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Inzest wird zur Hölle der Beziehung

  • Starter*in Starter*in dragonworld
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dragonworld

Gast
Mein Verlobter hatte mit seiner Mutter ein inzestiöses Verhältniss über Jahre hinweg. In der Kindheit ein aktives Rollenspiel (sexueller Natur) in der Pubertät ein inaktives (versteckte sexuller Misbrauch). Der Vater selbst wohlhabend und informiert über die Taten hat den Sohn zu seinen versteckten bisexuellen Praktiken überredet. Jetzt steckt mein Verlobter in den programmieten Suchtverhalten zu den Eltern und auch zu den zwanghaften Kettungen beider Sexualpartner (Vater/Mutter) fest. Er kann sich nicht lösen und macht mir das Leben zu Hölle. Statt sich zu befreien, flieht er in eine passive Rolle, spricht die Worte wie ich bin ein Fixer, ich bin nur ein versautes ... in Depressionsschüben vor sich hin. Auch neigt er dazu sich selbst zu schlagen und in tonischen Zügen seine Stimme zu focieren. Wenn ich ihm sage, dass es unerträglich ist dies auszuhalten droht er, er bringt sich um, weil ich ihn verlasse. Hinzukommt, dass die Eltern den Inzest nicht zugeben, auch nach einer Konfrotation mit einem Psychater und ihn in dieser Liebesabhängigkeit finanziell lassen. Mein Verlobter ist im letzten Jahr seines Studiums und finanziell in eine Abhängigkeit zu seinen Eltern geraten. Meine Frage ist, wie kann man sich ohne Schuld von einem solchen Menschen befreien, wenn man weis, dass die Eltern ihn auch heute noch missbrauchen (jetzt mehr durch aufgezwungene Liebe unter Erpressung, wir entziehen dir das Auto, die Finanzierung für das Studium) und man weis, dass sie ihn in der Kindheit missbraucht haben. Die Situation meines Verlobten, der sich auch schon aggresiv gegen mich gewandt hat, weil er seine Eltern in Gestik oder Worten in mir sieht, wird zu einem Akt der Selbstzerstörung an mir.

Wer hat solches schon erlebt?
 
hi dragonwood

also ich persönlich habe sowas noch nicht erlebt. und die situation deines partners ist nur sehr schwer nachzuvollziehen. ich konnte nicht genau herauslesen, ob dein partner momentan in psychiatrischer behandlung ist? wenn nicht wäre es ihm dringend zu emfpehlen. sogar ein längerer aufenthalt in einer klinik wäre sicherlich nicht das dümmste.

was seine eltern angeht....... die sollten sich ebenfalls mal einweisen lassen! hat dein partner keine anzeige gegen sie erstattet? falls er nur wegen seinem studium oder wegen auto etc. bei ihnen bleibt und sich ihnen sozusagen unterwirft, ist das doch noch lange kein grund oder? der staat kann da immer noch mit unterstützungen einschreiten. was in diesem fall ja wohl sehr gut möglich wäre.

willst du dich denn von deinem partner trennen? oder würdest du ihm, falls dein partner irgendwann mal wieder normal mit dir umgehen kann, respektive mit der ganzen situation, nochmals eine chance geben?
 
Auf Unterstützung vom Staat würde ich mich nicht verlassen,
die gescheiterten Versuche machen es dann nur noch schlimmer.
Außerdem gibt es für missbrauchte Männer generell keine
Hilfe, die ist allein den Frauen vorbehalten.
Die lange Finanzielle Abhängigkeit ist ein Fehler unseres Staates,
aber für kein Grund seine Seele zerstören zu lassen.
Kann er den Rest seines Studiums nicht irgendwie anders
finanzieren?
Dir kann ich nur raten, ihn dazu zu bewegen,
sich für eine längere Stationäre Behandlung zu entscheiden.
Dort könnte gegebenfalls auch ein psychologisches Gutachten
erstellt werden, was zur Anklage gegen die Eltern hilfreich wäre,
aber wie gesagt, auf Hilfe vom Staat würde ich mich nicht verlassen.
Man darf nicht vergessen, dass in diesem System dem Mann bedeutend
mehr Selbstverantwortung zugeschrieben wird, ist ein Relikt
alter Jahrtausende.

LG
 
hab grad wohl uneingeloggt geschrieben und mein text erschien gar nicht erst.
falls das posting jetzt doppelt kommt entschuldiegt.

ist ein extremer brocken den du da schreibst.
das einzige was mir einfiel ist das dein freund scheinbar inzwischen schon schiezophrene züge hat oder nicht?

muß eigentliche immer der betroffene zur polizei gehen und eine anzeige machen?

ich wüßt nicht was ich in der situation tun würde.
aber momentan schadet alles merh als das es hilft.
du fragst ob du ein schlechter mensch bist wenn du dich von ihm trennst hab ich das richtig verstanden?
ich denke nicht das unter den umständen eine halbwegs gesunde beziehung überhaupt möglich ist ... im augenblick zumindest.
ich weiß ja nicht wie es ansosnetn bei euch läuft. wie lang ihr zusammen seid etc. wenn du in der lage bist ihm außer halb einer beziehung unterstützung zukommen zu lassen dann ist es doch ein mittelweg oder nicht?
hoffe es war was sinnvolles für dich dabei.

lg
piper
 
vielen dank allen. Die Frage von Piper möchte ich ehrlich beantworten. Ich kenne meinen Verlobten 1,8 Jahre und seid Anfang an versuchte ich ihm da raus zu helfen. Ich selbst bin seid 8 Monaten krank und habe extreme Schuldgefühle ihn zu verlassen. Erst gestern hat er in einer Stress situation mir gedroht sich die Pulsadern aufzuschneiden wenn ich gehe. Ich muss dazu sagen, dass in der Zeit wo ich bei ihm bin, er 5 Therapeuten hatte und den Kontakt zu den Eltern aus finanzieller Sicht nie abgebrochen hatte. Es gibt auch Erpressungsversuche, dass sie ihm das Auto entziehen, Geld sofort rücklaufen lassen, wenn er nicht diese von " ihnen gewünschten "Liebesbeweise erbringt. In den letzten Monaten habe ich mir Bänder gebrannt, wo man diese nachvollziehen kann. Meine Gesundheit ist im Moment am Ende. Ihn zu verlassen erzeugt ein Gefühl versagt zu haben und evtl. schuld zu sein, wenn er ganz in seiner Krise abrutsch. Länger zu bleiben würde aber bei seinen Ausschreitung dazuführen, dass er mich schlägt weil er mich für seine Mutter oder seinen Vater hält.
Es ist eine Chaosschleife, wo ich mich frage, wer ist schuld, wenn etwas passiert.
Die Ursache ist der Inzest, die Folge ist eine beginnende Destruktion als 25 jähriger Mann, die Abhängigkeit von dem Geld wird für ihn zur Bedrohung.
Ich gebe zu, dass ich keine Ahnung habe, wie ich ihn daraus befreien kann und mich. Oder ob die einzigeste Chance wäre, auszuziehen und ihn alleine zu lassen. Weil es immer wieder zu Aussetzern kommen kann, und ich mich am Ende sogar betrachte, als die, die gegen seine Inzestmutter verloren hat, weil er ab und an sie in mir sieht.
Ein Zustand wo man sagt, man hat verloren gegen die Vergangenheit und verloren in der Gegenwart.
Ein Schuldgefühl ohne eine Lösung.
 
hallo,
meine frage: wie alt seit ihr beide und habe ich es recht verstanden,daß er noch bei den eltern wohnt?
er sollte schnellstens von zu hause ausziehn.unterstützung bekommt er vom staat,wenn er keine arbeit hat.bafög etc.

ich kann dich sehr gut verstehen,daß es für dich eine große belastung ist.
wenn du dich wirklich von ihm trennen willst,so lasse dich nicht von seinen selbstmorddrohungen einschüchtern.damit will er dich nur bei sich halten.
(ich hatte auch mal so einen freund,der mich damit erpresst hat.das macht einen kaputt).
sprich mit ihm,daß es vielleicht erst mal besser ist,wenn man sich für eine bestimmte zeit trennt,bis er wieder auf dem damm ist.ihr könnt ja trotzdem kontakt halten.

ansonsten würde ich vorschlagen,wenn ihr beide mal zu einer beratungsstelle geht.dort kann dir bestimmt gesagt werden,wie du dich in der situation verhalten kannst.

alles gute für euch beide und viele grüße
kleine zicke
 
Helfen kann er sich nur selbst, und statt das zutun,
macht er dich noch fertig.
Ehrlich gesagt, würde ich in der Situation wohl
irgendwann inzwischen sagen:
"Wozu die Drohung? Ich gehe, mach was du willst,
ist nicht meine Schuld."
Den Tip hat mir ein Kumpel gegeben, der auch so eine
mentale Erpresserin als Freundin hatte.
Ich habe auch damals ähnliche Drohungen von meiner Ex
bekommen, gut, dass ich die Drohungen irgendwann ignoriert hab.

Er muss einsehen, dass er für sich selbst verantwortlich ist,
und sein Leben endlich selbst in die Hand nehmen muss,
statt die Verantwortung mit miesen Tricks wie eine Selbstmordankündigung
auf dich abzuschieben.

Eine intakte Beziehung ist ohnehin nur möglich, wenn man sich auf den Partner, UND auf sich selbst verlassen kann.
Letzteres muss er wohl früher oder später lernen,
und sich nicht ständig in die Opferrolle begeben.
Du hingegen musst dich für nichts schämen,
die Hilfe zur Selbsthilfe hast du sicher schon längst
oft genug gegeben, nun ist er am Zug.

LG
 
gehen

Man muss wissen wan man abspringt, da gebe ich Dir Recht (schmusebär).

Wenn man es zu spät schafft, zieht es einem den Boden weg. Das ist leider bei mir schon geschehen.

Meine reale Frage, warum hat man den Mut nicht zu gehen, wenn der andere sich nicht selbst aufrichtet? Warum fühlt man sich verantwortlich für den anderen bis zum eigenen Fall?

Die Frage an Dich (schmusebär) - aus Deinem Erlebten -, wie macht man es zu ignorieren? Wie wäre Dein Tipp, diese Tür zu zuhalten.
In dem man zu dem Betreffenden sagt, keine chance?

Was ist dein Tipp, nicht wieder da rein zukommen. Im normalen Trennungsprozess weis man, dass nur eines hart kommen kann, Aufrechnungen, Vorhaltungen .... Man weis, dass der andere schuld ist, oder man selbst es verbockt hat. Man weis, es ist vorbei und es tut einfach verdammt weh. Hier ist es so, dieses Wissen ist elementar durch die Schuld im Hintergrund, was jetzt übrig bleibt ist, man muss gehen, sonst ist das eigene Leben aufgelöst. Man geht unter, weil der andere einen mitzieht in seine Verstrickungen.
Wie geht man das Ablösen an, damit man überleben kann.
Danke
 
Einfach so gehen, wäre wohl zu hart,
ich würde ernsthaft versuchen ihm die Augen zu öffnen.
Wenn du es schaffst ihn in einem Gespräch
in dem es nicht direkt um Trennung geht,
dazu zu bringen, aus seiner Betäubung herauszukommen,
indem du ihm seine Eigenverantwortung klar machst,
wäre auch eine etwaige Trennung für ihn nicht mehr so hart,
auch wenn er es wahrscheinlich nicht sofort einsieht.
Du kannst nur versuchen ihm klar zu machen,
dass er sich nicht weiter entmündigen lassen darf,
weder erzwungen durch die Eltern, noch
freiwillig durch dich.
Selbst wenn er dann alles abblockt oder abstreitet,
hat er es wenigstens wahrgenommen, und
wird sich früher oder später noch daran erinnern.,
und eventuell mehr aus den Erkenntnissen machen.

LG
 
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