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Keine Entscheidung treffen können

T

Tüffel

Gast
Hallo!
Ich stehe vor einer Weggabelung und weiß nicht wo längs ich weiter gehen soll. Ich befinde mich in einer mehrjährigen Beziehung, aus der auch 2 Kinder (heute 12 + 14 Jahre alt) hervor gehen.
Täglich sagt und zeigt er mir, dass er mich liebt, doch kann ich nicht das selbe für ihn empfinden.

Ich wurde als Teenager vergewaltigt und bin seither nicht mehr fähig Liebe zu empfinden. Ich gebe zwar in meiner jetzigen Partnerschaft alles, mache und tue alles, was von mir gewünscht und erwartet wird, aber ich empfinde keine Befriedigung dabei.
Ich gehe ständig Kompromisse ein, dich ich eigentlich gar nicht will, nur um es den anderen Recht zu machen. I

Irgendwann in dieser langjährigen Partnerschaft habe ich mich selbst verloren und finde nicht mehr zu mir zurück.

Ich sehne mich nach Freiheit, einmal ganz nur mir zu gehören, nur das zu tun, was ich will, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Ich sehne mich nach Aufregung, Spannung und der Liebe. Ich sehne mich nach einem Menschen, den ich so sehr liebe, dass nichts anderes bedeutsamer ist.

Auf der anderen Seite fürchte ich mich vor dem Alleinsein, vor der Möglichkeit kläglich zu versagen und vor der Möglichkeit, mit der Trennung meines langjährigen Partners den größten Fehler meines Lebens zu begehen.

Ich weiß, die Entscheidung liegt allein bei mir. Doch halte ich diesen Schwebezustand nicht mehr lange durch. Hat jemand von euch Erfahrung mit einer ähnlichen Situation? Und wie seid ihr zu eurer Entscheidung gekommen? Und wie schafft man, seine einmal getroffene Entscheidung (in welche Richtung auch immer) auch durchzuziehen, ohne wieder umzukippen? Wie erlangt man Sicherheit?

Für viele Meinungen und Beiträge wäre ich sehr dankbar.
L.G.
Tüffel
 
Hallo,
der Weg zu sich selbst, ist der schwerste den man gehen kann. Ich habe eine ähnliche Situation erlebt, jedoch war ich bei meiner Entscheidungsfindung nur für mich allein verantwortlich. Ich bin gegangen und habe mich komplett neu ausgerichtet. Habe mich selbst neu entdeckt. Was tut mir gut, was belastet mich. Es ist ein gutes Gefühl, jedoch muss ma du um Liebe empfinden zu können sie auch zulassen. Sie wird nicht anklopfen, sondern das ist ein langer Prozess, indem du lernen musst dich selbst anzunehmen und die Vergangenheit wirklich hinter dir zu lassen, sonst wirst du mit dir allein oder auch in einer neuer Partnerschaft nicht das finden wonach du suchst. Und du wirst nur eine Wiederholung der aktuellen Situation erleben. Werde dir klar was ausschließlich mit zu tun hat und was mit deinem Prtner buw Partnerschaft. Bezieh deinen Partner mit ein und vielleicht wirst du entgegen aller Erwartungen kondtuktive Lösungen gemeinsam mit ihm finden. Doch schließe ihn aus diesen für dich wichtigen Prozeß nicht aus.Teile dich mit und habe vertrauen. Manchmal , so wie bei mir wird aus einem Partner ein Freund, ein Vertrauter für´s Leben. Abschließend ist zu sagen, wenn du wirklich Veränderungen willst und die aus tiefstem Innern kommen, wirst du eines Tages genau das in die Tat umsetzen, denn es ist unvermeidlich und nichts wird dich davon abhalten können. Du musst es aus Überzeugung machen, sonst wirst du später von Selbstzweifeln zerissen. Stelle diese Frage nichta nderenn, sondern beantworte Sie für dich selbstkritisch und ehrlich und dann gehe deinen Weg.
 
Hallo Tüffel,

im Grunde hast du dir schon selbst geantwortet als du sagtest du 'kannst' seither keine Liebe empfinden. Wenn das so ist, was könnte dir eine Trennung bringen? Mehr Einsamkeit? Oder eine andere genauso lieblose Beziehung? Mir scheint, es würde dir gut tun, dein traumatisches Erlebnis bei einem Therapeuten gründlich zu verarbeiten, teils mit und teils ohne deinen Lebensgefährten. Danach könntest du viel sicherer entscheiden, ob dein Lebensgefährte der 'Richtige' für dich ist oder nicht. Du könntest wieder lieben, vielleicht sogar ihn. Würdest du dich heute trennen, würde doch immer dieser Zweifel im Raum stehen, ob das nicht vielleicht ein furchtbarer Fehler war, eine Flucht vor deinen tief sitzenden Problemen...
 
Hallo

Vielen Dank für die Beiträge.
Dazu muss ich sagen, dass ich bereits 2004 8 Wochen zu einer psychosomatischen Reha war, um die Vergewaltigung zu verarbeiten. Seither habe ich gelernt, sie überhaupt anzusprechen, bzw. darüber zu schreiben. Das wäre zuvor nicht mal möglich gewesen. Und ich weiß jetzt auch, dass es nicht meine Schuld war, oder mir peinlich sein müsste.

Seit der Reha habe ich überhaupt wieder angefangen an mich und meine Situation zu denken. Vor der Reha befand ich mich eigentlich durchgehend in einer Art Trance. Ich lebte nicht, sondern existierte bloß, ohne eigene Meinung oder Entscheidungen treffen zu können.

Gerade, weil ich jetzt nicht mehr durchgehend an die Tat denken muss, habe ich begonnen, mir auch Gedanken über meinen Partner und mich zu machen.
Ich sehe plötzlich viele Dinge, die ich in meiner Jugend verpasst habe, Situationen, die ich gern erlebt hätte, deren Erfahrung ich gern gemacht hätte, wie z.B. mal ganz für mich allein leben und eigenverantwortlich zu sein. Doch da es die Kinder gibt, wird es so nicht mehr möglich sein.
Ich wünsche mir einmal aus diesem Alltagstrott ausbrechen zu dürfen, um nur Dinge zu tun, die ich grad tun will.

Gleichzeitig will ich meinen Partner, der mir durch all die schweren Zeiten und Jahre geholfen und mich auch getragen/gehalten hat, nicht verletzen. Und die Kinder darf ich auch nicht vergessen und im Stich lassen.
Die Kinder leiden zudem beide noch an ADHS und ein Kinderpsychologe hat mir davon abgeraten ihren tgl. Ablauf zu ändern. Speziell eine räumliche Veränderung hielt er für sehr gefährlich, meint, es könnte schwere psychische Folgen für sie haben.

Ich habe mein Leben selbst verbaut und weiß nicht mehr weiter. Ich fühle nur, wie es mir gesundheitlich immer schlechter geht, weil ich mich in einer für mich unglücklichen/unbefriedigenden Position/Lage (Beziehung?) befinde.

Ich weiß nicht, ob ich wieder einen Mann finden würde, den ich dann voll und ganz lieben kann. Nein. Eigentlich glaube ich nicht mehr an Wunder.
Aber ich fühle auch, dass es so, wie es momentan ist, für mich nicht weiter gehen kann.

Ich gehe kaputt... Ich bin schon kaputt... und bald auch am Ende meiner Kräfte.
 
Ich habe mich auch schon in einer ähnlich Situation befunden, allerdings ohne Kinder und ohne einer solchen Vergangenheit.. Schwer dir irgendetwas zu raten...

Seit wann geht es dir so?

Wie ist das mit deinem Partner, hattest du einmal Gefühle für ihn? Wenn ja, könntest du es auf diese Art probieren:

Vielleicht hilft es erst einmal mit deinem Partner zu reden und ihm zu sagen, dass du Zeit für dich brauchst, um dich wieder zu entdecken. Bitte ihn um sein Verständnis, dass du momentan mehr Freiheit brauchst. Vielleicht könnte er dir die "Arbeit" mit den Kindern und dem Haushalt etwas abnehmen, sodass du häufiger Zeit für dich hast?!

Ein Versuch wäre es vielleicht wert?! Den Schritt der Trennung kannst du dann immer noch machen.

Könnte sein, dass du das "Aufopfern" schon so gewöhnt bist, dass du eine Art schlechtes Gewissen bekommst, wenn du hin und wieder nur an dich denkst?! Immerhin steckst du ja bestimmt im Alltagstrott und das schon über Jahre.

Ich opfere mich auch immer freiwillig für meinen Partner auf, weil es sich unterbewusst irgendwie so manifestiert hat, dass das sein muss?! Vielleicht weil meine Mutter früher auch so war?! Ich mache mir dann in bestimmten Situationen dann immer klar: Nein, das muss nicht sein!

Was eure Kinder betrifft, wenn du der Meinung bist, dass es wirklich gar nicht mehr geht mit der Ehe: So weiß ich nicht, ob es für sie vielleicht doch besser wäre, wenn dein Mann und du euch einvernehmlich und in Frieden trennt, als wenn sie eine Mutter zuhause haben, die an der Situation psychisch und phyisch kaputt geht?! Das merken Kinder ja auch, dass da was nicht stimmt. Sie wissen nur nicht was und sind im Unklaren. Ob ihnen damit besser geholfen ist, als wenn sie klipp und klar wissen was Sache ist und sich daran gewöhnen können?

Ob du allein klar kommst, d. h. dich auch um die Kindern kümmern kannst, kann ich dir natürlich nicht beantworten. Das kannst nur du wissen.

LG tortelini
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe auch ein Problem und weiß einfach keinen Rat ..
Mein Vater und ich hatten einen streit .. er will das ich ihn besuchen komme aber eigentlich würde ich lieber zuhause bleiben da der freund von meiner mutter kommt er ist nur sehr selten da da er im ausland arbeitet .. Doch diesen Grund kann ich ihm nicht nennen da er nichts von dem Freund wissen soll da er immer vorurteile und sowas hat ..
Aber wenn ich nicht gehe wird er sehr sauer sein .. und wir hatten eh schon vorher streit also vergrößert der sich nur noch .. und ich weiß einfach nicht was ich machen soll .. hat jemand einen Rat ?


p.s sry das ich in dein Forum schreib habe gerade kein anderes gefunden ..
 

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