Ich denke die Frage läßt sich so garnicht beantworten, denn jeder Partner ist irgendwo unterschiedlich, es gibt keine gleichen Menschen.
Die Fragestellung impliziert das aber irgendwie, so als könnte man auch gleiche Partner finden. Ich denke es gibt immer Bereiche , wo der andere enders empfindet, ne andere Meinung vertritt oder einen anderen Geschmack hat.
Weil er anders denkt , anderes erlebt hat , eben anders ist.
Schließlich ist ja jeder Mensch irgendwo ein Individuum.
Ich finde es gut , wenn sich zwei Menschen finden, die sich in vielen Dingen ergänzen können, finde es aber genauso gut, wenn sich zwei Menschen finden, die bereit sind voneinander zu lernen und sich dadurch bereichern.
Das wichtigste , so denke ich , ist , daß die Menschen zu ihren Entscheidungen stehen, denn wenn sie das tun, dann können die unterschiedlichsten Menschen die tollsten Beziehungen führen.
Was mir aber sehr oft auffällt ist , daß der eine Partner leidet und der andere nicht.
Das Menschen sich gegenseitig verletzen.
Eben das angesprochene symbiotische Leiden für mich grundlos weitergeführt wird, weil keiner bereit ist seine Standpunkte zu überdenken oder sein Verhalten zu ändern.
Das Menschen zusammen sind , aus Abhängigkeitsverhältnissen und dann versuchen das entstehende Manko in der Gefühlswelt irgendwie auszugleichen, was für mich im grunde eher widersprüchlich ist.
So etwas würde ich nicht leben wollen.
Toleranz bedeutet den anderen so zu akzeptieren wie er ist, die Würde des anderen achten, bedeutet seine Menschlichkeit nicht verbiegen zu wollen, leider sind aber oft schon diese Grundvorraussetzungen für ein Zusammenleben kommunikativ nicht umsetzbar, weil die Menschen unoffen und unehrlich sind , weil sie verschlossen und manipulativ sind , weil sie nicht in einer Partnerschaft leben, sondern ihren Egoismus zu befriedigen suchen.
Solche Beziehungen sind meist nicht von Dauer udn die Beziehungen , wo ständig einer unter dem Pantoffel des anderen steht , da knallt es oft später, weil die Grenze dessen, was einer bereit ist mitzumachen, irgendwann vom anderen tatsächlich überschritten wird.
Da wird sich von der besten Seite gezeigt, die eigentlich garnicht da ist und sich später gewundert, wenn sie Maske fällt, so ein Quatsch , denke ich mir jedesmal, hätte man sich direkt so gegeben , wie man ist , hätte man nicht diese vorgeheuchelte Harmonie geschaffen, die zwangsläufig zum Scheitern führt oder zum einseitigen Leiden, hätte man sich ne Menge Stress ersparen können.
Letztens in der Eisdiele kam mir wieder so ein Gedanke, da saßen zwei junge Leute und himmelten sich an, weil sie wohl beide Bock hatten diese Attraktivität, die sie für den anderen empfanden dazu verwenden wollten, später in die Kiste zu springen, also beide in Vorzeigehaltung, grade sitzend auf den Stühlen und als die gute dann mal aufs Klo mußte, wohl um endlich in Ruhe furzen zu können, da sackte bei ihm die Haltung in sich zusammen und der Blick für die Bedienung, die im kurzen Rock und weißer Bluse, als Aushängeschild für mehr Umsatz im Laden sorgte, konnte gafferähnlich die schönsten Träume erfüllen, na und als die gute wiederkam und er dann auch auf Klo ging, war zu erkennen, daß sie nicht nur für ihn glänzte , sondern mehr für die eigene Selbstbestätigung, weil sie genau zu wissen schien, wie ihr Lächeln und das Beine übernanderschlagen im kurzen Sommerkleidchen, auf die anderen Männer wirkte, die ihren Blick dann auch kurzzeitig von der Bedienung lassen konnten....
Na dachte ich mir, gut , daß mir das Eis schmeckt, denn dazu war ich dort, um ein leckeres Eis zu essen. Der zweite Gedanke war , die "Glücklichen" , die werden sicher noch viel " Spaß " miteinander haben.
Umgelegt auf die Gesellschaft, dachte ich mir dann was fahren die für Geschütze auf, nur für so ein bißchen Poppen, wo es dann wahrscheinlich noch nicht mal richtig schnackelt, weil er an die Bedienung denkt und sie versucht im Spiegel einen Blick zu erschaschen, was er für ne Figur abgibt.