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Kann man meine Angst nachvollziehen?

Chocolate

Mitglied
Guten Tag,

ich suche nach einer Möglichkeit, mich mit Leuten auszutauschen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken wie ich.
Ich habe bereits in einem anderen Thema/Beitrag ausführlich über meine Kindheit und Jugend gesprochen, kurz gesagt bin
ich in einem toxischen Elternhaus aufgewachsen, in dem Kontrolle und Manipulation an der Tagesordnung standen.
Ich befinde mich auch sozusagen kurz vor meinem Durchbruch, das Elternhaus für immer zu verlassen, und endlich meinen
eigenen Weg gehen zu können, ohne mir von meinem Vater vorschreiben zu lassen, was ich darf und was nicht.

Ich habe mir auf YouTube unzählig viele Videos angesehen, von Aufklärung über Narzissmus und toxische Menschen.
Und dort sagt man immer wieder und es scheint wohl mehr oder weniger auch so zu sein, dass Opfer, die aus solchen
Umfeldern kommen, später wieder ein Risiko haben, diese Menschen regelrecht anzuziehen. Das bedeutet, nach vielleicht
jahrelanger Traumabewältigung kann es passieren, dass das ganze Spiel wieder von vorne losgeht.

Und genau das ist so eine Angst, die ich gewissen Teils in mir habe. Es wäre das schlimmste für mich, nach Jahren der
Traumaarbeit wieder auf so einen Menschen zu stoßen, der mir wortwörtlich das Leben zur Hölle macht. Bitte schreibt
nicht als Antwort wahre Liebe erkennt man an den und den Punkten, denn wichtig zu wissen ist: toxische Menschen
spielen ihrem Partner diese Werte erst vermeintlich vor, sodass er denkt, er habe mit ihr den Glückstreffer gemacht.
Und irgendwann, wenn sie merkt, er ist quasi am Haken, dann packen sie irgendwann ihr wahres Gesicht aus, wenn sie
sich sicher fühlen und dann folgt Kontrolle, Abwertung, Erniedrigung, Demütigung, Schikane, usw.

Die Opfer werden meist über einen Zeitraum von Jahren emotional so fertig gemacht, dass sie einfach abhängig werden
von dieser Person, obwohl sie ihr eigentlich nicht guttun. Und Narzissten sind einfach unberechenbare Menschen. Da werden
teilweise Leben regelrecht im Sand begraben, Opfer denken an Selbstmord, weil sie vielleicht keinen anderen Ausweg mehr
sehen. Es klingt hart ja, aber es ist wichtig, dass man genau das weiß. Deswegen ist mir wichtig anzumerken: Ihr helft mir kein Stück weiter, mit selbstverständlichen Antworten wie "Na ja, aber eine Trennung ist ja kein Todesurteil" oder "Was kann schon daran so schwer sein, sich von einer Person zu lösen, die einem nicht guttut? Man weiß es doch, warum bleibt man dann dort?"

Also ich möchte einfach klar sagen, wer da mit solchen Aussagen um die Ecke gedriftet kommt, ohne aber die Realität toxischer Beziehungen zu kennen, hat keine Ahnung wovon er redet. Ich möchte wissen, ist meine Angst begründet und nachvollziehbar, dass ich mir einfach Gedanken und Sorgen mache, was ist, wenn ich mit dieser Person erst mal Kinder hätte und sich später der wahre Charakter dieser Frau zeigt?

Habt ihr vielleicht gute Tipps, wie man sich auf sowas vorbereiten kann, was vielleicht schon am Anfang einer Beziehung auffallen sollte, wenn man es denn mit einem toxischen Menschen zu tun hat, selbst wenn man mit Liebe überschüttet wird, obwohl es keine echte ist? Ich möchte klar sagen, es ist eben kein 100 % sicheres Zeichen, wenn die Liebe buchstäblich extrem ist, denn genau das nutzen Menschen, die nicht normal sind, um die Partner an sich zu binden, um sie dann auszunutzen.

Ich freue mich auf eure Antworten! 🙂
 
Vielleicht sollte man grundsätzlich wissen, dass jede Beziehung sich übel entwickeln wird, wo es nicht wirklich gefällt.
Ich kann sehr toxisch sein, wenn es mir nicht gut geht. Solche Züge lege ich an den Tag, wenn mir übel ist.
Meine allerbesten Freunde können so ein Muster an den Tag legen, daran erkenne ich, dass ihnen schlecht ist, habe ich das ausgelöst?
Sind wir denn nicht alle Gift, nur nicht zu jedem und immer?
Zeig mir einen einzigen Menschen, der großartiges Benehmen an den Tag legt, wenn ihm zum Speiben ist.
 
Wenn ich mal laut überlegen darf über dieses Thema, dann finde ich, die wenigsten Sorgen muss man sich machen, wenn man sich mit wem zusammentut, der gutmütig, heiter, friedlich, freundlich ist vom Gemüt her.
 
zitat te
denn wichtig zu wissen ist: toxische Menschen
spielen ihrem Partner diese Werte erst vermeintlich vor, sodass er denkt, er habe mit ihr den Glückstreffer gemacht.
Und irgendwann, wenn sie merkt, er ist quasi am Haken, dann packen sie irgendwann ihr wahres Gesicht aus, wenn sie
sich sicher fühlen und dann folgt Kontrolle, Abwertung, Erniedrigung, Demütigung, Schikane, usw.
zitat ende

Was bedeutet am Haken ???
 
zitat te
denn wichtig zu wissen ist: toxische Menschen
spielen ihrem Partner diese Werte erst vermeintlich vor, sodass er denkt, er habe mit ihr den Glückstreffer gemacht.
Und irgendwann, wenn sie merkt, er ist quasi am Haken, dann packen sie irgendwann ihr wahres Gesicht aus, wenn sie
sich sicher fühlen und dann folgt Kontrolle, Abwertung, Erniedrigung, Demütigung, Schikane, usw.
zitat ende

Was bedeutet am Haken ???

Ein jeder Mensch kann und sollte sehr frei sein, auch und gerade innerhalb einer Partnerschaft. Und ein guter Partner untergräbt das auch nicht.

Ich meine, ein wirklicher Partner kann jeden Tag gehen, wenn er das möchte, sich nicht dazu gezwungen sehen, zu bleiben, sondern sich immer wieder dafür entscheiden können.

~~~

Was ich nicht so ganz verstehe, ist, wie ein Partner erst nach langer Zeit "sein wahres Gesicht zeigt". Erkennt man das nicht schon sehr viel früher?

~~~

Sorry, das soll jetzt nicht angriffig sein oder so, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass es Menschen an simpelster Menschenkenntnis mangelt.

~~~

Und ja, diese alte Binsenweisheit: Es bedarf immer zweier Menschen, wenn der eine ausnutzt und der andere sich ausnutzen lässt.
 
Mir scheint es wichtig, dass man zwischen "Person" und "Verhalten" unterscheidet.

Es gibt sicher "toxisches" Verhalten, aber dieses Attribut einer Person fest anzuhängen, erscheint mir nicht sinnvoll bzw. nicht richtig. Wie @Holunderzweig schon angedeutet hat, kann sich jeder Mensch mal so und mal so verhalten – jeder von uns hat das Potential für ganz übles und ganz wunderbares Verhalten in sich.

Und ja, manchmal holen emotional nahegehende Beziehungen nicht nur das Schöne, Wahre, Gute aus uns heraus, sondern auch das Grausame, Üble, Niederträchtige ... will heißen: Bitte nicht zu sehr auf den anderen Menschen schauen, sondern auf die Beziehung, die sich entwickelt. Denn die ist einzigartig, eben weil sie "zwischen" einzigartigen Menschen entsteht.

Ich denke, man sollte sich am Anfang einer Beziehung und noch eine ganze Weile danach, sowohl ein Ja, ein Vielleicht aber auch ein Nein offenhalten – je nachdem, wie sich die Beziehung entwickelt.
 
Guten Morgen. Ich versteh leider deine Intention dieses Threads nicht so wirklich.

Einerseits fragst du, ob man die Angst nachvollziehen kann aber andererseits machst du sehr deutlich, dass „Nein, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn mein Partner toxisch ist, dann trenn ich mich halt wieder“ für dich keine gute Antwort ist. Möchtest du wirklich wissen, ob andere deine Angst nachvollziehen können oder nicht oder suchst du viel mehr Trost oder Ermutigung (was auch vollkommen okay wäre)?

Dann wäre aber „Wer kann meine Angst nachvollziehen? Bitte keine Antworten von Menschen, die das nicht können“ der bessere Titel.
Weil jetzt stellst du eine Frage mit möglichen Antworten „Ja“ und „Nein“, aber es hört sich so an als wolltest du „Nein, kann ich nicht nachvollziehen“ nicht hören.

Kommst du aus einer Community, in der eine Trennung ein großes Problem wäre?
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja du hast dir ja YouTube Videos angesehen dann weißt du sicherlich auf was du bei PS gestörten Menschen achten musst !

Was die anderen hier schreiben zeigt mir nur das sie keine Ahnung von ps Störungen haben bei Menschen. Es gibt so viele Selbsthilfegruppen für Menschen die mit Narzissten in Beziehungen waren und wirklich psychisch krank geworden sind durch jahrelanges gaslighting und Manipulation ! - da zu schreiben ja alles kann toxisch werden ist im Grunde relativieren von malignem Verhalten und verunsichert Opfer von soetwas zusätzlich!


Du bist in keiner Beziehung richtig?

Der Ratschlag den ich dir geben kann ist dass du dir am Anfang genau ansiehst was ist das für eine frau! Ich habe die Erfahrung gemacht das wenn jemand sofort aufs Gaspedal drückt und dir schnell und intensiv lovebombing entgegengebracht wird .. ist davon auszugehen das es in diese Richtung gehen könnte. Auch wichtig ist gut zuzuhören viele Dinge die man gelernt hat zu ignorieren wächst man in einem Dysfunktionalem Heim auf fallen solchen Menschen wie dir eben nicht auf ! Ergo wie geht diese Person mit freunden und Familie um wie redet diese Person hinter dem Rücken über besagte person(en) davon kann man eigentlich schon recht viel ableiten ! Das sind dann so kleine geschichten. Wie geht diese Person mit Grenzen um? Wie geht diese Person mit Kritik um ? Hat diese Person Moral?

Ganz sicher kann man sich natürlich nie sein weil du wie du richtig erkannt hast das Narzissten Meister darin sind anfangs Empathie zu mimen. Wichtig ist da zu unterscheiden was ist echte Empathie und was ist vorgespielt .. meistens bröckelt die Fassade dann mit der Zeit ..

Wichtig ist für dich zu wissen dass du keine coabhängigkeit hast bevor du in eine Beziehung gehst ! Denn gehen ist dann wichtig wo es eben unerträglich wird!


Auch ein guter tipp meiner Meinung nach ist früh Grenzen zu ziehen und schauen wie die Person reagiert …
 
Wenn ich mal laut überlegen darf über dieses Thema, dann finde ich, die wenigsten Sorgen muss man sich machen, wenn man sich mit wem zusammentut, der gutmütig, heiter, friedlich, freundlich ist vom Gemüt her.

Wie Te schon schrieb Narzissten können diese Eigenschaften gut schauspielern! In den eigenen vier Wänden Sieht das ganze dann ganz anders aus.

Man muss halt sein Radar schulen ist meine Meinung dazu!
 
Am sichersten bist du natürlich, wenn du erst gar keine engen Beziehungen eingehst. Allerdings nimmt man sich damit auch viel, denn das Schöne und Innige an einer Partnerschaft bliebe dir so verwehrt. Da du toxische Menschen nicht ändern kannst und solche Personen nicht von Beginn an ihr böses Gesicht zeigen, bleibt nur, dich selber zu wappnen, damit du zum richtigen Zeitpunkt passend reagierst.
Für mich bedeutete dieses Wappnen die Entwicklung eines gesunden Selbstwertes und Selbstbewusstseins. Festzulegen, wo meine Grenzen sind. Was gestehe ich dem anderen zu? Wann sage ich stop - nicht selten geht dem ja ein sukzessives und schleichendes Austarieren von Grenzen voraus, man nimmt das gar nicht so bewusst wahr und fragt sich am Ende, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Sich also klar zu werden, wann negative Gefühle normal sind, da es in jeder Beziehung zu Konflikten kommt, wann aber eben auch nicht mehr. Herauszufinden, was echtes Leid(en) bedeutet, das zerstört und chronisch traurig macht. Was möchte ich nicht (mehr) fühlen? Und sich dann auch konsequent daran zu halten, um sich selber zu schützen.

Man muss niemandem zugestehen, einen zu verletzen. Toxische Partner können ihr Gift nur versprühen, wenn ich es zulasse und dessen Partner bleibe.

Ich habe in meinem Leben ein einziges Mal einen solchen Menschen getroffen und ja, hab ihm viel zu viel meiner kostbaren Lebenszeit geschenkt. Danach habe ich intensiv reflektiert und mir gesagt, dass ich bestimmte Dinge nie mehr akzeptieren würde. Ich habe meine roten Linien definiert, die sind unumstößlich. Heute wäre ich absolut konsequent in meiner Entscheidung, mich selbst aus ganz langjährigen Beziehungen zu lösen. Kein Kind, kein gemeinsamer Besitz, keine Sorge vor Einsamkeit u.v.m. wären ausreichend starke Gegenargumente.

Denn ich weiß, dass es mir dann alleine besser ginge und ich dann durchaus auch neuen liebenswerten Menschen begegnen kann. Ich bin überzeugt, dass es nicht nur einen einzigen Menschen gibt, mit dem ich glücklich und zufrieden leben könnte. Denn ja, ich möchte mit einem Herzensmenschen zusammenleben, bin kein überzeugter Single.

Du hast über dein Elternhaus diese Schattenseiten kennengelernt. Am Ende sind es auch da menschliche Eigenschaften und Handlungsweisen gewesen, die dir zugesetzt haben. Sie lassen sich aber auch auf andere Lebensbereiche wie Freund- oder Partnerschaften übertragen.

Du allein bist der-/diejenige, der/die festlegt, was er/sie dem anderen zugesteht und wen du zum Bestandteil deines Lebens werden lässt. Leg dir deine Lebensregeln fest und achte auf die vielzitierten red flags. Ganz schützen vor diesen Risiken kannst du dich nie und ich finde auch wichtig, dem anderen erst einmal einen Vertrauensvorschuss zu geben. Auch das ist eine bewusste Entscheidung. Trotz meiner negtiven Erfahrung wollte ich nicht, dass ein potentieller neuer Lebensabschnittsgefährte unter meinen schlechten Erfahrungen leidet, ich ihm mit Argwohn begegne. In meinem Fall hat sich das ausgezahlt.. wir sind seit 25 Jahren zusammen und haben hoffentlich noch viele gemeinsame Jahre.
 
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