• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Keine Lösung

  • Starter*in Starter*in Feechen
  • Datum Start Datum Start
Alles, was dich dazu bringt mut zu schöpfen und was dich hoffen lässt ist der richtige Ansatz. Mach so weiter. Versuche dein bestes. Du kannst ruhig langsame und kleine Schritte machen auf deinem Weg in eine bessere Zukunft. Viel Glück.
 
Es hat den Anschein, als hätte ich es geschafft alle trüben Gedanken zu verbannen. Ich habe eine Mauer um mich errichtet aus Fröhlichkeit, Lachen und Zufriedenheit. Aber innen drin ist es immer noch schwarz. Ist immer noch Leere. Ich kann so frei lachen, doch im Grunde ist es nicht ganz ehrlich. Ich kann so oft sagen ich bin glücklich, doch im Grunde ist es nur ein kleiner Teil von mir. Ich habe diese Mauer errichtet, damit ich mir selbst und allen anderen einreden kann, dass alles in Ordnung ist, dass ich nichts zu befürchten habe... Ich glaube ich kann das sehr gut. Die meiste Zeit glaube ich auch selbst daran. Ich gebe mich dem Gefühl hin, dass alles ok ist, alles gut läuft, es immer besser wird. Doch manchmal stürzt meine Mauer ein. Sie stürzt auf mich runter und begräbt mich. Dann tut mir alles weh, dann kann ich nicht mehr atmen, nicht mehr denken, ich kann nicht mehr sprechen. Ich liege nur da. Ich weine. Dann sehe ich wie es aussieht. Dann bin ich hilflos wie ein kleines Kind. Dann möchte ich vor meinem Leben davon laufen, vor mir selbst davon laufen, vor allem davon laufen. Ich möchte mich nie mehr umdrehen, will nur, dass es endlich vorbei ist. Aber ich sehe schnell wieder ein, dass das keinen Sinn hat, dass es mir nichts bringt und ich nichts ändern kann. Die einzige Möglichkeit weiter zu machen ist die Mauer wieder auf zu bauen. Die einzige Möglichkeit ist, die Fassade aufrecht zu erhalten. Die einzige Möglichkeit ist mich selbst so lange zu belügen, bis ich mir selbst glaube, dass es wieder geht. Wieso ist das Leben nur so schwer..
 
Ich kann dir nur sagen was ich schon in meinem ersten Eintrag geschrieben habe. Frage nicht so viel. Bemittleide dich nicht. Aus eigener Kraft wirst du es packen.
 
Hallo Feechen!
Endlich hat es mal jemand gepackt!
Du sprichts mir aus der Seele,ich habe such schon viel in meinem Leben erlebt:
Tod meines Vaters als ich 6 war
Jahrelanger Missbrauch durch denn Stiefvater
Flucht in die Ehe mit 16,vom eigenen Mann missbraucht und durchgeprügelt
Meine Tochter wurde tot geboren
Gescheiterte Beziehung nach 17 Jahren
Drogenprobleme meiner ältesten
Mutter an Leberkrebs gestorben(milde ausgedrückt)
Schwester verloren,nachdem sie von einem Irren angeschossen wurde,sie dadurch querschniitgelähmt war,"nebenbei" bei ihr noch Lungenkrebs festgestellt wurde den sie aber besiegte um 6 Monate danach an einem Virus qualvoll zu sterben
Pubertäre Probleme meines Sohnes die mich am Rande eines Nervenzusammenbruchs getrieben haben,worauf der Schulpsychologe mir nur sagen konnte:"sie sind eine starke Frau,sie schaffen das schon!"
Und nun..Ende meiner 2.Ehe..
War zwischendurch mit meinen Kindern alleine,habe es geschafft ohne Fremde Hilfe.
Und ich kann dir nur Recht geben..nach hinten schauen und sich selbst jeden Tag zu beweinen welch ach so schlechtes Leben man hatte bringt nichts.
Also,man sollte sich an alles klammern was einem ein Stückchen nach vorne bringen kann..
Ärmel hochkrempeln und ran an das Leben,auch wenn es einem machmal zurückwirft und man das Gefühl hat das man in einem Loch sitzt und nicht rauskommt.
Wenn man viel Elend erlebt hat verschliesst man die Augen vor die schönen Dinge des Lebens,und die gibt es wahrhaftig noch..
Ich lebe nicht für andere,ich lebe für mich selbst..und wenn man Kinder hat ist man es ihnen schuldig das man weitermacht,sie darf man nicht für unser Schicksal verantwortlich machen.
Das Leben ist ein einziger Lernprozess,es liegt an uns welchen Nutzen wir daraus ziehen.
Bin froh das hier mal jemand in der gleichen Richtung denkt!
Liebe Grüsse!
Lise
 
Hallo Ihr
Im Moment habe ich wieder so eine Phase und bin froh das wieder gelesen zu haben.
Eigentlich ging es mir in letzter Zeit ganz gut, ich kam eigentlich gut klar, nun habe ich zwar therapeuten gefunden, allerdings auch mit Wartezeit, ich weiß nicht ob ich es so lange einfach durch halten kann.
Es kommt immer mehr auf mich zu fast täglich, ich komme da alleine nicht mehr raus, deswegen wolte ich mir ja Hilfe holen, doch es kommen einfach die Momente wo man das alles verlernt was man wollte und doch irgendwie wieder anders denkt.
Manchmal ist die Vergangenheit einfach stärker als mandenkt, in diesen Momenten muß man irgendwie versuchen zu kämpfen auch wenn es schwer fällt.
Ich hoffe dass es bei euch klappt und bei mir vielleicht auch
 
Ja Rose,da stimmt..mich wirft es auch manchmal zurück,meistens gerade dann wenn ich es nicht erwarte.
Da braucht es oft nur einen winzigen Auslöser,ich glaube das geht vielen so.
Ich fühle mich oft gegen die Wand gedrückt,dieses ewige erklären müssen warum man gerade mies drauf ist,traurig ist,oder einfach nur mal seine Ruhe haben will.
Für MEINE Bedürfnisse muss ich immer kämpfen,die anderen können all ihre Emotionen bei mir ablassen,die machen es sich einfach,aber keiner fragt sich wo MEINE Grenzen sind,wieviel ich davon ertragen kann.
Und dann kann´s passieren das,wenn´s mir zuviel wird,ich agressiv werde,mich anfange zu wehren..und dann stehn sie mit ihren dummen Gesichtern da und wundern sich auch noch.
Es ist manchmal zum kotzen,wenn man sieht wie egoistsisch manche Leute sein können.
Habe einen Mann der viel(untertrieben!) Beachtung braucht,für jeden Furz beleidigt ist,mit anderen Worten,er ist mein 6. Kind.
Da ich aber schon 4 "grossgezogen" habe,und der "kleine" in der Pubertät ist,habe ich in punkto Erziehung langsam die Schnauze voll,und bin nicht gewillt noch nen 40 Jährigen auf die Sprünge zu helfen,zumal ich es schon seit 7 Jahren versuche(nicht ihn zu ändern,weil das kann man mit niemanden)
Aber ihn Selbstwertgefühl geben und ihn versuchen davon zu überzeugen das er ein wertvoller Mensch ist.
Das ist harte Arbeit,gerade weil er sich in allem(und ich meine in allem) auf mich verlässt.
Und so geht das nicht..schliesslich bin ICH diejenge die die es bräuchte,weil MEIN leben beschissen war.
Wenn er nur ein Drittel von dem erlebt hätte was ich erlebt habe,meine Güte..dann könnt ich sein Verhalten verstehen.
Und das ist es was mich wütend macht,er spielt immer der leidende,obwohl er eine behütete Kindheit hatte,er noch nie eine geliebte Person veloren hat..mir sind schon drei Menschen "unter den Händen",in meinen Armen sozusagen gestorben..er kennt dieses unendliche Leid nicht,er weiss nicht wie es ist wenn man ne scheiss Kindheit hatte.
Das einzige Schlimme das ihn widerfahren ist,ist das er mehrere Beziehungen hatte die daran gescheitert sind das er zu sehr klammerte..
Also..ich werde mich bald befreien und wir werden uns trennen,weil ich nicht weiter für sein Leben verantwortlich sein will..er soll "erwachsen" werden und
das kann er nur wenn er für sich selbst die Verantwortung übernimmt.
Mein Leben ist fast schon gelebt,den Rest will ich mir einer gesunden Portion Egoismus noch geniessen..ich habe ein Recht drauf nach all den Jahren mal durchatmen zu können,mal meine eigenen Gedanken zuende denken zu können.
Bin so ziemlich vom Thema abgeschweift aber es tut mal gut Dampf abzulassen.
Klingt nun sicherlich hart,aber man sollte versuchen im Leben Ballast abzuwerfen,ansonsten kommt man selbst keinen Schritt weiter.
(und ja,so hart es klingt,dazu gehört auch mein Mann,ich habe ihn mal geliebt aber scheinbar liebt er sich selbst am meisten)
Wünsche dir viel Kraft...
Liebe Grüsse Lise
 
Ich finde es erstaunlich wie offen du deine Vergangenheit darlegen kannst. Es ist sicher schon ein enormer Schritt so frei über all diese Details deines Lebens zu sprechen. Ich freue mich sehr für dich, dass du mit deinem Alltag so gut zurecht kommst. An Menschen wie dir sollte sich jeder ein Beispiel nehmen und nach diesem Prinzip sollte man leben. Immer die Vergangenheit im Gedächtnis behalten und daraud die Kraft schöpfen unser Leben in die Hand zu nehmen und trotz allem was wir hinter uns haben, doch in gewisser Weise glücklich und selbstsicher zu werden. Danke Lise.
 
Es ist als wäre ein Knoten geplatzt, als liefe mein Blut plötzlich anders herum durch meinen Körper. Ich denke, fühle und handle so anders als ich es bisher getan habe. Ich sehe mich im Spiegel an und ich verstehe nicht, warum ich mich immer so hässlich fand. Wenn mir jemand ein Kompliment gemach hat, habe ich mich immer verarscht gefühlt, aber jetzt schaue ich mich an und ich kann nichts entdecken, was mich stören würde. Ich spreche aus, was in mir vorgeht, rede über meine Gefühle, meine Ängste, meine Sorgen, über einfach Alles und es fällt mir so leicht. Alles fällt mir plötzlich so leicht. Es ist mir egal, was andere über mich denken, was sie reden. Ich muss mich nicht mehr rechtfertigen. Wenn jemand schlecht von mir denkt, muss das noch lange nicht wahr sein. Soll er es doch ruhig denken. Ich allein muss mit mir zufrieden sein. Ich allein muss glücklich sein mit mir und meiner Welt. Es ist auf einmal alles so anders und so viel besser geworden. Ich räume auf in meinem Leben. Nehme es endlich in die Hand. Wäge ab was gut ist für mich und was nicht. Und das beste daran ist, dass mich nichts mehr enttäuscht. Nichts kommt mehr an mich ran. Nichts tut mir weh. Ich habe meinen eigenen inneren Schutzschild, der mich stark macht. Ich lache und bin froh.
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben