G
Gelöscht 68541
Gast
Hallo!
Ich bin hier die neue und möchte euch gerne von meinen Angelegenheiten berichten. Ich denke, dass das für euch interessant werden kann und ich würde dazu gerne eure Meinung hören. Es ist jetzt nicht wie bei anderen Beiträgen hier etwas problematisches, was ich unbedingt lösen will, es ist hier eher nur ein Meinungsaustausch. Ich bin mir nämlich nicht sicher ob ICH das Problem bin oder ob ich ,,berechtigterweise" die Schuld in die Schuhe der anderen schieben kann.
Zunächst: Jeder Mensch ist wertvoll und jeder hat seine/ihre Stärken und Schwächen. Keiner hat das Recht andere Menschen herunter zu machen. Ich bin auch jemand, die immer versucht auf die guten Seiten der Menschen zu achten - also quasi optimistisch zu sein - aber das klappt halt nicht immer. Ich bin nicht eine hochnäsige Zicke, die sich anderen Menschen höher stellt bevor das jetzt jemand denkt, denn ich bin mir sicher, dass das jetzt so wirken wird.
Zu mir: Ich bin 23 Jahre alt und Studentin an einer Universität und bin mit dem Bachelor-Abschluss fast fertig. Im Anschluss geht es mit dem Master weiter. Ich habe eine ältere ausgezogene Schwester und wohne selbst noch bei meinen Eltern.
Zu meinem Thema: Ich habe das Gefühl im komplett falschen Film zu sein wenn es um meine sozialen Kontakte, meiner Familie und um meinen Wohnort geht. Insbesondere in meinem Liebesleben bin ich ein Magnet, die nur ,,schlechtes" anzieht.
Ich mache das mal am besten strukturiert, damit das nicht zu durcheinander wird:
Wohnort: Ich wohne in einer Großstadt, aber in einem Vorort davon. Das Haus ist sehr alt und herunter gekommen und die Miete ist sehr billig. Alle, die hier wohnen, sind arbeitslos (bis auf meinen Vater und ein anderer Bewohner des Hauses). Der Hinterhof ist zugemüllt und Lagerplatz für Spermüll. Die Treppen sind komplett verstaubt. Lärmbelästigungen sind hier Alltag. Die meisten Bewohner sind übergewichtig und ungepflegt. Der Vermieter kümmert sich um nichts, er wohnt selber nicht hier. Bei zwei Familien hier im Haus war ich jeweils ein mal an deren Türen. Als die Tür auf gemacht wurde, kam eine Stinkewolke gegen meine Nase.
Beste Freundin: Sie ist eigentlich okay, aber bekommt ihr Leben nicht in Griff. Natürlich ist sie auch arbeitslos und verkriecht sich immer zu Hause und schläft nur. Wie waren in der gleichen Klasse und sie war die extremste Schwänzerin Nr 1.
Andere Freundin: Hat schon zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern, agressiv, nimmt Drogen, arbeitslos und ist jetzt schon wieder schwanger.
Mutter: Sie ist eigentlich okay aber auch arbeitslos, faul, kann nur wenige Gerichte kochen, übergewichtig und nicht der hellste Stern im Himmel. Der Haushalt ist komplett durcheinander. Außerdem tendiert sie zum Messie sein und sammelt immer Schrott. Alle Schränke sind randvoll gefüllt mit nicht nützlichen Zeug.
Schwester: Natürlich ist sie die Lieblingstocher, weil sie schon ausgezogen ist und Geld verdient. Sie hat keine richtige Ausbildung, kein Abitur und verdient nur Geld weil sie mit Hilfe ihres Mannes durch ein selbst gegründetes OnlineShop einen kleinen Verkaufserfolg erzielt hat. Von den ganzen Rechtschreibfehlern und von der Grammatik auf ihrer Website ganz zu schweigen. Im Vergleich zu ihr bin ich die ,,Dumme" weil ich ja studiere und erstmal noch kein Geld verdiene.
Mann von meiner Schwester: Agressiv und kann nicht konstruktiv diskutieren. Er hetzt ständig gegen irgendwelche Volksgruppen und beleidigt diese viel. Mit ihm kann man 0% über Politik konstruktiv diskutieren. Wenigstens hat er einen Job.
Ein Freund: Er ist ganz lustig und nett, geht auch fleißig arbeiten aber nimmt Drogen. Jeden Tag. Er gibt jeden Tag 25 Euro für Drogen aus. Außerdem trinkt er täglich eine große Menge Alkohol und seine Bude ist mit Bergen (!) von leeren Alkohol-Flaschen gefüllt. Ab und zu ist er agressiv und beleidigt.
Cousine: Sie ist gleich alt wie ich, ist gegen den Willen ihrer Eltern mit einem kriminellen Abzocker verheiratet, der sie schlägt. Sie ist totunglücklich, aber jeder (auch ich) hatten sie gewarnt. Die wollte nicht zuhören. Natürlich hat sie auch ihre Schule für ihn abgebrochen = arbeitslos.
Ein Nachbar: Er zockt durch Verkaufsbetrüge andere Leute ab. Wegen ihm war schon oft die Polizei hier. Natürlich arbeitslos.
Frau von meinem Onkel: Sie ist offensichtlich Mitglied einer Sekte und möchte ihren Körper einer höheren Macht für sexuelle Zwecke zur Verfügung stellen. Laut dieser Sekte dürfen die Mitglieder komplett keinen Kontakt zu Männern haben. Das ist zwar ein Gerücht, aber für mich sehr glaubhaft, weil sie ständig schlecht über Männer redet und auch zu meinem Vater und zu anderen männlichen Menschen aus der Familie sehr abweisend ist. Sie redet 0 mit diesen. PS: arbeitslos.
Onkel: Wie seine Frau ist auch er Mitglied einer kuriosen Gruppe (und das ganz offen), aber es geht hier eher um politische Ziele. Er hat zwar einen (eher schlecht laufenden) Job aber riesige Schulden, kann keine Rechnungen bezahlen und kriegt seine Familie nur so gerade um die Runden.
Vater: Er ist zwar in Ordnung und unterstützt mich mit meinem Studium und motiviert mich weiter zu machen. Aber über seinen Pflegezustand und seinen IQ möchte ich nichts sagen. Er hat einen Job (verdient leider nicht viel) aber steht immer hinter seiner Familie. Das finde ich gut.
Ein Date: Vor zwei Jahren hat mich dieser Typ komplett rein gelegt. Er meinte, dass er hier und da arbeitet, dass er geile Möbel und eine beliebte Spielekonsole hat, dass er überhaupt nicht kriminell ist. Fehlanzeige! Als ich seine Wohnung sah war ich komplett unter Schock: Die war komplett leer! Nichtmal ein Bett hatte er. Er schlief auf drei Pullover auf dem Boden. Außerdem erzählte er, dass er kiffen würde. Und einen Job hatte er zwar - allerdings zu letzt vor 3 Jahren = arbeitslos.
Ein anderes Date: Auch er hat viele Sachen erzählt, die sich später als unwahr heraus stellten. Auch er war arbeitslos. Er hat alle seine Freunde für Geld betrogen und das schlimmste ist: Er war offensichtlich ein Zuhälter und wollte mich in die Prostitution führen.
Mein Ex: Also ihn fand ich echt toll. Er war zwar ungepflegt und dick aber er hatte ein Herz aus Gold. Na gut, er hatte natürlich auch keinen Job und war zwecks BaFög nur ein Scheinstudent (ohne Abitur).
OKAY - ich denke, dass das jetzt erstmal genug ist. Ich könnte noch einige andere aufzählen, aber das reicht erstmal. Zu erwähnen ist, dass ich noch Leute in meinem Umfeld habe, die ich sehr liebe und die völlig in Ordnung sind. Leider sind das nur 10%.
Nun kommen noch einige meiner Hobbys oder Talente und nach dem Bindestrich was andere Leute dazu sagen.
Ich gehe jeden Tag brav zur Uni - Du bist mit deiner Brille nur eine Streberin.
Ich spiele Gitarre - Du kannst kein Gitarre spielen und bist schlecht. Dein Gesang ist peinlich.
Ich bastle gerne und heimwerke gerne - Wie kann man nur mit solchen Sachen sich so unnötig anstrengen?
Ich achte auf Körperpflege - Du gibst zu viel Geld für Pflegeprodukte aus.
Ich habe ein ordentliches Zimmer - Hast du echt keine anderen Probleme?
Ich komme sehr gut mit Kindern klar und spiele mit denen immer - Du bist doch selber nur ein Kind und kindisch bist du auch
SOOOOO - Ich hoffe, dass ich nun euch sehr genau von mir und meinem Leben mitteilen konnte. Ich wiederhole: JEDER dieser Menschen haben auch positiven Seiten. Nur weil ich jeder ausschließlich negatives über sie berichter habe, heißt das nicht, dass ich ihre positiven Seiten nicht schätze. Ich behaupte auch nicht, sass ich jetzt der bessere Mensch bin, nur weil ich es in die Uni geschafft habe und die anderen nicht. Aber leider auch ich komme an meine Grenzen und muss nun solche Kritik raus hauen.
Aber seien wir mal ehrlich: Findet ihr nicht auch, dass das schon extrem ist? Na gut, im Grunde genommen lebt jeder sein eigenes Leben und deren Arbeitslosigkeit und die anderen Probleme von allen sind nicht mein Bier. Aber in so einem Umfeld fühle ich mich trotzdem nicht wohl. Ich kann das nur so gut dulden, weil ich auch so aufgewachsen bin und es nicht anders kenne. Das alles ist quasi bei mir Alltag?
Ich erhoffe mir durch das Studium und durch meinen Ehrgeiz eine schöne und angenehme Zukunft. Das besonders schlimme daran ist, dass viele Freunde, die selbst nicht studieren, mich meistens nie in Ruhe lassen und mich ständig anmotzen, wenn ich mal zu Hause lernen will und die feiern gehen wollen. Außerdem gibt es zu Hause durch meine Mutter eine Lärmbelästigung. Sie versteht einfach nicht, dass ich mich am Schreibtisch konzentrieren will. Einmal habe ich von meiner Schwester und meiner Mutter Ärger bekommen (als ich noch 19 war), weil ich erst um 23 Uhr nach Hause kam. Sie haben mir nicht geglaubt, dass ich bis 23 Uhr in der Uni-Bibliothek saß und gelernt habe.
Das alles ist ja kein Problem mehr, weil ich in 2 Jahren ausziehen will und hoffentlich berufstätig bin und woanders wohne mit neuen Freunden etc...
SOOOO... Jetzt möchte ich eure Meinung hören.
1) Findet ihr mein Umfeld so völlig in Ordnung oder geht sowas gar nicht?
2) Ist meine Kritik gegen all diese Menschen berechtigt oder bin ich einfach viel zu pessimistisch und zickig?
3) Würdet ihr, wenn ihr an meiner Stelle sein würdet, mit so einem Leben klar kommen?
4) Wie bereits erwähnt, bin ich hier sehr bald weg. Könnte es im neuen Umfeld dann mit den neuen Menschen scheitern, weil ich noch viele negative Einflüsse aus meinem alten Leben mitnehme und somit mich dem neuen Umfeld nicht anpassen kann?
5) Warum bin ich so? Wie kann es passieren, dass ich, obwohl ich hier so aufgewachsen bin, trotzdem komplett anders bin als alle anderen?
6) Findet ihr, dass ich noch zu lieb und geduldog mit den ganzen Leuten bin oder würdet ihr schon lange einen Schlussstrich ziehen und den Kontakt schon lange abgebrochen haben?
7) Zum Schluss nochmal: Bin ich nun die Blöde in der Geschichte oder doch die anderen?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und bedanke mich bei allen, die das gelesen haben bis zum Schluss. Ich finde auch, dass es mir schon gut getan hat, alles von der Seele hier heraus zu lassen.
Ich bin hier die neue und möchte euch gerne von meinen Angelegenheiten berichten. Ich denke, dass das für euch interessant werden kann und ich würde dazu gerne eure Meinung hören. Es ist jetzt nicht wie bei anderen Beiträgen hier etwas problematisches, was ich unbedingt lösen will, es ist hier eher nur ein Meinungsaustausch. Ich bin mir nämlich nicht sicher ob ICH das Problem bin oder ob ich ,,berechtigterweise" die Schuld in die Schuhe der anderen schieben kann.
Zunächst: Jeder Mensch ist wertvoll und jeder hat seine/ihre Stärken und Schwächen. Keiner hat das Recht andere Menschen herunter zu machen. Ich bin auch jemand, die immer versucht auf die guten Seiten der Menschen zu achten - also quasi optimistisch zu sein - aber das klappt halt nicht immer. Ich bin nicht eine hochnäsige Zicke, die sich anderen Menschen höher stellt bevor das jetzt jemand denkt, denn ich bin mir sicher, dass das jetzt so wirken wird.
Zu mir: Ich bin 23 Jahre alt und Studentin an einer Universität und bin mit dem Bachelor-Abschluss fast fertig. Im Anschluss geht es mit dem Master weiter. Ich habe eine ältere ausgezogene Schwester und wohne selbst noch bei meinen Eltern.
Zu meinem Thema: Ich habe das Gefühl im komplett falschen Film zu sein wenn es um meine sozialen Kontakte, meiner Familie und um meinen Wohnort geht. Insbesondere in meinem Liebesleben bin ich ein Magnet, die nur ,,schlechtes" anzieht.
Ich mache das mal am besten strukturiert, damit das nicht zu durcheinander wird:
Wohnort: Ich wohne in einer Großstadt, aber in einem Vorort davon. Das Haus ist sehr alt und herunter gekommen und die Miete ist sehr billig. Alle, die hier wohnen, sind arbeitslos (bis auf meinen Vater und ein anderer Bewohner des Hauses). Der Hinterhof ist zugemüllt und Lagerplatz für Spermüll. Die Treppen sind komplett verstaubt. Lärmbelästigungen sind hier Alltag. Die meisten Bewohner sind übergewichtig und ungepflegt. Der Vermieter kümmert sich um nichts, er wohnt selber nicht hier. Bei zwei Familien hier im Haus war ich jeweils ein mal an deren Türen. Als die Tür auf gemacht wurde, kam eine Stinkewolke gegen meine Nase.
Beste Freundin: Sie ist eigentlich okay, aber bekommt ihr Leben nicht in Griff. Natürlich ist sie auch arbeitslos und verkriecht sich immer zu Hause und schläft nur. Wie waren in der gleichen Klasse und sie war die extremste Schwänzerin Nr 1.
Andere Freundin: Hat schon zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern, agressiv, nimmt Drogen, arbeitslos und ist jetzt schon wieder schwanger.
Mutter: Sie ist eigentlich okay aber auch arbeitslos, faul, kann nur wenige Gerichte kochen, übergewichtig und nicht der hellste Stern im Himmel. Der Haushalt ist komplett durcheinander. Außerdem tendiert sie zum Messie sein und sammelt immer Schrott. Alle Schränke sind randvoll gefüllt mit nicht nützlichen Zeug.
Schwester: Natürlich ist sie die Lieblingstocher, weil sie schon ausgezogen ist und Geld verdient. Sie hat keine richtige Ausbildung, kein Abitur und verdient nur Geld weil sie mit Hilfe ihres Mannes durch ein selbst gegründetes OnlineShop einen kleinen Verkaufserfolg erzielt hat. Von den ganzen Rechtschreibfehlern und von der Grammatik auf ihrer Website ganz zu schweigen. Im Vergleich zu ihr bin ich die ,,Dumme" weil ich ja studiere und erstmal noch kein Geld verdiene.
Mann von meiner Schwester: Agressiv und kann nicht konstruktiv diskutieren. Er hetzt ständig gegen irgendwelche Volksgruppen und beleidigt diese viel. Mit ihm kann man 0% über Politik konstruktiv diskutieren. Wenigstens hat er einen Job.
Ein Freund: Er ist ganz lustig und nett, geht auch fleißig arbeiten aber nimmt Drogen. Jeden Tag. Er gibt jeden Tag 25 Euro für Drogen aus. Außerdem trinkt er täglich eine große Menge Alkohol und seine Bude ist mit Bergen (!) von leeren Alkohol-Flaschen gefüllt. Ab und zu ist er agressiv und beleidigt.
Cousine: Sie ist gleich alt wie ich, ist gegen den Willen ihrer Eltern mit einem kriminellen Abzocker verheiratet, der sie schlägt. Sie ist totunglücklich, aber jeder (auch ich) hatten sie gewarnt. Die wollte nicht zuhören. Natürlich hat sie auch ihre Schule für ihn abgebrochen = arbeitslos.
Ein Nachbar: Er zockt durch Verkaufsbetrüge andere Leute ab. Wegen ihm war schon oft die Polizei hier. Natürlich arbeitslos.
Frau von meinem Onkel: Sie ist offensichtlich Mitglied einer Sekte und möchte ihren Körper einer höheren Macht für sexuelle Zwecke zur Verfügung stellen. Laut dieser Sekte dürfen die Mitglieder komplett keinen Kontakt zu Männern haben. Das ist zwar ein Gerücht, aber für mich sehr glaubhaft, weil sie ständig schlecht über Männer redet und auch zu meinem Vater und zu anderen männlichen Menschen aus der Familie sehr abweisend ist. Sie redet 0 mit diesen. PS: arbeitslos.
Onkel: Wie seine Frau ist auch er Mitglied einer kuriosen Gruppe (und das ganz offen), aber es geht hier eher um politische Ziele. Er hat zwar einen (eher schlecht laufenden) Job aber riesige Schulden, kann keine Rechnungen bezahlen und kriegt seine Familie nur so gerade um die Runden.
Vater: Er ist zwar in Ordnung und unterstützt mich mit meinem Studium und motiviert mich weiter zu machen. Aber über seinen Pflegezustand und seinen IQ möchte ich nichts sagen. Er hat einen Job (verdient leider nicht viel) aber steht immer hinter seiner Familie. Das finde ich gut.
Ein Date: Vor zwei Jahren hat mich dieser Typ komplett rein gelegt. Er meinte, dass er hier und da arbeitet, dass er geile Möbel und eine beliebte Spielekonsole hat, dass er überhaupt nicht kriminell ist. Fehlanzeige! Als ich seine Wohnung sah war ich komplett unter Schock: Die war komplett leer! Nichtmal ein Bett hatte er. Er schlief auf drei Pullover auf dem Boden. Außerdem erzählte er, dass er kiffen würde. Und einen Job hatte er zwar - allerdings zu letzt vor 3 Jahren = arbeitslos.
Ein anderes Date: Auch er hat viele Sachen erzählt, die sich später als unwahr heraus stellten. Auch er war arbeitslos. Er hat alle seine Freunde für Geld betrogen und das schlimmste ist: Er war offensichtlich ein Zuhälter und wollte mich in die Prostitution führen.
Mein Ex: Also ihn fand ich echt toll. Er war zwar ungepflegt und dick aber er hatte ein Herz aus Gold. Na gut, er hatte natürlich auch keinen Job und war zwecks BaFög nur ein Scheinstudent (ohne Abitur).
OKAY - ich denke, dass das jetzt erstmal genug ist. Ich könnte noch einige andere aufzählen, aber das reicht erstmal. Zu erwähnen ist, dass ich noch Leute in meinem Umfeld habe, die ich sehr liebe und die völlig in Ordnung sind. Leider sind das nur 10%.
Nun kommen noch einige meiner Hobbys oder Talente und nach dem Bindestrich was andere Leute dazu sagen.
Ich gehe jeden Tag brav zur Uni - Du bist mit deiner Brille nur eine Streberin.
Ich spiele Gitarre - Du kannst kein Gitarre spielen und bist schlecht. Dein Gesang ist peinlich.
Ich bastle gerne und heimwerke gerne - Wie kann man nur mit solchen Sachen sich so unnötig anstrengen?
Ich achte auf Körperpflege - Du gibst zu viel Geld für Pflegeprodukte aus.
Ich habe ein ordentliches Zimmer - Hast du echt keine anderen Probleme?
Ich komme sehr gut mit Kindern klar und spiele mit denen immer - Du bist doch selber nur ein Kind und kindisch bist du auch
SOOOOO - Ich hoffe, dass ich nun euch sehr genau von mir und meinem Leben mitteilen konnte. Ich wiederhole: JEDER dieser Menschen haben auch positiven Seiten. Nur weil ich jeder ausschließlich negatives über sie berichter habe, heißt das nicht, dass ich ihre positiven Seiten nicht schätze. Ich behaupte auch nicht, sass ich jetzt der bessere Mensch bin, nur weil ich es in die Uni geschafft habe und die anderen nicht. Aber leider auch ich komme an meine Grenzen und muss nun solche Kritik raus hauen.
Aber seien wir mal ehrlich: Findet ihr nicht auch, dass das schon extrem ist? Na gut, im Grunde genommen lebt jeder sein eigenes Leben und deren Arbeitslosigkeit und die anderen Probleme von allen sind nicht mein Bier. Aber in so einem Umfeld fühle ich mich trotzdem nicht wohl. Ich kann das nur so gut dulden, weil ich auch so aufgewachsen bin und es nicht anders kenne. Das alles ist quasi bei mir Alltag?
Ich erhoffe mir durch das Studium und durch meinen Ehrgeiz eine schöne und angenehme Zukunft. Das besonders schlimme daran ist, dass viele Freunde, die selbst nicht studieren, mich meistens nie in Ruhe lassen und mich ständig anmotzen, wenn ich mal zu Hause lernen will und die feiern gehen wollen. Außerdem gibt es zu Hause durch meine Mutter eine Lärmbelästigung. Sie versteht einfach nicht, dass ich mich am Schreibtisch konzentrieren will. Einmal habe ich von meiner Schwester und meiner Mutter Ärger bekommen (als ich noch 19 war), weil ich erst um 23 Uhr nach Hause kam. Sie haben mir nicht geglaubt, dass ich bis 23 Uhr in der Uni-Bibliothek saß und gelernt habe.
Das alles ist ja kein Problem mehr, weil ich in 2 Jahren ausziehen will und hoffentlich berufstätig bin und woanders wohne mit neuen Freunden etc...
SOOOO... Jetzt möchte ich eure Meinung hören.
1) Findet ihr mein Umfeld so völlig in Ordnung oder geht sowas gar nicht?
2) Ist meine Kritik gegen all diese Menschen berechtigt oder bin ich einfach viel zu pessimistisch und zickig?
3) Würdet ihr, wenn ihr an meiner Stelle sein würdet, mit so einem Leben klar kommen?
4) Wie bereits erwähnt, bin ich hier sehr bald weg. Könnte es im neuen Umfeld dann mit den neuen Menschen scheitern, weil ich noch viele negative Einflüsse aus meinem alten Leben mitnehme und somit mich dem neuen Umfeld nicht anpassen kann?
5) Warum bin ich so? Wie kann es passieren, dass ich, obwohl ich hier so aufgewachsen bin, trotzdem komplett anders bin als alle anderen?
6) Findet ihr, dass ich noch zu lieb und geduldog mit den ganzen Leuten bin oder würdet ihr schon lange einen Schlussstrich ziehen und den Kontakt schon lange abgebrochen haben?
7) Zum Schluss nochmal: Bin ich nun die Blöde in der Geschichte oder doch die anderen?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen und bedanke mich bei allen, die das gelesen haben bis zum Schluss. Ich finde auch, dass es mir schon gut getan hat, alles von der Seele hier heraus zu lassen.