Socratus
Aktives Mitglied
Hallo ihr,
ich bekomme immer mal wieder von Menschen zu hören, dass meine Einstellungen in Beziehungen gefühlskalt wären und ich wollte euch mal fragen, was ihr davon haltet.
Zum Beispiel das Thema Eifersucht. Ich bin der Meinung, dass eine Beziehung komplett ohne Eifersucht auskommen kann, viele halten das für mangelnde Liebe, ich sehe Eifersucht aber nicht als Liebe, sondern nur als Angst vor dem Verlust selbst geliebt zu werden.
Liebe bedeutet für mich etwas vollkommen freies und 100% iges Vertrauen.
Liebe bedeutet für mich nicht meine Partnerin in irgendetwas einzuschränken, sondern in ihrer eigenen Entfaltung zu unterstützen.
Wenn ich eine Partnerin habe, kann sie sich treffen, wann, wo und mit wem sie will und auch bei anderen Männern übernachten. ohne dass ich eifersüchtig werde und das werfen mir viele als mangelnde Liebe vor (keine Partnerinnen, aber einige andere Menschen) und meinen dann würde ich mich nicht in der Beziehung fallen lassen. Aber ich sehe das nicht als mangelnde Liebe, das Gegenteil sehe ich wie gesagt, als Angst vor dem Verlust selbst geliebt zu werden und als Besitzdenken.
Wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann vertraue ich doch zu 100% und wenn ich misstraue dann bin nicht mit diesem Menschen zusammen.
Natürlich kann man betrogen werden, aber dieses Risiko muss man eingehen, wenn man sich für eine Partnerschaft entscheidet. Und einschränken führt doch nicht dazu, dass man nicht betrogen wird, sondern höchstens dazu, dass der Partner sich entweder schlecht fühlt oder sich heimlich trifft auch wenn er einen nicht betrügt.
Das sehe ich nicht als Liebe!
Deshalb würde ich vermutlich auch ganz sicher Schluss machen, wenn ich betrogen werden würde, weil es mir nicht mehr möglich wäre auf Grund des Misstrauens diese Liebe als das zu Leben, was ich unter ihr verstehe. Freiheit und Unterstützung bei der Entfaltung.
Ich habe hohen Respekt vor Menschen, die nach es nach einem Betrug schaffen, dass alles von neuem aufzubauen und sich gemeinsam zu erarbeiten.
Ich sage nicht, dass es in einer Beziehung keine Eifersucht geben darf, manchmal empfinde ich auch noch so etwas. Ich finde nur man darf sie nicht als begründet ansehen und versuchen dem Partner deswegen irgendwas untersagen zu wollen. Denn Eifersucht ist meiner Meinung nach in einem selbst begründet und nicht im Partner.
Ich versuche wenn ich mich mal bei irgendetwas eifersüchtig fühle das als Chance zu sehen. Ich versuche dann herauszufinden, was meine genauen Gedankengänge dabei sind. Wo fühle ich mich selbst noch unsicher? Welche Erinnerung löst das gerade bei mir aus? Bin ich gerade noch wegen etwas anderem unzufrieden mit mir? Und dann versuche ich die Ursache zu bereinigen, in dem ich daran arbeite.
Ich finde es auch nicht schlimm, sondern gut, wenn man mit seinem Partner darüber redet. Eifersucht ist ein Gefühl und dass ein Gefühl da ist, das ist nunmal so, dafür hat niemand Schuld. Nur sollte man dem Partner auch klar sagen, dass man sich darüber bewusst ist, dass das Problem bei einem selbst liegt und man es ihm nicht sagt um ihm die Verantwortung für dieses Problem zu übergeben oder ihm etwas zu untersagen, sondern nur um seine wahren Gefühle auszutauschen und miteinander zu teilen, wie es in einer guten Partnerschaft meiner Meinung nach sein sollte.
Dann habe ich in keiner Partnerschaft, egal wie intensiv und lange sie geht das Denken "Es ist für immer." Da meinen wieder einige Menschen, dass wäre gefühlskalt und man könne mit mir keine dauerhafte Bindung eingehen, weil ich sowieso schon das Ende sehe. Das wäre keine Liebe.
Ich frage mich da "Ist es Liebe sich Illusionen zu machen und blind zu werden?" Ich gehe in Partnerschaften nicht vom Ende aus, sonst könnt ich es wirklich zuzugebenermaßen gleich lassen.
Ich kann mir auch vorstellen und wünschen und dafür arbeiten, dass die Partnerschaft ein Leben lang hält und mir trotzdem gleichzeitig bewusst sein, dass es keine Garantie dafür gibt. Ich sehe das nicht als mangelnde Liebe.
Ich habe das Gefühl, dass für viele Menschen lieben bedeutet den Partner zu einem Teil seines selbst zu machen und ihm unbewusst damit ein eigentständiges Existenzrecht untersagen.
Ich denke manchmal, viele lieben nicht den anderen Menschen im Partner, sondern das einzige, was sie lieben sind die Gefühle, die diese Person bei ihnen selbst auslöst. Das Gefühl geliebt zu werden, etwas zu wert zu sein, begehrenswert zu sein etc. ist etwas, dass jeder Mensch schön findet, aber wenn es NUR darum geht, dann ist es keine Liebe zum anderen, sondern nur das schöne Gefühl, was man hat, wenn die eigenen Sehnsüchte befriedigt werden.
Und viele scheinen zu übersehen, dass man sich die MEISTEN dieser Gefühle auch selbst geben kann und sogar sollte oder es lernen sollte, weil sonst aus "Liebe" Abhängigkeit wird.
Liebe bedeutet für mich das Paradoxon, dass zwei Menschen eins werden und trotzdem zwei bleiben.
Für viele scheint Liebe aber nur zu sein, dass zwei Menschen eins werde.
Wie denkt ihr darüber?
ich bekomme immer mal wieder von Menschen zu hören, dass meine Einstellungen in Beziehungen gefühlskalt wären und ich wollte euch mal fragen, was ihr davon haltet.
Zum Beispiel das Thema Eifersucht. Ich bin der Meinung, dass eine Beziehung komplett ohne Eifersucht auskommen kann, viele halten das für mangelnde Liebe, ich sehe Eifersucht aber nicht als Liebe, sondern nur als Angst vor dem Verlust selbst geliebt zu werden.
Liebe bedeutet für mich etwas vollkommen freies und 100% iges Vertrauen.
Liebe bedeutet für mich nicht meine Partnerin in irgendetwas einzuschränken, sondern in ihrer eigenen Entfaltung zu unterstützen.
Wenn ich eine Partnerin habe, kann sie sich treffen, wann, wo und mit wem sie will und auch bei anderen Männern übernachten. ohne dass ich eifersüchtig werde und das werfen mir viele als mangelnde Liebe vor (keine Partnerinnen, aber einige andere Menschen) und meinen dann würde ich mich nicht in der Beziehung fallen lassen. Aber ich sehe das nicht als mangelnde Liebe, das Gegenteil sehe ich wie gesagt, als Angst vor dem Verlust selbst geliebt zu werden und als Besitzdenken.
Wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann vertraue ich doch zu 100% und wenn ich misstraue dann bin nicht mit diesem Menschen zusammen.
Natürlich kann man betrogen werden, aber dieses Risiko muss man eingehen, wenn man sich für eine Partnerschaft entscheidet. Und einschränken führt doch nicht dazu, dass man nicht betrogen wird, sondern höchstens dazu, dass der Partner sich entweder schlecht fühlt oder sich heimlich trifft auch wenn er einen nicht betrügt.
Das sehe ich nicht als Liebe!
Deshalb würde ich vermutlich auch ganz sicher Schluss machen, wenn ich betrogen werden würde, weil es mir nicht mehr möglich wäre auf Grund des Misstrauens diese Liebe als das zu Leben, was ich unter ihr verstehe. Freiheit und Unterstützung bei der Entfaltung.
Ich habe hohen Respekt vor Menschen, die nach es nach einem Betrug schaffen, dass alles von neuem aufzubauen und sich gemeinsam zu erarbeiten.
Ich sage nicht, dass es in einer Beziehung keine Eifersucht geben darf, manchmal empfinde ich auch noch so etwas. Ich finde nur man darf sie nicht als begründet ansehen und versuchen dem Partner deswegen irgendwas untersagen zu wollen. Denn Eifersucht ist meiner Meinung nach in einem selbst begründet und nicht im Partner.
Ich versuche wenn ich mich mal bei irgendetwas eifersüchtig fühle das als Chance zu sehen. Ich versuche dann herauszufinden, was meine genauen Gedankengänge dabei sind. Wo fühle ich mich selbst noch unsicher? Welche Erinnerung löst das gerade bei mir aus? Bin ich gerade noch wegen etwas anderem unzufrieden mit mir? Und dann versuche ich die Ursache zu bereinigen, in dem ich daran arbeite.
Ich finde es auch nicht schlimm, sondern gut, wenn man mit seinem Partner darüber redet. Eifersucht ist ein Gefühl und dass ein Gefühl da ist, das ist nunmal so, dafür hat niemand Schuld. Nur sollte man dem Partner auch klar sagen, dass man sich darüber bewusst ist, dass das Problem bei einem selbst liegt und man es ihm nicht sagt um ihm die Verantwortung für dieses Problem zu übergeben oder ihm etwas zu untersagen, sondern nur um seine wahren Gefühle auszutauschen und miteinander zu teilen, wie es in einer guten Partnerschaft meiner Meinung nach sein sollte.
Dann habe ich in keiner Partnerschaft, egal wie intensiv und lange sie geht das Denken "Es ist für immer." Da meinen wieder einige Menschen, dass wäre gefühlskalt und man könne mit mir keine dauerhafte Bindung eingehen, weil ich sowieso schon das Ende sehe. Das wäre keine Liebe.
Ich frage mich da "Ist es Liebe sich Illusionen zu machen und blind zu werden?" Ich gehe in Partnerschaften nicht vom Ende aus, sonst könnt ich es wirklich zuzugebenermaßen gleich lassen.
Ich kann mir auch vorstellen und wünschen und dafür arbeiten, dass die Partnerschaft ein Leben lang hält und mir trotzdem gleichzeitig bewusst sein, dass es keine Garantie dafür gibt. Ich sehe das nicht als mangelnde Liebe.
Ich habe das Gefühl, dass für viele Menschen lieben bedeutet den Partner zu einem Teil seines selbst zu machen und ihm unbewusst damit ein eigentständiges Existenzrecht untersagen.
Ich denke manchmal, viele lieben nicht den anderen Menschen im Partner, sondern das einzige, was sie lieben sind die Gefühle, die diese Person bei ihnen selbst auslöst. Das Gefühl geliebt zu werden, etwas zu wert zu sein, begehrenswert zu sein etc. ist etwas, dass jeder Mensch schön findet, aber wenn es NUR darum geht, dann ist es keine Liebe zum anderen, sondern nur das schöne Gefühl, was man hat, wenn die eigenen Sehnsüchte befriedigt werden.
Und viele scheinen zu übersehen, dass man sich die MEISTEN dieser Gefühle auch selbst geben kann und sogar sollte oder es lernen sollte, weil sonst aus "Liebe" Abhängigkeit wird.
Liebe bedeutet für mich das Paradoxon, dass zwei Menschen eins werden und trotzdem zwei bleiben.
Für viele scheint Liebe aber nur zu sein, dass zwei Menschen eins werde.
Wie denkt ihr darüber?