Ewige Dunkelheit
Mitglied
Bist du jemals morgens aufgestanden, ins Badezimmer gegangen und hast dich, während du in den Spiegel geglotzt hast, gefragt, warum DU eben DU bist?
Ich mache das jeden Tag, seit 3 Jahren. Ich hasse mich fast schon mehr, als die Welt.
Mein gesamtes Leben ist geprägt von Versagen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine Existenz. Die Schule abgebrochen, weil ich mit dem Mobbing nicht mehr klar kam, die Ausbildung hingeschmissen, Ärger mit dem Jobcenter weil ich mich zu nichts aufraffen kann und konnte.
Und endlich habe ich Perspektiven für die Zukunft. Aber ich sehe keinen Grund noch weiter zu machen. Wie sollte ich jemals Erfolg haben? Mein Äusseres ist furchtbar und innen siehts auch nicht besser aus. Ich bin krankhaft opportunistisch, von Hass zerfressen und kaputt. Bereits mit 14 Jahren fing eine banale Sache an, einen Keil zwischen mich und meine Familie zu treiben. Ich hatte (erblich bedingt, nehme ich mal an) schon mit 14 Jahren extrem ausgeprägte Geheimratsecken. Ständig musste ich mir von Schulkollegen verschiedenste Witze, Beleidigungen und demütigende Aussagen über meine nicht vorhandene Haarpracht anhören. "Na, wo haste denn deine Haare gelassen?", "Du bist ja kahler als mein Opa!" und in der Berufsschule dann Dinge wie..."Wirkt die Chemo schon?".
Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll gehabt, die Haare wurden immer kürzer und kürzer. Dann kam der kreisrunde Haarausfall. Klasse. Schließlich mit 18 Jahren drauf ge**** und die Sache mit dem kompletten Kahlschlag ein für alle Mal beendet. Seither wirft mir mein Vater vor ich sei ein Nazi, schließlich ziehe ich mich ja nur schwarz an und habe eine Glatze - ganz klarer Fall von Nazi, oder?
Letztens hatte ich meine Haare wiedermal wachsen lassen. Mein Vater hatte das befürwortet, ich anfangs auch. Doch dann fing es wieder an. Der Haarausfall weitete sich aus und mittlerweile habe ich auf der linken Seite fast keine Haare mehr bis hinab zum Ohr. Gestern stand ich voller Frust spät Abends vorm Spiegel. Ich habe meine Haare immer und immer wieder anders gelegt, frisiert...nichts gebracht. Es sah einfach nur Scheisse aus. Also wieder komplett kahl geschlagen.
Meine Therapeutin sagt ich sei eigentlich derzeit ein hoffnungsloser Fall. Auch sie sagt mit einer Glatze in meinem Alter hätte ich beruflich und menschlich überhaupt keine Chance gut anzukommen. Besonders nicht, wenn ich mich so kleide, wie ich es eben tue. Sie meinte ich solle mir mal ein Herz fassen und mich zu H&M oder sonstwohin begeben und mir neue Klamotten besorgen. Ich habe es versucht. Doch diese engen Jeans, die bunten T-Shirts mit Aufschriften und Mustern....Schals...die Schuhe...ich fühle mich nicht wohl darin. In den Geschäften komme ich mir vor wie ein Aussätziger.
In der Liebe läuft es weiterhin beschissen. Ich habe es in 19 Jahren bisher nicht geschafft eine Frau für mich zu begeistern. Letztendlich lassen sie mich alle liegen. Die letzte zB., die ich übers Netz kennengelernt habe, habe ich dann auch in real getroffen. Wir verstanden uns eigentlich prima. Aber ich wars wohl nicht. Ich habe mich (als sie krank war) um sie gekümmert, weil ihre Mutter sie quasi vor die Tür gesetzt hatte war sie bei mir. Ich habe sie gepflegt, sie hatte mehrmals bei mir übernachtet. Letztendlich war der Dank dafür, dass sie sich in einen anderen verliebt hat.
Ich weiß, dass man als Mann eigentlich all das was ich mache, nicht machen darf, wenn man bei einer Frau Erfolg haben möchte. Aber ich kann auch nicht zu einem A******* werden. Ich habe es versucht. Ich bin eben ein Mensch dem die, die ihm was bedeuten, nicht egal sind. Ergo nutzen mich Frauen als den Typen, bei dem man sich ausheulen kann, der da ist, wenn man jemand braucht. Der Typ bin ich. Aber nicht der, den man begehrt.
Auf sexueller Ebene bin ich auch schon total verstört. Ich bediene mich zwar ab und an selbst (ihr versteht wohl, was ich meine), aber danach hasse ich mich so sehr und empfinde nur noch Abscheu. Dann trinke ich mich nieder, schlafe in vollem Gewand ein und am nächsten Morgen geht die ganze Scheisse weiter.
Wenn ich niemals Freunde finden kann, weil ich eben so bin wie ich bin, wenn mir die Liebe vollständig verwehrt bleibt und ich niemals halbwegs normal werden kann....wie soll ich dann beruflich Erfolg haben? Selbst wenn ich jetzt in ein paar Wochen eine Ausbildung anfange, ich muss dort mit Menschen arbeiten, die mich wohl genau so wie die meisten anderen die ich bisher getroffen habe, nicht leiden können. Aber ich kann irgendwie auch nicht über meinen eigenen Schatten springen und mich anpassen. Wie soll das alles klappen? Ich sehe keinen Sinn mehr.
In meinem Kopf herrscht Chaos.
Ich möchte mich aber im selben Atemzug mal bei allen hier entschuldigen, die ich beleidigt oder sonst wie angegriffen habe. Ich argumentiere oft sinnlos gegen meine eigenen Überzeugungen. Ich bin krankhaft opportun.
Ich mache das jeden Tag, seit 3 Jahren. Ich hasse mich fast schon mehr, als die Welt.
Mein gesamtes Leben ist geprägt von Versagen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine Existenz. Die Schule abgebrochen, weil ich mit dem Mobbing nicht mehr klar kam, die Ausbildung hingeschmissen, Ärger mit dem Jobcenter weil ich mich zu nichts aufraffen kann und konnte.
Und endlich habe ich Perspektiven für die Zukunft. Aber ich sehe keinen Grund noch weiter zu machen. Wie sollte ich jemals Erfolg haben? Mein Äusseres ist furchtbar und innen siehts auch nicht besser aus. Ich bin krankhaft opportunistisch, von Hass zerfressen und kaputt. Bereits mit 14 Jahren fing eine banale Sache an, einen Keil zwischen mich und meine Familie zu treiben. Ich hatte (erblich bedingt, nehme ich mal an) schon mit 14 Jahren extrem ausgeprägte Geheimratsecken. Ständig musste ich mir von Schulkollegen verschiedenste Witze, Beleidigungen und demütigende Aussagen über meine nicht vorhandene Haarpracht anhören. "Na, wo haste denn deine Haare gelassen?", "Du bist ja kahler als mein Opa!" und in der Berufsschule dann Dinge wie..."Wirkt die Chemo schon?".
Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll gehabt, die Haare wurden immer kürzer und kürzer. Dann kam der kreisrunde Haarausfall. Klasse. Schließlich mit 18 Jahren drauf ge**** und die Sache mit dem kompletten Kahlschlag ein für alle Mal beendet. Seither wirft mir mein Vater vor ich sei ein Nazi, schließlich ziehe ich mich ja nur schwarz an und habe eine Glatze - ganz klarer Fall von Nazi, oder?
Letztens hatte ich meine Haare wiedermal wachsen lassen. Mein Vater hatte das befürwortet, ich anfangs auch. Doch dann fing es wieder an. Der Haarausfall weitete sich aus und mittlerweile habe ich auf der linken Seite fast keine Haare mehr bis hinab zum Ohr. Gestern stand ich voller Frust spät Abends vorm Spiegel. Ich habe meine Haare immer und immer wieder anders gelegt, frisiert...nichts gebracht. Es sah einfach nur Scheisse aus. Also wieder komplett kahl geschlagen.
Meine Therapeutin sagt ich sei eigentlich derzeit ein hoffnungsloser Fall. Auch sie sagt mit einer Glatze in meinem Alter hätte ich beruflich und menschlich überhaupt keine Chance gut anzukommen. Besonders nicht, wenn ich mich so kleide, wie ich es eben tue. Sie meinte ich solle mir mal ein Herz fassen und mich zu H&M oder sonstwohin begeben und mir neue Klamotten besorgen. Ich habe es versucht. Doch diese engen Jeans, die bunten T-Shirts mit Aufschriften und Mustern....Schals...die Schuhe...ich fühle mich nicht wohl darin. In den Geschäften komme ich mir vor wie ein Aussätziger.
In der Liebe läuft es weiterhin beschissen. Ich habe es in 19 Jahren bisher nicht geschafft eine Frau für mich zu begeistern. Letztendlich lassen sie mich alle liegen. Die letzte zB., die ich übers Netz kennengelernt habe, habe ich dann auch in real getroffen. Wir verstanden uns eigentlich prima. Aber ich wars wohl nicht. Ich habe mich (als sie krank war) um sie gekümmert, weil ihre Mutter sie quasi vor die Tür gesetzt hatte war sie bei mir. Ich habe sie gepflegt, sie hatte mehrmals bei mir übernachtet. Letztendlich war der Dank dafür, dass sie sich in einen anderen verliebt hat.
Ich weiß, dass man als Mann eigentlich all das was ich mache, nicht machen darf, wenn man bei einer Frau Erfolg haben möchte. Aber ich kann auch nicht zu einem A******* werden. Ich habe es versucht. Ich bin eben ein Mensch dem die, die ihm was bedeuten, nicht egal sind. Ergo nutzen mich Frauen als den Typen, bei dem man sich ausheulen kann, der da ist, wenn man jemand braucht. Der Typ bin ich. Aber nicht der, den man begehrt.
Auf sexueller Ebene bin ich auch schon total verstört. Ich bediene mich zwar ab und an selbst (ihr versteht wohl, was ich meine), aber danach hasse ich mich so sehr und empfinde nur noch Abscheu. Dann trinke ich mich nieder, schlafe in vollem Gewand ein und am nächsten Morgen geht die ganze Scheisse weiter.
Wenn ich niemals Freunde finden kann, weil ich eben so bin wie ich bin, wenn mir die Liebe vollständig verwehrt bleibt und ich niemals halbwegs normal werden kann....wie soll ich dann beruflich Erfolg haben? Selbst wenn ich jetzt in ein paar Wochen eine Ausbildung anfange, ich muss dort mit Menschen arbeiten, die mich wohl genau so wie die meisten anderen die ich bisher getroffen habe, nicht leiden können. Aber ich kann irgendwie auch nicht über meinen eigenen Schatten springen und mich anpassen. Wie soll das alles klappen? Ich sehe keinen Sinn mehr.
In meinem Kopf herrscht Chaos.
Ich möchte mich aber im selben Atemzug mal bei allen hier entschuldigen, die ich beleidigt oder sonst wie angegriffen habe. Ich argumentiere oft sinnlos gegen meine eigenen Überzeugungen. Ich bin krankhaft opportun.