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Kindermissbrauch im Erwachsenealter

Hallo,

auch ich wünsche dir weiterhin viel Glück...Die Wahrscheinlichkeit glücklich zu werden kannst du entscheidend mit beeinflussen, indem du dich nicht aufgibst und auch weiterhin darum kämpfst und dich bemühst dir gute Hilfe zu holen.

Eine psychologische Betreuung und gute Traumatherapie ist oft Gold wert und kann sehr vielen helfen wieder in ein normales und auch glückliches Leben zurückzufinden.

Ich stimme einem Vorbeitrag von Julie0307 zu in dem dazu geraten wurde den oder die Mißbrauchstäter anzuzeigen...falls es die Verjährungsfristen noch zulassen..auch wenn die Eltern alt sein mögen...Alter schützt vor Schuld und Strafe nicht würde ich sagen. Du bist die Leidende und an sich wäre es eine verkehrte Welt, wenn Mißbrauchstäter als normale und anständige Bürger in die Grube steigen, wenn sie es nun mal nicht sind. Ich bin gegen Unehrlichkeit und eher dafür schlechte Menschen auch als solche offen zu bezeichnen. V.a Eltern die den Umstand ihrer Macht über die eigenen Kids, deren Abhängigkeit so schamlos ausnutzen, sind sehr schlechte Menschen, von denen man sich distanzieren sollte, damit der Schmutz, den die verbreitet haben nicht an einem kleben bleibt. Red dir keine Schuldgefühle ein...du warst das Opfer! Brave und fügsame Mädels neigen dazu ihre Familien schützen zu wollen, womit Mißbrauchstäter übrigens eiskalt kalkulieren....wenn die Täter aber aus den Reihen der Familie kommen zerstören sich diese Mädels jedoch selber damit. Selbstschutz geht immer vor, dass solltest du dir zum Lebensmotto machen, dann wird an sich auch alles gut. Zum Selbstschutz gehört auch sich keine Schuld anderer Menschen wie die deiner Eltern aufzubürden oder auch sich unbedingt Hilfe zu holen um ein Gewalttrauma zu verarbeiten.
Es ist oft hart sich mit den schmerzhaften Erinnerungen zu konfrontieren..aber erfahrungsgemäß schaffen es oft nur die, die bereit sind offen damit umzugehen, die sich bemühen und nicht in Sackgassen wie Selbstbestrafung, passivem Ausharren, Sich Verstecken, Verdrängen wollen oder des ewigen Selbstmitleids klebenbleiben, sondern sich so lange durchwuseln, bis es besser wird...und es kann besser werden...per aspera ad astra heißt es ja: über steinige Pfade zu den Sternen...

Wozu ich dir auch noch raten würde: arbeite gezielt an deinem Selbstbewusstsein, erlerne einen Kampfsport. Wer weiss, dass er stark sein kann, sich notfalls auch zur Wehr setzen kann, der strahlt Selbstbewusstsein aus, was ein sehr guter Schutz in allen Lebenslagen ist.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Mich mal ein wenig ausquatschen

Ich solte Operiert,wurde aber jetzt auf nächste Jahr verschoben,nach der Therapie.
Ich hatte ein rückfall,hab mich geritzt,bin in ein tieffes Loch gefallen und hatte auch noch eine auseinander setzung mit meinem Psychiater,weil der mir die Diagnose nicht mit geteilt hatte.Bei Vorgespräch,wo ich nächste Monat in die Thera gehe,haben die mir gesagt dass ich Borderline und PTBS.
Ich war so wütend,weil ich mein Arzt schon mehrmals gefragt habe,was ich hätte.Er hat nur gesagt sie haben eine Persönlichkeit,die rauf und runter geht.
Meine Angst war immer die das ist Schizofrenie hätte,weil meine Mutter das hat.
Ich bin einfach in der Meinung,das es besser ist zu wissen,was mit einem los ist,das man sich damit auseinander setzen kann.
Jedenfalls war ich für zwei Tage in der Psychatrie,bekomme jetzt ein anderes Medikament,und habe mich noch mal ausgesprochen mit meinem Arzt.
Ich sitze jetzt hier zu hause,ziemlich zu,wegen den Medikamt,und weis nicht weiter.
Bitte entschuldigt die Fehler,aber fällt mir schwer im Moment zu schreiben,zu konzentrieren.

Liebe Grüsse
Selwermount
 
Hallo Selwermount,

ich finde du hast REcht damit, dass du ein Recht drauf hast zu wissen was mit dir los ist. Dieser Arzt, der die Diagnose nicht rausrücken wollte war entweder unsicher oder aber wollte dich ggf. mit der Wahrheit schonen...also seine Motive waren ggf. ehrbar...aber letztlich auch wieder nicht.

Du schriebst du warst 2 Tage in der Psychiatrie..nur so kurz? Meine Schwester hatte vor ca. 1 einhalb Jahren eine akute Psychose mit schizophrenen Anteilen..sie war ca. 6 Wochen in der Klinik, danach teilstationär und danach für rd. 2 Jahre (Ende offen) in ambulanter psychiatrischer und psychologischer Therapie...Sie macht da engagiert und verantwortungbewusst mit bei den Therapien...daher gab es keinerlei Rückfälle, sie ist wieder recht stabil und schreibt grad ihre Diplomarbeit zu Ende.

Wichtig ist Kontakt im Umfeld..grad wenn man psychisch krank ist..oft ziehen sich psychisch Kranke zurück und das verstärkt wieder die Krankheit...ein ewiger Kreislauf.
Dein damaliges Trauma ist noch nicht bewältigt. Stell dich der Sache, zieh es durch, dann wirst auch du es schaffen wieder stabiler zu werden.

Mit den Medis ist erstmal ne WEile blöd..kenne das von meiner Schwester...aber wichtig ist es diese Behandlung sehr gewissenhaft und in ständiger Rücksprache und unter Kontrolle der Ärzte durchzuführen. Meist bringt das dann gute ERfolge. Aber Medis reichen natürlich nicht..man muss an die Ursachen ran...dein unbewältigtes Kindheitstrauma ist wahrscheinlich eine fette Mitursache, es wird aber auch noch andere Auslöser geben.
Wichtig für Borderliner ist ihr Lebensumfeld so zu gestalten, dass Auslöser gemieden oder minimiert werden. Es ist wichtig zu lernen sich selber zu beobachten, fachkundige HIlfe anzunehmen, regelmäßige Seelenhygiene zu betreiben..d.h. über seine Probleme zu quatschen..mit Bekannten, Freunden, Eltern, Therapeuten etc..und offen mit der Erkrankung umzugehen.

Ich wünsche dir dabei viel Glück und Erfolg!
LG
Tyra
 

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