Ja, eine Therapie kann helfen! Muss nicht, aber kann! Schweres verarbeiten braucht eine gewisse Geduld und Zeit, aber es braucht auch den Austausch (ob durch Gespräch oder Kunst/Musik oder was auch immer) und den kannst du in einer Therapie finden. Du wirst dort kein Patentrezept kriegen, aber vielleicht wirst du Strategien zur Selbsthilfe erlernen - lernen wie du über Verlust/Trennung hinwegkommen kannst. Ich habe eine zweijährige Therapie hinter mir, unter anderem um den Tod meines Vaters zu verarbeiten. Die Therapie hat mir wirklich sehr geholfen! Allein, sich einem zuhörenden, geduldigen, nicht wertenden Menschen gegenüber alles von der Seele reden zu können, hilft wahnsinnig viel! Man erkennt Dinge, die man vorher nicht wusste, man erkennt seine eigenen Stärken - grundsätzlich lernt man sich selbst besser kennen. Nicht allen Menschen hilft die Therapie (was meiner Meinung nach aber meist mit dem falschen Therapeuten oder der falschen Therapieform zusammenhängt), aber verlieren kannst du nichts!