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Keine Perspektive, quasi verkackt. Auswandern?

Guten Tag, komme aus Südtirol, bin 23 und habe vor einiger Zeit noch an der TU München studiert, dann aber kurz darauf abgebrochen und mich mit diversen Jobs auf dem Bau über Wasser gehalten, quasi als Hilfsarbeiter (in meiner Heimat). Das Studium war absolut nichts für mich, es fiel mir nicht sonderlich schwer, aber ich will absolut nicht in einem akdemischen Beruf enden und schon gar nicht im Büro! Ehrlich gesagt finde ich es schade, wenn ich mein Leben nun einfach so wegwerfen müsste, denn ich bin nicht dumm (hoffe ich jedenfalls) und würde noch gerne etwas solides mit meinem Leben anfangen. Zurzeit bin ich jedoch etwas depressiv, was glaube ich verständlich ist, wenn man sich ständig Gedanken über seine Zukunft machen muss. Selbstmordgedanken habe ich zurzeit keine mehr, als es jedoch ganz schlimm war, waren diese durchaus present.

Mein größtes Problem ist leider Gottes, dass ich zu alt bin, um in meiner Heimat noch eine Lehre zu machen (laut Gesetz). Das heißt auf dem regulären Weg kann ich kein Berufsbefähigungszeugnis mehr erlangen! Ich habe also nur drei Möglichkeiten:

1. Auswandern. Habe Österreich oder auch Bayern im Visir, habe aber keine Ahnung bis zu welchem Alter man dort Chance auf eine Lehre hat? Dazu kommt noch, dass ich ja irgendwie auch als Ausländer gelte?!?

2. Die nächsten paar Jahre in Helferjobs arbeiten, und mir irgendwann das Leben nehmen. (Wenn sich in den nächsten Jahren nichts ergibt werde ich endgültig diesen Weg beschreiten)

3. Obdachlosigkeit oder Geld auf nicht legalem Wege verdienen.


Ich würde (fast) jede Ausbildung annehmen (nur keinen Job bei dem man 8 h nur im Büro sitzt, davon bekomme ich Depressionen). Ich bin Drecksarbeit gewohnt und habe im Grund keine hohen Ansprüche was das angeht.

Mir ist klar, dass mir hier niemand zum Selbstmord raten wird, deshalb hoffe ich auf Posts die mir eine realistische Einschätzung meiner Zukunftschancen aufzeigen, vielleicht auch Erfahrungsberichte von Personen, die etwas ähnliches gemacht haben, oder auch vor sich haben. Gibt es vielleicht eventuell Leute die selbst Chef einer Firma sind oder auch Personaler und mir sagen können, ob ich noch Chancen in der Privatwirtschaft hätte? Mit meinem Curriculum und den derzeitigen Umständen, gibt es da noch einen Lichtblick?

Man liest auch online von vielen Leuten die mit Mitte zwanzig überhaupt keine Ausbildung mehr finden, das macht mir klarerweise auch Sorgen.

Vielen Dank :sentimental:



P.S: den Führerschein besitze ich übrigens
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Lehre kannst Du in Deutschland immer absolvieren.

Nur müsstest Du Dir halt überlegen, wie Du Dir den Umzug und das Wohnen leisten kannst.
 
Offiziell also schon, aber wer nimmt einen denn bitte noch mit Mitte 20? Im Internet liest man ja von vielen, die überhaupt nichts mehr finden und in Hart 4 enden. Ohne Vitamin B?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Probieren kannst du es ja. Immerhin besteht ja dann die Möglichkeit eine Lehrstelle zu bekommen.

Wenn Du es gar nicht erst versuchst, wird es automatisch nichts.
 
Die meisten Chancen (in Deutschland) hast du in Berufen, die hierzulande zu wenige Azubis finden - die nehmen auch noch Azubis mit mitte 20 oder älter. Dazu gehört insbesondere die Pflege, das Handwerk oder die Gastromie bzw. Hotellerie. Ausbildungen in den genannten Bereichen werden in der Regel auch hoch angesehen und gerade was Hotel- und Gaststättenbranche angeht auch weltweit gern genommen, so dass der Weg zurück in die Heimat offen bliebe. Der Großteil der Hoteldirektoren / Abteilungsleiter in der Luxushotellerie weltweit haben in Deutschland oder Österreich ihre Ausbildung gemacht.

Die Ausbildung im Hotel wäre zum Teil auch mit Unterkunft zu bekommen und durch Fremdsprachenkenntnisse (ich nehme an du sprichst fließend Italienisch?) hast du doppelt gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Bezüglich der Lebenshaltungskosten würde ich mir nicht unbedingt München, Hamburg oder Frankfurt aussuchen - da ist Wohnraum gerade für Azubis fast unbezahlbar.

Es kommt also auch sehr darauf an, wo genau deine Interessen liegen - so allgemein kann man das also nicht beantworten. Chancenlos sehe ich eine Ausbildung für einen Südtiroler in Deutschland aber nicht.

Viele Grüße
Homesick
 
Die meisten Chancen (in Deutschland) hast du in Berufen, die hierzulande zu wenige Azubis finden - die nehmen auch noch Azubis mit mitte 20 oder älter. Dazu gehört insbesondere die Pflege, das Handwerk oder die Gastromie bzw. Hotellerie. Ausbildungen in den genannten Bereichen werden in der Regel auch hoch angesehen und gerade was Hotel- und Gaststättenbranche angeht auch weltweit gern genommen, so dass der Weg zurück in die Heimat offen bliebe. Der Großteil der Hoteldirektoren / Abteilungsleiter in der Luxushotellerie weltweit haben in Deutschland oder Österreich ihre Ausbildung gemacht.

Die Ausbildung im Hotel wäre zum Teil auch mit Unterkunft zu bekommen und durch Fremdsprachenkenntnisse (ich nehme an du sprichst fließend Italienisch?) hast du doppelt gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Bezüglich der Lebenshaltungskosten würde ich mir nicht unbedingt München, Hamburg oder Frankfurt aussuchen - da ist Wohnraum gerade für Azubis fast unbezahlbar.

Es kommt also auch sehr darauf an, wo genau deine Interessen liegen - so allgemein kann man das also nicht beantworten. Chancenlos sehe ich eine Ausbildung für einen Südtiroler in Deutschland aber nicht.

Viele Grüße
Homesick

Da ich an der TU München studiert habe kenne ich die Situation in München einigermaßen, was Wohnungsmarkt und Preise angeht 🙄.

Interessiert wäre ich definitv an Jobs im Handwerk oder auch im Gastgewerbe (etwa als Koch, Konditor o.ä.). Eine Zeit lang habe ich auch nachgedacht, vielleicht in die Krankenpflege zu gehen, kenne ein bisschen die Situation da, da ich auch oft mitgeholfen habe meine stark demenzkranke Oma zu pflegen.

Sonderlich gut siehst du die Chancen aber auch nicht? Kommt irgendwie so rüber.

Innsbruck wärte halt eine gute Alternative.
 
Als Südtiroler bist du in Bayern so sehr Ausländer wie ein Bayer in Berlin 😀

Es gibt in Deutschland meines Wissens in keinem Ausbildungsberuf Altersgrenzen. Nur wenige Ausnahmen gibt es, so verbeamtet man in Deutschland i.d.R. nur bis zu einem Höchstalter.

Der Altersschnitt, in dem Menschen eine Ausbildung macht verschiebt sich immer mehr noch oben, du findest sogar Informationen über Ausbildungen mit 30 oder gar 40:

https://www.azubi.de/beruf/tipps/ausbildung-ueber-30

Ich selbst kenne Menschen, die mit 30 komplett neu angefangen haben. Aus Arbeitgebersicht denke ich, es spielt eh die größere Rolle WARUM man mit 24 oder 30 neu anfangen will. Hat man 10 Jahre lang von Hartz 4 gelebt und nix getan, ist das schlecht. Hat man aber einfach 2-3 Sachen ausprobiert und will umsatteln, weil nicht das richtige dabei war, finde ich das verständlich.

In deinem Alter keinen Job zu haben ist kein Grund für Suizid. Es gibt vieles was dich definiert, nicht nur dein Einkommen.
Und ja, es gibt Leute, die mit Mitte 20 keine Ausbildung finden, aber es gibt in jedem Alter solche Leute. Es ist heute (leider) normal, dass man 50+X Bewerbungen schreibt bis man was findet und es wird meist mit steigendem Alter oft nicht leichter. Wenn du aber wie du sagst bereit bist richtig reinzuhauen und dir nicht zu schade bist, dann möchte ich dir beste Chancen einräumen.

Alles Gute!
 
Sorry, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe - ich denke, dass deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz in den gewünschten Richtungen / Branchen sehr gut sind.

Außerdem stimme ich der Aussage von Andreas9000 zu
Als Südtiroler bist du in Bayern so sehr Ausländer wie ein Bayer in Berlin 😀
 
Du willst jetzt alles hinschmeißen und mit Abi Koch oder Handwerker werden? Das wäre in meinen Augen perspektivlos.

Gibt es sonst gar keine Studiengänge, die dich interessieren? Wäre schade..

Mein Maturaschnitt, umgerechnet in den deutschen Abischnitt ist 2,0 - 2,1. Musste das in Berlin umrechnen lassen, weil ich mich damals an der TUM beworben habe 😉

Nö, leider nicht. Informatik hätte ich schon geschafft, hatte schon vor dem Studium die Grundkenntnise zweier Programmiersprachen drauf, nur leider habe ich kein Interesse mehr and Uni-Informatik. Zu viel Theorie, kaum Praxis. Wenn dann müsste man diesen Weg gehen -> Fachinformatiker -> dann Studium.
 

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