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Keine Ahnung wie es weitergehen soll

Neu1988

Mitglied
Hallo zusammen,

ich versuche es mal in einer Kurzfassung. Wird trotzdem etwas länger.

Ich bin 36 Jahre alt, männlich, und habe von 2005 bis 2008 eine Ausbildung zum Koch gemacht. Danach habe ich noch einige Zeit in diesem Beruf gearbeitet, allerdings hat mir das auf Dauer keinen Spaß gemacht: kaum Freizeit und finanziell ist dabei auch nicht viel herumgekommen. Anschließend habe ich die Fachhochschulreife mit einem Durchschnitt von 3,8 nachgeholt.

Ursprünglich hatte ich nur den Hauptschulabschluss, durch die Ausbildung dann den Realschulabschluss.

Danach habe ich ein FSJ im Krankenhaus gemacht, was mir grundsätzlich Spaß gemacht hat. Seit 2012 arbeite ich als Kommissionierer. Zwischendurch habe ich auch den Arbeitgeber gewechselt. Ich verdiene aktuell ganz okay, kann gut sparen und lebe insgesamt nicht schlecht.

Seit einigen Jahren spiele ich mit dem Gedanken, den Wirtschaftsfachwirt oder den Fachwirt für Logistiksysteme zu machen. Davon wird mir allerdings immer wieder abgeraten.

Ich war kürzlich beim Arbeitsamt und habe dort einen Test gemacht. Das Ergebnis war, dass man mich eher im Pflegebereich, Verkauf usw. sieht. Das Problem dabei ist – was ich der Beraterin auch gesagt habe –, dass ich Geld verdienen muss und eine Weiterbildung nur nebenberuflich infrage kommt. Sie meinte zwar, BAföG wäre grundsätzlich möglich, eine Förderung vom Amt jedoch nicht, außer ich wäre arbeitslos.

Jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht so recht, was ich tun soll. Ich grüble schon seit Jahren darüber nach, wie es beruflich weitergehen soll, denn in meinem jetzigen Bereich möchte ich nicht bis zur Rente arbeiten. Vielleicht hat ja jemand Tipps oder eigene Erfahrungen und kann mir weiterhelfen.

Viele Grüße
 
Hallo...

du möchtest in deinem jetzigen beruflichen Bereich nicht bis zur Rente bleiben... wäre denn der Pflegebereich was für dich ?
Tatsächlich würde mich der Bereich interessieren. Aber wie soll ich da einsteigen ohne Geld zu verdienen?

Der Fachwirt wurde mir davon abgeraten, da der Betreiber, Veranstalter eigentlich nur damit Geld verdient und der wo es gemacht hat ( also ich) erstmal eine Stelle finden muss und ehrlich gesagt mache ich auch, laut der Dame vom Arbeitsamt nicht den Eindruck als das ich es wollte. Da hat sie auch Recht damit...
 
Tatsächlich würde mich der Bereich interessieren. Aber wie soll ich da einsteigen

... vllt über's Jobcener/Arbeitsamt ... oder bei den entsprechenden Einrichtungen nachfragen/Termin für Beratung vereinbaren, welche Möglichkeiten mit den entsprechenden Verdienstaussichten für dich bestehen könnten... also im Krankenhaus/Pflegebereich.
 
eine Bekannte von mir war auch Quereeinsteigerin in einem Krankenhaus als Pflegehilfe. Es hat ihr Spaß gemacht und sie hat gut verdient.... (wegen des Berufes ihres Mannes stand nun ein Umzug an und sie musste diese Pflegestelle wieder aufgeben)
 
Ich denke in den Pflegebereich umzuschulen soll keine große Hürde darstellen, in dem Beruf werden doch händeringend Leute gesucht.

Und da gibt es auch Ausbildungen, bei denen man gleich Geld verdient.
Außerdem ist es nicht zu verachten, dass man sich in diesem Berufsumfeld immer weiter bilden kann und somit die Berufs- und Verdienstaussichten sehr gut sind.
 
Aber das ist ein harter, harter Job.....

Ich selber bin eigentlich Kaufmann. In der Wirtschaftskrise bin ich in die Pflege weil es besser erschien als arbeitslos zu sein. Ich sage Euch es war die Hölle. Und zwar weniger wegen der Menschen dort, sondern wegen der miesen Bedingungen. So etwas menschenverachtendes habe ich selten erlebt. Ich war selber über viele Jahre Kaufmann in einem Pflegeheim, kannte also die Internas der Pflege, aber das was ich dann noch zusätzlich erlebt habe war die Hölle.....

Beispiel: schwierige und teilweise sehr wütende Patientin. Ich habe mir die Mühe gemacht sie anzuziehen und zu füttern. Ging alles. Wenn ich nicht da war fand ich sie am Tag später in selbigen Klamotten vor und am Tropf - sie wurde nicht aus dem Bett geholt, war den Kolleginnen zu mühsam. Die alte Dame küsste meine Hand als sie mich wahrnahm. Das war für mich so schlimm..... Die Menschenwürde war ihr immer genommen......

Ich wurde von den Kolleginnen klein gemacht weil ich zu lange brauchte beim waschen. Nach einigen Wochen sagte mir eine Kollegin "Du darfst an Werktagen nicht waschen, die Zeit haben wir nicht....." Boah war ich froh, als ich raus bin aus dem Job im Pflegeheim. In der Privatpflege, persönliche Assistenz war es auch extrem schwierig weil der querschnittsgelähmte Mann von mir regelmässig wissen wollte ob sein Penis erigiert ist ect. pp..... Also Pflege würde ich niemandem empfehlen - einfach weil die Bedingungen nicht sauber sind......

Und da derzeit immer zu wenig Personal ist gleich gar nicht mehr.....

Du könntest aber tatsächlich mal als persönlicher Assistent, ist soweit ich weiß kein Lehrberuf, eine Anstellung suchen, da gibt es sofort das normale Gehalt - Verhandlungssache. Und wenn der Betreute Dir liegt, dann kann es eine tolle Zeit werden, ist nicht jeder wie derjenige, den ich betreut habe, der den Lifter abgelehnt hat und bei dem ich mein Kreuz kaputt gemacht habe.

Gruß von Grisu
 
Seit einigen Jahren spiele ich mit dem Gedanken, den Wirtschaftsfachwirt oder den Fachwirt für Logistiksysteme zu machen. Davon wird mir allerdings immer wieder abgeraten.
Wer rät dir denn davon ab?

Falls ich es überlesen habe - hast du denn mit deinem Arbeitgeber schon einmal gesprochen ob du das nicht neben deiner beruflichen Tätigkeit über deinen Arbeitgeber machen kannst?

Ich kenne viele Kollegen die dabei vom Arbeitgeber unterstützt wurden.
 
Du könntest aber tatsächlich mal als persönlicher Assistent, ist soweit ich weiß kein Lehrberuf, eine Anstellung suchen, da gibt es sofort das normale Gehalt - Verhandlungssache. Und wenn der Betreute Dir liegt, dann kann es eine tolle Zeit werden, ist nicht jeder wie derjenige, den ich betreut habe, der den Lifter abgelehnt hat und bei dem ich mein Kreuz kaputt gemacht habe.
Ja, sowas - und da du ja Koch gelernt hast, kannst du das vielleicht auch kombinieren und für denjenigen auch die Mahlzeiten machen. Das macht vermutlich mehr Freude als in der Gastro oder Großküche.
 

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