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Ist meine Kritik berechtigt? (Schwarzes Schaf?)

G

Gelöscht 68541

Gast
Hallo!

Ich bin hier die neue und möchte euch gerne von meinen Angelegenheiten berichten. Ich denke, dass das für euch interessant werden kann und ich würde dazu gerne eure Meinung hören. Es ist jetzt nicht wie bei anderen Beiträgen hier etwas problematisches, was ich unbedingt lösen will, es ist hier eher nur ein Meinungsaustausch. Ich bin mir nämlich nicht sicher ob ICH das Problem bin oder ob ich ,,berechtigterweise" die Schuld in die Schuhe der anderen schieben kann.

Zunächst: Jeder Mensch ist wertvoll und jeder hat seine/ihre Stärken und Schwächen. Keiner hat das Recht andere Menschen herunter zu machen. Ich bin auch jemand, die immer versucht auf die guten Seiten der Menschen zu achten - also quasi optimistisch zu sein - aber das klappt halt nicht immer. Ich bin nicht eine hochnäsige Zicke, die sich anderen Menschen höher stellt bevor das jetzt jemand denkt, denn ich bin mir sicher, dass das jetzt so wirken wird.

Zu mir: Ich bin 23 Jahre alt und Studentin an einer Universität und bin mit dem Bachelor-Abschluss fast fertig. Im Anschluss geht es mit dem Master weiter. Ich habe eine ältere ausgezogene Schwester und wohne selbst noch bei meinen Eltern.

Zu meinem Thema: Ich habe das Gefühl im komplett falschen Film zu sein wenn es um meine sozialen Kontakte, meiner Familie und um meinen Wohnort geht. Insbesondere in meinem Liebesleben bin ich ein Magnet, die nur ,,schlechtes" anzieht.

Ich mache das mal am besten strukturiert, damit das nicht zu durcheinander wird:

Wohnort: Ich wohne in einer Großstadt, aber in einem Vorort davon. Das Haus ist sehr alt und herunter gekommen und die Miete ist sehr billig. Alle, die hier wohnen, sind arbeitslos (bis auf meinen Vater und ein anderer Bewohner des Hauses). Der Hinterhof ist zugemüllt und Lagerplatz für Spermüll. Die Treppen sind komplett verstaubt. Lärmbelästigungen sind hier Alltag. Die meisten Bewohner sind übergewichtig und ungepflegt. Der Vermieter kümmert sich um nichts, er wohnt selber nicht hier. Bei zwei Familien hier im Haus war ich jeweils ein mal an deren Türen. Als die Tür auf gemacht wurde, kam eine Stinkewolke gegen meine Nase.

Beste Freundin: Sie ist eigentlich okay, aber bekommt ihr Leben nicht in Griff. Natürlich ist sie auch arbeitslos und verkriecht sich immer zu Hause und schläft nur. Wie waren in der gleichen Klasse und sie war die extremste Schwänzerin Nr 1.

Andere Freundin: Hat schon zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern, agressiv, nimmt Drogen, arbeitslos und ist jetzt schon wieder schwanger.

Mutter: Sie ist eigentlich okay aber auch arbeitslos, faul, kann nur wenige Gerichte kochen, übergewichtig und nicht der hellste Stern im Himmel. Der Haushalt ist komplett durcheinander. Außerdem tendiert sie zum Messie sein und sammelt immer Schrott. Alle Schränke sind randvoll gefüllt mit nicht nützlichen Zeug.

Schwester: Natürlich ist sie die Lieblingstocher, weil sie schon ausgezogen ist und Geld verdient. Sie hat keine richtige Ausbildung, kein Abitur und verdient nur Geld weil sie mit Hilfe ihres Mannes durch ein selbst gegründetes OnlineShop einen kleinen Verkaufserfolg erzielt hat. Von den ganzen Rechtschreibfehlern und von der Grammatik auf ihrer Website ganz zu schweigen. Im Vergleich zu ihr bin ich die ,,Dumme" weil ich ja studiere und erstmal noch kein Geld verdiene.

Mann von meiner Schwester: Agressiv und kann nicht konstruktiv diskutieren. Er hetzt ständig gegen irgendwelche Volksgruppen und beleidigt diese viel. Mit ihm kann man 0% über Politik konstruktiv diskutieren. Wenigstens hat er einen Job.

Ein Freund: Er ist ganz lustig und nett, geht auch fleißig arbeiten aber nimmt Drogen. Jeden Tag. Er gibt jeden Tag 25 Euro für Drogen aus. Außerdem trinkt er täglich eine große Menge Alkohol und seine Bude ist mit Bergen (!) von leeren Alkohol-Flaschen gefüllt. Ab und zu ist er agressiv und beleidigt.

Cousine: Sie ist gleich alt wie ich, ist gegen den Willen ihrer Eltern mit einem kriminellen Abzocker verheiratet, der sie schlägt. Sie ist totunglücklich, aber jeder (auch ich) hatten sie gewarnt. Die wollte nicht zuhören. Natürlich hat sie auch ihre Schule für ihn abgebrochen = arbeitslos.

Ein Nachbar: Er zockt durch Verkaufsbetrüge andere Leute ab. Wegen ihm war schon oft die Polizei hier. Natürlich arbeitslos.

Frau von meinem Onkel: Sie ist offensichtlich Mitglied einer Sekte und möchte ihren Körper einer höheren Macht für sexuelle Zwecke zur Verfügung stellen. Laut dieser Sekte dürfen die Mitglieder komplett keinen Kontakt zu Männern haben. Das ist zwar ein Gerücht, aber für mich sehr glaubhaft, weil sie ständig schlecht über Männer redet und auch zu meinem Vater und zu anderen männlichen Menschen aus der Familie sehr abweisend ist. Sie redet 0 mit diesen. PS: arbeitslos.

Onkel: Wie seine Frau ist auch er Mitglied einer kuriosen Gruppe (und das ganz offen), aber es geht hier eher um politische Ziele. Er hat zwar einen (eher schlecht laufenden) Job aber riesige Schulden, kann keine Rechnungen bezahlen und kriegt seine Familie nur so gerade um die Runden.

Vater: Er ist zwar in Ordnung und unterstützt mich mit meinem Studium und motiviert mich weiter zu machen. Aber über seinen Pflegezustand und seinen IQ möchte ich nichts sagen. Er hat einen Job (verdient leider nicht viel) aber steht immer hinter seiner Familie. Das finde ich gut.

Ein Date: Vor zwei Jahren hat mich dieser Typ komplett rein gelegt. Er meinte, dass er hier und da arbeitet, dass er geile Möbel und eine beliebte Spielekonsole hat, dass er überhaupt nicht kriminell ist. Fehlanzeige! Als ich seine Wohnung sah war ich komplett unter Schock: Die war komplett leer! Nichtmal ein Bett hatte er. Er schlief auf drei Pullover auf dem Boden. Außerdem erzählte er, dass er kiffen würde. Und einen Job hatte er zwar - allerdings zu letzt vor 3 Jahren = arbeitslos.

Ein anderes Date: Auch er hat viele Sachen erzählt, die sich später als unwahr heraus stellten. Auch er war arbeitslos. Er hat alle seine Freunde für Geld betrogen und das schlimmste ist: Er war offensichtlich ein Zuhälter und wollte mich in die Prostitution führen.

Mein Ex: Also ihn fand ich echt toll. Er war zwar ungepflegt und dick aber er hatte ein Herz aus Gold. Na gut, er hatte natürlich auch keinen Job und war zwecks BaFög nur ein Scheinstudent (ohne Abitur).

OKAY - ich denke, dass das jetzt erstmal genug ist. Ich könnte noch einige andere aufzählen, aber das reicht erstmal. Zu erwähnen ist, dass ich noch Leute in meinem Umfeld habe, die ich sehr liebe und die völlig in Ordnung sind. Leider sind das nur 10%.

Nun kommen noch einige meiner Hobbys oder Talente und nach dem Bindestrich was andere Leute dazu sagen.

Ich gehe jeden Tag brav zur Uni - Du bist mit deiner Brille nur eine Streberin.

Ich spiele Gitarre - Du kannst kein Gitarre spielen und bist schlecht. Dein Gesang ist peinlich.

Ich bastle gerne und heimwerke gerne - Wie kann man nur mit solchen Sachen sich so unnötig anstrengen?

Ich achte auf Körperpflege - Du gibst zu viel Geld für Pflegeprodukte aus.

Ich habe ein ordentliches Zimmer - Hast du echt keine anderen Probleme?

Ich komme sehr gut mit Kindern klar und spiele mit denen immer - Du bist doch selber nur ein Kind und kindisch bist du auch

SOOOOO - Ich hoffe, dass ich nun euch sehr genau von mir und meinem Leben mitteilen konnte. Ich wiederhole: JEDER dieser Menschen haben auch positiven Seiten. Nur weil ich jeder ausschließlich negatives über sie berichter habe, heißt das nicht, dass ich ihre positiven Seiten nicht schätze. Ich behaupte auch nicht, sass ich jetzt der bessere Mensch bin, nur weil ich es in die Uni geschafft habe und die anderen nicht. Aber leider auch ich komme an meine Grenzen und muss nun solche Kritik raus hauen.

Aber seien wir mal ehrlich: Findet ihr nicht auch, dass das schon extrem ist? Na gut, im Grunde genommen lebt jeder sein eigenes Leben und deren Arbeitslosigkeit und die anderen Probleme von allen sind nicht mein Bier. Aber in so einem Umfeld fühle ich mich trotzdem nicht wohl. Ich kann das nur so gut dulden, weil ich auch so aufgewachsen bin und es nicht anders kenne. Das alles ist quasi bei mir Alltag?

Ich erhoffe mir durch das Studium und durch meinen Ehrgeiz eine schöne und angenehme Zukunft. Das besonders schlimme daran ist, dass viele Freunde, die selbst nicht studieren, mich meistens nie in Ruhe lassen und mich ständig anmotzen, wenn ich mal zu Hause lernen will und die feiern gehen wollen. Außerdem gibt es zu Hause durch meine Mutter eine Lärmbelästigung. Sie versteht einfach nicht, dass ich mich am Schreibtisch konzentrieren will. Einmal habe ich von meiner Schwester und meiner Mutter Ärger bekommen (als ich noch 19 war), weil ich erst um 23 Uhr nach Hause kam. Sie haben mir nicht geglaubt, dass ich bis 23 Uhr in der Uni-Bibliothek saß und gelernt habe.

Das alles ist ja kein Problem mehr, weil ich in 2 Jahren ausziehen will und hoffentlich berufstätig bin und woanders wohne mit neuen Freunden etc...

SOOOO... Jetzt möchte ich eure Meinung hören.

1) Findet ihr mein Umfeld so völlig in Ordnung oder geht sowas gar nicht?
2) Ist meine Kritik gegen all diese Menschen berechtigt oder bin ich einfach viel zu pessimistisch und zickig?
3) Würdet ihr, wenn ihr an meiner Stelle sein würdet, mit so einem Leben klar kommen?
4) Wie bereits erwähnt, bin ich hier sehr bald weg. Könnte es im neuen Umfeld dann mit den neuen Menschen scheitern, weil ich noch viele negative Einflüsse aus meinem alten Leben mitnehme und somit mich dem neuen Umfeld nicht anpassen kann?
5) Warum bin ich so? Wie kann es passieren, dass ich, obwohl ich hier so aufgewachsen bin, trotzdem komplett anders bin als alle anderen?
6) Findet ihr, dass ich noch zu lieb und geduldog mit den ganzen Leuten bin oder würdet ihr schon lange einen Schlussstrich ziehen und den Kontakt schon lange abgebrochen haben?
7) Zum Schluss nochmal: Bin ich nun die Blöde in der Geschichte oder doch die anderen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und bedanke mich bei allen, die das gelesen haben bis zum Schluss. Ich finde auch, dass es mir schon gut getan hat, alles von der Seele hier heraus zu lassen.
 
Hallo,

ich habe den Eindruck du bist ein sehr intelligenter Mensch, kannst logisch und strukturiert denken und hast sehr hohe Ansprüche. Der größte Teil deines Umfelds kann da nicht "mithalten", daher ist es einfach nur logisch wie du dich siehst und fühlst. In sehe in dir enormes Potential, aber noch nutzt du es scheinbar zu wenig. Stattdessen beschäftigst du dich mit deinem Umfeld, was nicht wirklich was bringt. Über deine Gefühle konnte ich eher weniger entdecken, bist du also eher ein Kopfmensch? Und einen Punkt finde ziemlich negativ, du verwendest ab und an "Natürlich...".

Aber zu deinen Fragen:
1) Findet ihr mein Umfeld so völlig in Ordnung oder geht sowas gar nicht?

Hinter dieser Frage vermute ich eine andere Frage, wie lautete die denn? Pauschal betrachtet ist ein Umfeld immer was es ist und du wirst es nicht ändern können. Aber du kannst es akzeptieren oder wechseln. Entscheidend ist in was du deine Energie steckst.

2) Ist meine Kritik gegen all diese Menschen berechtigt oder bin ich einfach viel zu pessimistisch und zickig?

Kritik wozu? Letzten Endes bewertest du d.h. du machst das, was du eigentlich nicht machen wolltest. Deine Aufmerksamkeit geht also nach außen, sinnvoller wäre es die geht nach innen.

3) Würdet ihr, wenn ihr an meiner Stelle sein würdet, mit so einem Leben klar kommen?

Deine eigentliche Frage lautet: Soll ich da weggehen? Richtig? In finde das nicht wichtig, es reicht eigentlich wenn du deine Blickrichtung änderst.

4) Wie bereits erwähnt, bin ich hier sehr bald weg. Könnte es im neuen Umfeld dann mit den neuen Menschen scheitern, weil ich noch viele negative Einflüsse aus meinem alten Leben mitnehme und somit mich dem neuen Umfeld nicht anpassen kann?

Das kann schon passieren, denn du bist sozusagen "vorbelastet" daher wäre es schon möglich, dass deine Gedanken bzw. Einschätzung schnell mit alten Themen gefärbt sein kann. Geht in Richtung Schubladendenken.

5) Warum bin ich so? Wie kann es passieren, dass ich, obwohl ich hier so aufgewachsen bin, trotzdem komplett anders bin als alle anderen?

Du bist offensichtlich wesentlich intelligenter und hast ganz andere Werte. Daraus ergeben sich hohe Ansprüche und somit hast du mit den anderen wenig gemein. Kein Wunder also dass du dich so anders fühlst.

6) Findet ihr, dass ich noch zu lieb und geduldog mit den ganzen Leuten bin oder würdet ihr schon lange einen Schlussstrich ziehen und den Kontakt schon lange abgebrochen haben?

Ich hätte das schon längst gemacht. Ich suche lieber Kontakt zu Menschen bei denen ich mich wohl fühle, die mich respektieren und mit denen ich auf Augenhöhe bin.

7) Zum Schluss nochmal: Bin ich nun die Blöde in der Geschichte oder doch die anderen?

Ja du bist blöd *ggg* Sorry das konnte ich mir nicht verkneifen. Nein bist du natürlich nicht, die anderen allerdings auch nicht. Ihr passt einfach nicht zusammen und du stellst dich in Frage, weil es so viele sind und du nur alleine. Deine "Bindestrich-Beispiele" sprechen doch Bände; die Reaktionen sind völlig unangebracht, den Schmarrn würde ich gar nicht erst annehmen.

Mein Rat: Konzentriere dich mehr auf dich und lasse die anderen die anderen sein. Gehe respektvoll mit ihnen um aber meide sie wenn dir danach ist. Und stell dich nicht so sehr in Frage, du bist schon ok so.
 
Moin @SummerQueen,
Die Fragen die du gestellt hast, keine werde ich beantworten, denn ich denke es bin nicht ich oder wer anders der beurteilen sollte: Ja du hast vieles aufgezählt, was dir nicht gefällt, womit du nicht einverstanden bist und du hast auch geschrieben, es gibt auch anderes, du siehst es.

Vielleicht und das schrieben auch meine Vorschreiber schon, ist es gut dich auf dich und deine Fähigkeiten und Möglichkeiten zu konzentrieren. Ein Vergleich, eine Beurteilung unserseits, bringt dich auch nicht weiter, vielleicht bestätigt es dich? aber vielleicht lenkt es auch nur ab.

Du hast ein Ziel, verfolge dies, damit ist dir mehr geholfen.

So nun statt immer du du du und tue dies oder das.

Mein Leben wich und weicht auch sehr von dem, was Familie und andere aus dem direkten Umfeld taten und vielleicht auch tun konnten, bewusst wurde ein anderer Weg eingeschlagen. Es ist nicht immer einfach, aber ich habe mich nicht beirren lassen, bin den Weg gegangen, der sich für mein Leben richtig anfühlte. Meine Fähigkeiten eingesetzt, statt zu schauen, was die anderen tun, nicht können, nicht wollen, mich nicht beirren lassen.

Viele Menschen können nicht anders, sie sind gefangen, gefangen in dem Leben, was schon ihre Vorfahren, deren Vorfahren und so weiter hatten, sie hatten nicht die Kraft vielleicht auch nicht die Wissen, was sie tun könnten und müssten, um selbst anders zu leben. Doch wer sagt mir, ich muss auch diesen Weg gehen, darf ich als Mensch nicht selbst entscheiden? Kann ich nicht einen anderen Weg nehmen, wenn er sich für mich besser anfühlt? Doch ich kann es.

Leider ist es nicht immer ganz einfach, auszubrechen, etwas anders zu machen, weil es ein Riss einen Bruch gibt in dem Bild gibt was bisher existiert hat in der Köpfen, derer, die auf dem bisherigen Weg geblieben sind. Oder nimm ein Mobile, da hat jede Figur ihren Platz und wenn eine Figur ihren Platz verlässt beginnt das Mobile an wie wild sich zu bewegen muss sich anders positionieren um wieder in ein Gleichgewicht zu finden. Wenn es also könnte, würde es vorher versuchen alles daran zu setzen, dass es nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Dieses Bild hat mir sehr geholfen, die Familie und das bestehende Umfeld als Mobile zu betrachten und den Wunsch jedes einzelne Mitglied des Umfeldes als Teil dieses Mobiles, es will seinen Platz nicht verlassen, doch ich meinen dort so wie es ist nicht beibehalten, ich möchte etwas verändern und zwangsläufig ändert sich nun für die anderen aber auch etwas, nämlich sie sehen, nicht das in ein Umfeld geboren werden, bedeutet, es muss alles so bleiben, es stellt eine Gefahr, da nämlich die Gefahr zu erkennen, auch ich hätte etwas an meiner Situation ändern können...
Aber um etwas verändern zu können braucht es Mut und Energie und noch viel mehr, doch wenn davon etwas fehlt, dann geht das ändern nicht so einfach. Nun aber ist das Mobile durch nur eine Veränderung so sehr ins wanken gekommen, es wird verzweifelt versucht sich am Alten festzuhalten und auch dieses fehlende wieder an seinen Platz zurückzubringen, damit wieder ruhe einkehrt. Dies aber entzieht sich allem den bewussten denken und handeln, derer, die noch am mobile festhängen, sie sind durch die Unruhe, die dieses Schwanken, drehen, Rotieren mit sich bringt gezwungen aktiv zu werden, um es selbst nicht zwangsmäßig zu verlassen, denn sie fühlten sich sicher an ihrer Position, die sie einst eingenommen hatten.

Doch selbst das Mobile nicht ganz verlassen, sondern dort nur eine andere Position einzunehmen, bedeutet es in Unruhe zu bringen und erst einmal mit dieser Unruhe leben zu müssen.

Keine Ahnung, ob dieses Bild anderen verständlich macht, was in einem gewachsenem System passiert, wenn sich nur ein Teil des Systems entscheidet, von dem ursprünglichen Aufgaben des Systems abzuweichen, die eigene Position im System zu verändern. Doch selbst wenn nach einem kurzen Positionswechsel, die alte Postion wieder eingenommen wird, hat sich das Gesamtsystem ein wenig verändert und nichts ist mehr genauso wie es vor dem Positionswechsel war, darum auch ist ok, seine neue Position selbst zu finden.

Nun kurz zurück zu deiner Ausgangssituation. Du bemerkst wie es versucht wird, das was du tust in ein negatives Licht zu bringen, kannst du dir vorstellen, dass es den anderen einfach Angst macht und es ihre Abwehr ist. Vielleicht haben sie genau auch vor dem Angst, was du hier als Frage für dich stellst. Ich habe mal die letzten beiden Fragen herausgenommen.

  • Findet ihr, dass ich noch zu lieb und geduldog mit den ganzen Leuten bin oder würdet ihr schon lange einen Schlussstrich ziehen und den Kontakt schon lange abgebrochen haben?
  • Zum Schluss nochmal: Bin ich nun die Blöde in der Geschichte oder doch die anderen?

Kannst du dir vorstellen, dass diese Fragen auch ihnen nur etwas anders in den Sinn kommen. Wenn du jetzt eine höhere Ausbildung hast, wirst du dann überhaupt noch etwas mit ihnen zu tun haben wollen? Und das was sie zu dir sagen, ist vielleicht etwas, was sie für sich selbst immer gedacht haben?

Nun aber bleibt es offen, wie du unter den von dir aufgeführten Bedingungen weiter mit ihnen umgehen möchtest und kannst.

Nun gehe ich doch nur grob ein, auf die Fragen, indem ich noch ein wenig von mir schreibe. Auch wenn meine Ausbildung und mein Lebenslauf ein deutlich anderer ist, als der der Familie, habe ich noch immer Kontakt zu einigen und zwar zu denen, die weder mich noch andere körperlich und anders sehr verletzt haben. Ich habe aber auch einige neue Kontakte und zwar aus allen Schichten unabhängig von Schulabschlüssen und sonstigen...
Nur weil mir gelungen ist meine Fähigkeiten für mich einzusetzen, bedeutet es doch nicht, was besseres zu sein. Beim Umgang mit anderen Menschen, entscheide ich nicht über das was Menschen beruflich tun, sondern wie sie sich mir und anderen Menschen gegenüber verhalten. Verletzen sie mich laufend, obwohl ich ihnen dies mitteile, dass es mich verletzt, dann ziehe ich daraus meine Konsequenzen, zumindest, wenn ich es erkannt habe und es mitgeteilt. Doch gebe ich Menschen, die Möglichkeit über Gesagtes nachzudenken, hoffe aber auch dass andere Menschen es eben so tun.

Ich habe mich aber auch von Menschen, die mich einst schwer verletzten getrennt, was das "Mobile" sehr ins wanken brachte, noch mehr als nur die berufliche Entwicklung. Doch zum Selbstschutz war es erforderlich und es hatte auch Einfluss auf die anderen Beziehungen in der Familie und haben diese verändert. Doch da wir schon immer Aussenseiter waren, spielte das auch nur noch eine kleine Rolle im Leben.

Nur du selbst kannst beurteilen, wie du mit den Beziehungen, die existieren, umgehen willst und kannst, die jetzigen und die zukünftigen.

LG
 
Hallo,

Du hebst Dich sehr von Deinem Umfeld ab, wie Du schreibst. Und Dein Umfeld hat umgekehrt das gleiche Problem. Vlt. sind die von Dir kritisierten Menschen mit ihrem Leben so zufrieden? Vlt. sind sie es auch nicht, können sich aber selbst nicht daraus befreien.

Mir ist Dein Nick aufgefallen "...Queen" - klingt natürlich gar nicht abgehoben😀. Daß Du Dich bildest und Du etwas im Leben erreichen willst, ist doch in Ordnung. Nur hatten andere vlt. nicht das Glück oder auch nicht das Potential. Intelligenz wird vererbt und kann nicht erlernt werden.

Stell' Dir vor, ich habe nicht studiert, warum? Es waren andere Zeiten, aber ich wollte nicht Kandidat einer bestimmten Partei werden. Meine Antwort zu den Werbern: "Um meine Meinung zu vertreten, brauche ich keine Partei. Das kann ich allein." - das war's mit der Uni, obwohl wenn mein IQ deutlich über dem Durchschnitt liegt und meine Schulnoten es hergegeben hätten. Heißt das nun für Dich, daß ich da irgendwie fehlerhaft, minderwertig, dumm oder sonstwas bin? Parteilos bin ich bis heute.

Meiner Familie (etwas weiter gefaßt als nur das Elternhaus) habe ich den Schock ihres Lebens verpaßt, als ich - trotz Meisterausbildung - einen Job in der Straßenreinigung annahm. Ich nahm ihn an, um nicht etwas aufgeben zu müssen, was ich sehr geliebt habe, und erfüllte damit eine Freundespflicht. Macht mich das wertlos? Seitdem bin ich aber gerade für den akademischen Teil meiner Familie nicht länger tragbar. Einen Straßenkehrer kann man doch unmöglich "vorzeigen", wenn Doktoren und Professoren zur Geburtstagsfeier eingeladen sind.

Willst Du ein vorzeigbares Umfeld, vorzeigbare Freunde, Geliebte etc.? Dann mußt Du sie Dir suchen. Du wirst dann aber vlt. feststellen, daß andere auch bei Dir Kritikpunkte finden - wie den mit der Orthographie (hab' ich auch entdeckt). Bescheide Dich auf Dein Können, auf das was Dich ausmacht und was Du willst. Verfolge Deine Ziele und urteile nicht über Menschen, die nicht dieselben Ziele verfolgen.

Viele Grüße
 
Du passt da nicht rein, fertig.
Deine Umgebung ist anderes als du es bist, hast andere Werte die dir wichtig sind.

Und Kritik sollte dir helfen die anderen einzuschätzen ob sie zu dir passen oder nicht, einen anderen Grund wirst du kaum finden außer vielleicht um dich unnötig über etwas aufzuregen.

Jeder Mensch hat seine Talente irgendwo und natürlich Nachteile in gewissen Bereichen.
Ich geb dir einfach mal ein Beispiel: Ich werde dir meinen Kumpel beschreiben.
Er hat kaum Selbstbewusstsein und wird schnell aggressiv wenn er sich nicht anders helfen kann, versuch den Obermacker immer rauszuhängen, übernimmt auch keine Verantwortung für seine Fehler.
Seine größte Schwierigkeit wäre wohl die fehlende Empathie und das er immer besser da stehen will als alle anderen und obwohl er sehr viele Möglichkeiten hatte für Freundschaften ... hat er alle in den Sand gesetzt durch sein negatives Verhalten.
Dennoch ist er der perfekte Kumpel für zwischen durch um Blödsinn zu machen und sonst abzuschalten, außerdem ist es mein Arbeitskollege.
Jeder hat seine Schwächen und Stärken.

Schwächen sind ok, anders sieht es aber bei negativen Verhalten dir gegenüber aus.
Leute die dir schaden solltest du aus deinen Leben entfernen, ohne groß darüber nachzudenken.
Leute die gewisse Defizite laut dir haben aber sonst positiv dir gegenüber sind z.B. dein Vater, solltest du behalten und den Kontakt wahren.
und Leute die dir neutral gegenüber stehen, lass sie in Ruhe oder versuch sie besser kennen zu lernen.
 
Soooo.... ich bin fasziniert. Also mit so vielen umfangreichen Antworten habe ich nicht gerechnet. Dafür vielen vielen Dank! Außerdem nochmals ein großes Dankeschön, weil ihr alle meinen riesigen Beitrag durchgelesen habt. Ich werde jetzt euch einzeln eine Antwort geben. Ich fange ganz oben an.

1. ßßx
Danke für die Glückwünsche!

Dass viele mich öfters abwerten stimmt natürlich. Und so wie Du beschreibst, hast du natürlich recht. Ich habe früher mich immer versucht zu rechtfertigen. Ich habe immer versucht mich zu wehren, wenn es gemeine Vorwürfe gab. Vielleicht sind einige Vorwürfe zwar richtig, aber die allermeisten sind falsch. Ich habe versucht die Tatsachen diesen Personen richtig zu erklären. Aber daran bin ich jedenfalls immer gescheitert. Diesen Menschen kann man es nicht richtig erklären. Auch hier bin ich der Meinung - Entschuldigung! - dass diese Menschen schon wieder zu blöd sind es zu verstehen. Immer kommt ein völlig schwachsinniger Satz zurück, was man nicht ernst nehmen kann. Mittlerweile gehe ich nicht mehr in diese Diskussion ein und sage einfach, dass ich keine Lust habe darüber zu diskutieren. So bin ich nun viel entspannter und verbrauche nicht unnötig Energie, weil es sowieso nichts bringt.

An der Uni habe ich natürlich viele gute Mitmenschen kennen gelernt. Diese hatte ich hier nicht aufgezählt, weil sie nicht das Thema waren. Dennoch habe ich auch an der Uni Kontakte gehabt, die Drogen nehmen und sich dabei auch noch lässig fühlen. Diese haben aber das Studium (ob wegen den Drogen oder nicht) bereits abgebrochen. Jedoch muss ich sagen, dass einer besonders schlimm war und sein Leben nicht mehr in Griff hatte, weil er alle zwei Tage einen Joint geraucht hat und am nächsten Tag völlig übermüdet und spät zur Universität kam und abwesend wirkte.

Natürlich macht jeder Rechtschreib- und Grammatikfehler - aber auf der Website meiner Schwester ist wirklich alles komplett falsch geschrieben und ich bin mir nicht sicher, ob Kunden das für eine Fälschung halten oder nicht. So macht man doch keinen Online-Shop auf.

Also Männer lerne ich - leider - zurzeit nur aus dem Internet kennen. Natürlich ist diese Methode zum scheitern verurteilt, weil das wildfremde Leute sind. Ich kann somit keine Informationen vorher durch gemeinsame Bekannte kriegen und somit kriege ich nur Kriminelle oder Zuhälter kennen. Vielleicht kann ich an dieser Stelle eine negative Seite von mir nennen: Ich bin sehr naiv und leichtgläubig. Mich reinzulegen ist sehr einfach ;-) Aber mir sind jetzt Dates und Liebe nicht so wichtig, weil ich sowieso kaum Zeit für sowas habe. Ich bin auch single glücklich.

Vielen Dank. Genau so werde ich das machen, dass ich an meinen Zielen weiter arbeite.

2. Querdenker

Ja, da hast du Recht, dass ich mein Potential damit verschwende, indem ich mich über andere Leute aufrege. Allerdings muss ich hinzufügen, dass mich das ehrlich gesagt kränkt, dass ich mich für alles bemühe und keine Anerkennung dafür kriege. Der Punkt ist, dass es extrem schwer ist als Arbeiterkind eine Ingenieurwissenschaft zu studieren. Hinzu kommt, dass ich mit kaum jemanden konstruktive Gespräche über Wirtschaft, Mathematik, Finanzen, Projekte, Politik, Lifestyle und so weiter führen kann. Immer kommen nur Beleidigungen und dämliche Bemerkungen. Die Leute haben einfach kein Fachwissen. Aber wie gesagt, ich bin es gewohnt und kann damit mittlerweile gut leben.

Danke für die sieben guten Antworten und deinen Rat werde ich befolgen. Du schreibst oben, dass ich intelligent bin. Also das ist vermutlich der Fall, aber ich bin bin nicht der Meinung, dass man ein besserer oder schlechterer Mensch ist, wenn man nicht intelligent ist. Dennoch sind viele Menschen keine guten Menschen. Da sind auch Intelligente und Dumme dabei.

3. Mittendurch

Da stimmt ich dir zu. Leider haben viele Menschen nicht die Kraft und das Wissen aus so einer miserablen Lage heraus zu kommen. Das tut mir immer Leid. Ich wollte schon vielen Menschen helfen, aber leider scheitert es immer wieder. Ich habe die Erfahrungen gemacht, dass diese Leute die Komfortzone nicht verlassen möchten. Manche sind sogar so dreist und wehren sich so, als hätte man diese Menschen beleidigt - dabei wollte ich nur helfen.

Jedoch habe ich nie behauptet, dass Menschen mit einer höheren Ausbildung was besonderes sind. Ich wollte oben nur die extremen Unterschiede andeuten. Dass man überhaupt keine Ausbildung hat und in die Arbeitslosigkeit gefallen ist, ist ja bestimmt nicht freiwillig entstanden. Aber dass man kriminell sein muss oder Frauen in die Prostitution führen will, um an Geld zu kommen - das ist doch aber wirklich furchtbar. Dann sind da noch einige, die ihr ganzes Leben den Drogen widmen und nichts anderes mehr wollen und an nichts anderes denken. Auch diese Menschen degradiere ich hier ganz offen zu den wirklich schlimmen Menschen. Aber ansonsten gebe ich dir noch bei allen anderen Sachen recht und freut mich, dass du die Konsequenzen durchgezogen hast.

4. Einhorn_das_echte

Wie bei meiner Antwort zum Beitrag Nr.3 hast du Recht. Manche Menschen sind echt zufrieden. Bei einigen Leuten kann ich aber nur den Kopf schütteln. Da fallen mir einige Beispiele an. Jemand hat mal ein Blatt Papier mit wichtigen Zahlen zerissen um ein Stück davon als Röhrchen für Koks zu verwenden. Jetzt steckt sie tief in der Tinte, weil sie die Zahlen gebraucht hat. Dass man Koks konsumiert ist ja die eine Sache, aber ist es denn wirklich so schwierig ein anderes Blatt zu suchen? Und einmal hat eine andere Freundin ein teures Kosmetikprodukt erworben. Sie war nicht klug genug den Deckel nach der Benutzung zu schließen und somit ist alles ausgetrocknet und weg ist das Geld. Ich sage das deswegen, weil so kann man doch nicht mit einem Leben zufrieden sein. Es sind nur diese Kleinigkeiten und selbst das kriegen sie nicht gebacken. Fehler machen ist zwar menschlich, aber doch nicht, wenn das immer und immer wieder passiert!

Okay. Mein NickName war falsch gewählt 😀 Es war aber auf die Sommer-Jahreszeit (also als Königin des Sommers) bezogen und nicht auf meine Person allgemein. Ich halte mich nicht für eine Königin und alle anderen für wertlose Sklaven oder sowas 🙂

Also das mit der Partei habe ich nicht verstanden. Meinst du jetzt damit eine politische Partei oder war das repräsentativ und symbolisch für etwas anderes? Okay, es kann sein, dass ich mich in meinem ersten Beitrag falsch ausgedrückt habe. Siehe 2.Abschnitt auf Antwort Nummer 3. Da habe ich nochmal erwähnt, dass ich nur die Menschen degradiere die anderen Menschen schaden und nicht die, die eine andere Ausbildung haben als ich.

5. ßßX (nochmal)

Oh - also habe ich doch weniger Fehler? Na gut - also prinzipiell gebe ich zu, dass ich mich noch mit Rechtschreibung schwer tue. Insbesondere mache ich fast immer dann Fehler, wenn ich im Dativ oder Akkusativ schreiben muss. Ich umgehe diese beiden Fälle immer und heraus kommen dann immer banal klingende Sätze 😀

Wie in meiner Antwort Nr.1 ist meine destruktive Kritik wirklich nur auf die Extremfälle bezogen. Wenige kleine (Tipp-)Fehler ab und zu gehen in Ordnung. Aber dass man Hauptwörter nicht groß schreibt und zusammenhängende Wörter getrennt schreibt - und das auf einer Website eines Online-Shops - ist wirklich unklug. Meine Schwester beherrscht natürlich die korrekte deutsche Rechtschreibung. Sie unterschätzt die Seriosität eines Online-Shops und schreibt in der Chatsprache. Ich würde da jedenfalls nichts kaufen.

6. Bard

Danke für deinen Beitrag. Auch dir stimmt ich zu. Vielen Dank für deinen Ratschlag. Auch damit hast du Recht.
 
Ich verstehe , ehrlich gesagt, auch nicht warum Dich anderer Leute Fehler so aufregen.

Es ist doch deren Leben.

Lass es sie Leben und lebe Dein Leben.

Wo ist das Problem?
 

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