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Ist das normal?

G

Gast

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Mein Freund hat ein Elternteil verloren. Er weint nicht, trauert nicht, ist ganz rational. Er hat in der letzten Zeit viele Verwandte verloren. Immer dasselbe Verhalten. Er meint, in seinem Kopf sei nur er und er hat sich nie in die Abhängigkeit anderer begeben. Der Tod gehöre eben zum Leben dazu und er erinnere sich eben an die positiven Dinge. Ich weiß nicht, ich wäre in Tränen ausgebrochen,auch wenn wir zwei Erwachsen sind. Ich finde die Kälte und Rationalitöt erschreckend.Er will alles alleine machen und ich stehe hilflos da. Meine Hilfe wird nicht erwartet. Beim letzten Mal durfte ich nicht mal den Toten sehen. Ich bin seit sehr vielen Jahren Mitglied der Familie.
 
Normal ? Was ist schon mormal ?

Jeder trauert eben anders bzw. verarbeitet den Tod anders.

Aber ich denke ich verstehe schon was du meinst- die meisten Menschen weinen wenn sie einen geliebten MEnschen verloren haben; Als Partner möchte man dann für denjenigen da sein und ihn trösten. Das geht in deinem Fall aber nicht weil er dich scheinbar abblockt und alles mit sich alleine ausmacht. ICh kann mir auch vorstellen daß die das Wort Gefühlskalt und Emotionslos im Kopf rumschwirrt, ginge mir zumindest so.
Wie war denn sein verhältnis zu seinen Eltern ? Für mich klingt der Satz " nie in die Abhängigkeit anderer begeben" schon negativ behaftet.
KAnn er ansonsten Gefühle zeigen oder ist er immer so rational ?

Wenn immer dann hast du eh keine, wenn einer nicht getröstet werden will dann kann man da nichts machen sondern muss es so akzeptieren, wenn dir das auch sicher schwer fällt.
 
Hallo,

jeder Mensch ist verschieden und trauert auf verschiedene Weisen.

Oder halt auch gar nicht, es gibt auch z.B durchaus Religionen da freuen sich die Menschen
das jemand nicht mehr leiden muss.


Viele sehen auch im Tode etwas befreiendes , aber das ist halt alles Glaubensabhängig.

Und sehen den Tod auch nicht als Entgültig an.

Vielleicht kannst Du das in Erfahrung bringen , Glaubenseintellung und versuche vielleicht ein Gespräch zuführen , wo Du vielleicht seine eigene Einstellung über das Thema Tod herausbekommst.
Vielleicht kannst Du ihn dann verstehen!

LG
Baileys
 
Wir können nicht davon ausgehen, dass jeder Mensch auf die gleiche Weise trauert. Jeder Mensch ist anders und auch die Gefühle und Emotionen und wie sie nach außen dringen unterscheiden sich. Daraus lässt sich überhaupt nichts schließen.

Ich persönlich finde es sogar ein Stück weit normal nicht zu sehr zu trauern. Dieses Leben ist nun einmal endlich und man kann sich darauf verlassen, dass wir nicht ewig hier bleiben. So tritt der Tod nicht allzu unerwartet ein. Außerdem ist ein Leben nie wirklich verloren, denn es gibt ein Leben nach dem Tod und das lässt einen an Gott glaubenden Menschen hoffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
.....Er will alles alleine machen und ich stehe hilflos da. Meine Hilfe wird nicht erwartet. Beim letzten Mal durfte ich nicht mal den Toten sehen. Ich bin seit sehr vielen Jahren Mitglied der Familie.

Hast Du ihm gesagt, wie Du empfindest?

Jede Familie hat so ihre Kultur, mit Tod und Trauer um zu gehen. Wenn Du seit Jahren zur Familie gehörst, finde ich es befremdend, dass Du nun so darstehst.


LG
Landkaffee
 
Hallo,

das Thema Tod ist zwar allgegenwärtig,
aber ist immer noch eines der vielen Tabuthemen.

In manchen Familien wird über sowas gar nicht gesprochen.
Und dann setzt man sich halt erst damit auseinander wenn es soweit ist.

Was meiner Meinung nach nicht so gut ist.

Denn auch der Verstorbene hat halt seine eigenen Vorstellungen die nicht unbedingt mit der Familie übereinstimmen muss!

Wenn man Frühzeitig da ggf drüber reden kann ,
kann es auch den Hinterbliebenden Helfen , wenn man halt vielleicht weiß,
das dieser halt keine Angst vor dem Tod hatte oder auch an was er halt Glaubte.
Es ist oft die Angst der Angehören vor dem eigenen Tod wo man halt sagt man versteht die Reaktion halt nicht.
Zumal auch dann noch Zukommt das man halt einfach Angst hat loszulassen.

Er hat halt keine Angst loszulassen , und fühlt sich vielleicht daher nicht von jemanden Abhängig 😉

LG
Baileys
 
Hallo,

Er hat halt keine Angst loszulassen , und fühlt sich vielleicht daher nicht von jemanden Abhängig 😉

LG
Baileys

Danke, aber mir gehts es einfach darum, dass er GAR NICHT trauert. Er sagt" Wozu?", denn er hat nie Jemand so nah an sich gelassen,w eil man schlussendlich alleine lebt. Er hatte ein sehr gutes Verhältnis zu den Eltern. Nein, ich finde diese "Kälte" nicht normal. Naja, bei mir ist er in SAchen Nähe nicht anders. Will nach 10 Jahren noch immer alleine wohnen. Ich mache mir Sorgen,d ass solche Dinge halt irgendwann hoch kommen. Er hat keine Familie mehr. Alle verstrorben. Das muss einen doch aus der Bahn werfen und das mit 30 Jahren?
 
Stimmt, ist schon sehr ungewöhnlich.

darf ich mal fragen was euch 2 eigentlich verbindet, warum bleibt ihr zusammen. Du scheinst mit dieser "Gefühlskälte" ja doch ziemlich Probleme zu haben ( hätte ich übrigens auch )
 
Danke, aber mir gehts es einfach darum, dass er GAR NICHT trauert. Er sagt" Wozu?", denn er hat nie Jemand so nah an sich gelassen,w eil man schlussendlich alleine lebt. Er hatte ein sehr gutes Verhältnis zu den Eltern. Nein, ich finde diese "Kälte" nicht normal. Naja, bei mir ist er in SAchen Nähe nicht anders. Will nach 10 Jahren noch immer alleine wohnen. Ich mache mir Sorgen,d ass solche Dinge halt irgendwann hoch kommen. Er hat keine Familie mehr. Alle verstrorben. Das muss einen doch aus der Bahn werfen und das mit 30 Jahren?


Hallo,

ja ich habe Dich schon verstanden,
aber es gibt auch Religionen da wird der Tod gefeiert!

Die einen machen einen großen Bogen um ihn, wiederum andere feiern ihn sogar: den Tod. Ihn gibt es in jeder Kultur und in jeder Religion. Nur jeder geht anders mit ihm um.
Die Mexikaner feiern den Tod, da er als etwas betrachtet wird, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht.

Picknick auf dem Friedhof – Wo gibt’s denn sowas? « Religioscienco

Es muss ihn nicht aus der Bahn werfen ,
versuche seine Einstellung zu dem Thema herauszufinden.

Nur weil Du das für nicht normal hälst, kann es trotzdem für ihn normal sein.

Bei einigen ist es auch halt so , die sehen das so:
Wenn man immer unter Zwang lebt , irgendwas haben will , alles für sich haben will.
Und sich halt schwer von was trennen kann, sehen die es so das diese dann auch einen schwerer Todeskampf haben.

LG
Baileys
 

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