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Job geschmissen

G

Gast

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Ich hatte einen schwierigen Chef, der gern alles kontrollierte, die Lorbeeren raus pickte und mir nur seine scheiß Arbeit gab. Irgendwann habe ich mich unendlich aufgegeilt, weil ich frustriert war und ihn nur noch gehasst. Es war egal, was ich tat, aber ich konnte nichts positiv verändern. Er meinte nur, dass ich mich zu sehr mit der Arbeit identifiziere, zu viel erreichen wolle und zu viel Arbeit fordere und er sich langsam frage, ob ich für diese Stelle überhaupt geeignet sei. Ich bin sehr tief in die Depression gerutscht und eines Morgens konnte ich nicht mehr ins Büro. Ich war total kaputt, müde und unendlich ausgelaugt. Mein Hausarzt fand mich aber gesund und schickte mich weiter hin. Ich bin im Auto kollabiert, hatte einen Weinkrampf und Luftnot. Bin dann zu einem anderen Hausarzt, der mich auch nicht krank schreiben wollte. Sei ja nur der Stress. Ich habe dann einfach angerufen und meinen Job quittiert, weil ich nicht mehr konnte. Ich hab mich erst einmal drei Wochen daheim ausgeruht und entspannt. Jetzt bin ich todunglücklich über diesen Schritt und möchte zurück zum Unternehmen. Die Leute waren alle sehr nett und herzlich, die Bezahlung war echt gut, aber der Chef war ein Kotzbrocken. Das wusste jeder. Es ist als ob ich gekündigt worden wäre. Ich bin echt zum Verzweifeln. Gestern habe ich meine Sachen geholt und beim Weg zum Gebäude bekam ich echt Beklemmungen. Drinnen ging es dann. Früher habe ich mir immer gewünscht einfach die Tür raus zu marschieren und alles hin zu schmeißen. Ich habe es getan und es fühlt sich nicht gut an. Wegen der Arbeitslosigkeit mache ich mir keine Sorgen. Ich hatte schon im Job viele Angebote, aber irgendwas zog mich dort an wie das Licht die Fliege.
 
Lieber Gast,

ich möchte Dir ans Herz legen, dass wenigstens Du ( wenn es keiner dieser Ärzte tut !!! ev. wechseln...??) Dich und Deine klaren Symptome ernst zu nehmen. Auch wenn Du jetzt frustriert bist, wo Du merkst, Du hast Dich getraut Konsequenzen zu ziehen, so bleibt der Abschieds- und Verdauungsprozess des unguten Teils zu Beginn mühsam.

Das ist nicht zu ändern....denn wenn ein "Chef-Kotzbrocken" Dir dermassen schlecht tut...dann rette sich wer kann.
Das gute sonstige Arbeitsklima kann so was ( so jemanden ) auf Dauer nicht wettmachen.

Vielleicht fällt es Dir leichter, wenn Du die guten KollegInnen noch ausserhalb der Arbeit treffen kannst...??
Vielleicht fällt es Dir auch leichter, wenn Du mit dem ev. traumatischen ( gemäss Deinem klaren STOP) Chef
mit professioneller Hilfe oder privater, falls die dann existiert, Dir etwas Zeit gibst, das alles aufzuarbeiten.

Abschiede, vor allem wenn mit so schlechten Erfahrungen verbunden, SIND SCHWER...und es ist kein Wunder,
dass Du im Moment traurig, enttäuscht und noch nicht bereit Dich für einen neuen Job zu begeistern bist !

Gib Dir Zeit und liebe Grüsse von Judith
 
Hallo
du solltest es auf gar keinen Fall bereuen, du musst doch Glücklich sein, du solltest Morgends
Lächelnd aufwachen, weil du dich auf die Arbeit Freust , alles andere macht keinen Sinn.
Geh da bloß nicht wieder hin !
 
Danke für die Antworten. Ja, ich sollte mich freuen, aber tue ich nicht. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller und ich habe starke Probleme mit Veränderungen. Ich komm damit nicht klar. Es ist purer Stress als ob mein Hirn sich nicht neu ausrichten kann. Ich trauere der Routine und Gewohnheit hinterher. Jeder neue Job wird die Hölle.
 
Danke für die Antworten. Ja, ich sollte mich freuen, aber tue ich nicht. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller und ich habe starke Probleme mit Veränderungen. Ich komm damit nicht klar. Es ist purer Stress als ob mein Hirn sich nicht neu ausrichten kann. Ich trauere der Routine und Gewohnheit hinterher. Jeder neue Job wird die Hölle.

So schlecht erscheint mir dein Selbstwert gar nicht, du hast vielleicht Heimweh, wichtiger ist aber das du
Glücklich wirst.
Es ist eine schlechte beziehung und schlechte beziehungen sollte man beenden, meinst du, du schaffst
das nicht?

Lg.
 
Ich trauere der Routine und Gewohnheit hinterher. Jeder neue Job wird die Hölle.

Gib einem neuen Job doch eine Chance. Ein neuer Job wird auch irgendwann Gewohnheit. Und ein neuer Job bringt die Chance mit sich, dass Du nette Kollegen UND einen besseren Chef haben kannst. Kein Chef ist es wert, dass man seine Gesundheit für ihn ruiniert.
 
Hallo Gast,

ich denke, du hast eine völlig richtige Entscheidung getroffen. Und dich einmal (und das ist im Leben ganz wichtig) gegen das Hoffen und das damit verbundene Abwarten und Aussitzen entschieden. Viele Menschen sind in ihrem Job unglücklich, sei es wegen den Inhalten oder dem Umfeld. Oft verharren sie dann trotzdem in dieser Situation, ohne etwas daran zu ändern. Obwohl dies genau richtig wäre.

Ich habe wie du einen ähnlichen Schritt letztes Jahr gemacht und weiß wie dir zu Mute ist. Mir ging es genauso, und so habe ich mir nach dem Abschied eine Vielzahl an Selbstvorwürfen gemacht und an meiner Entscheidung gezweifelt. Dabei ist es nicht so, dass du deine Entscheidung von heute auf morgen getroffen hast. Vielmehr ist es eine Entwicklung gewesen und dein Schritt, ja dein Mut(!), ist das Ergebnis dieser Entwicklung. Wir können und sollten nicht immer warten, wir müssen das Nötige einleiten, um uns gut und damit auch gesund zu fühlen. Momentan verklärst du das Vergangene. Die Kollegen mögen nett gewesen sein, aber ist der Chef ein dauerhafter Tyran, dann haben in gewisserweise auch deine Kollegen etwas "falsch" gemacht. Niemand hat sich gegen ihn/sie gewehrt. Auf Dauer hätte dich das weiterhin belastet. Niemand ist auf der Welt, um sich seinen inneren Gefühlen zu entsagen und anderen zu beugen.

Akzeptiere deine jetzige Entscheidung. Es wird dauern, aber ich denke doch, dass du zwischendrin (wenn auch kurz und stoßweise) immer wieder einmal das Gefühl hast, dass es doch richtig war. Darüber rollen die Zweifel, aber mit der Zeit wird das weniger und du wirst sehen, dass deine Entscheidung doch richtig war!

Ich wünsche dir Mut und Zuversicht!
 

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