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Klinik gesucht - Bitte um Empfehlungen

Kannja

Aktives Mitglied
Hallo,

wie einige von Euch ja vielleicht schon wissen, stecke ich in einer tiefen Krise (Depression) und nach längerem Zögern und anderen Versuchen mir zu helfen, habe ich mich nun doch dazu durchgerungen in eine Klinik gehen zu wollen. Die Frage ist nur: In welche?

Ich lese seit Tagen entsprechende Bewertungen im Internet und werde nicht recht schlau daraus... Teils scheint, obwohl die Klinik speziell die Behandlung von Depressionen anbietet, kaum tatsächliche Therapie stattzufinden, - wenn man jenen Berichtenden glauben kann. Mir wäre aber sehr wichtig bei einem Aufenthalt tatsächlich, so viel es eben realistisch möglich ist, von Psychologen/Psychotherapeuten Hilfe zu bekommen.

Sind unter Euch vielleicht Menschen die bereits Erfahrung mit Klinikaufenthalten haben? Falls ja, würde ich mich sehr über Ratschläge dazu auf welche Kriterien ich achten sollte, was bei der Antragsstellung wichtig ist etc. freuen. Auch über positive Erlebnisse mit einer bestimmten Klinik, - ebenso wie abschreckende! Vielleicht könnt Ihr mir auch etwas über die für Euch besten/schlechtesten Behandlungsmethoden (bei Depressionen) berichten? Momentan bin ich schon unsicher bei der Frage ob eine Klinikausrichtung nach Verhaltenstherapie oder eher nach tiefenpsychologischer besser geeignet wäre...

Zudem wüsste ich gern wo genau eigentlich der Unterschied zwischen einer Behandlung im Bereich "Psychiatrie" und dem der "Psychosomatik" liegt...? Die Kliniken bzw. deren Fachbereiche sind ja auf Bewertungsseiten immer danach getrennt.

Vielen Dank vorab für alle Ratschläge oder Erfahrungen!


PS: Ich bin übrigens Kassenpatientin!
 
Also wenn du warten kannst, nimm ne psychosomatische Kur und suche dir die Klinik nach Bewertungen raus. Wenns eiliger ist, die Psychiatrie am Wohnort (kann auch sein, dass dich ne Psychiatrie woanders gar nicht nimmt, die müssen nämlich auch die ganzen Notfälle aus der Gegend nehmen). Ich kenne nur Psychiatrie von innen. Ich hatte an Gesprächstherapie wirklich wenig, aber jeden Tag Ergo und Sport und Joghurt und Pilatus und lauter so Zeugs. Also beschäftigen tun die dich. Fand ich jetzt nicht so verkehrt. Da ich auch ne Angsterkrankung habe, war das für mich das beste Training, was ich kriegen kann.
 
Ich habe letztes Jahr eine stationäre Therapie in der offenen Klinik: Alexianer Krankenhaus (Hildegardis Station) in Münster gemacht und war mehr als zufrieden. Personal war super, Therapiemöglichkeiten gab es viele. Bei gewissen Therapien wie z.B. Reiten oder Musiktherapie (Einzeln) muss man etwas warten bis man es machen kann. Musiktherapie wurd emir zwar verordnet, jedoch hatte ich es nicht. Der damliger Therapeut ging inf Rente und der junge Ersatz hat kurzfristig der Klinik abgesagt, sodass es dazu nicht kam.
Je nachdem gibt es 2 verschiedene Kurs um Softskills zu erlernen. Die eine ist, wie man inneren Druck erkennt und diesen abbaut durhc bestimmte Gegenstände.
Die andere Gruppe ist, wie man "Nein" sagt, Kontakte knüpft, wie wirke ich auf andere?, Was macht einen selbstbewussten Menschen aus... Dort wird neben der Theorie auch Praxis in Form von kurzen Rollenspielen, was man falsch gemacht hat und wie man e srichtig macht, vermittelt.
Es gibt sowohl Einzelzimmer als auch Doppelzimmer. Die Zimmer kann man sich nicht aussuchen (außer man ist Privatpatient; aber das ist auch der einzige Vorteil als Privatpatient. So wird man zum Glück genau do behandelt wie die gesetzlichen Versichterten.)... Ich hatte ein Doppelzimmer und habe es nie bereut. Da die KLinik vor 2-3 Jahren umgebaut wurde, kann man diese auch nicht als Klinik bezeichnen... Die Einrichtung der Zimmer erinnert an eine Herberge. Geräumige Zimmer mit einem modernen Holzbett, Tisch, 2 Stühlen, 1-2 Wandschränken. Dusche und WC befinden sich im Zimmer, im Nebenraum; sprich jeder Patient ein seine eigene Toilette)
Sowohl die Mitpatienten als auch die Pfleger sind super nett und hilfsbereit.
Man hat die Visite (1mal pro Woche), Gespräche mit dme Co- Therapeut (1-2 mal die Woche) und Gespräche mit der Psychologin (1mal in der Woche). Je nachdem redet das Personal (dein eigener Co- Therapeut oder andere Bezugspfleger) mit dir, wenn es einem nicht gut geht. Dann ist es denen auch egal, ob das Gespräch 30min dauert oder 3 Stunden. Die nehmen sich die Zeit. Auf der Station ist ebenfalls 1 Arzt da.
hmm ich kann eiegtlich sooo viel über die Klinik schreiben. Wenn es dich interessiert, dann schreib mir eine PN und ich beantworte deine Fragen.
Vorab es gab natürlich auch ein paar negative Sachen, wie der Ausfall der Musiktherapie, oder die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Die Klinik ist nicht direkt in Münster sondern etwas außerhalb.
Die Wartezeit beträgt zwischen 1 und 7 Woche..)
Eine gute Freundin, die hat sich dort nun auch angemeldet. Sie muss zwischen 2 und 4 Wochen warten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Kannja,

erst einmal finde ich es richtig klasse, dass du jetzt in eine Klinik gehen möchtest!



Nach meinen Erfahrungen gibt es nur sehr wenige Kliniken, in denen du mehr als ein Einzelgespräch (ich glaube doch, dass du jetzt Einzelgespräche meinst, oder?) pro Woche haben wirst - obwohl du im Notfall natürlich immer noch eines einfordern kannst. Es gibt aber auch spezielle Kliniken (z.B. das Waldschlösschen in Dresden - das ist aber eine Klinik für Psychotraumatherapie), bei der man 3 Gespräche die Woche hat. Immer. Und dann kann man im Notfall auch noch Zusatzgespräche "beantragen".



Ich habe mehrfache Klinikerfahrung. Auf welche Kriterien du achten solltest, kann ich dir nicht sagen, weil es danach geht was DIR wichtig ist, worauf DU wert legst. Du hast ja oben schon geschrieben, dass es dir wichtig wäre möglichst viel mit deinem Therapeuten (du bekommst ja einen Bezugstherapeuten) zu arbeiten. Dann würde ich mich vorher informieren wie viele Einzelgespräche in der Woche vorhergesehen sind etc.

Bei der Antragsstellung zur Kostenübernahme ist es m.M.n. am allerwichtigsten, dass du dich darauf vorbereitest, dass du erst einmal eine Absage bekommen wirst. Bei mir (und ganz vielen anderen, die ich kenne) hat es erst geklappt, nachdem ich (wir) Widerspruch eingelegt habe/n. Manchmal muss man sogar mehrfach in Widerspruch gehen. Das sollte dir bewusst sein, damit du dich darauf vorbereitest und so nicht enttäuscht wirst und den Mut verlierst.



Wo kommst du denn eigentlich her? Manche Kliniken haben auch einen Radius angegeben, so z.B. eine Klinik aus Bielefeld - dort werden nur Patienten aus einer Entfernung von 100km aufgenommen - da ich weiter weg wohne, geht das nicht. Das wäre auch noch zu bedenken. Und willst du lieber in eine Klinik in deiner Nähe? Denn dann wäre es ja jetzt Quatsch wenn ich dir Gutes/Schlechtes von Kliniken aus XY erzähle, wenn du nur in Kliniken im Bereich von SZ gehen möchtest.

Ob VT oder die Tiefenpsychologie besser für dich wäre weiß ich nicht. Ich glaube, das musst du ausprobieren. Es gibt auch Kliniken, in denen es beides gibt (+ z.B. auch systemische Therapie).




Wusste eben nicht genau ob ich richtig liege, also habe ich es gegoogelt für dich (ich lag richtig 😀):

Die Psychiatrie ist für Störungen und Erkrankungen des Geistes zuständig.
Das Teilgebiet
Psychosomatik
für körperliche Beschwerden mit seelischer Ursache.

Hast du auch körperliche Beschwerden?


Ich hoffe, dass dir die Klinik helfen wird und es dir bald besser geht!


Liebe Grüße, BisAnsMeer :blume:


Vielen lieben Dank für Deine Antwort und die Tipps!!

Also, von der Entfernung her würde ich eigentlich alles ok finden... ich habe ja eh niemanden der mich dort besuchen würde, somit kann die Klinik ruhig auch weiter weg sein.

Die Klinik am Waldschlösschen habe ich mir grade mal angesehen: Finde ich eigentlich sehr interessant, doch sie scheint ja tatsächlich nur speziell auf Traumapatienten die sexuellen Missbrauch oder schwere Unfälle erlebt haben ausgerichtet zu sein. Da würde ich wohl nicht aufgenommen werden....

Meine Krankenkasse bietet ausdrücklich schnelleren Zugang zu einer Klinik in Bad Pyrmont mit der sie kooperiert. Allerdings habe ich da leider sehr krasse Bewertungen lesen müssen... es ist erschreckend wie oft bei einigen Kliniken doch viele Menschen von sehr herablassendem, respektlosem Umgang durch das Therapie-Personal berichten und schreiben, dass sie nach solch einem Klinikaufenthalt kaputter waren als vorher. Ich als Unerfahrene würde ja eigentlich denken mich dort in wohlwollende, verständnisvolle Hände zu begeben... doch da war ich offenbar recht naiv.

Was die körperlichen Beschwerden angeht habe ich so einiges... es nimmt immer weiter zu. Allerdings sind das alles Dinge die man glaube ich allgemein einer Depression zurechnet bzw. einfach sehr typisch dafür: Permanente Schlafstörungen (ich kann praktisch gar nicht mehr schlafen), extreme Schlappheit/Abgeschlagenheit, NULL Energie/Antrieb, immer todmüde, Schwindel, sehr schmerzhafte Muskelverspannungen, häufige Migräne-Attacken... und in letzter Zeit, wo die Depression sich so sehr verschlechtert hat, starker Haarausfall, geschwollene Lymphknoten...

Kannst Du mir denn zu den anderen Kliniken in denen Du schon warst noch etwas berichten?
 
Also wenn du warten kannst, nimm ne psychosomatische Kur und suche dir die Klinik nach Bewertungen raus. Wenns eiliger ist, die Psychiatrie am Wohnort (kann auch sein, dass dich ne Psychiatrie woanders gar nicht nimmt, die müssen nämlich auch die ganzen Notfälle aus der Gegend nehmen). Ich kenne nur Psychiatrie von innen. Ich hatte an Gesprächstherapie wirklich wenig, aber jeden Tag Ergo und Sport und Joghurt und Pilatus und lauter so Zeugs. Also beschäftigen tun die dich. Fand ich jetzt nicht so verkehrt. Da ich auch ne Angsterkrankung habe, war das für mich das beste Training, was ich kriegen kann.

Huhu!

Auch Dir vielen Dank! Also, ich habe mich ja bei der Kriseninterventionsstelle meiner Stadt beraten lassen und die Dame dort hat mir, sofern ich mich "nicht sofort umbringen" wollen würde, stark von den lokalen Krankenhäusern abgeraten. Sie erzählte mir ich würde da nur auf einer geschlossenen Auffangstation landen, praktisch nur auf Medikamente gesetzt und ansonsten nicht wirklich therapiert werden. Zudem sei ich dann mit "den tatsächlich Geisteskranken" (ihr Wortlaut!) auf einer Station... sofern ich mich also noch irgendwie so halten könne solle ich mir lieber gezielt eine Klinik zur stationären Therapie heraussuchen. Und so schlecht ich mich auch fühle, will ich also versuchen eine Wartezeit durchzuhalten - damit mir der Klinikaufenthalt dann auch tatsächlich gut tut.
 
Ich habe letztes Jahr eine stationäre Therapie in der offenen Klinik: Alexianer Krankenhaus (Hildegardis Station) in Münster gemacht und war mehr als zufrieden. Personal war super, Therapiemöglichkeiten gab es viele. Bei gewissen Therapien wie z.B. Reiten oder Musiktherapie (Einzeln) muss man etwas warten bis man es machen kann. Musiktherapie wurd emir zwar verordnet, jedoch hatte ich es nicht. Der damliger Therapeut ging inf Rente und der junge Ersatz hat kurzfristig der Klinik abgesagt, sodass es dazu nicht kam.
Je nachdem gibt es 2 verschiedene Kurs um Softskills zu erlernen. Die eine ist, wie man inneren Druck erkennt und diesen abbaut durhc bestimmte Gegenstände.
Die andere Gruppe ist, wie man "Nein" sagt, Kontakte knüpft, wie wirke ich auf andere?, Was macht einen selbstbewussten Menschen aus... Dort wird neben der Theorie auch Praxis in Form von kurzen Rollenspielen, was man falsch gemacht hat und wie man e srichtig macht, vermittelt.
Es gibt sowohl Einzelzimmer als auch Doppelzimmer. Die Zimmer kann man sich nicht aussuchen (außer man ist Privatpatient; aber das ist auch der einzige Vorteil als Privatpatient. So wird man zum Glück genau do behandelt wie die gesetzlichen Versichterten.)... Ich hatte ein Doppelzimmer und habe es nie bereut. Da die KLinik vor 2-3 Jahren umgebaut wurde, kann man diese auch nicht als Klinik bezeichnen... Die Einrichtung der Zimmer erinnert an eine Herberge. Geräumige Zimmer mit einem modernen Holzbett, Tisch, 2 Stühlen, 1-2 Wandschränken. Dusche und WC befinden sich im Zimmer, im Nebenraum; sprich jeder Patient ein seine eigene Toilette)
Sowohl die Mitpatienten als auch die Pfleger sind super nett und hilfsbereit.
Man hat die Visite (1mal pro Woche), Gespräche mit dme Co- Therapeut (1-2 mal die Woche) und Gespräche mit der Psychologin (1mal in der Woche). Je nachdem redet das Personal (dein eigener Co- Therapeut oder andere Bezugspfleger) mit dir, wenn es einem nicht gut geht. Dann ist es denen auch egal, ob das Gespräch 30min dauert oder 3 Stunden. Die nehmen sich die Zeit. Auf der Station ist ebenfalls 1 Arzt da.
hmm ich kann eiegtlich sooo viel über die Klinik schreiben. Wenn es dich interessiert, dann schreib mir eine PN und ich beantworte deine Fragen.
Vorab es gab natürlich auch ein paar negative Sachen, wie der Ausfall der Musiktherapie, oder die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Die Klinik ist nicht direkt in Münster sondern etwas außerhalb.
Die Wartezeit beträgt zwischen 1 und 7 Woche..)
Eine gute Freundin, die hat sich dort nun auch angemeldet. Sie muss zwischen 2 und 4 Wochen warten...

Auch an Dich einen herzlichen Dank dafür, dass Du mir von Deiner Erfahrung berichtest! Das was Du über die Klinik schreibst, also dass während des Aufenthaltes Menschen für einen da sind und helfen wenn es einem schlecht geht, scheint leider den Bewertungen die ich gelesen habe nach zu urteilen, gar nicht selbstverständlich zu sein. Das ist also schon ein Plus für diese Klinik. Hattest Du dort auch Gruppentherapien? Falls ja, in welcher Form bzw. wie lief das ab?
 
Huhu!

Auch Dir vielen Dank! Also, ich habe mich ja bei der Kriseninterventionsstelle meiner Stadt beraten lassen und die Dame dort hat mir, sofern ich mich "nicht sofort umbringen" wollen würde, stark von den lokalen Krankenhäusern abgeraten. Sie erzählte mir ich würde da nur auf einer geschlossenen Auffangstation landen, praktisch nur auf Medikamente gesetzt und ansonsten nicht wirklich therapiert werden. Zudem sei ich dann mit "den tatsächlich Geisteskranken" (ihr Wortlaut!) auf einer Station... sofern ich mich also noch irgendwie so halten könne solle ich mir lieber gezielt eine Klinik zur stationären Therapie heraussuchen. Und so schlecht ich mich auch fühle, will ich also versuchen eine Wartezeit durchzuhalten - damit mir der Klinikaufenthalt dann auch tatsächlich gut tut.

Vorab. Die Klinik sieht so aus. Es ist vergleicbar mit einem Dorf. Dort leben sowohl alte Leute als auch kranke Leute, die auf Hilfe angewiesen sind.
Jede Station hat ein eigenes Haus. Depressive sind unter Depressiven, Borderliner unter Borderliner. Während der Therapie kommt man nicht in Kontakt mit den anderen, da für jede Erkrankung die Therapie anders aussieht! Man kommt nur beim Mittagessen und Abendessen zusammen, da es in einer Mensa stattfindet. Aber man wird von keinem Kranken belästigt! Somit ist man, wenn man es möchte unter sich.
So wenn jemand auf der Station für Bordelriner war und schlechte Erfahrungen hatte dann heißt es nicht, dass die Statin für Depressionen auch scheiße ist!

Speziell für die Klinik in Münster gibt es wenige Bewertungen. In Krefeld gibt es die Klinik auch und die soll nicht so gut sein, waurm auch immer..
Erfahrungen mit Alexianer-Krankenhaus in Münster, NRW, 08.11.2012

Da die Klinik, wor 2-3 Jahrne umgebaut wurde, wurdne auch einige Stationen (Wendelin und Ludgerus) geschlossen. Somit ist ein Teil der Bewertungen veraltet...
Mit dem Therapie Ausfall hmm Während meiner 5 wöchigen Therapie ist nur 2 mal etwas wegfallen. Ok die Musiktherapie hatte ich komplett nicht aber sonst hat alles stattgefunden.
Ja man hat auch Gruppentherapie (morgens walken oder kneipen, Gruppensport, Ergotherapie (maln, basteln, zeichnen, weben, nähen, Körbe flechten... Die fertigen Bilder... kann man auch mit nach Hause nehmen), GSK (Gruppe Sozialer Kompetenzen), Trommeln... Mag sien, dass du denkst, das es sich langweilig anhört aber es macht wirklich Spaß! Außerhalb der Therapie kann man nach Münster in die Stadt fahren. Dazu gibt kostenlos Tickets für den Bus an der Station! Es wird einmal wöchentlich gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant. Da kann man enscheiden, ob man ins Kino, Schwimmbad, Bowlen, eine Shopping Tour... machen möchte

Für mich ist und bleibt die Hildegardis Station keine normale Krankenhaus Station, weil es nicht wie in einem Krankenhaus aussieht. Klar gibt so wie im Krankenhaus einen verglasten Raum, wo das Personal sitzt. Aber sonst stehen auf dem Flur, ein Kicker Tisch und eine Tischtennisplatte, 2 Aufnehlaltsräume mit TV. Wobei ich nur 2 mal TV geguckt hab dne dne gesamten 5 Wochen. Da war die EM ^^

Wenn du Tabletten nimmst, dann wird das Personal auch darauf achten, dass du weiterhin Tabletten einnimmst. Ich z.b. hatte mal Antidepressiva eingenommen. Hat mir geholfen, dann habe ich es selber abgesetzt und kam dnan ohne gut zurecht. Somit musste ich keine Tabletten einnehmen. Aber man wir dort nicht mit Tabletten gefüttert! Man bekomm nur die Medikamente, die man auch zu Hause nimmt, sonst keine (außer bei Kopfschmerzen...) Selbst da wird erstmal abgecheckt, ob es eine Kopfschmerztablette wirklich nötig ist.

Wenn man bereit ist sein Leben zu verbessern und aktiv mitzuarbeitet, dann wird es dir besser gehen. Eine Mitpatientin wurde rausgescmissen. Das war aber auch ein Einzelfall. Sie hat über Wochen an keiner Therapie mitgemacht. Mal hieß es sie hätte ich Tage, dann Kopfschmerzen, am nächsten Tag Bauchschmerzen. Gut mag sein aber nachdem man mit den Therapien fertig war, ging es ihr ganz plötzlich super gut. Sie ging dann jedne Tag im Fitnessraum trainieren, ihr Freund hat sie mehrmals besucht, mit dem sie dann in die Stadt gefahren ist. Trotz mehrmaliger Gespräche hat sich nichts geändert und die wurde rausgeschmissen. KLar hat sich die Alte aufgeregt aber selber sculd. An sich war sie auch nicht wirlkich krank. Sie hat allen rumerzählt, dass sie eine Ausbildung anfagen würde, wo sie abe rnoch 9 Monate warten müste. Damit das Arbeitsamt sie in Ruhe lässt, hat sie die Therapie begonnen...
Abends sitzt man mit den Leuten (Mitpatienten) und manchmal mit dne Therpeuten zusammen und unterhält sich nett, spielt Gesellschaftsspiele. Man kann dort Grillen, Lagerfeuer machen... Da die Station einmal im Monat Geld für Aktivität bekommt, muss man auch fürs Grillen nur ein paar Euro dazugeben, der Rets wird dnan aus der Stationskasse bezahlt 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Teil II ^^
Nachdem man mit einem Oberarzt und eine Psychologin geredet hat, werden einem Therpie vorgeschlagen, die für einen gut sind. EIn tipp: ruhig auch mal etwas neues ausprobieren 😉

Nach 1-2 Tagen wird für jede Woche ein Therepieplan erstellt, Dort steht, wann du welche Therpie hast. Mit der Zeit kommen dan Woche für Woche neue Therapien dazu.

Auf dem Gelände gibt es auch genug Rückzungsorte. Es gibt einen Sinnesgarten, wo man sine Wut oder andere emotionen freisetzen kann. Auch ist dort ein kleiner "Zoo" mit Ziegen, Eseln, Tauben, Hängebauchschweinen und Hühnern. Es gibt nicht nur eine Reittherpei (Pferd) sondern auch eine Eseltherapie. Frag mich aber nicht, was das genau ist 😀

Dann gibt es dort eine Gärtnerei, dort kannste dann ein paar Blümchen/ Kräuter (Die Lakritzpflanze schmeckt echt geil 😀 ) kaufen.

Es gibt eine kleine Bücherei, wo man Bücher und DVDs ausleihen kann. Nach Möglichkeit auf TV, Lappi verzichten. Wird dir gut tun 😉 Es gibt einen Fitnessraum, wo man jeden Tag trainieren kann. Außerdem werden freiwillige Kurse wie Yoga oder Boxen... angeboten. Wenn man sich nicht wohlfühlt und mal nicht erreicht ist es auch nicht schlimm 😉
Was blöd ist, ist,dass man um 22 Uhr im Bett sein soll. Ich (21) eine Nachteule.. für mich war das nervig. Manche Pfllger sind dnan aber auch nicht so streng und achten weniger auf die Zeit. DIe Hauptsache ist, dass man morgens gut aufstehen kann ohne geweckt zu werden. Rauchen kann man nachts aber auch, die Türen sind da offen..

So da ich auf der Arbeit bin.. hab ich mich etwas kurzgefasst.

Du darfst aber nicht vergessen, dass e sich um meine Meinung/ Erlebnis handelt. Ich hab was z.B. die Einrichtung der Zimmer keine bestimmten Wünsche gehabt.
Mir persönlich hat die Therapie, die Klinik sehr geholfen. Sie war meine letzte Rettung. Ohne sie hätte ich mich wegen Leere, Traurigkeit und Verzweiflung umgebracht. ICh war von April bis anfan Juni da und seit dem geht es mir gut. Ich habe wieder Lebensfreude und habe mich enorm weiterentwickelt.
Zwar habe ixh nach der Therapie etwas an Selbstbewusstsein abgebaut aber das kommt nun wieder 🙂 Ich weiß, wie ich mich bei einem Tief verhalten soll. ICh hab gelernt, dass ich in Wirklichkeit ein kontakfreudiger, lebensfroher, humorvoller und attraktiver junger Mann bin ^^
Ich brauche keine Angst vor Ablehnung zu haben,...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich bislang so mitbekommen habe, scheint in Psychiatrien tatsächlich wenig Therapie stattzufinden. Je mehr die Klinik überlaufen ist, desto weniger Therapie.
Dafür wird in solchen Einrichtungen sehr stark auf Medikation gesetzt.

In psychosomatischen Kliniken werden dagegen fast keine Medis verschrieben, und mehr Therapie betrieben. Dafür hat man dort in der Regel mit längeren Wartezeiten zu rechnen.
 

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