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Kann man sich wegen Autokauf noch außergerichtlich einigen (Strafsache)??

Patachon

Neues Mitglied
Hallo,

ich habe im Februar 2020 einen gebrauchten Opel Kombi mit neu TÜV =1/22 gekauft.
Die Sache ist vor Gericht gegangen, und der Verkäufer wurde zu 9 Monaten ohne Bewährung verurteilt.
Er der Verkäufer ist aber insolvent, 66 Jahre alt und bezieht nur eine kleine Rente - also kann nichts gepfändet werden. Er hat sogar vom Gericht einen Pflichtverteidiger bekommen,
und es gab schon 5 Gerichtsverhandlungen, und jedesmal wird vertragt, und die nächste Gerichtsverhandlung soll jetzt im Jahr 2023 stattfinden.


Er hat mir jetzt über einen Bekannten das "Angebot" gemacht, mir die 1500 EURO zurückzubezahlen, wenn ich nicht mehr gerichtlich gegen ihn vorgehe.

Ich bin damit einverstanden, Hauptsache ich bekomme mein Geld 1500 € zurück.

Wie kann man das machen?

Besteht da irgendeine Möglichkeit, z.B,. wenn ich nicht mehr zum Gericht als Zeuge komme, dann muß doch gegen ihn alles fallen gelassen werden.

In der letzten Berufungsverhandlung im Oktober 2022 fragte ich den Richter, wann ich denn meine 1500 EURO zurückbekomme, und er antwortete, egal ob der Autoverkäufer Freispruch oder die Verurteilung rechtskräftig wird, dass ich keinem Falle von der Entscheidung des Strafgerichts mein Geld zurückbekomme. Damit habe das Strafgericht nichts zu tun..
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn sich der Mann nachweislich in Insolvenz befindet, wäre das Gläubigerbegünstigung und der Insolvenzverwalter könnte bei Kenntniserlangung diesen Betrag von dir zurückfordern.

Ich verstehe allerdings die Ausgangslage nicht ganz. Du hast ein Auto gekauft und dafür Geld bezahlt.
Ist das Auto fahruntüchtig? Wurdest du getäuscht? Warum ist was vor Gericht gegangen? Auf dein Zutun oder ein unabhängiges Verfahren?
 
Strafrecht und Zivilrecht sind verschiedene Sachen.
Um dein Geld zurückzubekommen, müsstest du Zivilprozess führen. Voraussichtlich würde dir das aber nichts nützen, da Gegenseite insolvent.
 
Das geht über den Staatsanwalt, wenn der sich einverstanden erklärt und die magischen worte fallen:
"Zustand von vorher wieder hergestellt",
kann das Verfahren eingestellt werden;
allerdings hört sich das eher nach was Zivilrechtlichem an,
wenn Ihr beide Anwälte hattet.
 
In der letzten Berufungsverhandlung im Oktober 2022 fragte ich den Richter, wann ich denn meine 1500 EURO zurückbekomme, und er antwortete, egal ob der Autoverkäufer Freispruch oder die Verurteilung rechtskräftig wird, dass ich keinem Falle von der Entscheidung des Strafgerichts mein Geld zurückbekomme. Damit habe das Strafgericht nichts zu tun..


Da es sich bei der jetztigen gerichtlichen Auseinandersetzung um eine strafrechtliche Angelegenheit geht, hilft dir diese nicht, um dein Geld zurück zu bekommen.
Dafür musst du einen Zivilprozess führen.
Deshalb die Aussage des Richters bei der Verhandlung im Oktober.
 
Strafrecht und Zivilrecht sind verschiedene Sachen.
Um dein Geld zurückzubekommen, müsstest du Zivilprozess führen. Voraussichtlich würde dir das aber nichts nützen, da Gegenseite insolvent.
Er will ja bezahlen, aber dafür das Strafverfahren gegen ihn beendet haben.

Ich möchte das Geld, und mir das Strafverfahren schnuppe, denn was habe ich davon, wenn er abwandert.
 

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