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Keine Bindung zur Eltern, es fehlt was! -was tun?

|Shad|

Aktives Mitglied
Ich bin 18 und habe keine sonderliche Bindung zu meinen Eltern, wohne noch bei meiner Mum und ziehe mich schon seit jahren eher vor meiner Familie zurück, fühle mich unwohl wenn mehr als einer auf einmal da ist und habe kaum vertrauen in meine Eltern. Wenn ich Probleme hab (haha "wenn) oder etwas geschaft habe gehe ich nicht zu ihnen. (die einzigen male an denen ich etwas wichtiges mit meiner mum geteilt habe, war letztlich schlecht.)
-> WENN ich mal meiner mum was für mich wichtiges erzähle (z.B. wenn ich eine Panikattacke hatte, -vor ihr also wars nicht wirklich "freiwillig" erzählt-, oder wenn ich ihr meine schnittverletzungen am Bein anvertraue, oder wenn ich sie eins meiner schöneren Gedichte lesen lasse, in all diesen Fällen habe ich es nachher bereut zu ihr gegangen zu sein.
Bei den ersten Beiden Themen weil sie a) das trotz ausdrücklicher Bitte meinerseits das nicht für sich behalten hatt und b) sie mir das Gefühl vermittelt hat sie würde viel mehr darunter leiden als ich, und als hätte ich "kein recht" selber schlecht drauf zu sein deswegen oder Trost zu benötigen. Beim Thema Gedicht hab ich mich einfach so schlecht gefühlt... Meine Gedichte sind mir heilig und i-wie hats mich gestört das ichs sie hab lesen lassen.

Meine mum hat auch die Angewohnheit seeehr ausgiebig über ihre Arbeit und ihren Freund zu reden, anderen dabei aber kaum eine chance zu lassen selbst ein anderes Thema anzusprechen. Und wenn ichs versuche kommt bestenfalls soetwas wie ein "aha" (oder ähnliches) und sobald ich meinen Satz gesagt habe (z.B. heh ich habe übrigens am dienstag Fahrprüfung!) redet sie wieder von sich (manchmal kommt noch ein kurzer satz wie: "hm wann hast du die denn? ah dann fahrn wir doch danach einkaufen, ich brauch noch ein geschenk für meine Schwester die hatte ja geburtstag" -oder so ähnlich)

Sie hat beruflich im prinzip fast ausschließlich damit zu tun angestrengt anderen zuzuhören, und offenbar fehlt ihr daheim dann die Kraft für noch mehr "arbeit".



So.... ich hab' also jetzt das Problem, das ich mich meinen Eltern nicht anvertraue, mich nicht von ihnen umarmen lasse, mich immernoch oft wertlos fühle. Und meine eigenen Bedürfnisse nach Liebe, Geborgenheit, Wärme und "Eltern", insbesondere eben eine mutter kommen schon lange zu kurz. Nur bemerke ich es derzeit mehr und mehr und kann mir inzwischen zugestehen dass ich diese Bedürfnisse eben habe.
Ab und an merke ich ich würde meiner mum so gerne etwas sagen, eben auch schöne sachen oder überlegungen aber es klappt nicht, und der Moment verfliegt und was bleibt ist nur eine langsam steigende Wehmut und die Erkenntnis das mir meine Mum "fehlt".
Gerade eben beginnen meine Gedanken ziemlich wirr zu kreisen, also belass ichs mal hierbei....

Ahja die Frage: Was mach ich denn jetzt?????? Jemand nen Rat?
 
Vielleicht könntest Du o h n e Vorwurf Deiner Mutter Deinen Wunsch nach Nähe und gegenseitiger Zuwendung für die Zukunft so formulieren, daß die Vergangeheit nicht wie ein Schwert über dem Wunsch hängt.
Wenn sie die Vergangenheit einbringt, die besser ausklammern, die kann von beiden Seiten nicht geändert werden.

Dafür müßtest Du ohne Gram für die Zukunft beseelt sein. 😉
Berichte mal wieder, ob und wie Du es geschafft hast.
 
so "vergangen" ist die vergangen heit aber nicht. ich habe ihr z.b. gesagt das ich nicht will dass sie wenn ich ihr etwas über meine Probleme anvertraue dass alles gleich an andere (z.B. aber nicht nur Familie) weitersagt. Laut ihr sind meine Probleme aber potentiell "lebensverändernd" und von daher hätte die ganze Familie das Recht alles zu wissen auch OHNE dass ich das will.

Und die Vergangenheit vergangen sein lassen und es einfach so zu probieren, so hab ich es ja auch i.d.R. gemacht, weil ich wenn wirklich mal alles hochgekommen ist garnicht anders konnte (z.B: als ich die ein oder andere Panikattacke hatte und sie das zwangsläufig mitbekommen hat), auch da hat sie wie oben erwähnt reagiert, wie soll ich also die Vergangenheit ruhen lassen wenn die Gegenwart kein Stück besser ist, oder hab ich dich falsch verstanden?
PS: nicht falsch verstehen, ich bin dankbar fürs mitdenken und Tipps geben!! 🙂
 
😱oops: Was meinst Du mit lebendverändernd? *grübel, *überleg*

zum Beispiel, sehe ich es so, daß meine Tochter, die jetzt ihr zweites Baby bekommt - was lebensverändernd ist - als es noch nicht bekannt war, das sie jedem Familienmitglied selber sagen konnte/sollte, was nun ansteht. So konnte sie die Reaktion darauf selbst persönlich hautnah erleben. Ich habe es für mich als Mutter nicht als mein Recht betrachtet, in meiner Freude darüber es in alle Welt zu posaunen. Nachdem es nun alle in der Familie wissen, dürfen wir ja nun auch darüber reden, wenn sie nicht dabei ist und ich darf es auch außerhalb der Familie erzählen.

Das ist ja nun ein freudiges Ereignis. Genau so sollte es für unangenehme oder ernste Sachen gelten, wenn sie nicht audrücklich sagt, daß ich darüber sprechen kann. Schließlich obläge es ihr selber den rechten Zeitpunkt für eine solche ernste Mitteilung festzustellen/selbst herbeizuführen oder es ganz zu lassen, darüber zu sprechen.

Wenn mir selber nun sowas passieren würde, daß anläßlich eines Themas eine Aussage machen mü ß t e und ich halt gezwungen wäre "das" zu erwähnen, würde ich die Angelegenheit erzählen und es ihr sagen, daß der und der "das" jetzt weiß.
Natürlich wäre mir daran gelegen, daß mir das meine Tochter nicht immer wieder vorhalten würde. Es wäre schon nötig, daß sie einsieht, daß ich aus der Situation heraus im Zwang stand.

Solle es mir unbedacht rausgerutscht sein,... (erstmal glaube ich nicht, daß mir das passieren würde, aber man kann ja über Sachverhalte unterschiedlicher Meinung sein, daher könnte es vielleicht doch passieren), dann würde wir darüber diskutieren, wobei ich mich auf jeden Fall entschuldigen würde und versuchen würde, den Grund einzusehen, wenn sie auf ihren Standpunkt beharrt, denn ich möchte ja weiterhin ihr Vertrauen geniesen.

Ich kann mir nicht vorstellen in aller Welt rumzulaufen und zu sagen: weißte schon das neueste..... .
Deine Mutter wird ja sicher auch nichts rumtragen,was ihr selbst peinlich ist.?

Da ich ja nun nicht weiß, worum es genau geht, kann ich dir jetzt nur so allegemein antworten, wie ich das sehe.

Also prinzipiell könnte man nun, da die Kiste verfahren ist, miteiander ausmachen, daß in Zukunft nichts erzählt wird, es sei Du sagst: "das kannste erzählen".

Wenn es um Panik geht, vielleicht wollte sie dich und sich ja auch nur schützen, damit die Nachbarn Verständnis haben. So war es bei mir bei einem Nachbarn, weshalb seine Frau kam und sagt, daß wir nichts befürchten müssen, wenn ihr Mann schreien würde, das würde zu einer Erkrankung gehören bzw. käme durch die Behandlung. Vielleicht sollten sie ja auch acht geben/aufpassen, falls Du alleine bist?

Du siehst, man kann viel drumrumschreiben, wenn man nicht weiß, worum es geht.
Aber von der Sache her hast Du schon recht, aber im Speziellen eben nicht.
Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.
 
😱oops: Was meinst Du mit lebendverändernd? *grübel, *überleg*

zum Beispiel, sehe ich es so, daß meine Tochter, die jetzt ihr zweites Baby bekommt - was lebensverändernd ist - als es noch nicht bekannt war, das sie jedem Familienmitglied selber sagen konnte/sollte, was nun ansteht. So konnte sie die Reaktion darauf selbst persönlich hautnah erleben. Ich habe es für mich als Mutter nicht als mein Recht betrachtet, in meiner Freude darüber es in alle Welt zu posaunen. Nachdem es nun alle in der Familie wissen, dürfen wir ja nun auch darüber reden, wenn sie nicht dabei ist und ich darf es auch außerhalb der Familie erzählen.

Das ist ja nun ein freudiges Ereignis. Genau so sollte es für unangenehme oder ernste Sachen gelten, wenn sie nicht audrücklich sagt, daß ich darüber sprechen kann. Schließlich obläge es ihr selber den rechten Zeitpunkt für eine solche ernste Mitteilung festzustellen/selbst herbeizuführen oder es ganz zu lassen, darüber zu sprechen.

Wenn mir selber nun sowas passieren würde, daß anläßlich eines Themas eine Aussage machen mü ß t e und ich halt gezwungen wäre "das" zu erwähnen, würde ich die Angelegenheit erzählen und es ihr sagen, daß der und der "das" jetzt weiß.
Natürlich wäre mir daran gelegen, daß mir das meine Tochter nicht immer wieder vorhalten würde. Es wäre schon nötig, daß sie einsieht, daß ich aus der Situation heraus im Zwang stand.

Solle es mir unbedacht rausgerutscht sein,... (erstmal glaube ich nicht, daß mir das passieren würde, aber man kann ja über Sachverhalte unterschiedlicher Meinung sein, daher könnte es vielleicht doch passieren), dann würde wir darüber diskutieren, wobei ich mich auf jeden Fall entschuldigen würde und versuchen würde, den Grund einzusehen, wenn sie auf ihren Standpunkt beharrt, denn ich möchte ja weiterhin ihr Vertrauen geniesen.

Ich kann mir nicht vorstellen in aller Welt rumzulaufen und zu sagen: weißte schon das neueste..... .
Deine Mutter wird ja sicher auch nichts rumtragen,was ihr selbst peinlich ist.?

Da ich ja nun nicht weiß, worum es genau geht, kann ich dir jetzt nur so allegemein antworten, wie ich das sehe.

Also prinzipiell könnte man nun, da die Kiste verfahren ist, miteiander ausmachen, daß in Zukunft nichts erzählt wird, es sei Du sagst: "das kannste erzählen".

Wenn es um Panik geht, vielleicht wollte sie dich und sich ja auch nur schützen, damit die Nachbarn Verständnis haben. So war es bei mir bei einem Nachbarn, weshalb seine Frau kam und sagt, daß wir nichts befürchten müssen, wenn ihr Mann schreien würde, das würde zu einer Erkrankung gehören bzw. käme durch die Behandlung. Vielleicht sollten sie ja auch acht geben/aufpassen, falls Du alleine bist?

Du siehst, man kann viel drumrumschreiben, wenn man nicht weiß, worum es geht.
Aber von der Sache her hast Du schon recht, aber im Speziellen eben nicht.
Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.

Also konkret hat sie es z.b. gleich weitererzählt als ich ihr gesagt hab dass ich mich gelegentlich selbst verletze, sie hat auch weitererzählt dass ich wegen panikattacken die schule abgebrochen habe, usw. Bei all diesen Themen hab ich sie ausdrücklich gebeten das NICHT gleich an "die große Glocke" zu hängen, nicht in der Familie und auch nicht ausserhalb davon (soetwas wie "die nachbarn aufklären" damit die sich nicht allzuernsthafte sorgen machen hätt ich ja verstanden)

Einmal hat sie als ich auf dem Weg zum Hausarzt war um mir die Einweisung für die Klinik zu holen den noch bevor ich weg war angerufen, meine schwester hat das mitgekriegt und mir gesagt. Sie hat ihm quasi im Schnelldurchlauf schonmal meine Probleme aus ihrer Sicht gesagt, für den Fall das "ich das nicht tue". Sie hat das gut gemeint schon klar, aber seitdem hab ich ihr garnichts mehr erzählt, und wie gesagt sie geht auch nie auf etwas ein das ich sage. Gleichzeitig macht sie pausenlos Druck, als sie über Ostern 2 Wochen bei ihrem Freund bin ich in ein paar punkten vorangekommen, jetzt ist sie wieder da und sagt mir mit besorgt-vorwurfsvoller Stimme was ich noch alles tun muss, und das sagt sie mir wann immer wir uns treffen. Z.B. wenn ich doch mal Nähe wagen will und zu ihr in die Küche geh (welche auch unser Wohnzimmer ist) um über i-ein mir wichtiges, positives Thema zu sprechen komme ich garnicht dazu weil sie sofort i-eine Kritik äußert "denk an den Termin nächste woche, da musst du fei dies und das machen und mitnehmen" oder "du musst endlich mal blablabla" usw. oder sie redet von ihrem Freund und/oder ihren Problemen. ..naja jetzt hab ich mich wieder etwas "davongeredet" und ich weiß schon garnichtmehr worauf ich raus wollte...^^

PS. was mich auch nervt ist dass sie selbst Psychologin ist, und auch gern ihre Patienten um Rat fragt, bzw. denen meine "Geschichte" erzählt, was die nun wirklich GAR nichts angeht -.- (ausser sie lesens hier xD 🙂 )
 

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