samuel l. jackson
Neues Mitglied
Ist es im Grunde genommen ganz egal, was man arbeitet, Hauptsache man ist mit Leib und Seele bei der Sache und bei den Menschen, mit denen man zusammen arbeitet? Wie seht Ihr das?
Ich habe in meinem Leben brav den Weg für eine Karriere geebnet (Studium, Praktika, Ausland etc.), obwohl ich innerlich schon immer vor der Vorstellung geflüchtet bin, irgendwann mal die ganze Woche im Büro zu versauern. Aber das Problem ist gar nicht mal das Büro, denn ich habe darüber hinaus schon einige Dinge ausprobiert und bei dem Gedanken an Vollzeitarbeit wurde mir noch in jeder Umgebung schnell bange.
Nun bin ich aus Mangel an guten Alternativen eben doch in einem mehr oder weniger klassischen Bürojob gelandet. Ich bin noch nicht sehr lange dabei und es ist nicht etwa so, dass mich die Arbeit überfordert. Ich bin sonst immer sehr stressanfällig gewesen, aber aktuell geht es eher in Richtung quälender Langeweile. Das entscheidende Problem ist bei mir schlicht meine mangelnde soziale Kompetenz. Meine Kollegen umgehen die aufkeimende Langeweile einfach, indem sie durchs Büro schlendern und miteinander über Gott und die Welt quatschen. Teilweise werden die Gespräche quer durch den Raum geführt, wenn mal wieder nichts zu tun ist. Dabei geben sich die Kollegen schon mal sehr persönlich, als befänden sie sich im familiären Kreis.
Genau diese Leichtigkeit im Umgang mit den Anderen fehlt mir. Und das empfinde ich fast schon als unfair. Denn es erleichtert natürlich auch die ganze Arbeit, macht es weniger anstrengend, einfach "nur da zu sitzen", wenn man sich mit seinen unmittelbaren Mitmenschen verbunden fühlt. Meine gegenwärtige Situation kenne ich hingegen noch zu gut aus der Schulzeit. Als ich nämlich bei all dem heiteren Gequatsche der Mitschüler selbst immer nur schweigend daneben saß, weil mir die richtigen Worte und der Redeschwall einfach nicht kommen wollten.
Denn nur so kann es funktionieren: wenn einem die Worte nicht von alleine zukommen, hat es auch keinen Zweck ein Gespräch oder auch nur einen Kommentar erzwingen zu wollen. Ich weiß das so genau, weil ich schonmal glücklichere Phasen erleben durfte, in denen genau das so war. Quasi wie im Fluss.
Das musste ich mal loswerden. Wie man sich denken kann, bin ich bei solchen Gedanken gerade alles andere als zufrieden mit mir. Ich freue mich natürlich über konstruktive Beiträge, aber auch über jeden der mit mir fühlt.
liebe Grüße
Samuel
Ich habe in meinem Leben brav den Weg für eine Karriere geebnet (Studium, Praktika, Ausland etc.), obwohl ich innerlich schon immer vor der Vorstellung geflüchtet bin, irgendwann mal die ganze Woche im Büro zu versauern. Aber das Problem ist gar nicht mal das Büro, denn ich habe darüber hinaus schon einige Dinge ausprobiert und bei dem Gedanken an Vollzeitarbeit wurde mir noch in jeder Umgebung schnell bange.
Nun bin ich aus Mangel an guten Alternativen eben doch in einem mehr oder weniger klassischen Bürojob gelandet. Ich bin noch nicht sehr lange dabei und es ist nicht etwa so, dass mich die Arbeit überfordert. Ich bin sonst immer sehr stressanfällig gewesen, aber aktuell geht es eher in Richtung quälender Langeweile. Das entscheidende Problem ist bei mir schlicht meine mangelnde soziale Kompetenz. Meine Kollegen umgehen die aufkeimende Langeweile einfach, indem sie durchs Büro schlendern und miteinander über Gott und die Welt quatschen. Teilweise werden die Gespräche quer durch den Raum geführt, wenn mal wieder nichts zu tun ist. Dabei geben sich die Kollegen schon mal sehr persönlich, als befänden sie sich im familiären Kreis.
Genau diese Leichtigkeit im Umgang mit den Anderen fehlt mir. Und das empfinde ich fast schon als unfair. Denn es erleichtert natürlich auch die ganze Arbeit, macht es weniger anstrengend, einfach "nur da zu sitzen", wenn man sich mit seinen unmittelbaren Mitmenschen verbunden fühlt. Meine gegenwärtige Situation kenne ich hingegen noch zu gut aus der Schulzeit. Als ich nämlich bei all dem heiteren Gequatsche der Mitschüler selbst immer nur schweigend daneben saß, weil mir die richtigen Worte und der Redeschwall einfach nicht kommen wollten.
Denn nur so kann es funktionieren: wenn einem die Worte nicht von alleine zukommen, hat es auch keinen Zweck ein Gespräch oder auch nur einen Kommentar erzwingen zu wollen. Ich weiß das so genau, weil ich schonmal glücklichere Phasen erleben durfte, in denen genau das so war. Quasi wie im Fluss.
Das musste ich mal loswerden. Wie man sich denken kann, bin ich bei solchen Gedanken gerade alles andere als zufrieden mit mir. Ich freue mich natürlich über konstruktive Beiträge, aber auch über jeden der mit mir fühlt.
liebe Grüße
Samuel
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