu bekommen die derzeit gegen null gehen.... wenn ich gegen den Willen meiner VM entscheide und mir einen kleinen Hund (möchte nur einen Kleinsthund aufnehmen) hole verliere ich die Wohnung und eine neue Wohnung mit ALG2 + Hund zu finden gleicht einem Lottogewinn... ich weiß, das meine VM rechtlich auf wackeligen Füßen steht, zuerst das jahrelange Hundehaltung geduldet wurde, es zu keinen Beschwerden kam, die Nachbarn mit der Hundehaltung einverstanden sind, ein Nachbar immer noch einen Hund hält und es sich um einen Kleinsthund in einer sehr Hundereichen Umgebung handeln würde. Was würdet ihr machen? Habe schon einen Brief aufgesetzt den ich demnächst der VM schicken möchte in der Hoffnung das sie die Haltung bewilligt... einen plausiblen, triftigen Grund zum kompletten Verbot kann sie sowieso nicht nennen. Aber die Frau ist knallhart, evtl. wird der Brief dazu führen das sie mir eine Kündigung nahelegt... 😞 und das möchte ich wirklich vermeiden, zumal in kürze nach Jahren endlich die Wohnung renoviert und verschönert wird (auf eigene Kosten) und ich mich eigentlich relativ wohl hier fühle.. für Hunde ist die Umgebung ideal, direkt am Rhein und der Wald ist auch nicht weit entfernt... es ist so schwer eine Entscheidung zu treffen, aber ohne einen Hund ist mein Leben absolut sinnlos😩😢
 
@hopeless: Magst du auch Katzen? Denn wenn, wäre das doch eine Alternative, dieweil mittlerweile Vermieter reine Wohnungskatzen nicht mehr verbieten können.
Und Katzen - sofern man sie mag - sind etwas Wunderbares 🙂
 
Ich hatte diese Nacht einen Traum und hab meine Kleine umarmt. Ich konnte sie riechen und fühlen. Als ich aufgewacht bin, war sie dann weg. Ich denke, das hat mir gezeigt, dass ich mit der Trauerarbeit noch lange nicht durch bin.
 
nur dank Tavor überstehe ich die Tage und kann etwas schlafen, mein Nikotin- und Bierkonsum hat extrem zugenommen und täglich verzweifle ich mehr

Mal eine doofe Frage: Und wenn du trotzdem mal nach vergleichbaren Wohnungen schaust? Ich verstehe dich. Das Gefühl kein Tier haben zu können nimmt einem sehr den Lebensmut. Mir ging es früher mal so, als meine damalige Hündin gestorben war (ich war damals 16) und meine Eltern mir einen neuen Hund verboten hatten. Irgendwann bin ich dann ausgezogen und hab mir dann die erste Katze angeschafft. Was hältst du von einem Umzug?
 
Wenns unbedingt ein Hund sein muss, wäre das die Alternative.
Nur würde ich - und danach klangs mir - auf keinen Fall gegen den Willen des Vermieters einen Hund ins Haus holen. Katzen sind inzwischen erlaubt auch ohne Einwilligung, Hund leider immer noch nicht.
Dann lieber erst umziehen, wenns nicht ohne Wau geht.
 
@hopeless: Magst du auch Katzen? Denn wenn, wäre das doch eine Alternative, dieweil mittlerweile Vermieter reine Wohnungskatzen nicht mehr verbieten können.
Und Katzen - sofern man sie mag - sind etwas Wunderbares 🙂
Hallo, ja ich mag Katzen und hatte selbst schon einige Katzen, nur mittlerweile und durch die Erfahrungen die ich mit Katzen gemacht habe möchte ich keiner Katze eine reine Wohnungshaltung zumuten. Habe leider nur eine relativ kleine Wohnung und wohne direkt an einer stark befahrenen Strasse, meine letzte Katze ist deshalb leider verstorben weil sie unbedingt nach draußen wollte 😥 zudem bin ich viel mehr der "Hunde-Mensch", das Spazierengehen, die Natur, die sozialen Kontakte und vielen, vielen Erlebnisse die man nur mit Hund draussen erlebt sind mir unglaublich wichtig. Deshalb möchte ich kein anderes Haustier aufnehmen und hoffe sehr, dass es irgendwann möglich ist wieder einen Hund zu adoptieren. Auch ein Umzug in eine neue Wohnung ist keine realistische Option da ich aufgrund meines geringen Einkommens und nicht vorhandenen finanziellen Möglichkeiten keine geeignete Wohnung mit Hundehaltungserlaubnis finden werde.
 
Ich bin ganz neu hier, da ich auch nicht mit dem Tod meiner geliebten kleinen Maus zurecht komme. Meine Katze hatte ich genau 12 Jahre bei mir und der Tierarzt konnte für sie nichts mehr tun. Ich bin am Boden zerstört und verzweifelt. Sie war mein Ein und Alles für mich. Wie kann ich einen neuen Beitrag erstellen?
 
G
Ich bin ganz neu hier, da ich auch nicht mit dem Tod meiner geliebten kleinen Maus zurecht komme. Meine Katze hatte ich genau 12 Jahre bei mir und der Tierarzt konnte für sie nichts mehr tun. Ich bin am Boden zerstört und verzweifelt. Sie war mein Ein und Alles für mich. Wie kann ich einen neuen Beitrag erstellen?

Genau hier. Geh auf Haustiere und schau oben rechts "Neues Thema". Okay?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
P Neuer Hund oder nicht Haustiere 4
Schutzhuette Kater frisst Futter nicht Haustiere 97
P Schwere chronische Depression und Schmerzen mit zwei Stubentigern Haustiere 9

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben