A
Ausgebrannt2014
Gast
Hallo,
seit gestern bin ich krank geschieben, weil ich einfach nicht mehr kann, ich bin vollkommen erschöpft und fühle mich hoffnungslos in meiner beruflichen Situation gefangen.
Ich merke, dass ich in meinen derzeitigen Job die nächsten 10 Jahre nicht durchhalten werde, geschweige denn bis zum Rentenalter.
Ich arbeite in einer Bank in der Privatkundenberatung.
Ich habe das Bankgeschäft grundsolide erlernt: Ausbildung zum Bankkaufmann, nebenberufliches Studium, zahlreiche Weiterbildungen, immer mit hervorragenden Ergebnissen. Ich darf mich in meiner Bank, einer Sparkasse, zu den "Leistungsträgern" zählen und führe ein kleines Team.
Leider herrscht in meiner Bank seit einem Führungswechsel ein extrem frostiges Klima:
Hoher Vertriebsdruck, schikanöse “Qualitäts”vorgaben (auch bedingt durch die (z.T. nutzlosen und extrem bürokratischen) gesetzlichen Vorgaben), keine Wertschätzung, Misstrauen….. unzufriedene Mitarbeiter und mittlerweile hohe Fluktuation.
Mein Gehalt ist im Verhältnis zu meinen Leisungen, meiner Arbeitsbelastung und dem Gehalt mancher Kollegen ausserdem ein Schlag ins Gesicht. Ich fühle mich ausgenutzt.
Ich bin eigentlich ein Arbeitstier, aber mein Job fällt mir immer schwerer, denn alles sträubt sich in mir. Lediglich die guten Beziehungen zu meinen Kunden halten mich noch über Wasser und schenken mir Freude.
Aber ich werde zwischen den Interessen meines Arbeitgebers (Provisionen erwirtschaften) und den Interessen meiner Kunden zerrieben. Ich bin ein redlicher Typ und fühle mich meinen Kunden gegenüber verpflichtet. Produkte, die nicht transparent, überteuert und von minderer Qualität sind, lehne ich trotz Vertriebsdruck durch meinen Arbeitgeber ab und weiche auf vorteilhaftere Lösungen aus, die der Bank aber z.T. etwas weniger Ertrag bringen. In dieser Hinsicht werde ich natürlich auch ständig unter Druck gesetzt, was mir persönlich extrem zu schaffen macht.
Ich habe Magenschmerzen, Übelkeit, meine Energie sinkt von Tag zu Tag und ich werde immer unglücklicher.
Nachts kann ich desöfteren nur mit Schlafmittel schlafen.
Ich möchte wieder “Flow” fühlen, wieder voll durchstarten, aus der Leidenschaft für eine sinnvolle Aufgabe neue Energie gewinnen, mit Vorfreude den Tag beginnen und ihn zufrieden beenden.
Seit ca. 1 Jahr versuche ich mich beruflich zu verändern.
Insgesamt sprechen mich aber nur wenige Jobangebote an (die auf mein Profil passen) und hier erhalte ich auch noch Absagen, insbesondere im Private Banking.
Ich frage mich nun woran das liegen könnte ? Ich bin gut qualifiziert, erfahren und charakterlich gefestigt, kann hervorragende Zwischenzeugnisse vorweisen und bin mit Mitte 40 noch relativ jung.
Ich habe wohl lediglich den Fehler gemacht, nie den Arbeitgeber zu wechseln und bin in meiner Ausbildungsbank geblieben, hab mich dort "hochgearbeitet".
Wie soll ich mich verhalten ? Wie schaffe ich eine berufliche Veränderung ? Wo sind meine “blinden Flecken” ?
Ich bin wirklich verunsichert und bekomme langsam Panik, von meinem derzeitigem Arbeitgeber nicht mehr wegzukommen.
Vielleicht ist mein Wahrnehmungsradius auch bzgl. der Jobsuche zu eingeschränkt. Ich suche bisher nur in der Bankbranche und kann kaum einschätzen, ob mein Profil ggf. auch in anderen Branchen gefragt sein könnte, obwohl ich auch offen für Neues bin.
Die Bankbranche stinkt meiner Meinung nach zum Himmel !!! Und ich möchte auch vermeiden, durch einen Jobwechsel vom Regen in die Traufe zu kommen.
Meine Leidenschaften und Stärken:
Ehrliche (!!!!!) Beratung in finanziellen Dingen macht mir Spaß und ich begleite gerne Menschen. Mein Faible für die Kapitalmärkte und Anlagestrategien hat mich Banker werden lassen und ich habe Stärken im konzeptionellen Arbeiten. Zudem fühle ich mich als Teamplayer und bin ein bodenständiger, aber eloquenter Typ, der sich für die letzte Meile nicht zu schade ist.
Meine Schwächen:
Manchmal zu hoher Selbstanspruch, oft zu hart zu mir selbst
Derzeit kaum noch zuversichtlich, doch noch berufliche Zufriedenheit zu finden
Derzeit denke ich auch darüber nach, mich mittels Haftungsdach selbständig zu machen. Dies wäre allerdings nur in einem kleinen Team eine Alternative, um die Nachteile einer “one-man-show” auszugleichen…. .
Was passiert, wenn ich keine Optionen für einen Exit finde ?
Dann wird es mich wohl in absehbarer Zeit komplett umhauen ---> Kündigung durch meinen Arbeitgeber wegen Krankheit oder Minderleistung ---> Arbeitslosengeld ---> sozialer Abstieg ?
Im Worst-Case muß ich mein für den Ruhestand (durch Konsumverzicht sauer) angesparten Reserven aufbrauchen, bevor ich Hartz-4 bekomme.
So will ich nicht enden !!!
Ich habe wirklich Existenzangst !!!
Ich freue mich auf Denkanstöße zu meiner Situation.
Wer hat Ähnliches (vielleicht sogar in der selben Branche) durchlebt ?
seit gestern bin ich krank geschieben, weil ich einfach nicht mehr kann, ich bin vollkommen erschöpft und fühle mich hoffnungslos in meiner beruflichen Situation gefangen.
Ich merke, dass ich in meinen derzeitigen Job die nächsten 10 Jahre nicht durchhalten werde, geschweige denn bis zum Rentenalter.
Ich arbeite in einer Bank in der Privatkundenberatung.
Ich habe das Bankgeschäft grundsolide erlernt: Ausbildung zum Bankkaufmann, nebenberufliches Studium, zahlreiche Weiterbildungen, immer mit hervorragenden Ergebnissen. Ich darf mich in meiner Bank, einer Sparkasse, zu den "Leistungsträgern" zählen und führe ein kleines Team.
Leider herrscht in meiner Bank seit einem Führungswechsel ein extrem frostiges Klima:
Hoher Vertriebsdruck, schikanöse “Qualitäts”vorgaben (auch bedingt durch die (z.T. nutzlosen und extrem bürokratischen) gesetzlichen Vorgaben), keine Wertschätzung, Misstrauen….. unzufriedene Mitarbeiter und mittlerweile hohe Fluktuation.
Mein Gehalt ist im Verhältnis zu meinen Leisungen, meiner Arbeitsbelastung und dem Gehalt mancher Kollegen ausserdem ein Schlag ins Gesicht. Ich fühle mich ausgenutzt.
Ich bin eigentlich ein Arbeitstier, aber mein Job fällt mir immer schwerer, denn alles sträubt sich in mir. Lediglich die guten Beziehungen zu meinen Kunden halten mich noch über Wasser und schenken mir Freude.
Aber ich werde zwischen den Interessen meines Arbeitgebers (Provisionen erwirtschaften) und den Interessen meiner Kunden zerrieben. Ich bin ein redlicher Typ und fühle mich meinen Kunden gegenüber verpflichtet. Produkte, die nicht transparent, überteuert und von minderer Qualität sind, lehne ich trotz Vertriebsdruck durch meinen Arbeitgeber ab und weiche auf vorteilhaftere Lösungen aus, die der Bank aber z.T. etwas weniger Ertrag bringen. In dieser Hinsicht werde ich natürlich auch ständig unter Druck gesetzt, was mir persönlich extrem zu schaffen macht.
Ich habe Magenschmerzen, Übelkeit, meine Energie sinkt von Tag zu Tag und ich werde immer unglücklicher.
Nachts kann ich desöfteren nur mit Schlafmittel schlafen.
Ich möchte wieder “Flow” fühlen, wieder voll durchstarten, aus der Leidenschaft für eine sinnvolle Aufgabe neue Energie gewinnen, mit Vorfreude den Tag beginnen und ihn zufrieden beenden.
Seit ca. 1 Jahr versuche ich mich beruflich zu verändern.
Insgesamt sprechen mich aber nur wenige Jobangebote an (die auf mein Profil passen) und hier erhalte ich auch noch Absagen, insbesondere im Private Banking.
Ich frage mich nun woran das liegen könnte ? Ich bin gut qualifiziert, erfahren und charakterlich gefestigt, kann hervorragende Zwischenzeugnisse vorweisen und bin mit Mitte 40 noch relativ jung.
Ich habe wohl lediglich den Fehler gemacht, nie den Arbeitgeber zu wechseln und bin in meiner Ausbildungsbank geblieben, hab mich dort "hochgearbeitet".
Wie soll ich mich verhalten ? Wie schaffe ich eine berufliche Veränderung ? Wo sind meine “blinden Flecken” ?
Ich bin wirklich verunsichert und bekomme langsam Panik, von meinem derzeitigem Arbeitgeber nicht mehr wegzukommen.
Vielleicht ist mein Wahrnehmungsradius auch bzgl. der Jobsuche zu eingeschränkt. Ich suche bisher nur in der Bankbranche und kann kaum einschätzen, ob mein Profil ggf. auch in anderen Branchen gefragt sein könnte, obwohl ich auch offen für Neues bin.
Die Bankbranche stinkt meiner Meinung nach zum Himmel !!! Und ich möchte auch vermeiden, durch einen Jobwechsel vom Regen in die Traufe zu kommen.
Meine Leidenschaften und Stärken:
Ehrliche (!!!!!) Beratung in finanziellen Dingen macht mir Spaß und ich begleite gerne Menschen. Mein Faible für die Kapitalmärkte und Anlagestrategien hat mich Banker werden lassen und ich habe Stärken im konzeptionellen Arbeiten. Zudem fühle ich mich als Teamplayer und bin ein bodenständiger, aber eloquenter Typ, der sich für die letzte Meile nicht zu schade ist.
Meine Schwächen:
Manchmal zu hoher Selbstanspruch, oft zu hart zu mir selbst
Derzeit kaum noch zuversichtlich, doch noch berufliche Zufriedenheit zu finden
Derzeit denke ich auch darüber nach, mich mittels Haftungsdach selbständig zu machen. Dies wäre allerdings nur in einem kleinen Team eine Alternative, um die Nachteile einer “one-man-show” auszugleichen…. .
Was passiert, wenn ich keine Optionen für einen Exit finde ?
Dann wird es mich wohl in absehbarer Zeit komplett umhauen ---> Kündigung durch meinen Arbeitgeber wegen Krankheit oder Minderleistung ---> Arbeitslosengeld ---> sozialer Abstieg ?
Im Worst-Case muß ich mein für den Ruhestand (durch Konsumverzicht sauer) angesparten Reserven aufbrauchen, bevor ich Hartz-4 bekomme.
So will ich nicht enden !!!
Ich habe wirklich Existenzangst !!!
Ich freue mich auf Denkanstöße zu meiner Situation.
Wer hat Ähnliches (vielleicht sogar in der selben Branche) durchlebt ?