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Keinen Halt und ständige Angst

North123Star

Neues Mitglied
Servus,

ich bin neu hier im Forum.
Ich brauche Rat, denn ich bin am Verzweifeln.
Seit einiger Zeit bin ich ständig nervös und fühle nich unsicher. Ich habe große Zukunftsängste. Das Problem liegt wahrscheinlich darin, dass ich kurz davor bin mein Philosophie-Studium zu schmeißen.
Ich kann mich zum lernen nicht mehr motivieren und lenke mich mit Fernsehen oder Internet ab. Abends bekomme ich wieder ein schlechtes Gewissen, dass ich nichts produktives getan habe. Meine Noten sind somit nicht immer die besten.

Ich wohne allein und habe keinen Freund. Meine letzte Beziehung hatte ich mit 16. Heute bin ich 24 und habe außer einem guten Abi nichts geschafft. Ich weiß nicht, wie die Zukunft für mich Aussehen soll. Soll ich das Studium wirklich aufgeben? Ich weiß nicht genau wieso ich es nicht mehr schaffe zu lernen und meine Aufgaben zu erledigen bzw. Weshalb ich mich null konzentrieren kann.

Was soll ich machen? Mir fehlt ein Halt im Leben. Ich habe nur wenige Freunde und kaum Kontakt zu meiner Familie. Ich sehne mich nach einem Freund aber da ist niemand in Sicht.

Meine Gedanken drehen sich im Kreis aber ich komme nicht dazu, etwas zu ändern, obwohl kein wirkliches Problem besteht. Manchmal glaube ich, ich brauche jemanden der mir einfach sagt, was ich tun soll.
 
Hey mir gehts fast genauso. Du bist nicht allein mit diesem Gefühl. Ich habe mein Studium auch geschmissen da ich gemerkt habe dass es viel zu schwer für mich ist und ich einfach dabei nichts verstehe. Meine Mutter ist zwar froh dass ich es jetzt schon erkannt habe als erst im 3. Semester aber in echt ist sie enttäuscht. Da wir nicht so viel Geld haben muss ich jetzt wahrscheinlich wieder eine Fabrikarbeit machen... . Das tut zml weh denn ich habe ein Fachabi und einen abgeschlossenen Beruf. Aber anscheinend meint das Schicksal es nicht besser. Ich weiss jetzt nicht ob Dir das geholfen hat aber somit weisst du dass du nicht allein bist. Ich weiss ganz genau wie schrecklich diese Gedanken sind. Sie quälen mich Tag und Nacht. Dennoch möchte und kann ich nicht aufgeben. Ich wünsche Dir dass du etwas findest das du machen kannst. LG L
 
hallo North123Star,

was sagen denn die Philosophen? Gibt es denn keinen, der wenigstens einen Tipp für Dich hat?

Meine Gedanken:

Das "Lernen um des Lernens willen" ist so produktiv, wie das Essen um zu essen. Kommt es beim Wissen nicht darauf an, Zusammenhänge zu erkennen, die mir helfen, mein Leben zu meistern?

Meine Fragen, die Dir evt. weiterhelfen:

Wie möchtest Du in z.B. 5 Jahren leben? Was ist Dir im Leben wichtig?
Wenn man Dich, die angehende Philosophin, fragt: Was ist der Sinn des Lebens? was wäre Deine Antwort?
 
Hallo North123Star,

zuerst einmal: ein gutes Abi ist schon mal was wert. Das kann dir keiner nehmen.

Hast du denn schon einmal ärztlichen Rat eingeholt bzgl. deiner Konzentrationschwierigkeiten, dein Problem geschildert?

Du schreibst, dir fehlt Halt. Ich kann aus eigener Erfahrungen berichten, dass sich automatisch praktisch alle Lebensbereiche verschlechtern, wenn es einem so geht. Zumindest ist es so bei mir.

Anders herum zeigt das aus meiner Sicht aber auch, was du brauchst. Daher meine Frage: könntest du den Kontakt zu deiner Familie denn wieder aufnehmen/ intensivieren? Familie bedeutet Wurzeln und idealerweise auch Halt.

Du schreibst von wenig Freunden. Auch hier meine Frage, ob du das verändern könntest bzw. die vorhandenen Freundschaften verstärken kannst? Auch das kann einem viel Halt geben im Leben.

Bzgl. deinem Studium wäre die Frage, was du dir stattdessen vorstellen kannst. Bevor du es jedoch "schmeißt", wäre aus meiner Sicht wichtig zu klären, was die tatsächlichen Gründe dafür sind. Liegt das rein an den Konzentrationsschwierigkeiten? Könntest du dir die Weiterführung deines Studiums ansonsten gut vorstellen? Warum ist es nichts mehr für dich?

Evtl. könnte ich mir bei dir auch therapeutische Hilfe vorstellen. Viele Studenten machen sich großen Druck. Gibt es einen Ansprechpartner an der Uni, mit dem du bzgl. deinen Abbruchs-Gedanken reden kannst?
 
Hallo,
mein konkreter Rat, auch wenn du das in so einer Situation vielleicht nicht hören willst: Versuche, das Studium zu Ende zu bringen, egal wie gut oder schlecht. Ich habe zweimal studiert, zweimal abgebrochen und bereue es-obwohl es bei mir auch mit einer Krankheit zu tun hatte. Also wenn es sich bei dir "nur" um Konzentrationsprobleme handelt, tu was dagegen und mach weiter. Es gibt viele Methoden zur Steigerung der Konzentration - Meditation und andere Entspannungsmethoden, Sport, eine gesunde Ernährung! Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, einen roten Faden im Lebenslauf zu haben um überhaupt Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.
Grüße und viel Erfolg!
 
Haltlosigkeit hat Ursachen, Angst genauso. Motivationslosigkeit ebenso und die Tatsache das Menschen sich auch ändern , also Ziele nicht unbedingt immer weiterverfolgen, sondern unter Umständen verwerfen, sollte ja jedem bekannt sein.

Von daher , ist die Frage was Du willst, ja erst einmal die erste, die Du Dir stellen solltest.

Und wenn Du dann zwischen zwei Entscheidugen stehst, ist es vernünftig und auch haltgebend den Verstand einzusetzen, denn was jetzt von Deinem Verstand her richtig ist , wird es auch in drei oder vier Jahren noch sein.

Mit dem Gefühl kann es da schon anders aussehen.

Beispiel 2+2 =4 ist ne richtige Rechnung , also wahr und auch Realität , diese wird sich aber auch nicht verändern.

Jetzt kennst Du sicher das Beispiel mit dem Schachbrett ? Gefühlsmäßig neigt der Mensch ja dazu manche Sachen falsch einzuschätzen und käme einer und würde Dir sagen ein Schachbrett hat 64 Felder Er schenkt Dir 20.000 Euro , wenn Du ihm dafür für das erste Feld 1 Erbse gibst und dann für das zweite Feld 2 Erbsen gibst und für das dritte Feld 4 Erbsen gibst und für das vierte Feld 8 Erbsen gibst und für jedes weitere Feld immer die doppelte Anzahl Erbsen gibst, bis die 64 Felder um sind , dann neigst Du gefühlsmäßig dazu zu sagen klar , mahe ich , ist ein guter Tausch für 20.000 Euro kann ich jede Menge Ebsen kaufen, da bleibt sicherlich genug für mich übrig .

Betrachtest Du die Sache aber mal mit Deinem Verstand so rechnest Du aus wie viele Erbsen Du geben mußt und wenn Du das tust und feststellst das Du weit über 18 Trillionen Erbsen berappen mußt um die Aufgabe zu erfüllen, so stellst Du fest das Du am Ende für 20.000 Euro diese Menge Erbsen niemals kaufen kannst, weil die ganze Jahreserbsenernte der ganzen Welt wahrscheinlich nicht reichen würde und der wert dieser über 18 Trillionen Erbesen sehr viel größer ist , als 20.000 Euro.

Also würdest Du verstadesmäßig betrachtet niemals auf diesen Handel eingehen , obwohl Du es gefühlsmäßig würdest, was Dich aber in den Ruin stürzen würde .

Und wenn Du nun nach 4 Jahren hingehst und die ganze Sache nochmal überdenkst, so wirst Du auf kein anderes Ergebnis kommen, weil die Verstandesentscheidung die richtige war, sondern Du wirst Dich in der Tatsache die richtige Entscheidung getroffen zu haben, bestätigt sehen, weil Dir es Halt gibt , das richtige zu tun.Dir es Halt gibt, zu wissen, das richtige getan zu haben.

Jetzt lassen sich natürlich nicht alle Dinge im Leben so einfach rechnen, aber manche fühlen sich halt auch nur mies an, sind aber verstandestechnisch " gerechnet " gar nicht mehr so mies, sondern eher gut.

Wenn Du mich fragst, was sollst Du tun , so gebe ich Dir nur den Tip , halte Dich an Deinen Verstand.

Laß Dich nicht von gefühlsduseligem Gelaber verwirren oder beeindrucken, halte Dich an den Verstand.

Orientiere Dich nicht an irgendwem oder irgendwas, sondern an Deinem Verstand.

Warum hast Du ein gutes Abi gemacht - weil Dein Verstand Dir gesagt hat, ein gutes Abi ist besser als ein schlechtes -oder ?
Und jetzt Jahre später , bewahrheitet es sich , es war besser, ein gutes Abi zu machen, oder ?

Denk mal in Ruhe drüber nach .....
 
Ich finde es schwierig wieder mehr Kontakt mit meiner Familie aufzunehmen. Ich hab mich so lange nicht gemeldet.

Die meisten meiner Freunde sind immer sehr beschäftigt und haben webig Zeit für mich. Ich hatte auch nie ein inniges Verhältnis zu irgendwem.

Ich würde mein Studium nicht schmeißen wollen, wenn ich mich wieder zum lernen aufraffen könnte, aber es geht nicht. Beim lernen Kreiseb neine Gedanken eher um das Ergebnis,also ich habe Angst vor schlechte Noten und somit veemeide ich irgendwie alles was mit dem Studium zu tun hat. Zudem denke ich viel zu oft daran, wie schön es wäre einen Freund zu haben.

Es ist ein Teufelskreis aus dem ich nicht alleine rausfinde.
 
Das ist hier ja nur ein Laienforum und wenn Du Dir wirklich sicher bist, daß Du die Kraft nicht aufbringen kannst, indem Du zum Beispiel Deine abschweifenden Gedanken konrollierst und Dich selbst wieder in die Spur bringst, kann ich Dir nur raten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil Du selbst es ja nicht schaffst.

Das Du Dich nach einem Freund sehnst, steht ja auch einem ganz anderen Blatt, Freund ist Freund , Studium und Werdegang sind Studium und Werdegang, ist die Sehnsucht aber schon so groß, das sie schmerzt und Dir die Kraft nimmt, zusätzlich zur Angst vor schlechten Noten, dann prasselt da gefühlsmäßig ja sehr viel auf Dich ein, da kann es schon hilfreich sein, gewisse Anleitung zu bekommen wie Du vorgehen kannst, um die Kraft wiederzufinden, das Studium zu machen und zu beenden, schließt ja die Freundessuche nicht aus und genauso umgekehrt, die Freundessuche bedeutet nicht, das Du das Studium nicht beenden kannst.

Vielleicht solltest Du mal an der Uni fragen, ob es nicht einen psychologischen Dienst gibt oder Dir einen Therapeuten suchen, der mit Dir Strategien erarbeitet, wie Du die Kraft in Dir wiederfinden kannst.
 

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