Meine Mutti (77 Jahre) liegt seit letzten Donnerstag im künstlichen Koma, ist während der Untersuchung (nach zwei Blutstürzen) kolabiert und musste reanimiert werden. Ich habe es bis jetzt nicht geschafft, sie zu besuchen, weil ich Angst habe, sie an all den Geräten zu sehen. Ich dachte immer ich bin stark, doch in dem Moment, wo ich mit meinem Vati ins KKH fahren wollte, habe ich versagt, habe Weinkrämpfe und Herzrasen bekommen. Da ist mein Mann und mein Sohn (19) mitgefahren und haben mir danach gesagt, es war gut, dass ich nicht mitgefahren bin, ich wäre sicherlich zusammengebrochen. Heute nun kam mein Vati aus dem KKH und sagte, dass die Ärzte festgestellt haben, dass bei meiner Mutti die Hirntätigkeit ausgesetzt hat und sie - bis zum Ende - nur an Geräte angeschlossen, weiterleben würde. Morgen nun ist ein Gespräch mit den Ärzten und da liegt die Entscheidung bei der Familie, ob die Geräte abgeschaltet werden sollen. Die Entscheidung steht für alle Familienmitglieder fest, dass die Gerät abgeschaltet werden, denn sie hätte dies nie gewollt. Mein Problem und Angst, ich konnte bei dieser Nachricht nicht weinen, ich versuche zu verdrängen, ich habe ein Blockade aufgebaut. Ich weiß nicht, soll ich morgen mit ins KKH, mich bei meiner Mutti verabschieden, dann das Bild, wie sie an den Geräten angeschlossen ist ein Leben lang vor mir sehen oder sie so in Erinnerung behalten, wie ich sie am Tag vor ihrer Einlieferung gesehen habe ??? Vielleicht ist noch jemand um die Zeit online, der mir einen Ratschlag geben kann, denn an Schlaf ist bei mir nicht zu denken. DANKE!!!