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Jemanden nehmen wie er ist?

  • Starter*in Starter*in Schmetterlingsflattern
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S

Schmetterlingsflattern

Gast
ich möchte mal etwas zur diskussion stellen. und zwar gehen mir gedanken durch den kopf, wenn ich den satz höre..."man solle jeden menschen nehmen wie er ist"...

würden wir es so tun, gäbe es eventuell keine oder viel weniger persönlichkeitsentwicklung? lernt man nicht gerade daraus, das einem ein anderer etwas sagt, was man anders machen könnte?
also bei mir ist das so, das ich es jemanden nicht übel nehme,wenn er mir sagt, was er an verhaltensweien sieht,die ich zum guten anders machen könnte.

klar, erstmal ists wichtig ,jemanden grundsätlich so zu nehmen wie er ist und zu akzeptieren wie er ist, das schlisst aber doch nicht aus,das er/sie mit verhaltensänderungen eventuell besser oder gesünder leben könnte.

menschen verändern sich doch gerade dort wo austausch stattfindet und man über sich intensiv redet.so meine rfahrung. wenn ich aber ständig sage...ach der is so, bleibt alles wies ist. für mich ist das leben eben auch entwicklung und son stillstand würde ich nicht ertragen.

okay, wenn ich nur bekannte oder arbeitskollegen so nehme wie sie sind, verstehe ich das noch.aber beim zusammen leben ist doch gerade auch das voneinander lernen, sehr interessant.man kommt sich sehr nahe und das macht doch vieles sichtbar.

wenn mein partner mich einfach so nimmt wie ich bin und mir nie etwas sagt, was ich in seinen augen falsch mache,oder immer nur verständnis hat.....für alles,wäre mir das sehr seltsam.

wie seht ihr das?...
 
ich möchte mal etwas zur diskussion stellen. und zwar gehen mir gedanken durch den kopf, wenn ich den satz höre..."man solle jeden menschen nehmen wie er ist"...

würden wir es so tun, gäbe es eventuell keine oder viel weniger persönlichkeitsentwicklung? lernt man nicht gerade daraus, das einem ein anderer etwas sagt, was man anders machen könnte?
also bei mir ist das so, das ich es jemanden nicht übel nehme,wenn er mir sagt, was er an verhaltensweien sieht,die ich zum guten anders machen könnte.

klar, erstmal ists wichtig ,jemanden grundsätlich so zu nehmen wie er ist und zu akzeptieren wie er ist, das schlisst aber doch nicht aus,das er/sie mit verhaltensänderungen eventuell besser oder gesünder leben könnte.

menschen verändern sich doch gerade dort wo austausch stattfindet und man über sich intensiv redet.so meine rfahrung. wenn ich aber ständig sage...ach der is so, bleibt alles wies ist. für mich ist das leben eben auch entwicklung und son stillstand würde ich nicht ertragen.

okay, wenn ich nur bekannte oder arbeitskollegen so nehme wie sie sind, verstehe ich das noch.aber beim zusammen leben ist doch gerade auch das voneinander lernen, sehr interessant.man kommt sich sehr nahe und das macht doch vieles sichtbar.

wenn mein partner mich einfach so nimmt wie ich bin und mir nie etwas sagt, was ich in seinen augen falsch mache,oder immer nur verständnis hat.....für alles,wäre mir das sehr seltsam.

wie seht ihr das?...

Aus meiner persönlichen Erfahrung, sehe ich Entwicklungen die unterschiedliche Anfänge haben.

-> Fall 1:

Nehme ich jmd. so an, wie er ist, so nehme ich auch das Zusammentreffen mit dieser Situation an, wie es ist.

Es entwickelt sich so vermutlich eine Gewohnheit und Stabilität mit der Person. Das kann gut sein.

-> Fall 2:

Sag ich jmd. was mir selber wenig gefällt, oder lass mir von jmd. sagen, was ihm weniger an mir gefällt, so wird Raum für Veränderung geschaffen. Auch das kann gut sein.

--> die Waage zu finden, wann was besser ist, hängt wohl von vielen kleinen Entscheidungen und Gefühlen ab, die sich im zwischenmenschlichen Dasein ergeben.
 
ich persönlich halte nix von "nehmen wie er ist".
wobei ich mich natürlich auch dabei ertappe, dass ich manche Dinge nicht ausspreche, weil ich zu gravierende Folgen befürchte.
aber grundsätzlich finde ich den Austausch von Informationen sehr wichtig, weil man sich dadurch weiterentwickeln kann.

ein gutes Gegenbeispiel ist zb. Steve Jobs. hätte dem mal jemand die Meinung gegeigt, wär er nicht zum berühmtesten Ar******* der USA mutiert.
aber weil ihm als Boss seiner Firma jeder in seinen Ar*** gekrochen ist, hat sich sein Blickwinkel für eine gewisse "Angemessenheit" so stark verschoben, dass er letztendlich so geworden ist.

es wurde übrigens vor kurzem in einer Studie erwiesen, dass Bosse, über deren Witze ständig gelacht wird, irgendwann tatsächlich glauben, dass sie unglaublich witzig sind.

aber welcher Angestellter überbringt schon gern die unangenehme Nachricht, wo doch jeder weiß, dass immer der Bote geköpft wird?


das Problem: irgendwann ist der Zug abgefahren. man sollte/darf also nicht zulange warten, einem die Meinung zu geigen.

wenn mein partner mich einfach so nimmt wie ich bin und mir nie etwas sagt, was ich in seinen augen falsch mache,oder immer nur verständnis hat.....für alles,wäre mir das sehr seltsam.
sehr fatal und meist der Anfang vom Ende.
Beziehungen leben sehr vom Informationsaustausch, da man ja theoretisch für den Rest seines Lebens zusammenleben soll.


Skynd
 
Hallo Schmetterlingsflattern,
nach meiner Erfahrung klappt das Annehmen von
"andersartigen" Menschen dann gut, wenn man weiß,
was an ihnen anders ist als bei einem selbst und man
die Unterschiede nachvollziehen und berücksichtigen
kann. Schon der Arzt Hippokrates hatte ja die Tempe-
ramente (oder "Naturelle") entdeckt, auch wenn seine
Ursachenvermutung ("Säfte") aus heutiger Sicht nicht
mehr schlüssig ist. Er wusste aber nichts von Vererbung
und schon gar nichts von der Epigenetik (ich glaube,
dass die Unterschiede epigenetisch geprägt werden).

Aus dieser Sicht sind die Unterschiede zwischen uns
Menschen ungefähr so groß wie zwischen Orang-Utans,
Schimpansen und Gorillas. Das zu akzeptieren, fällt
nicht leicht und viele denken, letztlich wären alle Men-
schen ungefähr gleich und durch etwas "Entwicklung"
würde der andere schon noch "richtig".

Was die Entwicklung anbelangt, hat der Erziehungswis-
senschaftler Dietmar Friedmann herausgefunden, dass
sie festen Mustern folgt - um im Bild zu bleiben: Der
Orang-Utan muss seine "Gorilla-Anteile" stärken, der
Schimpanse seine "Orang-Utan-Anteile" und der Gorilla
seine "Schimpansen-Anteile". Anders ausgedrückt: der
Schlaue muss tatkräftiger, der Nette schlauer und der
Tatkräftige netter werden - seine entsprechenden
Fähigkeiten erkennen und ausbauen.

Auf der Seite http://www.naturellkunde.de/ ist dieser Ansatz
beschrieben, ein spannendes Buch dazu heißt "Der
Gorilla in meinem Bett" 🙂 - wobei es da speziell um die
Wirkung der Naturellunterschiede auf Beziehungen geht.

Ich habe diesen Ansatz 1997 während einer Fortbildung
kennengelernt und nutze ihn seitdem privat und beruflich
mit sehr gutem Erfolg - auch in Richtung Persönlichkeits-
entwicklung (ich arbeite u.a. als Coach).

Viele Grüße,
Werner
 
Ich denke schon, dass man die Mensche so annehmen sollte , wie sie sind.

Gut Kleinigkeiten kann man schon sagen und Ratschläge kann man auch geben, sofern erwünscht, aber im Großen und Ganzen ändert man niemanden und solle es auch nicht.

Nur heißt das nicht, dass man auch mit allen klarkommen muss. Manche Menschen sind eben so verschieden, dass man niemals mit denen auf einen grünen Zweig kommt und um die kann man einen schönen großen Bogen machen.
 
ne auf keinen fall nehme ich mensche so wie sie sind.

erst schaue ich ob mir ein mensch zusagt egal flüchtige freundschaft oder beziehung.

wenn er dann in meine wahl als "mit dem möchte ich weiter kontakt " fällt dann kommt die 2 .stufe.

ich suche mir den gesunden abstand.
manche menschen eignen sich halt nur um zum gemeinsamen sport zu gehen, oder manche nur um mit ihnen zu klönen.
merke ich ein mensch tut mir nicht gut halte ich eben "den gesunden abstand " ein.
wenn ich jetzt sagen würde ich nehme den wie er ist, dann könnte es mir schaden.
( was ich schon oft hatte da ich meinen gesunden abstand nicht gefunden habe)

aber ich habe eine freundin, sie hat ihre makken.

ich hab es hier schon mal geschrieben, sie hat ein kind, das nicht zur schule will und etwas verzogen ist.

ich habe nur die wahl, ich nehme die beiden wie sie sind oder keine freundschaft.

ich kann sie nicht ändern, und versuche würden mich kaputt machen.

sie ist ansonsten eine liebe freundin. ich muss sie halt nehmen wie sie ist.
klar sag ich ihr auch ab und zu die meinung, aber in bezug auf das besagte thema eben hoffnungslos.
ich muss immer wieder abwägen wann sag ich ihr die meinung und wann nehme ich sie wie sie ist.
ohne dieses abwägen und auch hier der gesunde abstand wäre die freundschaft nicht möglich.

ich glaube es gibt nur wenige menschen die kann man so nehmen wie sie sind und die tun einen gut.
wenn es darauf hinausläuft, dass sie einen schaden eben unbedingt meinung sagen oder gegebenfalls den rückzug.

mich muss man auch nehmen wie ich bin, aber ich höre auch auf kritik und die bekomme ich auch schon von menschen. ohne diese könnte ich nicht reflektieren, würde mich nicht weiterentwickeln.
wäre ja auch langweilig 🙂
 
würden wir es so tun, gäbe es eventuell keine oder viel weniger persönlichkeitsentwicklung? lernt man nicht gerade daraus, das einem ein anderer etwas sagt, was man anders machen könnte?.

Erst einmal muss bei der Person so etwas wie ein Bewustssein vorliegen, doch besser etwas an sich bzw. am Verhalten zu verändern. Liegt dieses Bewusstsein nicht vor und man macht einen Vorschlag, wird die Person sich wahrscheinlich vor den Kopf gestossen fühlen, befürchte ich, und sich abwenden.

Ausserdem kann man Menschen, wenn man wirklich "helfend stuppsen" möchte, vielleicht auch dadurch helfen (bzw. beeinflussen) indem man ihm eine andere Verhaltensweise ganz einfach vormacht, sozusagen zeigt, wie es auch gehen kann...und somit bedarf es vielleicht gar keiner Ansprache? Persönlichkeitsentwicklung kann also vielleicht auch nonverbal ins rollen bringen.

also bei mir ist das so, das ich es jemanden nicht übel nehme,wenn er mir sagt, was er an verhaltensweien sieht,die ich zum guten anders machen könnte..

Ich hör mir auch gerne alles an und entscheide dann ob ich damit etwas anfangen kann oder nicht. Manchmal macht man es mir aber auch vor...wie oben angedeutet...und der Groschen fällt dann. 😉

Grundsätzlich hängt es aber auch davon ab, welches Verhältnis ich zu der Person habe, wenn ich merke dass ein Freund ein Problem zu haben scheint, kann ich ihn darauf hinweisen oder mein eigenes Verhalten u. U. so "darstellen", dass er vielleicht merkt worauf ich hinaus will. Bei meinem Chef mache ich mir so eine Mühe aber ganz sicher nicht.
 
Ich finde es auf der einen Seite gut, Menschen so zu nehmen wie sie sind, aber es gibt da natürlich auch Grenzen.
Viele die das gerade immer so groß erzählen,das man andere nehmen muß wie sie sind, das man tolerant sein soll....sind es selber gerade nicht, wenn es darauf ankommt.
Ich bin z.b nicht mehr tolernant, oder schaue nicht über etwas hinweg, wenn ich merke, dem anderen schadet seine Haltung, oder er schadet anderen mit einer Haltung.Dann finde ich es sogar egoistisch um des lieben Friedens willen zu schweigen.
Nicht akteptabel finde ich, wenn man z.b. Menschen die weniger Intelligent sind, oder ärmer sind, die es äußerlich nicht zu viel gebracht haben, die hässlicher sind, als andere, deshalb als wertloser ansieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
menschen so nehmen wie sie sind heißt ja nicht, dass man dann auch - so wie er ist - mit jedem gut auskommen muß.
sagt mir jemand bzw. seine art, sein verhalten, was auch immer, nicht zu, dann geh ich halt auf abstand.
jemanden so hinbiegen zu wollen dass er einem passt funktioniert nicht.
entweder es passt ansatzweise oder eben nicht.
passt es aber im großen und ganzen ganz gut, sollte man eben über so manche macke, die man nicht verstehen kann, hinwegsehen.
ich halte gar nichts davon jemanden verändern zu wollen.
hab da auch gestern erst ein buch entdeckt, das ich demnächst lesen möchte.
Ich bleib so scheiße, wie ich bin: Lockerlassen und mehr vom Leben haben: Amazon.de: Rebecca Niazi-Shahabi: Bücher
 
Partnerschaften sind meistens Entwicklungsprozesse, die entweder positiv oder negativ enden. Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die sich blind verstehen. Für mich sehe ich das so, dass man den Partner zwar so annimmt wie er ist, aber trotzdem eben Kritik äußert , wenn es notwendig ist. Gegenseitige Kritik natürlich. So kann sich vieles auflösen, wenn man mit dem Begriff der Kritik positiv umgeht. Und dadurch findet ja auch Veränderungen statt, wenn es auf einer konstruktiven Ebene stattfindet und man den gegenseitigen Respekt aufbringt. Und so was findet ja täglich neu statt.

Allgemein gesehen gibt es bei dem "Jemand nehmen wie er ist" sehr deutliche Grenzen bei mir. Da doch sehr viele Menschen mit Masken und fremden Erwartungshaltungen herumlaufen. Man kann ja jemanden auch erst so nehmen wie er ist, wenn man dahinter auch Jemanden erkennt. Oft ist es so, dass ein bestimmtes Verhalten als Voraussetzung erwartet wird. Da bin ich dann wohl mehr als Grenzgänger unterwegs, der versucht in sich selber hineinzuhorchen und sich dann auch abzugrenzen.
 
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