Hi,
ich befinde mich aktuell in einer richtig miesen Situation. Beruflich läuft überhaupt nichts bzw. hat es nie wirklich. Grund dafür ist, dass mein Studienabschluss (Sport/Bachelor) auf den Arbeitsmarkt nichts wert und es einfach keine Stellen für meine Qualifikation und Vorerfahrung. Höchstens im freiberuflichen oder niedrig bezahlten gemeinnützigen Bereich und selbst da werde ich behandelt wie jemand, der kein Abschluss hat. Meine Vorerfahrung ist hier praktisch irrelevant. Die würden fast jeden nehmen, da sonst keiner die Arbeit für wenig Geld machen würde. Vor allem, weil es nur Teilzeit ist und man damit nichts aufbauen kann. Perspektive Fehlanzeige. Solche Stationen bringen mir auch überhaupt nichts, da es nicht wirklich als Berufserfahrung anerkannt wird. Meine Praxisstationen im Lebenslauf sind fast ausschließlich Sportvereine als Praktikant, Ehrenamt oder Selbstständigkeit. Die haben mir nichts gebracht. Bis auf meinen Bachelor habe ich auch nichts handfestes vorzuweisen und selbst dieser Abschluss ist schon Jahre her. Keine Zertifikate oder sonstige Qualifikationen. Dank Corona konnte ich im Sportbereich die letzten Jahre auch gar nichts machen und jetzt ist es auch nicht viel besser. Bekomme keine Chance irgendwo anzufangen. Einen Führerschein habe ich nicht, der leider etwas zu oft verlangt wird. Das ist jetzt auch nicht etwas, was ich so eben mal machen kann.
Vor ein paar Jahren habe ich versucht mich ein wenig umzuorientieren im Schulbereich als Lehrer und auch im Nachmittagsprogramm als eine Art pädagogische Ergänzungskraft. Hat mir eigentlich sehr viel Spaß gemacht. War auch kurz davor auf Lehramt zu studieren, damit mein Bachelor von Nutzen sein kann, aber meine Motivation zu studieren war einfach weg. Auch weil mir der Gedanke nicht gefällt für das deutsche Schulsystem zu arbeiten, weil es einfach Müll ist und ich immer gezwungen werde mich daran zu orientieren. Ich bin als Typ etwas speziell und hatte bisher immer das Gefühl, dass meine Ideen und Vorgehensweise nicht erwünscht ist. Wie schon erwähnt gefällt mir Arbeit an sich sehr und war deswegen jahrelang dran, aber ich passe überhaupt nicht zur Unternehmenskultur im sozialen Bereich. Habe auch versucht mich selbstständig zu machen mit Nachhilfe, aber das hat rein finanziell nicht funktioniert und viel zu unsicher. Ansonsten liegt mir diese freie Arbeit mehr, da ich als Angestellter wenig Erfahrung gemacht habe und diese waren negativ.
Ich bin mittlerweile ü30, was höchstwahrscheinlich einer der Gründe für meine Schwierigkeiten bei der Jobsuche ist. Es gibt auch allgemein sehr wenig Quereinstiegsmöglichkeiten, weil überall irgendetwas verlangt wird. Mein Sportstudium ist mir eher im Weg, weil es nirgends gebraucht wird. Die Personaler stecken mich in eine Schublade, in der ich nicht rein gehöre. Im Bewerbungsgesprächen wurde ich auch mal darauf angesprochen, warum ich als „Sportler“ eine Bürotätigkeit machen möchte. In Wirklichkeit habe ich aber viel mehr praktische Erfahrung im Büro-, IT- und Sozialbereich als mit Sport, aber das kann ich nicht nachweisen ohne Ausbildung oder Zertifikaten. Mit Sport hatte ich bisher fast gar nichts zu tun. Berufserfahrung fehlt mir, aber ich bekomme überhaupt keine Chance diese zu sammeln. Praktikumsstellen sind fast ausschließlich für Studenten, wenn es überhaupt welche gibt. Motivationstechnisch fällt es mir auch schwer wieder als Praktikant zu arbeiten und anderen zu helfen, während ich selbst nicht weiterkomme und mir keiner hilft. Mir fehlen auch jegliche Kontakte, um irgendwo irgendwie reinzukommen. Auch wenn ich keine Ausbildung im sozialen oder Schulbereich gemacht habe, sind meine Erfahrung sehr umfangreich. Wird aber nicht anerkannt, weil nichts davon als Festangestellter geschehen ist. Habe so viel ehrenamtlich bzw. unentgeltlich im sozialen Bereich gearbeitet und das wird mir nun zum Verhängnis.
Habe auch schon versucht mich umschulen zu lassen, aber es wurde abgelehnt, weil meine Motivation nicht zu erkennen war aufgrund meiner verschlossenen Art. Das hat mich damals schon demotiviert, weil ich mich monatelang darauf vorbereitet habe (IT-Umschulung) und die Eignungsprüfungen alle gut waren. Später habe ich probiert eine Weiterbildung zu bekommen, damit mein Studium aufgewertet wird mit kaufmännischen Fachwissen, aber auch das wurde abgelehnt, weil es hierfür keine Stellen gibt. Jobcenter kann man in meinen Fall ganz vergessen. Versuchen mich da loszuwerden ohne Erfolg, weil es nichts gibt für mich und wenn ich eine Lösung habe, dann wird es abgelehnt aus irgendwelchen Gründen. Die kommen mit mir nicht voran und muss wahrscheinlich bald wieder zu einer Maßnahme, die nichts bringt.
Da ich nicht mehr ganz so jung bin, möchte ich so schnell wie möglich ein normales Leben haben. Daher wäre für mich die erste Option irgendetwas zu machen, wo ich schnell dank Bachelorabschluss und Berufserfahrung reinkomme. An eine Erzieherausbildung denke ich immer wieder mal, weil ich im Sozialbereich die meisten Erfahrung gemacht habe oder eben an eine Umschulung. Da es dann doch wieder 2-3 Jahre dauern würde bis ich einen Abschluss habe und in dieser Zeit nicht wirklich Berufserfahrung sammeln kann. Auf Kindergarten habe ich auch nicht wirklich Lust, wo die meisten gesucht werden. Meine soziale Ader ist auch etwas ausgeblutet, weil die ganze Zeit geben ohne etwas zu bekommen oder gar dafür benachteiligt zu werden, kann ich mir nicht mehr erlauben. Meine Persönlichkeitsentwicklung hat sehr darunter gelitten und bin wegen dieser vergeigten Karriereentwicklung sehr verunsichert. Brauche etwas, wo ich mich direkt weiterbilden kann und Praxiserfahrung sammeln kann. Ansonsten werde ich für Arbeitgeber nicht viel interessanter, wenn andere Bewerber halb so alt sind und schon doppelt so viel Erfahrung. Bei mir ist es auch so, dass ich für nichts Spezielles wirklich brenne. Arbeite generell gerne kreativ und am PC. Deshalb drehe ich mich die ganze Zeit im Kreis. Auch weil ich die ganze Zeit befürchte, dass befristete Jobs mich nicht weiterbringen und ich jedes Mal von vorne beginnen muss. Damit meine ich von Zeitarbeitsjob zum nächsten zu hüpfen. Dieser Gedanke blockiert mich, weil ich etwas sicheres möchte. Zumindest sicher im Vergleich was ich bisher erlebt habe.
Mein Problem aktuell ist, dass ich keine Anlaufstelle habe oder kenne, die mir in meinen Fall helfen können. Auch habe ich keine Referenz, an der ich mich orientieren könnte. Bin wirklich ratlos, weil es immer irgendwelche abers gibt.
Weiß hier jemand, was in meinen Fall karrieretechnisch am meisten Sinn machen würde? Gibt es eventuell Möglichkeiten, die mir Unbekannt sind?
Sorry für den sehr langen Text schon einmal und danke, falls ihr es euch angetan habt und mir helfen könnt. Wäre sehr dankbar dafür.
lg
ich befinde mich aktuell in einer richtig miesen Situation. Beruflich läuft überhaupt nichts bzw. hat es nie wirklich. Grund dafür ist, dass mein Studienabschluss (Sport/Bachelor) auf den Arbeitsmarkt nichts wert und es einfach keine Stellen für meine Qualifikation und Vorerfahrung. Höchstens im freiberuflichen oder niedrig bezahlten gemeinnützigen Bereich und selbst da werde ich behandelt wie jemand, der kein Abschluss hat. Meine Vorerfahrung ist hier praktisch irrelevant. Die würden fast jeden nehmen, da sonst keiner die Arbeit für wenig Geld machen würde. Vor allem, weil es nur Teilzeit ist und man damit nichts aufbauen kann. Perspektive Fehlanzeige. Solche Stationen bringen mir auch überhaupt nichts, da es nicht wirklich als Berufserfahrung anerkannt wird. Meine Praxisstationen im Lebenslauf sind fast ausschließlich Sportvereine als Praktikant, Ehrenamt oder Selbstständigkeit. Die haben mir nichts gebracht. Bis auf meinen Bachelor habe ich auch nichts handfestes vorzuweisen und selbst dieser Abschluss ist schon Jahre her. Keine Zertifikate oder sonstige Qualifikationen. Dank Corona konnte ich im Sportbereich die letzten Jahre auch gar nichts machen und jetzt ist es auch nicht viel besser. Bekomme keine Chance irgendwo anzufangen. Einen Führerschein habe ich nicht, der leider etwas zu oft verlangt wird. Das ist jetzt auch nicht etwas, was ich so eben mal machen kann.
Vor ein paar Jahren habe ich versucht mich ein wenig umzuorientieren im Schulbereich als Lehrer und auch im Nachmittagsprogramm als eine Art pädagogische Ergänzungskraft. Hat mir eigentlich sehr viel Spaß gemacht. War auch kurz davor auf Lehramt zu studieren, damit mein Bachelor von Nutzen sein kann, aber meine Motivation zu studieren war einfach weg. Auch weil mir der Gedanke nicht gefällt für das deutsche Schulsystem zu arbeiten, weil es einfach Müll ist und ich immer gezwungen werde mich daran zu orientieren. Ich bin als Typ etwas speziell und hatte bisher immer das Gefühl, dass meine Ideen und Vorgehensweise nicht erwünscht ist. Wie schon erwähnt gefällt mir Arbeit an sich sehr und war deswegen jahrelang dran, aber ich passe überhaupt nicht zur Unternehmenskultur im sozialen Bereich. Habe auch versucht mich selbstständig zu machen mit Nachhilfe, aber das hat rein finanziell nicht funktioniert und viel zu unsicher. Ansonsten liegt mir diese freie Arbeit mehr, da ich als Angestellter wenig Erfahrung gemacht habe und diese waren negativ.
Ich bin mittlerweile ü30, was höchstwahrscheinlich einer der Gründe für meine Schwierigkeiten bei der Jobsuche ist. Es gibt auch allgemein sehr wenig Quereinstiegsmöglichkeiten, weil überall irgendetwas verlangt wird. Mein Sportstudium ist mir eher im Weg, weil es nirgends gebraucht wird. Die Personaler stecken mich in eine Schublade, in der ich nicht rein gehöre. Im Bewerbungsgesprächen wurde ich auch mal darauf angesprochen, warum ich als „Sportler“ eine Bürotätigkeit machen möchte. In Wirklichkeit habe ich aber viel mehr praktische Erfahrung im Büro-, IT- und Sozialbereich als mit Sport, aber das kann ich nicht nachweisen ohne Ausbildung oder Zertifikaten. Mit Sport hatte ich bisher fast gar nichts zu tun. Berufserfahrung fehlt mir, aber ich bekomme überhaupt keine Chance diese zu sammeln. Praktikumsstellen sind fast ausschließlich für Studenten, wenn es überhaupt welche gibt. Motivationstechnisch fällt es mir auch schwer wieder als Praktikant zu arbeiten und anderen zu helfen, während ich selbst nicht weiterkomme und mir keiner hilft. Mir fehlen auch jegliche Kontakte, um irgendwo irgendwie reinzukommen. Auch wenn ich keine Ausbildung im sozialen oder Schulbereich gemacht habe, sind meine Erfahrung sehr umfangreich. Wird aber nicht anerkannt, weil nichts davon als Festangestellter geschehen ist. Habe so viel ehrenamtlich bzw. unentgeltlich im sozialen Bereich gearbeitet und das wird mir nun zum Verhängnis.
Habe auch schon versucht mich umschulen zu lassen, aber es wurde abgelehnt, weil meine Motivation nicht zu erkennen war aufgrund meiner verschlossenen Art. Das hat mich damals schon demotiviert, weil ich mich monatelang darauf vorbereitet habe (IT-Umschulung) und die Eignungsprüfungen alle gut waren. Später habe ich probiert eine Weiterbildung zu bekommen, damit mein Studium aufgewertet wird mit kaufmännischen Fachwissen, aber auch das wurde abgelehnt, weil es hierfür keine Stellen gibt. Jobcenter kann man in meinen Fall ganz vergessen. Versuchen mich da loszuwerden ohne Erfolg, weil es nichts gibt für mich und wenn ich eine Lösung habe, dann wird es abgelehnt aus irgendwelchen Gründen. Die kommen mit mir nicht voran und muss wahrscheinlich bald wieder zu einer Maßnahme, die nichts bringt.
Da ich nicht mehr ganz so jung bin, möchte ich so schnell wie möglich ein normales Leben haben. Daher wäre für mich die erste Option irgendetwas zu machen, wo ich schnell dank Bachelorabschluss und Berufserfahrung reinkomme. An eine Erzieherausbildung denke ich immer wieder mal, weil ich im Sozialbereich die meisten Erfahrung gemacht habe oder eben an eine Umschulung. Da es dann doch wieder 2-3 Jahre dauern würde bis ich einen Abschluss habe und in dieser Zeit nicht wirklich Berufserfahrung sammeln kann. Auf Kindergarten habe ich auch nicht wirklich Lust, wo die meisten gesucht werden. Meine soziale Ader ist auch etwas ausgeblutet, weil die ganze Zeit geben ohne etwas zu bekommen oder gar dafür benachteiligt zu werden, kann ich mir nicht mehr erlauben. Meine Persönlichkeitsentwicklung hat sehr darunter gelitten und bin wegen dieser vergeigten Karriereentwicklung sehr verunsichert. Brauche etwas, wo ich mich direkt weiterbilden kann und Praxiserfahrung sammeln kann. Ansonsten werde ich für Arbeitgeber nicht viel interessanter, wenn andere Bewerber halb so alt sind und schon doppelt so viel Erfahrung. Bei mir ist es auch so, dass ich für nichts Spezielles wirklich brenne. Arbeite generell gerne kreativ und am PC. Deshalb drehe ich mich die ganze Zeit im Kreis. Auch weil ich die ganze Zeit befürchte, dass befristete Jobs mich nicht weiterbringen und ich jedes Mal von vorne beginnen muss. Damit meine ich von Zeitarbeitsjob zum nächsten zu hüpfen. Dieser Gedanke blockiert mich, weil ich etwas sicheres möchte. Zumindest sicher im Vergleich was ich bisher erlebt habe.
Mein Problem aktuell ist, dass ich keine Anlaufstelle habe oder kenne, die mir in meinen Fall helfen können. Auch habe ich keine Referenz, an der ich mich orientieren könnte. Bin wirklich ratlos, weil es immer irgendwelche abers gibt.
Weiß hier jemand, was in meinen Fall karrieretechnisch am meisten Sinn machen würde? Gibt es eventuell Möglichkeiten, die mir Unbekannt sind?
Sorry für den sehr langen Text schon einmal und danke, falls ihr es euch angetan habt und mir helfen könnt. Wäre sehr dankbar dafür.
lg