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Ist Verdrängung nicht immer die richtige Lösung?

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Hallo zuammen,
ich habe ein Problem... und zwar ist der Vater meines Freundes vor ein paar Jahren gestorben, dies hat er nie in einer Therapie behandeln lassen, sondern hat es verdrängt.
Letztes Jahr war er in Afghanistan und hat nun Probleme, sich hier zurecht zu finden. Er ist überfordert, hat nur noch wenige soziale Kontakte und Probleme, diese aufrecht zu erhalten (auch zu seiner Familie). Er hatte direkt nach der Rückkehr vor 3 Monaten das Gefühl, alle würden etwas von ihm erwarten und das überforderte und belastete ihn. Ér war nicht viel draußen, war auch noch verletzt und konnte dadurch kein Sport machen zw. kann er immer noch nicht, was ihn weiter demotiviert. Aber er hat keine Depressionen oder Alpträume, betrinkt sich nicht, zockt nicht nur am PC, sein Job macht ihm weiterhin Spaß. Aber er leidet unter Schlafproblemen, die er einigermaßen durch eine Terapie in den Griff bekommen hat. Er war bereits beim SD und beim Therapeuten aber alle reiten nur auf dem Einsatz rum, was seiner Meinung nach nicht der Auslöser ist.
Ich habe ihm gesagt, dass ich vermute, dass es mit dem Tod seines Vaters zusammen hängt.
Er redet zwar über den Einsatz aber wenn ihn Vorfälle, auch Probleme/Diskussionen zwischen uns, überfordern, dann macht er dicht, rennt davon, verdrängt, spricht es vor allem nicht an. Ich weiß es nicht.
Ich glaube auch nicht, dass es PTBS ist, wie viele jetzt sicher vermuten werden aufgrund des Einsatzes.
Ich habe mal im Internet geforscht... kann es eine Therapie gegen Verdrängung geben, wo die Erinnerungen zum verarbeiten wieder hervor gerufen werden? Ich habe auch von Traumatherapie und Verhaltenstherapie gelesen... aber ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht wo ich ansetzen soll. Zumindest müsste man ja erstmal wissen, was es ist, um sich einen geeigneten Therapeuten suchen zu können oder? Ich kann doch nicht zu irgendeinem gehen, der das vllt. gar nicht beandelt???
Ich habe versucht so viele Infos wie möglich zu liefern, damit ihr mir helfen könnt.
 
Hallo TE,

es kann sich bei deinem Partner trotz allem um eine PTBS handeln.

Der Tod des Vater kann nämlich auch eine PTBS auslösen.
Vielleicht gab es da ja noch viel Unausgesprochenes, was deinen Partner nun belastet, weil er es nicht mehr tun kann.

Aber letztendlich nützt es wenig, wenn du nach Lösungen suchst.
Dein Partner muss es wollen und in Angriff nehmen.

kemel
 
Hallo kemel,
vielen Dank für deine Antwort!
Er hat sich bereits Hilfe versucht zu holen... Sozialer Dienst und bei einem Therapeuten der BW. Aber er sagt, dass ihm das nichts bringt, da alle denken, der Einsatz wäre Schuld daran, aber das sei er nicht. Er redet darüber, das schon. Aber ich denke genauso wie du, dass sein Vater der Auslöser war, das habe ich ihm bereits auch vorm Einsatz gesagt, dass er sich deswegen vllt. nach dem Einsatz auch Hilfe suchen sollte. Und er ist nun auch soweit, dass er das selber möchte, weil auch einiges hoch kam, als er in afg war.
Allerdings suche ich jetzt dabei Hilfe, was für eine Therapie ihm helfen würde, was für eine Art Psychotherapeut müsste man suchen? Eig. darf er nur zur BW aber wenn die ihm nichts bringen, darf er sich auch privat jemanden suchen, muss den aber auch selber bezahlen.
 

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