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keine alternativen

Lucy89

Neues Mitglied
Ich will nicht sterben.
Aber ich denke, ich muss...
Ansonsten gibt es keinen Ausweg.
Mache ich das, was ich selbst will, enttäusche ich damit die wenigen Menschen, die mich mögen, so sehr, das sie mir das wohl nie verzeihen werden. Seit mehr als einem Jahr zahlt meine Mum für mich. Seit fast 3 Jahren kämpfen mein Freund und meine beste Freundin immer wieder darum, das ich durchhalte und das durchziehe.

Mache ich aber weiter so wie bisher, wird es auch nicht besser. Ich hab in dieser Schule jedes Mal Angstzustände. Ich zittere und schwitze mir nen Wolf, ich sitze da und hab angst, und weiß nicht wovor, und wenn ich mal ehrlich bin, mir liegt das Wohl der Menschen mit Behinderung irgendwie viel zu sehr am Herzen, um da arbeiten zu können, denn owohl ich noch in der Ausbildung bin, kann ich mir die Methoden unseres Sozialsystems jetzt schon nicht mehr anschauen. Ich will da raus. Ich würde am liebsten den ganzen Tag im Büro sitzen. Schreiben, den lieben langen Tag- Gechäftsbriefe, mit Kunden telefonieren, das wär toll.

Aber das geht nicht. Mich will doch keiner. Ohne Ausbildung. Und mit dem, was ich hab, kann ich nichts anfangen. und selbst noch ne ausbildung zu machen ist nicht drin. wovon soll ich denn meine rechnungen bezahlen...das geht ja jetzt schon nur mit mamas unterstützung und auf die könnt ich dann wohl kaum mehr hoffen..
Außerdem, selbst wenn mich jemand nimmt, und mich sogar so bezahlt, das ich davon leben kann...Meine Mama wird furchtbar enttäusch von mir sein. Sie ist grad so stolz auf mich. Zu Weihnachten hat sie den "Weihnachtsmann" gebeten zu sagen, das sie sich freut, das ich meine ausbildung so toll mache, so viel schon weiß, und das sie es toll findet, das ich gute noten schreibe.
was sie wohl sagen würde wenn sie wüsste, das ich seit november nur zwei wochen in der schule war...
jeder tag machts nur noch schlimmer. sie bezahlt alles, und ich trau mich da nich hin. ich verbarrikadier mich lieber in der wohnung und lass mir irgendwelche ausreden einfallen wenn ich jemanden aus der schule treffe. ich hab herzrasen, wenn ich da hin soll, schweißausbrüche, zittern...und es wird nur noch schlimmer, weil die aus der schule jetzt mittlerweile auch schon stocksauer sind.
Ich mach alles nur schlimmer.Egal, was ich jetzt mache.

ich glaub, ich will nicht sterben.
Ich will eigentlich kinder, eine familie, ein kleines häuschen...
aber wenn ich das jemandem sage, lacht man mich aus.
Ich hab doch die ausbildung, ich wollte mit behinderten menschen arbeiten, das macht mir spaß.was wäre denn los, ich solle mich nicht so haben, da muss ich nunmal durch, wenn ich in diesem berufsbild arbeiten will.
Ja, das macht mir spaß, die arbeit mit menschen mit behinderung.
aber der umgang mit allen menschen und gesetzlichen dingen, die sie umgibt, macht mich wahnsinnig.
Aber ich bin ja so ein sozialer mensch. Ich könne nicht glücklich werden, wenn ich nicht helfen kann. Ich kann so gut beobachten, das darf ich doch nicht in nem büro verschwenden, und überhaupt, ein mensch wie ich kann in einem büro nicht glücklich werden. Seit ewigkeiten sag ich, ich will da raus. jedes mal gibts ärger, riesigen ärger, wenn ich das mache.

Ich will nicht sterben, aber ich kann nicht mehr. Meinen wunsch kann keiner verstehen.
Durchziehen soll ichs. Sind doch nur noch anderthalb jahre. als mein vater gestorben ist wollte ich auch raus. ich wurde dazu überredet,mein fachabitur weiterzumachen. ich habs beendet. ja
wenn ich jetzt wieder sage, ich will da raus...
ich hätte ja nur keinen bock mehr, so ist das halt, schule macht keinem spaß, und das zittern, die schweißausbrüche...liegt mit sicherheit nur am kaffee....


ich will nicht sterben, eigentlich nicht...ich mag das leben an sich...ich mag nur mein leben nicht.

ich glaube, ich habe keine wahl.
Nur funktionieren muss es.
Es wäre nicht der erste versuch.
und bisher bin ich immer belächelt wurden. im nachhinein. keiner kanns verstehen. ich hab keine probleme.ich bin pupertär, das ist wohl alles...seit wochen geht mir der gedanke im kopf rum, was ich mache.

verkaufe ich alles, was ich besitze und verschwinde von der bildfläche? dann kann ich vielleicht tun, was ich will...

aber nein, ich kenn mich.
ich würde sie alle zu sehr vermissen, irgendwann zurückkommen, und dann gingen die vorwürfe los.

brech ich das ding einfach ab, such mir nen kleinen job (geschweige denn, ich würde einen finden)

aber meine mum würde ausrasten, mein freund mich im schlimmsten fall verlassen, meine beste freundin nicht mehr mit mir reden, jeder wäre stocksauer auf mich.geschweige denn davon das es so gut wie unmöglich ist, hier was zu finden, von dem ich leben kann. wenn ich aber nix hab, dann muss ich zurück zu meiner mum...und das wäre wohl der supergau für sie...

und für mich auch...


mache ich weiter und beiße die zähne zusammen...
das geht nicht mehr...ich weiß nicht, obs aktuell schlimmer werden kann, und hilfe holen bringt aktuell nichts, bis die hilft bin ich wahrscheinlich selbst ein fall für die anstalt...

ich will nicht sterben...aber bleibt mir denn ne andere wahl?
 

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S

Sonnenwind

Gast
Ich will nicht sterben.
Aber ich denke, ich muss...
Ansonsten gibt es keinen Ausweg.
Du bist wundervoll!
Und Du musst sterben - irgendwann, ob Du willst oder nicht.
Doch bis dahin reicht es völlig aus nur jene Teile Deiner Persönlichkeit zu heilen oder notfalls auch zu töten, die Dich behindern Dein Leben frei und glücklich zu leben.

Hab keine Angst Deine Familie oder Deine Freunde zu enttäuschen.
Es ist Dein Leben!

Aber auch wenn es Dein Leben ist, musst Du nicht allein mit Deinen Problemen fertig werden - lass Dir helfen!

Es kann damit beginnen, dass Du zum Arzt gehst und dort Deine Situation beschreibst. Er wird Dich wahrscheinlich umgehend zu einem Facharzt überweisen.

Diese Schritte sind notwendig, damit alles seinen "richtigen" Weg geht.
Wenn Du einfach nur abbrichst, dann verlierst Du alle Ansprüche - wenn Du jedoch aufgrund offiziell bestätigter gesundheitlicher Probleme physischer oder psychischer art ganz oder zeitweise "aussteigst", sieht die ganze Sache anders aus.....
 

das Gefühl

Aktives Mitglied
Hi Du,

weißt Du, es wäre sehr schlimm, wenn jeder, der Panikattacken hat, weil die Seele nach Hilfe schreit, sich umbringen müsste. Dann wären wir nicht mehr so viele.
Dass Du keine Alternativen hast, stimmt nicht; Du erlebst einen Umbruch im Leben, der Dir zeigt, dass Du etwas ändern musst. Solche Umbrüche macht fast jeder Mensch im Leben mal durch; vielleicht nicht mit so heftigen Angstattacken, aber dafür mit Depressionen, Trauer oder Krankheit. Und das sind knallharte Zeiten, die Dich im Nachhinein weiser und stärker machen und Dir aufzeigen, was Du wirklich möchtest.

Natürlich ist es nicht schön, eine Ausbildung abzubrechen, aber selbst der Staat, das Gesundheitssystem hat erkannt, dass Du nicht die Erste bist, der das passiert, weil sie an der Seele erkrankt ist. Und da gibt es Programme und Wiedereinstieg nach Behandlungen z.B. in einer Klinik.

Ich finde es ganz schlimm, dass Du lieber sterben willst, als andere zu enttäuschen. So funktioniert das nicht! Du hast das Recht, "Fehler" zu machen, nicht perfekt zu sein und Du hast das Recht, auch mal vom Weg abzukommen. Wenn die lieben Menschen um Dich herum erkennen, dass Du Probleme hast, die erstmal Vorrang haben und sehen, dass diese Probleme Dich fast umbringen, dann wird auch keiner, wenn er sich denn darüber klar geworden ist, enttäuscht sein. Krankheit hat nichts mit Enttäuschung zu tun. Du bist auch keine Versagerin, Du brauchst im Moment halt Hilfe, mehr nicht!

Wir können nicht immer nur funktionieren. Und wir können auch nicht die Wege einschlagen, die andere für uns als die Richtigen sehen, sondern wir müssen selbst herausfinden, was richtig und was falsch ist. Wenn die Menschen, vor denen Du Angst hast, sie zu enttäuschen, Dich wirklich lieben, dann sind sie froh, wenn Du Deinen Weg findest (auch mit Pausen oder Umwegen). Oder glaubst Du ernsthaft, dass sie es besser finden, wenn Du Dich umbringst, bloß weil Du im Moment nicht so recht funktionierst? Hol Dir Beratung und gehe zu einem Arzt!!!
Alles Gute
 

Lucy89

Neues Mitglied
Ich weiß nicht...
ich war 2 wochen vor den weihnachtsferien bei meiner ärztin.
Hab ihr beschrieben, was los ist.
Wollte Beruhigungsmittel irgendeiner Art, um wenigstens vorrübergehend keine Angst mehr zu haben, wenn ich zur Schule muss. Um mich nicht mehr so über diese Idioten aufzuregen, die behinderte Menschen als "Kloppis" bezeichnen, sie auslachen,andere demütigen, fertig machen, ausgrenzen, beleidigen. Denn wenn ih mich darüber aufrege, bin ich die jenige, die von den Lehrern gerügt wird. Und wenn ich mich in meinem privaten umfeld darüber aufrege, weil es mich unfassbar wütend macht, das ich solche menschen später als "Kollegen" bezeichnen muss, die auf Menschen losgelassen werden, die sich häufig nicht wehren können,dann wird mir gesagt, das ich mich eben nicht drüber aufregen soll, so ist das eben....Ich komm aber nicht klar damit, das es so ist. Und ich komm auch nicht damit klar, das ich dann eben eine sein muss, die nicht so arbeitet. KEINER darf in diesem bereich so sein. Niemand. Und es macht mich fertig, das ICH akzeptieren muss, das andere so sind! Die anderen müssen doch einsehen, das man so nicht zu sein oder sich einen anderen Beruf zu suchen hat!

Meine Ärztin hat mir eine Liste mit Therapeuten und eine Krankschreibung für 2 wochen gegeben...
Als ich dahim war, hatte ich wohl sowas wie nen nervenzusammenbruch. keine ahnung. ich saß ewig heulend an der wohnungstür.
Mein freund hat das gesehen. Er war dabei,die ganze zeit.
Als ich ihm abends gesagt habe, das ich nicht weiß, ob ich den krankenschein abgebe, weil ich dadurch nur noch mehr ärger habe, meinte er, ich soll ihn nicht abgeben. Soll lieber den unentschuldigten tag kassieren und wieder zur schule gehen. Mir gehts ja schon wieder besser...

Ich habe schon 2 mal versucht mich umzubringen. Meine mum war danach vor verwandten und bekannten immer ziemlich amüsiert über die "theatralische ader" ihrer tochter.
In den Momenten, in denen sie mich gefunden hat, bis oben hin voll mit medikamenten jeglicher art...da hat sie es zwar ernst genommen, aber nie verstanden.
Und so wird es diesmal wieder sein.
Wenn ich darüber rede,was los ist, nimmt mich niemand ernst. man lacht mich aus, ich hab doch keine probleme, ich hab ne ausbildung, nen tollen freund, ne klasse wohnung und nen tollen charakter (ich würd gern mal gleichzeitig mehr als 4 menschen kennen, die das so sehen...)

Wenn es fast zu spät ist und ich schreiend und weinend zusammenbreche (was in meinem leben schon ein paar mal passiert ist), fragt mich jeder,warum ich nichts gesagt habe...
Ein paar Wochen Schonfrist danach, viele neue Möglichkeiten, die ich auf einmal aufgezeigt bekomme.
Und wenn ich diese dann nutzen will, gehen die vorwürfe wieder los. dann war ich wieder theatralisch, dann habe ich wieder keine probleme. Und wenn ich die Möglichkeiten, die mir aufgezeigt wurden, wieder anspreche, um sie zu nutzen, zeigt man mir, wie enttäuscht man wäre, wenn ich es wirklich täte...

Vielleicht habt ihr recht.
Ich werde mich sicherlich nicht umbringen.
Das habe ich noch nie geschafft.
Es waren immer ein paar Tabletten zu wenig.
Seit 3 Jahren lebe ich direkt neben Bahngleisen.
Ich stand schon oft da.
Bsher ist der Zug immer an mir vorbeigefahren.
Ich saß in meiner Jugend häufig am Fenster in meinem Kinderzimmer.
Gesprungen bin ich nie (obwohl das wohl eher die angst war, das ichs schwerstbehindert überlebe)

Aber ich kann mir auch keine hilfe suchen.ich darf mein leben nicht unterbrechen, um mir hilfe zu suchen.
Ich sehne mich seit jahren nach einem kind.
Aber ich bin wohl ein zu eingebildeter und arroganter mensch um es zu machen wie tausend andere mädchen. Ich setze die pille nicht ab sondern ich will warten, bis mein partner es auch will.
er meint, die ausbildung noch. Dann noch ein jahr arbeiten, um berufserfahrung zu haben. und dann kann die Kinderplanung beginnen.
Und ich finde es richtig. Ich möchte niemanden angreifen, bitte versteht das nicht so, aber ich möchte meinem Kind zeigen, das es wichtig ist, etwas in den händen zu haben, sich unabhängig von anderen sein leben zu finanzieren, wie wichtig es ist, souverän zu sein, und trotz Schwierigkeiten, die das mit sich bringt, immer für andere da zu sein, die sich nicht oder nicht richtig wehren können. Ich will meinem Kind eine Mama sein, und ich will, das mein Kind ein Mensch wird, der sich Gedanken macht, der intelligent wird, der hinterfragt, der sich bildet und der gut ist.

Ich warte seit Jahren darauf, endlich diese Rolle einzunehmen. Wenn ich jetzt auf "Pause" drücke, dauert es noch länger...und ich werde ewig hören :"das hättest du schon vor ein paar Jahren haben können"

Und jetzt sitze ich hier und hasse das alles.
Ich hasse meine art, so sein zu wollen, wie ich mein umfeld gern sehen würde.
und ich hasse es, das ich dafür gehasst, ausgelacht, beschimpft und gedemütigt werde.

Tut mir leid, ich bin abgedriftet...

Ich denke nicht, das ich mich umbringen werde. Letztendlich fehlt mir immer das Glück oder der Mut zum Sterben.
 
S

sonnenl

Gast
hallo
ich finde du hast verantwortungsvolle ansichten und auch schöne wünsche.
das leben zu unterbrechen...hm...manchmal braucht man eine pause,um zu ordnen und zu verstehen,was los ist. danach gehts einem ja eigentlich besser. man wird in dieser pause...die ich in richtung therpaibegleitend verstehe, ja klarheit über sich und den problemen bekommen und kann dann seine wünsche und zeile,besser kraftvoller angehen.

wenn du so weiter machst,wie siehts du dein leben?
und wie wäre es deiner meinung nach, nach solch einer pause?

musst nicht antworten,denke vielelicht nur mal drüber nach...:)
 

Lucy89

Neues Mitglied
Ich hab heut Nacht wieder Tabletten genommen...alles, was ich da hatte...
als ich gemerkt hab, das ich müde werde, ist mir der Satz wieder eingefallen, den `das Gefühl` geschrieben hat

"du willst lieber sterben als andere zu enttäuschen"

da ist mir aufgefallen, das ich auch enttäuscht werde.
Wenn mein Freund sagt, er kommt zu mir, weil es mir nicht gut geht, und dann doch wieder absagt.
wenn meine beste Freundin mit mir den Abend plant und 5 Minuten vorher bescheid gibt, das ihr Freund mal wieder mit dabei ist.
wenn meine Mutter mir vor versammelter Verwandtschaft erzählt, wie sie als Kind verprügelt wurden ist und sie das deshalb nie getan hat...obwohl sie es erst nicht mehr tat, als ich sie mit 11 anschrie, das ich zum Jugendamt gehe, sollte sie mich noch einmal anfassen.
das mein Bruder, zu dem ich früher aufgesehen habe, jetzt ein drogensüchtiger asozialer ist, der sein Kind zum warten auf den Flur schickt bis er im Wohnzimmer mit dem kiffen fertig ist.
das meine 2 Klassenkameradinnen, für die ich immer da war, mit den anderen über mich herziehen weil sie denken ich sei nicht im Raum
das die meisten Männer nur Augen für meine beste Freundin haben und mir sogar sagen, ich solle gehen, wenn ich mit ihr zusammen unterwegs bin. (sie lässt dann glücklicherweise lieber die Kerle stehen als mich)

ich bin doch auch ständig von Enttäuschung umgeben!
ob es kleine oder große sind...
und ich enttäusche auch gelegentlich...

gestern Abend hab ich "two and a half men" gesehen...
die folge, in der Alan von seiner 2. Frau Candy rausgeworfen wird und wieder mittellos vor Charlies Tür steht.
Am ende der folge versucht seine mum, ihn aus der Depression zu holen, in die er gerutscht ist.

Er steht auf und beginnt aufzuzählen, was ihm in den letzten Jahren passiert ist.
Und nach jedem Punkt, den er aufgezählt hat, sagt er ganz verblüfft:
"Aber ich bin noch da!"

Ich hab mich selbst zum erbrechen gebracht, damit viel der Tabletten wieder raus kommt.

Dann bin ich nachts um 4 in die Wanne gestiegen.
Jetzt ist es...kurz nach viertel 8

Und wisst ihr, was ich jetzt mache?

Ich ziehe mich an, dann gehe ich zum Arbeitsamt und schildere meine Situation.
Wenn ich Glück hab, gelang ich mal an nen Mitarbeiter, mit dem ich was anfangen kann und der mir (es wäre das erste mal) wirklich mal hilft, nen job zu finden.
Danach gehe ich zu ner Zeitarbeitsfirma. Die Adresse hab ich mir grad rausgesucht.
Im Anschluss daran werd ich bei ner Therapeutin vorbeischauen, die mir 2 freunde empfohlen haben und hoffen das ich demnächst nen Termin bekomme.
Und zu guter letzt mach ich nen Termin beim Zahnarzt. Denn nach Jahren würde ich gern mal wieder lachen, ohne den mund geschlossen zu lassen, weil ich angst hab, das jemand erkennt, das ich einen losen Zahnersatz hab..

Bis dann Leute,
es wird zeit, alle zu enttäuschen,
um selbst zu überleben...

Ach ja, eins noch...
Spätestens, wenn man zugedröhnt bis oben hin auf dem Bett liegt und darauf wartet, das man endlich ohnmächtig wird, fällt einem auf, dass zwar viele Menschen einzigartig sind und es einem das herz zerreißt sie eventuell zu verlieren, es aber schlussendlich darauf ankommt, ob du, wenn du ganz allein mit dir selbst bist, auch mit dir selbst leben kannst.

Denn sich selbst kann man nicht aus dem weg gehen.
 
A

Aloha

Gast
Hallo Lucky,

vielleicht liest Du den Beitrag von das Gefühl nochmals sehr aufmerksam durch - in seinen Zeilen findest Du gute Antworten auf die Fragen, die Dich quälen.

Dein Ziel, mit Dir selbst leben zu können/wollen, ist nicht so weit weg, wie Du bisher dachtest.
Der Weg zum Ziel wird jedoch kein Spaziergang, ich kann Dir nur raten, Dir professionelle
Hilfe zu suchen - nicht nur um Strategien und Wege aus der Krise zu erarbeiten...sondern auch, um sie umzusetzen!

Dafür wünsche ich Dir viel Erfolg und dass es bald nur noch bergauf geht!

Hi Du,

weißt Du, es wäre sehr schlimm, wenn jeder, der Panikattacken hat, weil die Seele nach Hilfe schreit, sich umbringen müsste. Dann wären wir nicht mehr so viele.
Dass Du keine Alternativen hast, stimmt nicht; Du erlebst einen Umbruch im Leben, der Dir zeigt, dass Du etwas ändern musst. Solche Umbrüche macht fast jeder Mensch im Leben mal durch; vielleicht nicht mit so heftigen Angstattacken, aber dafür mit Depressionen, Trauer oder Krankheit. Und das sind knallharte Zeiten, die Dich im Nachhinein weiser und stärker machen und Dir aufzeigen, was Du wirklich möchtest.

Natürlich ist es nicht schön, eine Ausbildung abzubrechen, aber selbst der Staat, das Gesundheitssystem hat erkannt, dass Du nicht die Erste bist, der das passiert, weil sie an der Seele erkrankt ist. Und da gibt es Programme und Wiedereinstieg nach Behandlungen z.B. in einer Klinik.

Ich finde es ganz schlimm, dass Du lieber sterben willst, als andere zu enttäuschen. So funktioniert das nicht! Du hast das Recht, "Fehler" zu machen, nicht perfekt zu sein und Du hast das Recht, auch mal vom Weg abzukommen. Wenn die lieben Menschen um Dich herum erkennen, dass Du Probleme hast, die erstmal Vorrang haben und sehen, dass diese Probleme Dich fast umbringen, dann wird auch keiner, wenn er sich denn darüber klar geworden ist, enttäuscht sein. Krankheit hat nichts mit Enttäuschung zu tun. Du bist auch keine Versagerin, Du brauchst im Moment halt Hilfe, mehr nicht!

Wir können nicht immer nur funktionieren. Und wir können auch nicht die Wege einschlagen, die andere für uns als die Richtigen sehen, sondern wir müssen selbst herausfinden, was richtig und was falsch ist. Wenn die Menschen, vor denen Du Angst hast, sie zu enttäuschen, Dich wirklich lieben, dann sind sie froh, wenn Du Deinen Weg findest (auch mit Pausen oder Umwegen). Oder glaubst Du ernsthaft, dass sie es besser finden, wenn Du Dich umbringst, bloß weil Du im Moment nicht so recht funktionierst? Hol Dir Beratung und gehe zu einem Arzt!!!
Alles Gute
PS:
Die Tabletten, die Du da eingenommen hast, werden Dich nicht umbringen - ich denke, das weißt Du selbst...und dass es eine Dummheit war, sie einzuwerfen, ist Dir ganz sicher auch klar!?
Trotzdem ist es wichtig, dass Du Dich jetzt umgehend in ärztliche Behandlung begibst...Tabletten gehören nur in verantwortungsvolle Hände...beweise Dir selbst, dass Du die Verantwortung für Dich selbst tragen kannst!

LG

Aloha
 

das Gefühl

Aktives Mitglied
Hi,

ich bin gerade ganz furchtbar aufgeregt, weil Du Tabletten genommen hast, und gleichzeitig so erleichtert, dass Du "aufgewacht" bist. Ich hoffe, Du spürst, was für eine Energie (Lebenswillen, Kraft) Du hast. Wenn es Dir heute gelungen ist, Deine selbstzerstörerischen Tendenzen in lebensbejahenden Aktionismus (Arzt, Amt,...) umzuwandeln, kann ich Dir nur sagen, dass ich, obwohl ich Dich nicht kenne, Freude empfinde und Dir sagen kann, dass Du wirklich Grund hast, stolz auf Dich zu sein. Aber auch wenn Du es heute noch nicht geschafft hast und erst die nächste Zeit diese Schritte tust, dann gilt das Gleiche, denn bei Dir kommt etwas in Bewegung.

Deine Mutter, Dein Bruder und die Männer, die dummes Zeug geredet haben (Dich weggeschickt haben wollten), sind alle NICHT richtig. Jeder von ihnen hat sich falsch verhalten, bzw. ist so in seine eigenen Problematiken verstrickt, dass ich, wie Du schreibst, denke, dass sie gar keinen Grund haben dürfen, von Dir enttäuscht zu sein, denn sie sind selber enttäuschend. Und Du bist so richtig. Das ist so prima!
Laß Dich nicht beirren und gehe Deinen Weg.
Erstmal liebe Grüße!
 

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