G
Gast
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Erstmal einen schönen Samstag an euch alle.
Würde mir gerne etwas von der Seele schreiben. Ob mir jemand helfen kann, weiß ich nicht. Es fing eigentlich alles damit an, dass ich nach meiner Ausbildung zur Bürokauffrau von meinem Betrieb nur 6 Monate übernommen werde konnte und ich danach 4 Monate arbeitslos war, bis ich wieder eine neue Stelle bekam. Obwohl ich mich schon ständig auch schon während Ende der Ausbildung beworben hatte. Erst nach einem Bewerbungstraining hatte ich Erfolg.
Die neue Stelle hatte ich dann knapp ein Jahr. Es hätten noch zwei Wochen gefehlt. Es war in einem Handwerksbetrieb, in einem kleinen Familienunternehmen. Irgendwann ging es der Firma so schlecht, weil keine Aufträge mehr rein kamen, dass mir ohne Vorwarnung in meinem Urlaub gekündigt wurde, weil ich die letzte war, die in den Betrieb eingestiegen ist.
Danach war ich wieder einige Monate arbeitslos. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Hätte ich meinen Freund und seine Eltern nicht gehabt, ich hätte nicht gewusst, wie es weitergehen sollte. Ich hatte monatelang nur noch Herzrasen und Panikattacken, sodass ich es kaum noch aushalten konnte. Es mag Menschen geben, denen es gleichgültig ist, wenn sie arbeitslos werden, aber mir geht das total nah, denn ich will arbeiten.
Irgendwann bekam ich wieder eine Stelle. Dort hat es mir auch sehr gut gefallen, das Problem war allerdings, wir waren die ganze Zeit überbesetzt. Ich wurde für eine 100% Stelle bezahlt, obwohl meine Kollegin, die schon seit einer Weile dort gearbeitet hatte und ich nur 50% Prozent gearbeitet hattet. Sprich, man hätte gar keine zweite Arbeitskraft gebraucht. Nach vier Monaten musste ich dann auch gehen. Ich war natürlich sehr traurig, aber jetzt im Nachhinein bin ich fast froh darüber, da ich mit dieser Stelle total unterfordert war.
Zum Glück bekam ich nahtlos eine neue Stelle, in der ich auch jetzt noch bin, mit Betonung auf noch. Bei der neuen Firma bin ich über eine Zeitarbeitsfirma angestellt. Es ist auch wieder ein kleines Familienunternehmen. Eigentlich wurde ich nur eingestellt, weil zwei von drei Kolleginnen ausgefallen waren und meine Kollegin, mit der ich die ersten 2 Monate alleine war das alles nie allein geschafft hätte. Ende des Jahres kurz vor Weihnachten kamen die beiden anderen Kolleginnen wieder zurück. An der Weihnachtsfeier fragte ich meinen Chef, wie es denn nach den Betriebsferien weiter gehen würde und er sagte, es geht schon weiter. Danach war ich erstmal beruhigt. Ursprünglich wollte die Firma eigentlich einen Auszubildenden, aber als dann zwei mal abgesagt wurde, mussten sie schnell Ersatz suchen und zufällig hatte ich mich Ende Oktober letzten Jahres sofort beworben, nach dem die Stelle veröffentlich wurde. Ich dachte da auch an Schicksal, obwohl das sonst nicht der Fall war, weil die Firma zufälligerweise nur gerade mal 3 Km von der Wohnung meines Freundes und mir entfernt ist, in die wir zusammengezogen sind. Dachte mir, besser kann es ja gar nicht sein.
Jetzt ist es aber so, dass ich ständig Angst habe, jede Stelle wieder zu verlieren, egal wo ich bin. Ich hab seit Jahren Schlafstörungen und wahrscheinlich auch noch eine Reizblase bekommen zusätzlich zu meinem Reizmagen, da ich jede Nacht mehrmals auf die Toilette gehen muss. Ich werde sogar aus dem Tiefschlaf rausgerissen. Bisher konnte aber kein Arzt was finden. Ein Heilpraktiker meinte sogar, mit meiner Blase wäre alles in Ordnung. Die ständigen Schlafstörungen haben mittlerweile dazu geführt, dass ich mich nur noch schlecht konzentrieren kann und total vergesslich geworden bin, was mich sehr belastet. Dadurch sind mir am Anfang ständig Leichtsinnsfehler passiert, auch wenn ich mir ganz sicher war, dass alles richtig ist. Mittlerweile schau ich mir alles mehrmals an, bevor ich es meinem Chef vorlege. Teilweise passieren auch Fehler, weil ich Sachen einfach nicht wissen kann. Keiner dieser Fehler ist jedoch tragisch, weil man alles wieder richten kann und es bedeutet auch nie zusätzlich Arbeit für Kolleginnen. Ansonsten denke ich aber, dass es ganz gut in der Firma läuft. Zumindest schaffe ich alles, was mir aufgetragen wird und ich entlaste meine Kolleginnen komplett mit dem Telefon, obwohl ich eigentlich die wichtigste Aufgabe habe, was mir aber auch Spaß macht. Ich würde das nicht mehr hergeben wollen.
Meine Kolleginnen und meine beiden Chefs, zwei Brüder, sind auch total nett und freundlich. Es sind die ersten Chefs, die sich wirklich für einen interessieren und mit denen man sich richtig unterhalten kann. Der eine Chef, der für das Büro zuständig ist, ist auch total geduldig. Was mir aber irgendwann aufgefallen ist, was aber vielleicht immer so ist, wenn man ihnen etwas zur Kontrolle vorlegt, schauen sie es nicht wirklich an. Seit mir das aufgefallen ist, schau ich lieber nochmal mehrmals drüber oder zeig es meiner einer Kollegin, die meine Vorgesetzte ist, weil sie es sich immer ganz genau ansieht.
Wenn ich irgend einen Fehler gemacht habe, dann schreib ich mir das auf einen gelben Klebezettel und häng es mir an meinen Bildschirm und dann passiert mir das kein zweites Mal mehr, weil es sich dann einprägt.
Im Mai wäre meine Probezeit vorbei und vor zwei Wochen sprach ich meinen Chef darauf an, wie es denn weitergehen würde. Er sagte, wir könnten da in zwei Wochen nochmal drüber srechen, da er sich erst mal mit seinem Bruder unterhalten müsste. Ich unterhielt mich deswegen auch mit meinen drei Kolleginnen und sagte, dass bedeutet doch sicherlich, dass ich gehen muss oder? Daraufhin sagten sie, das hätte gar nichts zu bedeuten. Meine eine Kollegin, die dort die Ausbildung gemacht und Anfang letzten Jahres ausgelernt hatte, sagte, sie wusste auch lange nicht, ob sie übernommen wird, weil es daran liegt, dass die zwei Chefs manchmal einfach keine Lust haben, Entscheidungen zu treffen.
Jetzt kann ich seit zwei Wochen noch schlechter schlafen. Gestern passierte mir wieder seit langem ein Leichtsinnsehler bei etwas, was ich meinem Chef vorgelegt hatte. Ich hatte eine Auftragsbestätigung geschrieben und zwar den richtigen Preis genommen aber die falsche Einheit. Da ich es aber meinem Chef zur Kontrolle zeigte und es nie falsch zum Kunden rausgegangen wäre, wäre auch nie was passiert. Sonst müsste man es auch nicht vorzeigen. Mein Chef war aber trotzdem sauer, was er sonst nie ist. Ich vermute, dass er gestern einen schlechten Tag hatte. Er sagte, wenn das so rausgegangen wäre, wären locker 1000 Euro kaputt gegangen. Wobei das überhaupt gar nicht gestimmt hätte, es wären nicht mal 200 Euro gewesen, aber es ist ja jeder Euro zuviel. Nur 1000 Euro wären der Hammer gewesen. Es wäre aber so nie raus gegangen, weil ich es ja zur Kontrolle hingelegt hatte. Danach ging es mir total schlecht, ich hätte wirklich heulen können und konnte nich mal was essen zur Mittagspause. War währenddessen auch ganz allein im Büro.
Nach der Pause kam mein Chef wieder und war auf einmal wieder total freundlich und gutgelaunt wie sonst. Er kam dann zu mir und sagte, wir wollten doch miteinander sprechen, das machen wir dann am Montag. Ich fragte ihn, in welche Tendenz es gehen würde und er sagte, das könne er mir noch gar nicht sagen, da er immer noch nicht mit seinem Bruder gesprochen hatte. Die hatten zwei Wochen Zeit und haben es wieder bis auf den letzten Drücker rausgeschoben. Was für die ja normal sei, so wie meine Kolleginnen sagten.
Ich sprach auch mit meiner einen Kollegin drüber, die die Ausbildung dort gemacht hatte. Sie sagte, sie wäre total aufgeregt und gespannt, was dabei raus kommt. Als ich sie fragte, ob sie und die anderen wollen würde, dass ich dableibe, sagte sie, natürlich wollen wir das, was denkst du denn. Wobei es wahrscheinlich eher daran liegt, dass sie die Arbeit nicht mehr schaffen, wenn ich weg bin, als an meiner Person -.-. Wobei ich ja trotzdem sehr gut mit allen drei auskomme.
Wenn ich eine Firma hättet, wie würdet ihr euch entscheiden? Würdet ihr, wie ursprünglich geplant, einen Azubi einstellen, weil der um ein vielfaches billiger ist, obwohl ein Mitarbeiter seit fast einem halben Jahr in der Firma ist und man dem Azubi von Grundauf alles beibringen müsste im Gegensatz zu einer ausgelernten Kraft, wobei ja noch dazukommen würde, dass er durch die Berufsschulpflicht regelmäßig im Betrieb ausfallen würde.
Als ich meine Kollegin fragte, ob die Chefs vielleicht jemand neues einstellen wollen, vllt einen Azubi, fragte ich sie, was das bringen würde und sie sagte, das würde natürlich überhaupt gar nichts bringen, aber sie weiß nicht, wie die beiden ticken. Wobei man auch sagen muss, dass jeder am Anfang Fehler macht und keiner perfekt ist. Meine Kolleginnen machen sogar heute noch Fehler, sogar meine Chefs machen Fehler aber die dürfen das ja. Zu meinem Fehler von gestern sagte meine Kollegin, dass ihr das heute auch noch ab und zu passiert.
Jetzt kann ich es jedenfalls gar nicht bis Montag abwarten. Als ich mein Chef mir das sagte, sagte ich zu ihm, dass ich in der letzten Zeit sooo schlecht schlafen kann, woraufhin er meinte, dass er sich das vorstellen könnte und das es ihm auch sehr leid täte. Wobei ich noch schlechter werde schlafen können, wenn die Antwort am Montag nein lautet.
Ich habe keine Kraft mehr, ständig die Stelle wechseln zu müssen und Angst zu haben, sie wieder zu verlieren. Meine Kolleginnen und mein Freund sagte, dass es bei mir gar nicht so schlimm wäre und es viele andere viel schlimmer treffen würde, weil ich bisher immer etwas bekommen hätte aber mich belastet es trotzdem. Wenn ich arbeitslos bin, wie soll ich dann die Miete bezahlen? Ich will nicht von meinem Freund abhängig sein.
Wovor ich natürlich auch Angst habe, ist davor, dass ich anfange zu weinen, wenn die Antwort am Montag nein lautet. Es ist nämlich so, dass ich auf jeden Fall bis März Mitte März oder so noch dort bin, weil grad wieder eine der Kolleginnen fehlt und eigentlich wird eine vierte Person gebraucht. Ich hoffe so, dass sie sich richtig entscheiden.
Der Text wurde jetzt doch etwas länger und ich danke allen, die bis hier hin durchgehalten haben, fürs lesen.
Würde mir gerne etwas von der Seele schreiben. Ob mir jemand helfen kann, weiß ich nicht. Es fing eigentlich alles damit an, dass ich nach meiner Ausbildung zur Bürokauffrau von meinem Betrieb nur 6 Monate übernommen werde konnte und ich danach 4 Monate arbeitslos war, bis ich wieder eine neue Stelle bekam. Obwohl ich mich schon ständig auch schon während Ende der Ausbildung beworben hatte. Erst nach einem Bewerbungstraining hatte ich Erfolg.
Die neue Stelle hatte ich dann knapp ein Jahr. Es hätten noch zwei Wochen gefehlt. Es war in einem Handwerksbetrieb, in einem kleinen Familienunternehmen. Irgendwann ging es der Firma so schlecht, weil keine Aufträge mehr rein kamen, dass mir ohne Vorwarnung in meinem Urlaub gekündigt wurde, weil ich die letzte war, die in den Betrieb eingestiegen ist.
Danach war ich wieder einige Monate arbeitslos. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Hätte ich meinen Freund und seine Eltern nicht gehabt, ich hätte nicht gewusst, wie es weitergehen sollte. Ich hatte monatelang nur noch Herzrasen und Panikattacken, sodass ich es kaum noch aushalten konnte. Es mag Menschen geben, denen es gleichgültig ist, wenn sie arbeitslos werden, aber mir geht das total nah, denn ich will arbeiten.
Irgendwann bekam ich wieder eine Stelle. Dort hat es mir auch sehr gut gefallen, das Problem war allerdings, wir waren die ganze Zeit überbesetzt. Ich wurde für eine 100% Stelle bezahlt, obwohl meine Kollegin, die schon seit einer Weile dort gearbeitet hatte und ich nur 50% Prozent gearbeitet hattet. Sprich, man hätte gar keine zweite Arbeitskraft gebraucht. Nach vier Monaten musste ich dann auch gehen. Ich war natürlich sehr traurig, aber jetzt im Nachhinein bin ich fast froh darüber, da ich mit dieser Stelle total unterfordert war.
Zum Glück bekam ich nahtlos eine neue Stelle, in der ich auch jetzt noch bin, mit Betonung auf noch. Bei der neuen Firma bin ich über eine Zeitarbeitsfirma angestellt. Es ist auch wieder ein kleines Familienunternehmen. Eigentlich wurde ich nur eingestellt, weil zwei von drei Kolleginnen ausgefallen waren und meine Kollegin, mit der ich die ersten 2 Monate alleine war das alles nie allein geschafft hätte. Ende des Jahres kurz vor Weihnachten kamen die beiden anderen Kolleginnen wieder zurück. An der Weihnachtsfeier fragte ich meinen Chef, wie es denn nach den Betriebsferien weiter gehen würde und er sagte, es geht schon weiter. Danach war ich erstmal beruhigt. Ursprünglich wollte die Firma eigentlich einen Auszubildenden, aber als dann zwei mal abgesagt wurde, mussten sie schnell Ersatz suchen und zufällig hatte ich mich Ende Oktober letzten Jahres sofort beworben, nach dem die Stelle veröffentlich wurde. Ich dachte da auch an Schicksal, obwohl das sonst nicht der Fall war, weil die Firma zufälligerweise nur gerade mal 3 Km von der Wohnung meines Freundes und mir entfernt ist, in die wir zusammengezogen sind. Dachte mir, besser kann es ja gar nicht sein.
Jetzt ist es aber so, dass ich ständig Angst habe, jede Stelle wieder zu verlieren, egal wo ich bin. Ich hab seit Jahren Schlafstörungen und wahrscheinlich auch noch eine Reizblase bekommen zusätzlich zu meinem Reizmagen, da ich jede Nacht mehrmals auf die Toilette gehen muss. Ich werde sogar aus dem Tiefschlaf rausgerissen. Bisher konnte aber kein Arzt was finden. Ein Heilpraktiker meinte sogar, mit meiner Blase wäre alles in Ordnung. Die ständigen Schlafstörungen haben mittlerweile dazu geführt, dass ich mich nur noch schlecht konzentrieren kann und total vergesslich geworden bin, was mich sehr belastet. Dadurch sind mir am Anfang ständig Leichtsinnsfehler passiert, auch wenn ich mir ganz sicher war, dass alles richtig ist. Mittlerweile schau ich mir alles mehrmals an, bevor ich es meinem Chef vorlege. Teilweise passieren auch Fehler, weil ich Sachen einfach nicht wissen kann. Keiner dieser Fehler ist jedoch tragisch, weil man alles wieder richten kann und es bedeutet auch nie zusätzlich Arbeit für Kolleginnen. Ansonsten denke ich aber, dass es ganz gut in der Firma läuft. Zumindest schaffe ich alles, was mir aufgetragen wird und ich entlaste meine Kolleginnen komplett mit dem Telefon, obwohl ich eigentlich die wichtigste Aufgabe habe, was mir aber auch Spaß macht. Ich würde das nicht mehr hergeben wollen.
Meine Kolleginnen und meine beiden Chefs, zwei Brüder, sind auch total nett und freundlich. Es sind die ersten Chefs, die sich wirklich für einen interessieren und mit denen man sich richtig unterhalten kann. Der eine Chef, der für das Büro zuständig ist, ist auch total geduldig. Was mir aber irgendwann aufgefallen ist, was aber vielleicht immer so ist, wenn man ihnen etwas zur Kontrolle vorlegt, schauen sie es nicht wirklich an. Seit mir das aufgefallen ist, schau ich lieber nochmal mehrmals drüber oder zeig es meiner einer Kollegin, die meine Vorgesetzte ist, weil sie es sich immer ganz genau ansieht.
Wenn ich irgend einen Fehler gemacht habe, dann schreib ich mir das auf einen gelben Klebezettel und häng es mir an meinen Bildschirm und dann passiert mir das kein zweites Mal mehr, weil es sich dann einprägt.
Im Mai wäre meine Probezeit vorbei und vor zwei Wochen sprach ich meinen Chef darauf an, wie es denn weitergehen würde. Er sagte, wir könnten da in zwei Wochen nochmal drüber srechen, da er sich erst mal mit seinem Bruder unterhalten müsste. Ich unterhielt mich deswegen auch mit meinen drei Kolleginnen und sagte, dass bedeutet doch sicherlich, dass ich gehen muss oder? Daraufhin sagten sie, das hätte gar nichts zu bedeuten. Meine eine Kollegin, die dort die Ausbildung gemacht und Anfang letzten Jahres ausgelernt hatte, sagte, sie wusste auch lange nicht, ob sie übernommen wird, weil es daran liegt, dass die zwei Chefs manchmal einfach keine Lust haben, Entscheidungen zu treffen.
Jetzt kann ich seit zwei Wochen noch schlechter schlafen. Gestern passierte mir wieder seit langem ein Leichtsinnsehler bei etwas, was ich meinem Chef vorgelegt hatte. Ich hatte eine Auftragsbestätigung geschrieben und zwar den richtigen Preis genommen aber die falsche Einheit. Da ich es aber meinem Chef zur Kontrolle zeigte und es nie falsch zum Kunden rausgegangen wäre, wäre auch nie was passiert. Sonst müsste man es auch nicht vorzeigen. Mein Chef war aber trotzdem sauer, was er sonst nie ist. Ich vermute, dass er gestern einen schlechten Tag hatte. Er sagte, wenn das so rausgegangen wäre, wären locker 1000 Euro kaputt gegangen. Wobei das überhaupt gar nicht gestimmt hätte, es wären nicht mal 200 Euro gewesen, aber es ist ja jeder Euro zuviel. Nur 1000 Euro wären der Hammer gewesen. Es wäre aber so nie raus gegangen, weil ich es ja zur Kontrolle hingelegt hatte. Danach ging es mir total schlecht, ich hätte wirklich heulen können und konnte nich mal was essen zur Mittagspause. War währenddessen auch ganz allein im Büro.
Nach der Pause kam mein Chef wieder und war auf einmal wieder total freundlich und gutgelaunt wie sonst. Er kam dann zu mir und sagte, wir wollten doch miteinander sprechen, das machen wir dann am Montag. Ich fragte ihn, in welche Tendenz es gehen würde und er sagte, das könne er mir noch gar nicht sagen, da er immer noch nicht mit seinem Bruder gesprochen hatte. Die hatten zwei Wochen Zeit und haben es wieder bis auf den letzten Drücker rausgeschoben. Was für die ja normal sei, so wie meine Kolleginnen sagten.
Ich sprach auch mit meiner einen Kollegin drüber, die die Ausbildung dort gemacht hatte. Sie sagte, sie wäre total aufgeregt und gespannt, was dabei raus kommt. Als ich sie fragte, ob sie und die anderen wollen würde, dass ich dableibe, sagte sie, natürlich wollen wir das, was denkst du denn. Wobei es wahrscheinlich eher daran liegt, dass sie die Arbeit nicht mehr schaffen, wenn ich weg bin, als an meiner Person -.-. Wobei ich ja trotzdem sehr gut mit allen drei auskomme.
Wenn ich eine Firma hättet, wie würdet ihr euch entscheiden? Würdet ihr, wie ursprünglich geplant, einen Azubi einstellen, weil der um ein vielfaches billiger ist, obwohl ein Mitarbeiter seit fast einem halben Jahr in der Firma ist und man dem Azubi von Grundauf alles beibringen müsste im Gegensatz zu einer ausgelernten Kraft, wobei ja noch dazukommen würde, dass er durch die Berufsschulpflicht regelmäßig im Betrieb ausfallen würde.
Als ich meine Kollegin fragte, ob die Chefs vielleicht jemand neues einstellen wollen, vllt einen Azubi, fragte ich sie, was das bringen würde und sie sagte, das würde natürlich überhaupt gar nichts bringen, aber sie weiß nicht, wie die beiden ticken. Wobei man auch sagen muss, dass jeder am Anfang Fehler macht und keiner perfekt ist. Meine Kolleginnen machen sogar heute noch Fehler, sogar meine Chefs machen Fehler aber die dürfen das ja. Zu meinem Fehler von gestern sagte meine Kollegin, dass ihr das heute auch noch ab und zu passiert.
Jetzt kann ich es jedenfalls gar nicht bis Montag abwarten. Als ich mein Chef mir das sagte, sagte ich zu ihm, dass ich in der letzten Zeit sooo schlecht schlafen kann, woraufhin er meinte, dass er sich das vorstellen könnte und das es ihm auch sehr leid täte. Wobei ich noch schlechter werde schlafen können, wenn die Antwort am Montag nein lautet.
Ich habe keine Kraft mehr, ständig die Stelle wechseln zu müssen und Angst zu haben, sie wieder zu verlieren. Meine Kolleginnen und mein Freund sagte, dass es bei mir gar nicht so schlimm wäre und es viele andere viel schlimmer treffen würde, weil ich bisher immer etwas bekommen hätte aber mich belastet es trotzdem. Wenn ich arbeitslos bin, wie soll ich dann die Miete bezahlen? Ich will nicht von meinem Freund abhängig sein.
Wovor ich natürlich auch Angst habe, ist davor, dass ich anfange zu weinen, wenn die Antwort am Montag nein lautet. Es ist nämlich so, dass ich auf jeden Fall bis März Mitte März oder so noch dort bin, weil grad wieder eine der Kolleginnen fehlt und eigentlich wird eine vierte Person gebraucht. Ich hoffe so, dass sie sich richtig entscheiden.
Der Text wurde jetzt doch etwas länger und ich danke allen, die bis hier hin durchgehalten haben, fürs lesen.