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Knut uns sein Tierpfleger

War die Unterbringung von Knut bei den 3 Weibchen für ihn optimal?

  • Ja, sie war für Knut geeignet

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Die drei Weibchen waren für Knut zu dominant

    Teilnahmen: 2 25,0%
  • Knut hätte garnicht in dem Zoo bleiben sollen weil es für ihn keine optimale Unterbringung gab

    Teilnahmen: 3 37,5%
  • Eisbären sollten nicht in Zoos gehalten werden weil es nicht artgerecht ist

    Teilnahmen: 5 62,5%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    8
  • Umfrage geschlossen .

Morgensternchen43

Neues Mitglied
Am Bärenfelsen im Zoologischen Garten Berlin

Dezember 2006, Kuschelweich eine Stupsnase und ganz schneeweiß, zog der Tierpfleger Thomas Dörflein ein 810 Gramm leichtes Eisbärenbaby aus dem Gehege raus, so nahm dein Leben seinen Lauf.

24 Stunden hat der Tag, 24 Stunden hat dein Ziehpapa über dich gewacht, das hatte dir Freude gemacht. Er fütterte dich pflegte dich und sorgte sich um dich. Er hatte sich bemüht dir das Leben zu erleichtern, deine Fans waren davon total begeistert. Seit März 2007 sahen alle voller Freude zu wie du größer wurdest, Knut.

Früh morgens schüchtern und tollpatschig tapptest du hinter deinen Ziehpapa her, wir alle wussten du gäbst ihn nie mehr her. Ihr hattet eure eigene Sprache und das wichtigste war für euch das Vertrauen. Na darauf ließ sich doch dein Leben gut aufbauen.

Dein Ziehpapa hatte dir viel beigebracht, Schwimmen, Anschleichen, Beißen, Kämpfen und das Ausruhen danach. Welch eine Freude hatten die Fans als ihr zwei spieltet im Außengehege. Da ging es manchmal drunter und drüber so ausgelassen war dein Temperament. In Scharen kamen die Fans gelaufen rannten andere fast über den Haufen. Jeder wollte der erste sein, der deinen Anblick erhaschte. Auch Journalisten aus allen Kontinenten haben ganz viel von euch beide berichtet. Millionen Menschen haben dich abgelichtet. Mitte 2007 war damit Schluss, von da an warst du alleine auf der Außenanlage.

Am Abend wenn alle Besucher zu Hause waren, begann dein Ziehpapa dir Lieder vorzusingen. So macht man das mit kleinen Kindern, das soll Kummer verhindern.
Als die Menschen Weihnachten und Silvester feierten warst du nicht allein, dein Ziehpapa wollte bei dir sein.

Ein neugieriger Einsbär warst du allemal, mutig, tapfer und oft brav, kein Wunder weil dein Ziehvater ja immer bei dir war. Wo er war wolltest du auch sein, du klebtest förmlich an seinem Bein. Genuckelt hast du an seiner Hand, ich glaube das war euer unsichtbares Band. Auch die Besucher haben ein unsichtbares Band zu euch zwei geknüpft, sie brachten euch oft Briefe und kleine Geschenke. Zu jedem deiner Geburtstage sind tausende von Besuchern gekommen und haben dir alles Gute gewünscht.

Im April 2007, Dein Ziehpapa hat Urlaub. Das war ein schlimmer Tag in deinem Leben. Du weintest, brülltest und suchtest ihn. Nichts konnte dich ablenken, nichts wollte dir schmecken, du wolltest auch nicht mal deine grüne Schmusedecke du wurdest fast verrückt. Er hörte dein Klagen und kam ganz schnell zurück.

An das allein sein solltest du dich gewönnen, nur ab und zu durftest du noch an seiner Hand nuckeln, aber rein zu dir durfte er nicht, du hattest schon zuviel Gewicht auf dem Buckel. Diese Vorsichtsmaßnahme sollte ein Schutz für euch sein. Blaue Flecken hatte er schon genug von dir, doch jeder von dehnen war nie böse gemeint, das wusste dein Ziehpapa, er vertraute dir. Täglich kam er um dich zu versorgen und du freutest dich dann schon auf den nächsten Morgen. Du konntest ihn schon vom weiten riechen, auch hören aber Dein Ziehpapa ließ sich nicht stören. Er versorgte auch all seine anderen Tiere mit viel Liebe.

Mit der Zeit entwickeltest du dich wie deine Artgenossen, doch der Weg zu ihren Herzen der blieb dir steht’s verschlossen. Du wärst gerne mal bei ihnen geblieben aber du warst keiner von ihnen. Sie waren ganz anders nicht schmusend wie du.

Ganz plötzlich im September 2008 ist dein Ziehpapa gestorben. Er war ein verantwortungsvoller, sanfter und bescheidener Tierpfleger. Er mochte all seine Tiere die er pflegte. Beschwert hat er sich nie, auch wenn seine Freizeit immer weniger wurde. Ihm war es wichtig dich zu beschützen und zu pflegen aber auch dich zu begleiten auf deinen Wegen. Du solltest lernen ein Eisbär zu sein mit Beißen, Kämpfen, Anschleichen und Schreien. Vorbei waren die heimlichen Treffen mit ihm, nur die Erinnerungen sind dir geblieben. Ein Berliner Steinmetz spendierte den Stein für das Grab deines Ziehpapas, ganz aus Marmor mit einer Statue von euch zwei, da war uneigennutz dabei.

Im September 2009 dann, du wiegst schon 250 Kilo, kam die Eisbärendame Gianna für fasst 1 Jahr bei dir ins Gehege rein. Sie war temperamentvoll und selbstbewusst und zeigte dir wer hier was zu sagen hatte. Schüchtern und auch ängstlich bist du ihr ausgewichen, hast dich aber nicht lange Zeit davon geschlichen. Nach einigen Tagen hattest du den Mut, führtest Scheinangriffe gegen sie aus. Das Eis war gebrochen und ihr habt euch berochen. Immer besser habt ihr euch verstanden und dann hatte eine kleine Eisbärenfreundschaft angefangen. Nach ungefähr einem Jahr, musste Gianna wieder zurück das war ja klar.

Nun warst du wieder alleine. Im Herbst 2010 bist du in ein größeres Gehege gezogen. Drei Eisbären Weibchen von über 20 Jahren lebten auch in deinem Gehege. Sie mobbten dich, isolierten dich und unterdrückten dich. Der kleine Felsvorsprung war von nun an dein Zuhause, du hast nicht verstanden warum sie dich hassten. Du warst ganz anders als sie, schüchtern, traurig und auch lieb. Du hast nicht zu ihnen gepasst, was haben die Verantwortlichen da nur gemacht?

Am 19. März 2011 bist du gestorben, warst alleine auf deiner Anlage. Mehrere Hundert Menschen haben es gesehen, was war nur mit dir geschehen?

Die Nachricht von deiner Geburt ging um die ganze Welt, auch die Nachricht von deinem Tode machte diese Runde. Mit Blumen, Plüschtieren und Gedichten in der Hand sind deine Fans in den Zoo gekommen, schockiert, traurig und fragend, einige auch benommen. Deine Fans es sind Millionen Menschen werden immer an dich und deinem Ziehvater denken. Nie werden sie vergessen welch eine Freude ihr zwei ihnen gebracht habt.

Nun habt ihr zwei euch sicher wieder, trennen werdet ihr euch nie wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo, leider bin ich kein zoologe oder gar tierpfleger, deshalb werde und kann ich bei der umfrage nicht mitmachen. es ist aber schon wichtig, zoos zu haben. jedes jahr sterben 150 tierarten aus, allein durch den klimawandel, und --wenn wir so weitermachen, gibt es bald gar keine tiere mehr!!außer jenen, die wir im zoo bestaunen können.. lg, frara
 
ich finde es reichlich makaber in einem Forum wo Menschen über Freunde und Angehörige trauern, einen Nachruf über solch Viehcherl zu schreiben. Was kommt als nächstes? Der verendete Goldhamster "Bohni", der abgestürzte Kanarienvogel "Düsi", der versehentlich zertretene Chihuahuaköter "Verecki"?

Ich finde so etwas gehört nicht in ein Trauerforum, sondern eher in ein anderes; Cafe oder Sonstiges.
 
meine güte ne. trauer ist trauer. egal ob es ein mensch oder in deinen niedrigen worten nur ein kleiner eisbär ist.
darf man nicht trauern oder!!!!!!!!!!!!!
man kann bei tieren doch genauso trauern es sind auch lebewesen und hinterlassen liebende!!!!!!!!!!!!
 
ich finde es reichlich makaber in einem Forum wo Menschen über Freunde und Angehörige trauern, einen Nachruf über solch Viehcherl zu schreiben. Was kommt als nächstes? Der verendete Goldhamster "Bohni", der abgestürzte Kanarienvogel "Düsi", der versehentlich zertretene Chihuahuaköter "Verecki"?

Ich finde so etwas gehört nicht in ein Trauerforum, sondern eher in ein anderes; Cafe oder Sonstiges.


Und ich finde es reichlich makabar, in einem Forum wie diesen, andere zu maßregeln, wer, wie und worum man zu trauern hat!
 
Am Bärenfelsen im Zoologischen Garten Berlin

Dezember 2006, Kuschelweich eine Stupsnase und ganz schneeweiß, zog der Tierpfleger Thomas Dörflein ein 810 Gramm leichtes Eisbärenbaby aus dem Gehege raus, so nahm dein Leben seinen Lauf.

24 Stunden hat der Tag, 24 Stunden hat dein Ziehpapa über dich gewacht, das hatte dir Freude gemacht. Er fütterte dich pflegte dich und sorgte sich um dich. Er hatte sich bemüht dir das Leben zu erleichtern, deine Fans waren davon total begeistert. Seit März 2007 sahen alle voller Freude zu wie du größer wurdest, Knut.

Früh morgens schüchtern und tollpatschig tapptest du hinter deinen Ziehpapa her, wir alle wussten du gäbst ihn nie mehr her. Ihr hattet eure eigene Sprache und das wichtigste war für euch das Vertrauen. Na darauf ließ sich doch dein Leben gut aufbauen.

Dein Ziehpapa hatte dir viel beigebracht, Schwimmen, Anschleichen, Beißen, Kämpfen und das Ausruhen danach. Welch eine Freude hatten die Fans als ihr zwei spieltet im Außengehege. Da ging es manchmal drunter und drüber so ausgelassen war dein Temperament. In Scharen kamen die Fans gelaufen rannten andere fast über den Haufen. Jeder wollte der erste sein, der deinen Anblick erhaschte. Auch Journalisten aus allen Kontinenten haben ganz viel von euch beide berichtet. Millionen Menschen haben dich abgelichtet. Mitte 2007 war damit Schluss, von da an warst du alleine auf der Außenanlage.

Am Abend wenn alle Besucher zu Hause waren, begann dein Ziehpapa dir Lieder vorzusingen. So macht man das mit kleinen Kindern, das soll Kummer verhindern.
Als die Menschen Weihnachten und Silvester feierten warst du nicht allein, dein Ziehpapa wollte bei dir sein.

Ein neugieriger Einsbär warst du allemal, mutig, tapfer und oft brav, kein Wunder weil dein Ziehvater ja immer bei dir war. Wo er war wolltest du auch sein, du klebtest förmlich an seinem Bein. Genuckelt hast du an seiner Hand, ich glaube das war euer unsichtbares Band. Auch die Besucher haben ein unsichtbares Band zu euch zwei geknüpft, sie brachten euch oft Briefe und kleine Geschenke. Zu jedem deiner Geburtstage sind tausende von Besuchern gekommen und haben dir alles Gute gewünscht.

Im April 2007, Dein Ziehpapa hat Urlaub. Das war ein schlimmer Tag in deinem Leben. Du weintest, brülltest und suchtest ihn. Nichts konnte dich ablenken, nichts wollte dir schmecken, du wolltest auch nicht mal deine grüne Schmusedecke du wurdest fast verrückt. Er hörte dein Klagen und kam ganz schnell zurück.

An das allein sein solltest du dich gewönnen, nur ab und zu durftest du noch an seiner Hand nuckeln, aber rein zu dir durfte er nicht, du hattest schon zuviel Gewicht auf dem Buckel. Diese Vorsichtsmaßnahme sollte ein Schutz für euch sein. Blaue Flecken hatte er schon genug von dir, doch jeder von dehnen war nie böse gemeint, das wusste dein Ziehpapa, er vertraute dir. Täglich kam er um dich zu versorgen und du freutest dich dann schon auf den nächsten Morgen. Du konntest ihn schon vom weiten riechen, auch hören aber Dein Ziehpapa ließ sich nicht stören. Er versorgte auch all seine anderen Tiere mit viel Liebe.

Mit der Zeit entwickeltest du dich wie deine Artgenossen, doch der Weg zu ihren Herzen der blieb dir steht’s verschlossen. Du wärst gerne mal bei ihnen geblieben aber du warst keiner von ihnen. Sie waren ganz anders nicht schmusend wie du.

Ganz plötzlich im September 2008 ist dein Ziehpapa gestorben. Er war ein verantwortungsvoller, sanfter und bescheidener Tierpfleger. Er mochte all seine Tiere die er pflegte. Beschwert hat er sich nie, auch wenn seine Freizeit immer weniger wurde. Ihm war es wichtig dich zu beschützen und zu pflegen aber auch dich zu begleiten auf deinen Wegen. Du solltest lernen ein Eisbär zu sein mit Beißen, Kämpfen, Anschleichen und Schreien. Vorbei waren die heimlichen Treffen mit ihm, nur die Erinnerungen sind dir geblieben. Ein Berliner Steinmetz spendierte den Stein für das Grab deines Ziehpapas, ganz aus Marmor mit einer Statue von euch zwei, da war uneigennutz dabei.

Im September 2009 dann, du wiegst schon 250 Kilo, kam die Eisbärendame Gianna für fasst 1 Jahr bei dir ins Gehege rein. Sie war temperamentvoll und selbstbewusst und zeigte dir wer hier was zu sagen hatte. Schüchtern und auch ängstlich bist du ihr ausgewichen, hast dich aber nicht lange Zeit davon geschlichen. Nach einigen Tagen hattest du den Mut, führtest Scheinangriffe gegen sie aus. Das Eis war gebrochen und ihr habt euch berochen. Immer besser habt ihr euch verstanden und dann hatte eine kleine Eisbärenfreundschaft angefangen. Nach ungefähr einem Jahr, musste Gianna wieder zurück das war ja klar.

Nun warst du wieder alleine. Im Herbst 2010 bist du in ein größeres Gehege gezogen. Drei Eisbären Weibchen von über 20 Jahren lebten auch in deinem Gehege. Sie mobbten dich, isolierten dich und unterdrückten dich. Der kleine Felsvorsprung war von nun an dein Zuhause, du hast nicht verstanden warum sie dich hassten. Du warst ganz anders als sie, schüchtern, traurig und auch lieb. Du hast nicht zu ihnen gepasst, was haben die Verantwortlichen da nur gemacht?

Am 21. März 2011 bist du gestorben, warst alleine auf deiner Anlage. Mehrere Hundert Menschen haben es gesehen, was war nur mit dir geschehen?

Die Nachricht von deiner Geburt ging um die ganze Welt, auch die Nachricht von deinem Tode machte diese Runde. Mit Blumen, Plüschtieren und Gedichten in der Hand sind deine Fans in den Zoo gekommen, schockiert, traurig und fragend, einige auch benommen. Deine Fans es sind Millionen Menschen werden immer an dich und deinem Ziehvater denken. Nie werden sie vergessen welch eine Freude ihr zwei ihnen gebracht habt.

Nun habt ihr zwei euch sicher wieder, trennen werdet ihr euch nie wieder.

amen
 
ich finde es reichlich makaber in einem Forum wo Menschen über Freunde und Angehörige trauern, einen Nachruf über solch Viehcherl zu schreiben. Was kommt als nächstes? Der verendete Goldhamster "Bohni", der abgestürzte Kanarienvogel "Düsi", der versehentlich zertretene Chihuahuaköter "Verecki"?

Ich finde so etwas gehört nicht in ein Trauerforum, sondern eher in ein anderes; Cafe oder Sonstiges.

Und ich finde, du hast keinen A**** in der Hose, sonst würdest du solch abfälligen Kram nicht als Gast schreiben. 😉
 
ich finde es reichlich makaber in einem Forum wo Menschen über Freunde und Angehörige trauern, einen Nachruf über solch Viehcherl zu schreiben. Was kommt als nächstes? Der verendete Goldhamster "Bohni", der abgestürzte Kanarienvogel "Düsi", der versehentlich zertretene Chihuahuaköter "Verecki"?

Ich finde so etwas gehört nicht in ein Trauerforum, sondern eher in ein anderes; Cafe oder Sonstiges.

Hallo "Gast" schade dass du keinen Namen hast, ich nehme dir deine Meinung nicht übel. Jeder hat das Recht zu sagen was er möchte, ob es anderen gefällt oder nicht sei dahin gestellt.
Ich finde auch, dass es doch egal sein kann worum jemand trauert. Der Jenige sucht doch Hilfe um damit fertig zu werden. Wo soll er es denn tun, wenn nicht in einem Forum um zu lesen wie andere mit der Trauer umgehen und wieder Lebensfreude bekommen können?

Was mich verwundert ist, dass du wahrscheinlich nicht richtig gelesen und verstanden hast worum es mir bei diesem Gedicht ging. In erster Linie geht es um Trauer um Herr Dörflein und das ist ein Mann.

Herr Dörflein war rund um die Uhr für den Knut da. Er hat seinen Urlaub unterbrochen für Knut, weil es die anderen Tierpfleger schwer hatten mit Knut. Ich wette mit dir, das stand so nicht in seinem Arbeitsvertrag, dass er im Monat fasst rund um die Uhr arbeiten sollte. Herr Dörflein bekam sogar eine Abmahnung vom Zoo Direktor als er in das Gehege von Knut ging um ein nichtpassendes Spielzeug rauszuholen, welches Besucher rein warfen. Das war zu der Zeit, als Herr Dörflein nur noch durch die Gitterstäbe mit Knut Kontakt zuhaben durfte weil es gefährlich werden könnte bei der Kraft von Knut. Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Aber Herr Dörflein war die Sicherheit von Knut wichtiger als das Verbot und er nahm die Abmahnung in Kauf. Obwohl ich sagen muss, das der Herr Blaszkiewitz die Prioritäten hätte dosieren können.

Was mich sauer macht ist, dass der Zoodirektor die Familie nicht bei der Vorbereitung zur Beisetzung des Tierpflegers beigetragen hat. Der Zoo hätte sich ja mit etwas Geld daran beteiligen können wie an den Kosten des Grabsteines oder die Umfriedung des Urnengrabes. Berliner Prominente haben sich daran beteiligt, aber der Zoo eben nicht. Es sei kein Geld für so was vorhanden, genauso wenig für Knut. Für ein Denkmal sollen Spenden von Bürgern gesammelt werden, damit Knut ein Denkmal erhält. Aber der Herr Blaszkiewitz möchte gerne mitbestimmen wie das auszusehen hat. Ich finde er sollte mal in sich gehen und prüfen ob er sein Herz noch am rechten Fleck hat. Viele Millionen Euro haben die beiden dem Zoo eingebracht, aber nicht s ist davon übrig um sich an der Beisetzung von Herrn Dörflein zu beteiligen. Das finde ich richtig schlecht. Was für eine Einstellung muss solch ein Mensch haben der zur Tagesordnung übergeht ohne an andere zu denken?

Deshalb habe ich das Gedicht hier eingestellt, um auch Herrn Dörflein die letzte Ehre zu erweisen. Er hat es verdient. Wenn ich nicht die Geschichte mit dem Knut erzählt hätte, würde doch der Zusammenhang von Herrn Dörflein seine Arbeit, seine Aufopferung für Knut und das Verhalten des Herrn Blaszkiewitz verloren gehen. Also habe ich es kurz berichtet.

Aber wenn wir schon beim Thema Trauer sind, ja ich trauere um mein Kind, welches ich nur 3 Tage haben durfte und dann gestorben ist, vor mehreren Jahren. So etwas verarbeitet man nicht. Immer wieder stelle ich mir die Frage warum ist mein Sohn gestorben? Warum haben die Ärzte ihm nicht helfen können? Warum habe ich dann diese Nachricht erst am 5 Tag erhalten? Ich traue seit dem fasst niemanden mehr. Immer erfrage ich ob es die Wahrheit ist. Wer bestimmt eigentlich wer leben darf und wer nicht? Als ich es erfahren hatte, wollte ich es nicht glauben. Ich stellte mir vor dass vielleicht andere meinen Sohn jetzt haben. Vielleicht hat man ihn verwechselt. So was kommt vor. Aber mir wurde versichert dass es nicht so sei. Aber warum durfte ich ihn nicht mehr sehen? Angeblich wegen der Obduktion, der Anblick sei nicht für mich geeignet gewesen. Wenn man nicht dieses Bild von dem eigenen Kind vor Augen hat um zu begreifen dass es Tod ist, hat man doch Hoffnung, dass es nicht so ist. Ich will es nicht glauben und male mir aus das ich ihn eines Tages sehen werde. Wenn er gar nicht gestorben ist, kann es doch so sein. Vielleicht findet er heraus wo ich lebe und sucht mich. Dann kommt bei mir die Frage, kann man so viele Jahre nachholen, um eine Beziehung aufzubauen? Vielleicht ist er aber wirklich gestorben. Das macht mich noch verrückt.

Als Herr Dörflein gestorben war, war ich fassungslos, wieder ist ein Mensch gestorben der nur Gutes getan hat. Warum werden immer die geholt, die uns am liebsten sind? Ich habe Herr Dörflein beobachtet wie er den Knut beobachtet hat. Er sah nicht das oberflächliche, was die Besucher sahen, er sah in Knut rein und hat ihn gut verstanden. Er wusste genau wie sich der Bär fühlte. Aber warum hat er sich nicht selbst so genau beobachtet, dann hätte Herr Dörflein vielleicht noch leben können. Er war krank, hat sich aber nicht geschont. Und das machte mich sauer, dass der Herr Blaszkiewitz solch eine Einstellung hatte.

Traurig bin auch um den Tierpfleger Herr Opitz. Er konnte so gut mit seinen Affen umgehen. Sie hätten ihn töten können mit einem Hieb, aber sie haben ihn als Familienmitglied geachtet. Er hat die Mücke großgezogen und hat ihr Baby schon frühzeitig berühren dürfen was ein Vertrauensbeweis ist. Warum holt man immer die, die uns am Herzen liegen?

Ich habe die Hoffnung, dass wenn ich geholt werde ich sie alle wiedersehen werde. Anders kann ich es nicht ertragen. Ich kann mich ja nicht beschweren, bei wem auch?
 
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