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Keine Freude mehr am Mutter sein…

  • Starter*in Starter*in SchaurigTraurig
  • Datum Start Datum Start
S

SchaurigTraurig

Gast
Hallo,
ich weiß nicht mehr wie ich da raus komme…
…ich habe einfach keine Freude mehr daran Mutter zu sein. Dabei habe ich es früher als so schön empfunden.
Jetzt bin ich nur noch genervt. Die Kinder sind nur am heulen, schreien, streiten. Den ganzen Tag nur Streit, Unordnung, Dreck, Mama mach dies, ich will dies, ich will das, Mama schau mal hier, schau mal da. Hör mal zu. Ich habe mal gerne zugesehen und zugehört. Äpfel aufgeschnitten, vorgelesen. Aber es ist einfach zu viel geworden. Slebst wenn ich wollte, könnte ich gar nicht so viel schauen und hören.
Dahinter steckt bestimmt das Bedürfnis nach „mehr gesehen werden“ aber ich bin nicht mehr in der Lage was zu geben…
Es ist wie eine Spirale. Um so mehr die Kinder nerven, desto genervter bin ich, um so mehr nerven sie…
Ich versuche es mir natürlich nicht anmerken zu lassen aber natürlich klappt es nicht. Die Situation muss sich dringend ändern. Ich will ja dass sie ein gute Mutter haben. Ich kann es bestimmt wieder sein. Aber ich komme kein Stück mehr weiter. Bitte keine Vorwürfe was für eine miserable undankbare Mutter ich bin. Das ist ja der Grund warum ich Hilfe suche. Nur ernstgemeinte Ratschläge.
 
Wie alt sind die Kinder??
Kannst Du sie auch mal zum Babysitter ( Oma, Vater Kita etc ) geben, damit Du wieder Abstand bekommst und Dich wieder neu auf die Kinder freuen kannst?

Wenn man dies tagtäglich tut,hat man irgendwann genug und muss mal abschalten und raus aus der Routine.
Das hilft am besten...auch sonst klare Regeln wichtig ( kein Geschrei/ Zimmer wird aufgeräumt etc )
 
Hallo,
Dein Stress tut mir sehr leid.
Ich (m) kann ihn nachvollziehen.
Du benötigst dringend Entlastung und Erholung.
Wie viele Kinder sind es, lebst Du allein mit ihnen?
Wenn nicht, kann Dich Dein Partner entlasten.
Kann Dich sonst jemand entlasten, Verwandtschaft?
Warst Du beim Arzt und hast Dein Problem geschildert?
Wäre eine Mutter – Kind Kur denkbar?

Tut mir leid, mehr fällt mir im Augenblick nicht ein.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
 
Hm... das hört sich nach Überforderung an... und als wenn du einfach mal ne Pause brauchst.

Beschreibe doch mal genauer deine Situation!
Wie alt sind die Kinder?
Wie viele hast du?

Gehst du arbeiten?
Was ist mit dem Vater?
Großeltern?
Kindergarten?

Ansonsten kann man schwer Lösungen vorschlagen.
 
Danke für eure lieben Antworten. Die Kinder sind 5 und 7 und gehen vormittags in die Schule und Kindergarten. Ich arbeite nicht jeden Tag, nehme mir dann auch immer etwas Zeit für mich. Darauf achte ich schon seit einiger Zeit. Aber es fühlt sich so an als würde das nicht mehr reichen.
Mein Mann arbeitet ziemlich viel und die Großeltern sind auch nicht so gerne mit den Kindern beschäftigt. Die sind da fast ein bisschen wie ich… Sie geben sich Mühe, haben aber in Wirklichkeit keinen Bock auf die Kinder und müssen auch immer schnell wieder weg und haben auch oft längere Zeit keine Zeit für uns.
Das mit den Festen Regeln (Aufräumen etc. ) setze ich schon durch. Ich habe mich schon gefragt, ob ich weniger Konflikte hätte wenn ich da mal etwas lockerer wäre.
Das mit der Kur habe ich wirklich schon oft überlegt! Ich traue mich nicht so recht. Ich bekomme schnell Heimweh und leide unter Panikattacken, vor allem wenn ich nicht zu Hause bin oder in ein ungewohntes Umfeld muss. Aber zum Wohl der Kinder sollte ich mich eigentlich mal überwinden… Vielleicht bekäme ich ja nicht mal eine Kur. Ich meine, was habe ich denn objektiv zu beklagen…? „Eigentlich darf ich mich ja gar nicht beschweren.“ Und dennoch schaffe ich es nicht mehr.
 
Dein Gesamtzustand ist ausschlaggebend, ich bin mir sicher, dass Du eine Kur bewilligt bekommst.
Wichtig ist dabei die Bewertung Deines Hausarztes, dem musst Du offen Deine Probleme schildern.
Für genau solche Fälle wurden diese Kuren ins Leben gerufen.
Es ist dabei unerheblich, ob es 2, 3 oder 4 Kinder sind.
Es geht darum, Dich wieder psychisch stabiler zu bekommen, Dir Erholung zu bieten.
Da wirst Du auch viele Tipps und Anregungen erhalten, wie Du Dein Leben zukünftig besser, in Deinem Sinne organisieren kannst.
Vielleicht schaust Du auch mal, ob es in Deinem Umfeld Selbsthilfegruppen für Mütter oder für psychisch belastete Menschen gibt.
 
Hallo,

deine Kinder sind doch schon größer und recht verständig
mit 5 und 7 Jahren.

Ich würde, wenn die wichtigsten Dinge geregelt sind wie z.Bsp. Mittagessen, Hausaufgaben und ähnliches mir eine Stunde absolute Ruhe gönnen.

Hast du einen Rückzugsort? Wenn nicht tut es auch das Schlafzimmer.

Setzte dich mit deinen Kindern zusammen und erkläre ihnen das du Mal eine Stunde nur für dich brauchst und dann nicht gestört werden möchtest.

Du kannst eine Eieruhr stellen. Solange die nicht geklingelt hat, dürfen sie dich nicht stören. Oder ihr malt zusammen ein Schild das du an die Tür hängst. Wenn das Schild sozusagen "Stopp" zeigt dürfen sie nicht ins Zimmer rein. Ihr werdet bestimmt ein schönes Schild kreieren.

Wenn was gravierendes passieren sollte, wirst du das auch durch die geschlossene Tür mitbekommen.

Natürlich musst du einschätzen könnennob deine Kinder so weit sind. Das sie von sich aus jetzt nicht irgendwelche Sachen machen die gefährlich sein könnten.

Du könntest dir die Auszeit nehmen wenn sie spielen.
So könntest du dich am Nachmittag Mal für eine Stunde aus dem Kinderalltag rausnehmen.

Wenn eine Stunde zuviel sein sollte für den Anfang, nimmst du dir eine kürzere Auszeit das deine Kinder sich langsam dran gewöhnen.

Wenn das nicht gehen sollte, nimm dir diese Auszeit wenn dein Mann da ist. Dann soll er dir den Rücken für ein Stündchen freihalten.

Alles Gute.
Gruß, Klee
 
Hallo SchaurigTraurig,

es tut mir leid zu lesen, dass es dir geht, wie es dir geht und ich finde es mutig, dass du dich getraut hast, hier zu schreiben.

Dabei habe ich es früher als so schön empfunden.
Jetzt bin ich nur noch genervt. Die Kinder sind nur am heulen, schreien, streiten. Den ganzen Tag nur Streit, Unordnung, Dreck, Mama mach dies, ich will dies, ich will das, Mama schau mal hier, schau mal da.
Kannst du genauer benennen, was sich verändert hat und warum es jetzt anstrengender ist, als früher? Um ehrlich zu sein, war ich ziemlich froh, als meine Kinder aus dem frühen Kleinkindalter raus waren (obwohl es auch viele schöne Aspekte hatte) und sich ab etwa drei oder vier Jahren phasenweise gut selbst und miteinander beschäftigen konnten. Das wurde mit der Zeit auch bis heute immer besser, auch wenn es nach wie vor Tage gibt, die ähnlich sind, wie von dir beschrieben.
Als Dauerzustand in dem Alter kenne ich das allerdings nicht, deswegen kann ich mir tatsächlich gut vorstellen, dass ihr alle in einem üblen Teufelskreis festhängt und derzeit nicht rauskommt. Das ist keine Schande und damit, darüber zu reden, ist schon ein erster, wichtiger Schritt getan.

Aus der Ferne ist es oft schwierig, gezielte und konkrete Ideen zu entwickeln, um zu helfen, aber vielleicht gelingt es schon, etwas genauer zu analysieren, was nicht rund läuft und wo man in eurem Alltag ansetzen könnte, um die Situation für euch alle zu verbessern.

Weiß dein Mann denn wie es dir geht und besteht die Möglichkeit, dass ihr euch grundsätzlich und langfristig umorganisiert, so dass er beruflich kürzer Tritt und auch einen Teil der Kinderbetreuung übernimmt?
Wir machen das so und sind beide sehr froh darüber. Ich kann meine Kinder sehr gut leiden und finde sie nur selten nervig oder anstrengend, aber das liegt - glaube ich - vor allem daran, dass ich in meinem Alltag genug Ausgleich habe. Früher, als ich den Großteil der Betreuungsarbeit über hatte, weil wir es finanziell und organisatorisch nicht anders stemmen konnten, fand ich die Zeit mit den Kindern deutlich anstrengender als jetzt und manchmal sogar ziemlich ätzend. Klar, es gab auch keine Perspektive, war ein Tag für die Tonne, weil alle schlecht drauf und genervt waren, wusste man, dass der nächste Tag genauso ablaufen wird.
Deswegen wäre mein Vorschlag, gemeinsam zu schauen, ob ihr eure Strukturen im Alltag optimieren könnt, um euer Familienleben euren Bedürfnissen besser anzupassen.

Wenn die Kinder viel streiten und nachmittags nach Kita und Schule wenig Harmonie herrscht, brauchen sie vielleicht auch andere Strukturen für mehr Ausgleich?

Das sind nur ein paar Gedanken ins Blaue hinein, es kann gut sein, dass vieles davon gar nicht zu euch passt. In dem Fall bitte entschuldige.
 
Hallo liebe TE,

ich glaube es ist gut dir einfach auch mal zu sagen das es vollkommen natürlich ist auch mal genervt zu sein und das bedeutet nicht gleich das man keine gute Mutter ist. Wenn es dir hilft zwei Beispiele:
Kurzes Telefonat gestern mit meiner Freundin die ein kränkelndes Kind hat und mir sagt das sie einfach am Limit ist.
Heute morgen Nachricht von einer Freundin die Mama eines Erstklässlers ist mit der Aussage das sie grad sowas von genervt ist und ihr Kind grad gern einfach nur wegzaubern würde.

Ich schätze die Ehrlichkeit meiner Freunde den das ist einfach die Realität 🙂
 

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