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Ist Mitgefühl zu viel verlangt?

Kirtashia

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben,

Ich weiß einfach nicht weiter. Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen. Wir kennen uns aber schon seit 7 Jahren.

Mein Problem ist generell, dass ich ein großes Bedürfnis nach Liebe, Mitgefühl und Verständnis habe. Und die meisten Menschen sind nun mal auf einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Egotrip. Noch dazu empfinde ich viele Menschen als oberflächlich und emotionslos. Ich verstehe das. Unsere Gesellschaft erzieht uns ja so. Das fühlt sich für mich aber sehr bedrohlich an, weil ich nicht das Gefühl habe, dass andere mich wirklich verstehen und mich so sehen wollen, wie ich bin.

Nun zu meinem Freund… immer, wenn wir eine Meinungsverschiedenheit haben, triggern wir uns gegenseitig. Ich wünsche mir Verständnis. Und er wird sauer, weil er glaubt, dass ich mich mit ihm streiten will. Außerdem will er immer recht haben. Wenn ich ihn bitte, meine Perspektive zu sehen, blockt er in solchen Momenten ab. Er wird dann ein anderer Mensch. Aber das selbe behauptet er von mir auch. Und diese Situationen können Stunden bis Tage dauern, weil wir uns immer weiter triggern. Ich weine dann nur noch und flehe ihn an, dass er mir Liebe und Mitgefühl gibt. Und er ist emotional verhärtet und empfindet es als Selbstverrat, wenn er mir dieses Bedürfnis erfüllt. Also tut er es nicht. Das Schlimme ist, dass ich solche Situationen oft in Beziehungen erlebt habe. Und ich fühle mich dann total hilflos, verzweifelt und im Stich gelassen. Ich kann an nichts anderes mehr denken. Es macht mich total fertig. Ich weine dann in einer Tour. Darum fällt es mir dann auch schwer bis unmöglich, einfach zu akzeptieren, dass er mir mein grundlegendstes Bedürfnis nicht erfüllt. Das wäre für mich Selbstverrat.

Ich habe diese intensive Problematik aus meiner Kindheit. Auch da habe ich mich nicht verstanden und geliebt gefühlt. Darum brauche ich es so sehr.
Liegt es an mir? Liegt es an meinen Partnern? Liegt es an gesellschaftlichen Konditionen? Ist es so schlimm, sich Mitgefühl und Verständnis zu wünschen?

Danke fürs Lesen.
Liebe Grüße,
Nadja
 
Wenn ich ihn bitte, meine Perspektive zu sehen, blockt er in solchen Momenten ab. Er wird dann ein anderer Mensch. Aber das selbe behauptet er von mir auch. Und diese Situationen können Stunden bis Tage dauern, weil wir uns immer weiter triggern. Ich weine dann nur noch und flehe ihn an, dass er mir Liebe und Mitgefühl gibt. Und er ist emotional verhärtet und empfindet es als Selbstverrat, wenn er mir dieses Bedürfnis erfüllt. Also tut er es nicht. Das Schlimme ist, dass ich solche Situationen oft in Beziehungen erlebt habe.
Dann solltest du lernen, zwischen Sachebene und Beziehungsebene zu unterscheiden.
Es macht mich total fertig. Ich weine dann in einer Tour. Darum fällt es mir dann auch schwer bis unmöglich, einfach zu akzeptieren, dass er mir mein grundlegendstes Bedürfnis nicht erfüllt. Das wäre für mich Selbstverrat.

Ich habe diese intensive Problematik aus meiner Kindheit. Auch da habe ich mich nicht verstanden und geliebt gefühlt. Darum brauche ich es so sehr.
Liegt es an mir?
Ja, klar.
Arbeite deine Defizite aus der Kindjeit im Rahmen einer Therapie auf und versuche, das ewige Geweine zu lassen. Man wird dich sonst als Gesprächspartnerin nicht ernst nehmen.
 
Nein, schlimm ist das nicht und du bist auch nicht allein das Problem. Hast du mal mit deinem freund darüber geredet dass das für dich ein Problem ist? Empfindet er eure Streits auch so? Vielleicht könnt ihr wenn es mal etwas ruhiger zu geht ein paar regeln ausmachen wie ihr in solchen Situationen die ruhe bewahrt
 
Ihr erhofft euch beide etwas durch eure Beziehung, seid aber aufgrund eurer "Bedürftigkeit" nicht in der Lage, über euren Schatten zu springen und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Wie durchbricht man einen Teufelskreis? In dem man den Teufel daraus "entlässt", denn er hat nichts damit zu tun, rein garnichts und geben tut es ihn auch nicht.

Die Einzige, die Dir genug Verständnis und Mitgefühl entgegen bringen kann, bist leider Du selbst. Nur Du weist, was Du gerade brauchst und kannst das verantworten. Aber du kannst andere in Deine Nähe einladen. Aber wenn das nur zu Deinen Bedingungen geschehen kann, dann kann das jemanden abschrecken und ihm Angst machen, der schon oft emotional ausgenutzt und mit einem "Fass ohne Boden" konfrontiert wurde.

Du hast es selbst geschrieben: diese Problematik ist in Deiner Kindheit entstanden, wahrscheinlich durch Eltern, die ihre Liebe an Bedingungen geknüpft haben. So entsteht ein seelischer Hunger, der scheinbar nie mehr weggehen will. Kennst Du die Bücher zum "inneren Kind". Das ist ein Denkmodell, das Dir vielleicht weiterhelfen kann. Schau mal nach "Das innere Kind will Heimat finden". Ein Weg, ein Stückchen mehr "erwachsen" zu werden. Mir hat es sehr geholfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe diese intensive Problematik aus meiner Kindheit. Auch da habe ich mich nicht verstanden und geliebt gefühlt. Darum brauche ich es so sehr.
Liebe Nadja,
ich weiß wovon du sprichst, da es bei mir genau so war, wie es jetzt bei dir ist.
Man nimmt seine Kindheitswunden mit und läßt sie durch ein bestimmtes Beziehungsmuster, das man unterbewußt hat, immer wieder aufreißen.
Nein, dafür kannst du nichts!
Es ist nicht deine Schuld, und ich verstehe deine Tränen.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir nur an's Herz legen, dir unbedingt einen Therapieplatz zu suchen!

Fühl dich, wenn du magst, virtuell gedrückt!
Alles Liebe.
 
Ist es so schlimm, sich Mitgefühl und Verständnis zu wünschen?

Das ist normal.

Aber während eines Streits hat man nun mal unterschiedliche Standpunkte, da ist Mitgefühl nicht das vorherrschende Gefühl.

Gibt dein Freund dir denn außerhalb der Streitigkeiten das Gefühl, das du dir wünschst?

Worum geht es dir genau, dass er dir im Streit nicht zuhört? Oder soll er sofort nachgeben und deinen Standpunkt als richtig betrachten?
 
Du solltest eine Therapie machen. Du kannst lernen mit dem Problem anders umzugehen, wie du es jetzt machst. Ich kann mir vorstellen, dass dein Freund von deinem Verhalten genervt ist. Wenn man Streit hat, kann man nicht für den anderen Verständnis haben, das funktioniert nicht. Der andere Mensch hat auch Gefühl in einem Streit und du erwartest, dass er nur dich sieht.
 
Mein Problem ist generell, dass ich ein großes Bedürfnis nach Liebe, Mitgefühl und Verständnis habe. Und die meisten Menschen sind nun mal auf einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Egotrip.
Ja. Genau wie Du auch. Denn Du schreibst ja hier ausschließlich von Deinen Bedürfnissen.
Doch dazu empfinde ich viele Menschen als oberflächlich und emotionslos. Ich verstehe das. Unsere Gesellschaft erzieht uns ja so. Das fühlt sich für mich aber sehr bedrohlich an, weil ich nicht das Gefühl habe, dass andere mich wirklich verstehen und mich so sehen wollen, wie ich bin.
Andere Menschen sind nicht dazu da, Dich so zu sehen, wie Du bist.
Nun zu meinem Freund… immer, wenn wir eine Meinungsverschiedenheit haben, triggern wir uns gegenseitig. Ich wünsche mir Verständnis. Und er wird sauer, weil er glaubt, dass ich mich mit ihm streiten will.
Andere Menschen sind nicht dazu da, für Dich Verständnis zu haben.
Und wie es es denn mit Dir? Hast Du für ihn Verständnis? - Hört sich für mich nicht so an.
Außerdem will er immer recht haben.
So wie Du auch. Denn Du willst ja auch immer recht haben. Damit wirfst Du ihm etwas vor, was auch auf Dich zutrifft. Das ist widersprüchlich.
Wenn ich ihn bitte, meine Perspektive zu sehen, blockt er in solchen Momenten ab. Er wird dann ein anderer Mensch. Aber das selbe behauptet er von mir auch.
Und er hat damit völlig recht. Du willst seine Perspektive auch nicht sehen.
Und diese Situationen können Stunden bis Tage dauern, weil wir uns immer weiter triggern. Ich weine dann nur noch und flehe ihn an, dass er mir Liebe und Mitgefühl gibt.
Hör mit dem Geheule und Geflehe auf. Das ist peinlich!
Und er ist emotional verhärtet und empfindet es als Selbstverrat, wenn er mir dieses Bedürfnis erfüllt. Also tut er es nicht. Das Schlimme ist, dass ich solche Situationen oft in Beziehungen erlebt habe. Und ich fühle mich dann total hilflos, verzweifelt und im Stich gelassen. Ich kann an nichts anderes mehr denken. Es macht mich total fertig. Ich weine dann in einer Tour.
Ihr braucht dringend eine Beziehungstherapie.
Darum fällt es mir dann auch schwer bis unmöglich, einfach zu akzeptieren, dass er mir mein grundlegendstes Bedürfnis nicht erfüllt. Das wäre für mich Selbstverrat.
Lies Dir mal "Lieben was ist" von Byron Katie durch. Dann erfährst Du, dass es unsinnig ist, mit der Wirklichkeit zu kämpfen und zu versuchen, andere Menschen zu ändern. Du kannst es sehr wohl akzeptieren, dass er Dir nicht jedes Bedürfnis erfüllt. Und das ist auch kein Selbstverrat.
Ich habe diese intensive Problematik aus meiner Kindheit.
Auch da habe ich mich nicht verstanden und geliebt gefühlt. Darum brauche ich es so sehr.
Du brauchst dringend eine Therapie. Dort lernst Du, Dich selbst zu lieben. Dann bist Du nicht mehr so überaus liebesbedürftig, denn damit überforderst Du Deinen Freund.
 
Ich habe diese intensive Problematik aus meiner Kindheit. Auch da habe ich mich nicht verstanden und geliebt gefühlt. Darum brauche ich es so sehr.

Du erwartest von deinem Partner, dass er dir das gibt, was deine Eltern dir hätten geben sollen.

Aber das geht nicht. Er wird diese Lücke nie füllen können, selbst wenn er dass wollte.

Und er ist emotional verhärtet und empfindet es als Selbstverrat, wenn er mir dieses Bedürfnis erfüllt. Also tut er es nicht. Das Schlimme ist, dass ich solche Situationen oft in Beziehungen erlebt habe. Und ich fühle mich dann total hilflos, verzweifelt und im Stich gelassen.

Das bestätigt, dass dein emotionaler Tank ein Vakuum hat, du andere versuchst anzuzapfen um deine Bedürfnisse zu stillen, diese das merken, und diese sich dann weigern sich aussaugen zu lassen.
 
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