Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen soll und was das "Richtige" für mich ist

Chr11

Neues Mitglied
Keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen soll und was das "Richtige" für mich ist

Hey Leute,

Ich bin 21, habe vor knapp 2 Jahren mein Abi gemacht(2,2) und bin dann danach für ein Jahr auf eigene Faust durch Nordamerika gereist. Angefangen in Toronto bis runter San Diego, L.A, San Francisco ,Vancouver. Ich habe direkt nach dem Abi viel gearbeitet um mir alles zu finanzieren und auch in Kanada habe ich viel gearbeitet um weiter zu reisen.
Ich hatte in dieser Zeit, die Zeit meines Lebens bis jetzt und Ich trauer ihr jeden Tag nach. Die ganzen Freundschaften, die Tage und Nächte, Erfahrungen, Partys, Gefühle und Momente- und vorallem das Gefühl überzeugt von dem zu sein was Ich hier tue. Keiner konnte mich vorher davon abhalten zu gehen, ich hatte einen Plan und habe es durchgezogen und hatte somit die Zeit meines Lebens um die mich viele beneiden.
Ich fühlte mich gut und stark.
Jedoch bin ich auch mit der Überzeugung gegangen herauszufinden wer Ich eigentlich bin und was Ich danach mit meinem Leben anfangen will und das hat meine Familie auch sicher von mir erwartet - nur war dem leider nicht so.
Ich kam wieder, als neuer Mensch, voller Erfahrungen , mit perfektem und sogar im Prinzip akzentfreiem Englisch , da Ich Kontakt zu Deutschen im Prinzip immer komplett vermieden hatte und nur Englisch sprechen wollte in dieser Zeit, was auch geklappt hatte.

Nur ich wusste immer noch nicht was Ich studieren will, was das "Richtige" ist. Ich wollte etwas anfangen , und nicht gleich wieder abbrechen und dann wieder anfangen- hin und her, hin und her.

Ich war schon immer ein kreativer Mensch, musikalisch, interessiert an Kunst, Musik , Film , Fashion, Design, der gesamten Kreativindustrie.

Klar , der Gedanke z.B Kommunikation Design zu studieren kam mir schon oft, da Ich aauch schon immer recht gut zeichnen konnte.
Aber Ich wollte auch schon immer unabhängig sein, schnell wenn's geht, gutes Geld verdienen, vorallem weg aus Deutschland , vllt mein eigenes Business, mal schauen.
Und diese ganzen Design Studiengänge sind so überlaufen. Jedes Jahr so viele Abhänger, so viel Konkurrenz. Und Ich möchte auch nicht für viele Jahre nach dem Studium an der Existenzgrenze leben.
Ich konnte mir vorstellen später im Kreativbusiness zu arbeiten. Vllt. Arts Management, Musikmanagement, Filmindustrie...
Ja vllt auch creative director oder art director, gefällt mir die Vorstellung- aber wahrscheinlich iwo eine eher naive Vorstellung...

Da aber unsere Generation irgendwo zwischen Instagram, Fashionblogs und oder irgendwas kreativem bezüglich Studium oder vllt im Medienbereich festhängt, dachte Ich mir, warum letztlich einfach nur wieder einer von vielen sein um danach wieder abzukacken.

Ich fand Journalismus, diese ganzen Magazine, Printsachen auch immer interessante, aber alles überlaufen.

Also dachte ich mir, machst du es durch ein Businessstudium an einer Fachhochschule, lernst grundlegende Management Sachen und schaffe mir somit eine Basis, eine Plattform und gehe danach in die Kreative Richtung. Studiere dann vllt Design, oder gehe direkt wieder ins Ausland und mache meinen Master in Musik, Filmmanagement...
Letztes Jahr hatte Ich kein Studienplatz bekommen , somit habe ich es dieses Jahr zum Sommersemester probiert.
Ich wurde angenommen für Business Administration. Ich wollte immer in eine Großstadt, vorallem nach meinem Jahr in Nordamerika. Ich wollte immer in die große weite Welt und demnach wollte ich nach meinem Jahr im Falle Ich bleibe in Deutschland, immer nur nach Berlin oder vllt Hamburg. Nun bin ich hier, Ich wurde in Berlin angenommen, was ja nicht unbedingt so einfach ist, heute wo alles nach Berlin will und somit die NCs pusht.
Gestern und heute hatte ich meine Einführungskurse und ich fragte mich sofort:" was mache ich eigentlich hier?!"
Der ganze Mist klingt einfach nur extrem trocken und interessiert mich nicht im geringsten, aber es ist Ja nur ein Mittel zum Zweck, sagte ich mir.

Aber genau das wird es zu einer Qual für mich machen. Ich werde nie das geringste an Leidenschaft hineinpacken. Ich unterschätzte ein Studium nicht und Ich denke das wird mich zum scheiter und verzweifeln bringen.
Ich schätze mich generell als eine halbwegs intelligente Person ein, aber wenn ich an das ganze Mathe denke, wo ich nicht der allerbeste drin bin, wird mir wirklich schlecht.
Ich denke einfach das es keine gute Basis ist ein Studium zu beginnen und erfolgreich durchzuziehen. Nun sitze ich in einem Kaffee , schreibe verzweifelt diesen Text und suche nach Antworten.
Mir wird eigentlich schlecht , wenn ich daran denke dieses Studium in den nächsten Wochen anzufangen.
Ich mein es ist Bwl und man ist einer von von tausenden von bwl Absolventen und ich starte schon komplett unmotiviert.

Ich weiß nicht was ich machen soll und quäle mich schon seit über einem Jahr und weiß nicht wohin ich will und wo ich mich sehe.

Ja, die Kunstwelt ist schön. Fotografie, Design, Musik oder auch Architektur, Innenausbau..aber alles ist überlaufen, von allem gibt es heute zu viel, jeder erzählt mit schlechtes was den Studiengang, den Studiengang oder den Studiengang betrifft.

"Anglistik"- heute stehe ich im Supermarkt, "Design-heute Supermarkt", ...von allem zu viel. Entweder wirst du Mediziner, Ingenieur, vllt Psychologe oder gehst in die BWL, aber dann mit 1er Abschnitt. Immer trocken, extrem mathelastig und meistens brauchst es nie wieder oder fällst vorher durch.
Und das möchte ich nicht.

Ich sehe mich schon wieder Sachen packen und einfach wieder abhauen und reisen.
Es macht mich irre nicht zu wissen wo ich hin will, was ich will.
Ich will einfach nur engagiert sein, mich kümmern, was erreichen und vorwärts kommen. Es mit Leidenschaft machen und somit auch gut drin sein, aber auch guten Geld verdienen und mir einen gewissen Standard garantieren.

Diese Situation macht mich irre und frustriert. Ich stecke fest und komme nicht raus. Ich komme weder nach vorn ,nach hinten oder nach links oder rechts.

Und das macht mich schon lang sehr, sehr unglücklich.

Ich habe das Gefühl , ich weiß was richtig klingt, was vernünftig ist, aber dennoch auch was mein Bauch sagt,...
Aber ich habe nicht die Eier irgendeinen Weg zu gehen. Kreativ sein, aber das Risiko umgehen.
Kein Ahnung...

I'm fucking lost folks...

Ich habe mittlerweile so viele Weisheiten über das Leben gehört, was richtig und falsch ist , so viele tolle und richtige Dinge, aber nichts ändert sich bei mir.

Ich weiß nicht wohin.

Keine Ahnung was ich mir jetzt an Antworten verspreche, aber Ich dachte Ich probiere es mal.


Alles Liebe euch!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen soll und was das "Richtige" für mich

Du hast Recht, du hast absolut Recht. Ich hab auch nicht die geringste Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Mein Fachabi ist ziemlich durchschnittlich, dazu kommt eine abgebrochene Ausbildung. Ich werde im Sommer 19 Jahre alt und ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie ich mein Leben jemals schaffen soll. Wie ich alles auf die Reihe kriegen soll. Mir fehlt jegliche Orientierung. Nein, ich hatte keine schlimme Kindheit, ich wurde nicht misshandelt, geschlagen, ausgesetzt und/oder vernachlässigt. Ich habe nur einfach keinen Plan, wie man das Leben im 21. Jahrhundert meistern soll. Es wird einem eh alles immer gleich madig gemacht. Überall stößt man auf Ablehnung, Deutschand, das Land der Negativdenker und Alles-Schlechtmacher. Alles ist kaputt, überlaufen, fehlerhaft oder anderweitig scheisse. Unternehmen wollen sowieso nichts in junge Menschen investieren. Es gibt keinen Fachkräftemangel. Das Einzige was es gibt, ist unbarmherzige Ausbeutung. Der Spruch Lehrjahre sind keine Herrejahre ist nur ein Deckmantel für modernes Mobbing. Die Anforderungen sind heutzutage sind unmenschlich. Am besten, man gibt am Firmeneingang seine Meinung ab, ist nie krank, schluckt alles runter und funktioniert 24/7. Oh ja, ich bin "flexibel", "motiviert" und mag "Herausforderungen". Ich bin bereit rund um die Uhr mich fertig machen zu lassen und irgendwelchen Scheiss zu bearbeiten. Man kann es eh keinem Recht machen, wie soll man da schon alles auf die Reihe kriegen. Ich bin jetzt ziemlich von deinem Problem abgewichen, aber so sehe ich die Dinge. Und ich würde auch gerne so vieles machem, es gibt vieles was mich interessiert. Aber keine Ahnung wie ich's machen soll.

Gruß, JGW
 
AW: Keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen soll und was das "Richtige" für mich

Ja, Zukunftsentscheidung sind echt nicht einfach und ich kann dich da voll verstehen.
Ich komme von einer komplett anderen Richtung (Biologie) und bin deshalb vl nicht die perfekte Person um dir hier Ratschläge zu geben. Deswegen sollen es auch eher Gedankenanstöße sein, da ich mich damals gegen ein "Vernunftstudium" (welches mich über Umwege vl eher ans Ziel gebracht hätte) und für das risikoreiche "Wunschstudium" entschieden habe. Ich schreib einfach mal, was mir so einfällt und du schaust, ob es dir hilft 🙂.

Nach meinem Abi bin ich für ein Jahr (auch alles selbst bezahlt) nach Neuseeland, wohl die genialste Zeit meines Lebens. Wiedergekommen und gedacht "alles geht, wenn man nur will", 1 Jahr gearbeitet um Geld fürs Studium zu sparen und Biologie studiert. Mir war bewusst, wie die Jobaussichten sind, aber nicht, dass es in diesem Bereich wirklich so schlimm ist. Habs dann mit gutem Bachelor abgeschlossen (1,8) und werde nun aus finanziellen Gründen und wegen den Jobaussichten eine Ausbildung beginnen (müssen). Meine ökologischen Interessen werd ich dann erstmal ehrenamtlich ausüben und vl viel später noch einen Master in Umweltmanagement, Umweltökonomie mal draufhängen. Irgendwie gehts also immer weiter (hoffentlich ^^).
Es gibt unglaublich viele Neigungsstudiengänge, die überloffen sind und wo die Jobaussichten eher mau sind. BWL ist zwar auch sehr überloffen, wird aber def. mehr gebraucht als andere Studiengänge. Und dein Plan hört sich eigentlich recht gut an. Du weißt, warum du vielleicht unliebsame Module besuchen und abschließen musst und wo du hinwillst. Diese Ahnung haben viele am Anfang des Studiums nicht. Mit Praktika und Nebenjobs könntest du dir von Anfang an ein eigenes Profil in den von dir gewünschten Richtungen herstellen.

Wenn du eher zu einem kreativen Studium tendierst, wo der Einstieg wohl sehr viel schwerer ist als mit BWL, solltest du dir persönlich die folgenden Fragen stellen:
Hast du genug finanzielle Absicherung für sowohl nötige Praktika (oft unbezahlt) und die Wartezeit nach dem Studium, bis du einen Job in einem von dir gewollten Bereich bekommst?
Mit 21 denkt man oft "irgendwie bekommt man das hin", aber mit 24 erscheint das alles anders. Ich sehe so viele wirklich höchstmotivierte Biologen im Moment auf Hartz4 oder Hilfsjobs sitzen, dass es def. eine gute Überlegung von dir ist, dich auch nach dem Markt zu orientieren!
Hast du ein Wunschauswanderungsland und wie ist die Nachfrage dort?
Denkst du, du bist in absehbarer kurzer Zeit irgendwann an Deutschland gebunden (ältere Eltern um die du dich vl in 3 Jahren kümmern möchtest/musst; Partnerin, die nicht auswandern möchte;...)?
Wenn du dir jetzt schon so viele Sorgen machst: wirst du ein Neigungsstudium einfach mal studieren können und es ohne Existenzängste (=ohne dadurch vl folgende persönliche Probleme) durchzuziehen? Wo die Zukunftssorgen wohl noch viel schlimmer sind als bei BWL?
Wenn du wechseln willst: Verlierst du Wartesemester, die du vl brauchst oder kannst du als Zweitstudium auch irgendwo quereinsteigen?
Kennst du Leute, die Design/ Kunst/ ... studieren (Achtung, keine Erstsemester, am besten Leute, die schon sehr weit mit ihrem Studium sind. Alle anderen tendieren oft zu einer rosa roten Brille) und die du mal fragen könntest, wie sie sich ihren Weg vorstellen?


BWL dürfte weit genug gefächert sein, um dir sowohl Chancen in kreativen Berufen zu bieten, als auch Chancen auf einen Job. Das darfst du nicht unterschätzen. Ob am Ende wirklich der Traumjob rauskommt, weiß du natürlich nicht. Aber das weißt du mit einem Neigungsstudium (dh Kunst oder Anglistik) auch nicht. Viele Ökologen sind aus Geldnot ungewollt Pharmavertreter geworden und wären besser dran gewesen, ihren Lebensplan mehr nach dem Markt zu richten. ("Hätte ich nur einen normalen Bürojob" habe ich hier schon öfters gehört und mich letztendlich selbst erstmal auch dafür entschieden)
Wegen deiner Reiselust: Kannst du entweder durch deinen Job ausleben oder bei einer entsprechenden Anstellung + Bezahlung (was bei BWL wohl eher möglich ist) durch vieles Reisen im Urlaub. Auswandern soll aber mit akademischen Abschluss immer einfacher sein. Aber vl machen es auch einfach mehr Akademiker, weil hier in DE nicht viel zu holen ist.
Falls du wirklich abbrechen möchtest, bist du mit 21 wirklich nicht zu alt und ein Semester mal etwas studiert, was einem nicht gefällt, ist etwas anderes als nach 4 oder 6 Semester abbrechen bzw wie ich nach dem ersten Master Semester. Das geschickt zu verkaufen, um auf dem Arbeitsmarkt noch eine Chance zu bekommen, ist relativ schwer.
Deine Wahl ist vielleicht nicht dein komplettes Wunschstudium, aber wahrscheinlich eine gute Grundlage für den von dir gewollten Weg. Mathe könnte hier allerdings schon etwas kritisch werden, soll bei BWL ja nicht ohne sein.

Ich musste mich letztendlich gegen mein Wunschstudium entscheiden und eine Ausbildung annehmen, die mich erstmal auch nicht so stark interessiert, auf die ich aber aufbauen kann. Wie oben schon gesagt: Irgendwie geht es immer weiter.
Hätte ich heute nochmal die Wahl, ich hätte eher auf vernünftigen Argumenten als auf mein Bauchgefühl gehört. Mit BWL/ Ing. irgendwo quereinzusteigen ist anscheinend relativ leicht, mit Neigungsstudiengängen eher weniger.
Wünsche Dir viel Erfolg bei deinen weiteren Entscheidungen!!!
 
AW: Keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen soll und was das "Richtige" für mich

Ich vermute, dein Thema ist noch aktuell?!
Es interessiert mich, da es mir sehr bekannt vorkommt.
Wenn du möchtest, setze ich mich gerne damit auseinander.
Schreibst du mir eine Message?
 
AW: Keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen soll und was das "Richtige" für mich

Hey, wie sieht es nun bei dir aus?
Über ein update würde ich mich sehr freuen da ich selber deiner damaligen Situation sehr nahe komme..
Liebe Grüße
Björn
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben