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Irgendwie sinnlos

GZS

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

nachdem ich hier im Forum nun schon den Einen oder Anderen Beitrag beantwortet habe nun auch mal was von mir.

Ich bin zur Zeit einer der wenigen Menschen, die einen halbwegs sicheren Arbeitsplatz haben. Der Job ist OK, ich kann weitgehend eigenständig arbeiten, kann mir im gewissen Rahmen meine Arbeit auch selber einteilen. Das Gehalt ist OK, ich trage eine gewisse Verantwortung und das Arbeitsumfeld passt auch.

Nebenbei versuche ich mir gerade eine Existenz als Feng Shui Berater aufzubauen.

Eigentlich alles perfekt

Nur wird mir Tag für Tag stärker bewusst wie sinnlos meine Tätigkeit doch ist.

Die Arbeit macht mir definitiv keinen Spaß, ich mache sie halt um Geld zu verdienen. Aber ich sehe keinerlei Nutzen in meiner Tätigkeit, außer vielleicht daß die Firma gut läuft was aber wieder nur dem Besitzer der Firma hilft.

Meine Nebentätigkeit ist zwar ein gewisser Ausgleich, wird aber eine Nebentätigkeit bleiben.

Manchmal habe ich das Verlangen, hier einfach alles aufzugeben, irgendwohin zu gehen und etwas sinnvolles zu tun. Mir etwas aufbauen, vielleicht anderen Menschen helfen. Oder einfach ein alternatives Leben zu führen, wie auch immer es aussehen mag.
Oder eine Tätigkeit auszuüben bei der man ein Resultat sieht (etwas handwerkliches). Aber eine neue Ausbildung kann ich mit 27 Jahren vergessen, da nimmt mich keiner und als gelernter Chemielaborant kann man auch nicht einfach so umsteigen (Chemielaboranten sind technisch völlig unbegabt - so das Vorurteil)

So, ich weiß daß mir hier Keiner ein Patentrezept geben kann, ich weiß auch, daß ich mich selber aus dieser Misere rausziehen muß, aber es hilft vielleicht das Alles mal aufzuschreiben, auch wenn ich eigentlich gar kein wirkliches Problem habe.

Gerhard
 
Hallo Gerhard, habe deine Internetseite betrachtet die mir sehr gut gefällt.
Jedoch auf dem Bild wirkst du schon traurig. Nun auch als Feng-Shui-Berater könntest du in deiner Freizeit ja auch die Möbel mitherstellen, dann stellst du sie nicht nur nach Berechnung an einen bestimmten Platz sondern hast sie mit fertiggestellt. Gibts da keine Möglichkeit in der Handwerksfirma die vielleicht sogar auch Aufträge von euch erhält, (verzeih die Unwissenheit ist jetzt nur so meine Vermutung) dass du dort eine Art Praktikum nebenher laufen läßt. Einfach um reinzuschnuppern ob das was für dich wär.
Ansonsten wenn du Menschen helfen willst, wie wär es mit einem Ehrenamt.
Da du mit deinem Verdienst eigentlich zufrieden und glücklich bist würd ich das nicht unbedingt aufgeben. Lass dich dort beraten welche Tätigkeiten dir angeboten werden können die du gerne übernehmen würdest. Es gibt sicher noch viele zahlreiche Lösungen die sich dir anbieten. Aber denk immer dran lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, die dich sicher nicht mehr glücklicher machen wird. Oft spielen unsere Wünsche, unser Herz und unsere Vorstellung einen Streich. Daher geh die Sache besonnen an.
Liebe unbekannte Grüße
 
Fallst du wirklich überlegst ins Handwerk zu wechseln ,will ich dir (aus meiner Erfahrung,meine Meinung allso,kann auch sein das das andere Leute anders sehn)abraten.
Wenn du mit der Idee spielst etwas mit den Händen machen zu wolln würd ich an deiner Stelle eher in der Industrie Bewerben.
Dort ist die Ausbildung ,Bezahlung besser und die Jobs sicherer
 
Hallo

@unbekannter Gast:
Leute, die sich nach meiner Beratung Möbel anfertigen lassen gibt es wohl nur ganz selten. Meistens muß ich mit den gegebenen Dingen eine Lösung finden.
Eine ehrenamtliche Tätigkeit bringe ich schon zeitlich nicht mehr unter. Da müsste schon wirklich ein anderer Job her.

@Stiller
Als Chemielaborant ist es nicht so einfach in die Industrie zu gehen. Auch da würde ich wieder die gleichen sinnlosen Tätigkeiten ausführen wie jetzt auch schon. Rein finanziell gesehen ist es sicherlich auch nicht sinnvoll jetzt ins Handwerk zu wechseln, da gebe ich Dir recht.

Eigentlich besteht mein Hauptproblem darin, daß ich gar nicht 100%ig weiß was ich überhaupt will. Wenn mir das hier Jemand sagen könnte wäre ich sehr dankbar *ggg*.

Naja, irgendwie muß ich da wohl selbst durch.

Gerhard
 
Geht mich nichts an und es ist kein Eigeninteresse aber kann es sein dass du dich einfach schlicht und ergreifend einsam fühlst. Vielleicht fehlt dir auch die eine Hälfte. Viel Glück beim Suchen (oder schon gefunden).
Liebe unbekannte Grüße
 
Hallo,

nein, meine bessere Hälfte hab ich gefunden. Das ist auch das Einzige was in meinem Leben momentan passt.

Aber ich hör jetzt auf zu jammern, bring ja auch nix. Vielleicht geh ich nach Costa Rica zum Bäumepflanzen - kommt jemand mit?

Gerhard
 
Ich hoffe auf alle Fälle deine bessere Hälfte. Freu mich für dich dass dies nicht der Punkt ist. Dann würd ich sagen dass deine Gemütsverfassung einfach vorrübergehend ist. Wenn die Sonne wieder ins Land zieht siehts wohl bei den meisten von uns besser aus als jetzt.
Liebe unbekannte Grüße
 
Das ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich. Das Gefühl habe ich seit meiner Ausbildung. Schon damals hatte ich das Gefühl besser die Ausbildung abzubrechen und etwas Anderes anzufangen.
Seit meiner Kindheit wollte ich eigentlich Schreiner werden. Erst in der Schulzeit kam ich dann irgendwie auf die Chemie.
Als ich so im 2. Lehrjahr merkte daß das nix für mich ist haben mich meine Eltern überredet doch die Ausbildung fertig zu machen. Denn wenn ich abbreche lande ich auf der Straße und von der Rente geht die verlorene Zeit weg und und und...
Damals hab ich´s geglaubt (sie haben´s ja gut gemeint), Heute bin ich schlauer.

Und in letzter Zeit wird dieses Gefühl halt immer stärker.

Ich kann nur Jedem raten, genau zu prüfen ob der eingeschlagene Weg der Richtige ist, bevor es zu spät ist.

Gerhard
 
Hallo Gerhard,

ich erzähle dir mal die Geschichte eines jungen Mannes, vielleicht hilft es dir:

Am Beginn seiner schulischen Karriere stand fest, dass er das Abitur machen würde. So mit 16 hatte er die Nase voll von Schule, Lehrern. Was er machen wollte, wusste er noch nicht so genau. Trotzdem verließ er die Schule, jobbte eine zeitlang an einer Tanke. Ein bisschen Einfluss (Druck wäre nicht der richtige Ausdruck) aus dem Elternhaus ließ ihn eine handwerkliche Lehre anfangen, die er aber nach 9 Monaten schmiss. Wieder Tanke und ein Kaufhaus, wo er seinen Lebensunterhalt verdiente. Er war hin- und hergerissen, fing doch wieder mit der Schule an, was ihm aber nach ein paar Wochen wieder verging. Sein ganzer Traum war es sich im Computer-Bereich selbständig zu machen. Aber dafür war er noch viel zu jung. Also, neue Lehre im PC-Bereich, allerdings ging es da mehr ums Verkaufen. 13 Monate, dann war Schluss. Nun war er alt genug fürs selbstständig machen, aber der Bund wollte auch was von ihm. Also erst Bund, dann eigenes Geschäft. 2,5 Jahre alles ok, dann kam die große Pleite. Der Traum war vorerst ausgeträumt.

Inzwischen war er 23 Jahre jung. Ich schreibe bewusst jung. Denn es dauerte nicht lange, da hatte er eine neue Lehrstelle, wo er auch heute noch ist, inzwischen fast 25 Jahre jung. Ende des Jahres ist er fertig. Und dann wird er wieder in die Selbstständigkeit gehen.

Was ich dir mit dieser Geschichte sagen will. Du bist noch so jung, nur 3 Jahre älter als dieser junge Mann. Horche mal ganz genau in dich hinein, was du wirklich möchtest, welche Träume du hast. Auch in der heutigen Zeit kann man Träume erfüllen. Dazu gehört oftmals nur eine gehörige Portion Mut.
Dein Argument bzgl. der Rente überdenke noch mal ganz genau. Ihr jungen Leute müsst euch doch heute schon privat absichern, um überhaupt mal irgendetwas zu bekommen. Die alten Denkweisen, wie das muss sein, damit.... und und und sind in der heutigen Zeit, glaube ich zumindest (bin über 50), nicht mehr ganz so angebracht. Heute erwartet man Flexibilität, Spontanität und Aufgeschlossenheit für die Dinge. Heute kann man nicht mehr erwarten, dass man irgendwo von außen viel Hilfe bekommt. Man sollte selbstbewusst genug sein, seinen Weg alleine zu finden. Anpacken ist gefragt, auch wenn mal was in die Hose geht. Das ist immer noch besser, als ein Leben lang eine Arbeit zu machen, die einen nicht glücklich und dadurch evtl. krank macht.

Denke mal über deine Wünsche und Träume nach, filtere sie und suche dann nach den Möglichkeiten, sie in die Tat umzusetzten. Vielleicht findest du dann den Weg, wirklich ausgefüllt und glücklich zu sein. Für diese Unzufriedenheit bist du einfach noch zu jung.

Puuh......jetzt ist das schon wieder so lang geworden. Übrigens, der junge Mann ist mein Sohn und ich bin froh, dass ich ihm die Freiräume gelassen habe. Er ist nämlich sehr fleißig, selbstbewusst finanziell unabhängig und was für mich ganz wichtig ist: "Er ist glücklich!!!!!"
 
Hi,

so nen Vater hätte ich auch gebraucht!

Das Argument mit der Rente kommt von meinen Eltern, nicht von mir. Ich rechne nicht mit einer staatlichen Rente. Wenn ich irgendwann mal eine bekomme ist es schön, wenn nicht - auch gut.

Mein Hauptproblem ist vermutlich, daß ich noch nicht herausgefunden habe was ich eigentlich will. Wenn ich das wüsste, wär alles Andere nur noch ein "Verfolgen von Zielen".

Vor Arbeit scheue ich mich jedenfalls nicht. Im Gegenteil fühle ich mich unwohl, wenn ich nichts zu tun habe.

Und mein weiterer Weg wird mit Sicherheit eher in die Selbstständigkeit führen. Angestellter sein ist nichts für mich, denn ich denke zu gerne selber und manchmal auch etwas unkonventionell.

Gerhard
 

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