Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Katzenhass

Ghana

Mitglied
Ich versteh nicht, wieso es Leute gibt, die explizit Katzen hassen.

Man liest ständig, dass eingefleischte Katzenhasser sich aufregen, weil Katzen ihre Beete und/oder ihren Garten als Toilette benutzen.

Auf offener Straße liegt dafür fast überall Hundescheiße, Grünflächen kann man meist nur betreten, wenn man ständig auf den Boden schaut - trotzdem hasse ich keine Hunde.

Außerdem wird sich über Katzengeschrei nachts beschwert. Mich nervt Hundegebell und Kindergeplärre mehr, trotzdem hasse ich weder Kinder noch Hunde, weil ich einfach akzeptiere, dass diese eben manchmal Lärm veranstalten.

Desweiteren stören sich viele an Katzenhaaren. Also langhaarige Frauen (die viele sicher gleich mithassen) finde ich da "lästiger", trotzdem hasse ich sie nicht. Hunde haaren auch.
Übrigens hab ich einen Nebenjob als Reinigungskraft und die Waschbecken und Duschen sind immer voll von Männerhaaren, also bitte. Ich hasse Männer trotzdem nicht.

Zum Schluss wird Katzen Hinterhältigkeit unterstellt - wie kann man allen Ernstes einem Tier sowas unterstellen? Wer Tiere so vermenschlicht, hat doch - gelinde gesagt - ein Problem.

Kann es sein, dass Katzenhass daher kommt, dass man diese Tiere nicht kontrollieren kann? Meist kommt es, so scheint es mir und bestätigt sich auch in der Nachbarschaft, von Leuten, die ihren Rasen mit der Nagelschere trimmen und jedes Beet immer wie geleckt halten und ihre Umgebung komplett kontrollieren wollen. Ebenso von Leuten, kommt auf was ähnliches raus, die ebenfalls Minderwertigkeitskomplexe haben und nicht drauf klar kommen, dass es Wesen gibt, die auf ihre Vorstellungen von der Realität, ihre Anforderungen und Befehle usw., einfach sch*** (im wahrsten Sinne des Wortes) und sich nicht im Zaum halten lassen.

Wenn die kleine, geordnete Welt, in der man selber der King ist, dann zusammenbricht, weil die hinterhältige Katze (der Satan selbst, sozusagen) ins sorgfältig geharkte Beet kackt (und man gar noch reinfasst) und einem dann den Hintern zudreht und nicht reagiert, dann sieht die kleine Wurst rot und muss Rache nehmen für etwas, was ihrer Meinung nach nicht sein darf (aber trotzdem so ist).

Genauso wie Männer, die auf die Katze ihrer Freundin neidisch sind. Gruselig, sowas. Ein erwachsener Mann stellt sich mit einem Tier (!) auf eine Stufe und reagiert dann darauf kindischer und komplexbehafteter, als das Tier selber es je tun könnte, rächt sich an der Katze, die nur ihren Instinkten gehorcht. Jeder Mensch mit einem normal ausgeprägten Selbstbewußtsein würde über der Sache stehen, schon allein durch das Wissen, dass er ein Mensch ist und intelligenter als das Tier.

Ich frag mich einfach, wie sowas sein kann.

Was meint ihr dazu?
 

Hallo Ghana,

schau mal hier: Katzenhass. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ehrlich? Ich frage mich, warum so ein nebensächliches Thema bei dir so einen großen Platz einnimmt? Im Text schreibst du z.B.: "Wer Tiere so vermenschlicht, hat doch - gelinde gesagt - ein Problem", aber was machst du denn gerade?

Dieses Thema nimmt bei dir einen Stellenwert ein, der völlig irrational ist und in keiner Relation steht.

Jeder Mensch hat das Recht sich über alles aufzuregen, auch über Katzen.
 
Wenn es so einen großen Platz einnehmen würde, hätte ich es hier kaum gepostet, schon gar nicht unter "Sonstiges", sondern wäre in Therapie 😉

Nein, ich bin vorhin auf eine Seite gestoßen mit lauter Katzenhasserkommentaren und ich bin darüber verwundert und mich interessiert, wie es sein kann, dass es Leute gibt, die konkret Katzen hassen.

Ich vermenschliche Katzen hier nirgends, es sind aber Lebewesen, die, wie alle Lebewesen, Respekt verdienen und nicht aus Lust und Laune verletzt werden sollten.

Es ist auch ein Unterschied, ob man sich über Katzen aufregt (ich ärgere mich auch, wenn ich in einen Hundehaufen trete oder Haare aus dem Abfluss pulen muss, aber ich HASSE nicht im Gegenzug), oder ob man im Internet Anleitungen veröffentlicht, welches Gift man auslegen kann und wie man Katzen heimlich verletzt usw.

Bin einfach immer wieder erschrocken, wie radikal manche sind, daran werde ich mich nie gewöhnen und normal finde ich das keineswegs.

Dieses Thema nimmt bei dir einen Stellenwert ein, der völlig irrational ist und in keiner Relation steht.
Als ob du das beurteilen könntest, was in welcher Relation steht oder irrational ist 🙄 Was für wen eine Bedeutung hat, ist von Mensch zu Mensch und Situation zu Situation verschieden. Deine Aussage ist ein Totschlagargument, das man unter jeden Thread hier schreiben könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbstverständlich kann ich das beurteilen.

Es steht halt jedem Menschen frei, was er hasst. Ich z.B. hasse Fliegen. Da muss man sich auch gegenüber Keinem rechtfertigen, es ist einfach so.
 
Mich interessieren auch keine Rechtfertigungen.

Ich finde Hass gegenüber unschuldigen Lebewesen (Tiere sind immer unschuldig) abartig, sorry.
 
Du solltest dir erstmal im klaren darüber werden, was deine Äußerungen im Umkehrschluss bedeuten. Wenn Tiere immer "unschuldige" Lebewesen sind, dann sagst du auch indirekt, dass es "schuldige" Lebewesen gibt.

Wer sind die?

Hass ist nun mal Hass. Da kann man Menschen keinen Vorwurf machen, wenn sie bestimmte Tiere hassen. Es wird ihre Gründe haben, die wahrscheinlich tief in der Seele verwurzelt sind und für die sie selbst nichts können.
 
Interessanter Ansatz.

Jemanden, der gezielt anderen schadet, würde ich nicht als unschuldig bezeichnen. Aber ist ein verdammt schwieriges Thema. Ich war immer der Auffassung, dass man keinen verurteilen darf, der Mist baut, weil er evtl. einfach nicht anders kann. Aber manche überschreiten Grenzen so stark, dass man sich wehren muss. Wo fängt Grenzüberschreitung an? Das kann man nicht pauschal sagen.
Wenn ich dich schief anschaue? Wenn ich dich schlage? Dich vergewaltige? Oder wenn ich dein Haustier vergifte? Ab wann hast du ein Problem und ab wann mache ich dir eins?

Meiner Meinung nach gibt es keinen Menschen, der sich an absolut NICHTS stört. Wir sind ja nicht Gott. Aber man sollte in meinen Augen versuchen, zu lernen, nicht aus Motiven wie Hass und Minderwertigkeitskomplexen zu handeln und wenn Leute diesen freien Lauf lassen und sich daran weiden, andere zu quälen, dann machen sie sich schon aus meiner Sicht irgendwo schuldig.

Auf jeden Fall können wir Menschen sowas lernen, Tiere nicht. Wir sind intelligenter und meist stärker. Schon allein deshalb halte ich es für erbärmlich, an einem Tier Rache zu üben. Das ist, als übe man an der Welt Rache, das bringt keinem was.
Rache an einem Menschen halte ich für ebenso überflüssig, aber da gestehe ich noch eher zu, dass es schwierig ist, sich im Zaum zu halten, weil Menschen intelligenter sind und ein anderes Bewußtsein haben.

Wenn die Katze in meinen Garten pinkelt, muss sie pinkeln. Sie kennt keine menschlichen Grenzen, sie hat selber keinen Garten, sie macht das nicht aus Boshaftigkeit.
Wenn ein Nachbar in meinen Garten pinkelt, hat er diese Entschuldigung nicht, es sei denn, er ist geistig behindert.

Ich hab übrigens nichts dagegen, wenn man sein Hab und Gut verteidigt, aber halt mit angemessenen Mitteln. Es ist ein Unterschied, ob man eine Katze mit nem Gartenschlauch vertreibt oder mit ner Schrotflinte.

Übrigens entstehen meiner Meinung nach die größten Probleme daraus, dass man sich für etwas besseres hält und danach handelt. Speziesmus ("Tiere sind weniger wert als Menschen") ist für mich kein Stück besser als Rassismus. Und ich spreche von gezielter Verachtung und Misshandlung der als minderwertig empfundenen Lebewesen, nicht davon, beim Gehen über eine Wiese einen Käfer zu zertreten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessanter Ansatz.

Jemanden, der gezielt anderen schadet, würde ich nicht als unschuldig bezeichnen. Aber ist ein verdammt schwieriges Thema. Ich war immer der Auffassung, dass man keinen verurteilen darf, der Mist baut, weil er evtl. einfach nicht anders kann. Aber manche überschreiten Grenzen so stark, dass man sich wehren muss. Wo fängt Grenzüberschreitung an? Das kann man nicht pauschal sagen.
Wenn ich dich schief anschaue? Wenn ich dich schlage? Dich vergewaltige? Oder wenn ich dein Haustier vergifte? Ab wann hast du ein Problem und ab wann mache ich dir eins?

Meiner Meinung nach gibt es keinen Menschen, der sich an absolut NICHTS stört. Wir sind ja nicht Gott. Aber man sollte in meinen Augen versuchen, zu lernen, nicht aus Motiven wie Hass und Minderwertigkeitskomplexen zu handeln und wenn Leute diesen freien Lauf lassen und sich daran weiden, andere zu quälen, dann machen sie sich schon aus meiner Sicht irgendwo schuldig.

Auf jeden Fall können wir Menschen sowas lernen, Tiere nicht. Wir sind intelligenter und meist stärker. Schon allein deshalb halte ich es für erbärmlich, an einem Tier Rache zu üben. Das ist, als übe man an der Welt Rache, das bringt keinem was.
Rache an einem Menschen halte ich für ebenso überflüssig, aber da gestehe ich noch eher zu, dass es schwierig ist, sich im Zaum zu halten, weil Menschen intelligenter sind und ein anderes Bewußtsein haben.

Wenn die Katze in meinen Garten pinkelt, muss sie pinkeln. Sie kennt keine menschlichen Grenzen, sie hat selber keinen Garten, sie macht das nicht aus Boshaftigkeit.
Wenn ein Nachbar in meinen Garten pinkelt, hat er diese Entschuldigung nicht, es sei denn, er ist geistig behindert.

Ich hab übrigens nichts dagegen, wenn man sein Hab und Gut verteidigt, aber halt mit angemessenen Mitteln. Es ist ein Unterschied, ob man eine Katze mit nem Gartenschlauch vertreibt oder mit ner Schrotflinte.

Übrigens entstehen meiner Meinung nach die größten Probleme daraus, dass man sich für etwas besseres hält und danach handelt. Speziesmus ("Tiere sind weniger wert als Menschen") ist für mich kein Stück besser als Rassismus. Und ich spreche von gezielter Verachtung und Misshandlung der als minderwertig empfundenen Lebewesen, nicht davon, beim Gehen über eine Wiese einen Käfer zu zertreten.


Du sprichst mir aus der Seele!!!!!!

Zum Glück habe ich in meiner Umgebung selten mit solchen Menschen zu tun.

LG tulpi
 
Ich würde mich Dr. House anschließen. Hass ist nun einmal per definitionem etwas Irrationales, man kann zwar versuchen zu ergründen, woher er kommt und warum er sich gerade auf diese Weise zeigt, aber man wird ihn nicht mit Vernunft aus der Welt schaffen. Genausowenig wie Frauen-, Männer, Kinder-, Hunde-, Fliegen-, Spinnen-, Schlangen- und Sonstwashasser.

Im Prinzip ist es ja ebenso irrational etwas zu lieben. Der Eine liebt Katzen, der Andere Hunde, jeder hat seine Gründe, die widerrum einem weiteren Menschen völlig unverständlich sein können.
 
Will zum Thema Hass mal ein Beispiel zum Nachdenken bringen:

Ich bin müde, abgespannt und will ruhen. Da fängt ein Nachbarkind draußen an zu schreien, zu toben und mir diese benötigte Ruhe zu verderben.
Folge: ich bekomme einen Hass auf das Kind, den ich jetzt mit Mühe zügeln muss.

Wenn dieselbe Situation eintritt, aber die Mutter des Kindes vorher erzählt hat, dass sie derzeit ohne Mann ist, kaum noch kann und ihr Kind Zähne bekommt, den Verlust des Vaters nicht tragen kann usw. (nur ein Beispiel), dann könnte es sein, dass ich trotz meiner Müdigkeit aufstehe, rausgehe, das Kind tröste, Mitgefühl bekomme usw.

Hass ist also nicht nur einfach da. Hass hat manchmal Ursachen, die mit dem gehassten Objekt nicht direkt zu tun hat.

Sigi
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben