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Kann mich in Vorstellungsgesprächen nicht präsentieren

G

Gast

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Ich hab mittlerweile alles so satt. Renne von einem Vorstellungsgespräch zum nächsten und es bringt gar nichts. Es ist heutzutage ohnehin extrem schwer einen Job zu finden, in den meisten Fällen bekommt man nur Absagen und in 10 Prozent der Fälle mal eine Einladung zum Gespräch. Mein Problem ist: Ich kann mich einfach nicht präsentieren.

Bin zu schüchtern, unsicher und strahle das natürlich auch aus. Bei mir ist es so: Wenn ich eine Einladung bekomme, bin ich total nervös und wünsche mir insgeheim, dass schon alles vorbei ist, dass ich das Gespräch gut überstehe und dann wieder gehen kann. Das ist aber nicht Sinn der Sache. Die Leute wollen, dass man offen und kommunikativ ist, sich für den Job interessiert und dann auch so rüber kommt. Ich kann das aber einfach nicht. Mir kommt vor, als würde ich die Fragen, die man mir stellt, immer brav beantworten, auch von mir kommen ein paar Fragen, wenn es gewünscht ist und ich denke mal, dass ich auch ganz freundlich bin. Aber das reicht nicht.

Ich fühle mich nur noch unbehaglich. Mitterweile ist es so, dass ich vor den Vorstellungsgespräch etwas trinke, damit ich lockerer werde. Das hilft zwar auch nicht wirklich, aber ich komme dann etwas offener rüber und fühle mich insgesamt besser. Bei meinem letzen Gespräch hat man mich gefragt, ob ich noch Fragen hätte, woraufhin ich zwei Fragen gestellt habe. Dann kam die Anwort "Haben Sie noch irgendwelche Fragen?" Ich wussste einfach nicht mehr, was ich noch sagen sollte und meinte nur: "Nein, ich habe momentan keine Fragen mehr." Die Personalerin hat mich dann irgendwie ganz komisch angesehen, so nach dem Motto: Warum stellt die keine Fragen mehr. Bei einem anderen Gespräch hat man mir gesagt, dass ich nicht genug signalisieren würde, dass ich den Job unbedingt haben will. Kann auch sein. Streite ich nicht ab. Im Prinzip möchte ich auch keinen Job um jeden Preis. Meine letzte Stelle war ziemlich okay, ein tolles Team, endlich habe ich mich mal wohl gefühlt, dann kam die Kündigung und der ganze Mist mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen ging von vorn los. Klar, ich möchte einen Job, aber keinen, bei dem man mich mobbt oder mich im Regen stehen lässt, hab ich alles schon erlebt.

Was soll ich nur tun? Mich verstellen? Versuchen, mehr Intresse zu heucheln? Ich kann nicht mehr und möchte auch nirgendwo mehr hingehen.
 
Hallo Gast,
wie hast du denn den letzten, guten Job gefunden, von
dem du geschrieben hast? Wie lief da die Bewerbung ab?

Es könnte einfach sein, dass du vorab schon spürst, dass
das kein Job für dich ist und du dann innerlich blockierst.
Eine Art Frühwarnsystem.

Ich würde dir raten, mal aktiv zu schauen, bei welcher
Firma du gerne arbeiten würdest und dich dann da zu
bewerben.

Gruß, Werner
 
ich kann das auch nicht, mich als person "präsentieren", obwohl ich gut verkaufen kann. eigentlich ein widerspruch. vor jahren kriegte ich mal ne absage weil der personaler meinte ich sei nicht begeisterungsfähig genug... also den job wollte ich unbedingt haben, allerdings aus dem grund, weil er direkt vor der haustür lag und ich "nebenbei" mein gewerbe weiterführen wollte. aber ich bin auch nicht so der "strahlemann", gehe solche gespräche rel. nüchtern an, nervös bin ich nie, aber ich stelle meist zuviele frage, die auch zusehr ins detail gehen (klar, wenn ich mich schon 8 stunden irgendwo "anbinden" lasse, will ich auch wissen worauf ich mich einlasse). am besten kam ich immer mit leuten meines schlages klar, die genauso gestrickt waren wie ich, kein sinnlosgelaber, fakten auf den tisch und auf gehts... denke bei vorstellungsgesprächen führt auch ne ganz dolle prise sympatie antipatie zum erfolg/misserfolg, egal wie man sich präsentiert und in welchen zustand man dort erscheint. meinen letzten angestelltenchef, da bin ich im krankenstand in echt desolaten zustand aufgekreuzt, nach nen unfall und dachte das wird nie was, aber er wartete bis ich wieder einigermassen gesund war und nahm auch in der anfangszeit rücksicht. will dir sagen ,das ganze ist auch ne riesen portoion glück, wem man da übern weg läuft. manche da war ich froh, als das gespräch nach ner höflichkeitsphase beendet war, da habe ich gedacht, hier will ich nie arbeiten.
 
Du solltest von Anfang an von dem Job überzeugt sein und anschl. deine Bewerbung mit der Überzeugung schreiben, dass du diesen Job haben willst. Im Vorstellungsgespräch kommen oft die gleichen Fragen wie z.B. "Warum meinen Sie, dass dieser Job für Sie geeignet" sind oder "Wieso sind Sie der Richtige für uns?" oder "Überzeugen Sie uns, warum wir gerade Sie einstellen sollen?". Im Gespräch wollen sie von dir eine Beschreibung deines vorigen Jobs erfahren und sie haken dann auch mal nach, wenn dein beruflicher Lebensweg etwas vom "roten Faden" abgewichen ist. Außerdem bekundet man sein starkes Interesse an dem neuen Job. Meist wird noch nach deinen Stärken und Schwächen gefragt. Abschluss des Gesprächs sind die Konditionen, Gehalt, Altersversorgung, Weiterbildungsmöglichkeiten, Urlaub, Arbeitszeit, etc.. Und, ganz wichtig: Man sollte ein wenig über den "zukünftigen Arbeitgeber" etwas erzählen können (im Internet schlau machen). Auf deine Kleidung ein bisschen achten und geh' einfach da rein, bleib locker, sei höflich, und wenn dir dann mal keine Worte einfallen, kannst du das immer noch auf deine Nervosität schieben.

Siehe es vielleicht nicht als Vorstellungsgespräch sondern als "Einladung", wenn dir das ein anderes Gefühl gibt. Das Unternehmen hat ja auch ein großes Interesse an dir, denn sonst hätten sie dich nicht eingeladen. Du stehst sozusagen schon mit einem Fuß in der Tür des Unternehmens. Klappt es dann nicht, dann sollte es auch nicht sein! Nicht den Kopf in den Sand stecken und immer weitermachen. Eines Tages findest du die richtige Firma mit einem netten Team.
 
Hallo Gast,

vielleicht ist es bei Ihnen auch so, dass Sie eher notgedrungen arbeiten. Wirkliche Lust an der Arbeit haben Sie nicht. Kann das sein?

Ich denke, dass so etwas wie Motivation für eine Arbeitesstelle fast automatisch auftritt, wenn man die Arbeit wirklich will.
 
Manuel, wieviel Menschen arbeiten denn "notgedrungen" ? Glaube nicht, dass der Großteil mit Herzblut seine Berufung schlechthin gefunden hat.
 
Danke für eure Antworten. Ihr habt alle Recht. Das Problem ist wirklich, dass ich mich auch auf Jobs Bewerbe, die ich gar nicht wirklich machen will, bzw. mich nicht wirklich interessieren. Sind alles Jobs im kaufmännischen Bereich, hab eine wirtschaftliche Ausbildung absolviert, danach aber was ganz anderes studiert. Wahrscheinlich kann ich mich nicht so verstellen, dass ich wahres Interesse für eine Stelle zeige, für die ich mich nicht wirklich geeignet sehe. Das Problem ist halt, dass es Jobs nicht wie Sand am Meer gibt, im Gegenteil. Daher muss ich mich ja auch auf Stellen bewerben, die nicht unbedingt meinem Traum entsprechen, ich brauche eine Arbeit. Muss sagen, dass ich auch bei meinem letzten Job am Anfang nicht begeistert war, aber da war schon das Vorstellungsgespräch angenehm, kurz und bündig, keine lange Fragerei mit Stärken und Schwächen etc. Es war auch nicht mein Traumjob, aber das Team war so toll, alle nett und freundlich, in meinem Alter. Mir ist ein gutes Arbeitsklima extrem wichtig, da mache ich lieber beim Job selbst Abstriche.
 

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